Die ersten Jahrzehnte des Christentums
Kommentar zur Apostelgeschichte

Kapitel 13

Die ersten Jahrzehnte des Christentums

Verse 1–3

Mit diesem Kapitel beginnt der zweite Teil der Apostelgeschichte, dessen Merkmal der Dienst des Apostels Paulus ist. Gottes Geduld dem jüdischen Volke gegenüber war zu Ende. Wir haben im 3. Kapitel gesehen, wie die Aufforderung des Petrus zur Buße – „damit  Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn“ – zurückgewiesen wurde. Deshalb wird das Volk erst in den Genuss der ihm verheißenen irdischen Segnungen eintreten, wenn der Herr in Herrlichkeit wiederkommen wird. Von da an wurde jedem Einzelnen von ihnen Gnade angeboten, dem Juden zuerst, dann auch dem Griechen, wie Paulus es immer getan hat. Sowohl die Bekehrten aus den Juden, als auch die aus den Nationen wurden als Glieder des Leibes, dessen verherrlichtes Haupt Christus im Himmel ist, mit der ganzen Wahrheit ihrer himmlischen Stellung bekannt gemacht.

Das mit dem 13. Kapitel beginnende Werk war ganz unabhängig von den zwölf Aposteln und von Jerusalem. Es hatte diese Stadt nicht einmal zum Ausgangspunkt. Barnabas und Saulus wurden in Antiochien berufen und von dort aus durch den Heiligen Geist ausgesandt. Es wird in den inspirierten Schriften nicht erwähnt, ob und wie die Missionsaufgabe der Zwölf, die der Herr ihnen auftrug (Mt 28,19–20), ausgeführt wurde.

In der Versammlung in Antiochien gab es „Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, Luzius von Kyrene und Manaen, der mit Herodes, dem Vierfürsten, großgezogen worden war, und Saulus“. Man sieht daraus, dass das Wort hochgestellte Persönlichkeiten erreicht hatte, wie später auch an dem Hof des Kaisers.

Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe. Da entließen sie sie, nachdem sie gefastet und gebetet und ihnen die Hände aufgelegt hatten.“ Hier sieht man das freie, souveräne Wirken des Heiligen Geistes. Er beruft zwei Männer zu einem neuen Werk, ordnet an, dass sie zu diesem Zweck ausgesondert werden und sendet sie (V. 4). Alle diese Brüder, an die sich der Heilige Geist richtete, waren in einem solchen Zustand, dass sie sowohl bereit waren, diese Offenbarung zu empfangen, als auch danach zu handeln: „Sie dienten dem Herrn und fasteten.“ Fasten heißt sich von allem enthalten, was auf den Geist beschwerend oder erregend einwirken könnte. Fasten macht fähig, Gottes Gedanken zu erkennen und das Reine vom Unreinen zu unterscheiden. Fasten und Beten gehören zusammen (V. 3). Der Herr sagte zu den Jüngern, die den Dämon nicht austreiben konnten: „Diese Art kann durch nichts ausfahren, als nur durch Gebet und Fasten“ (Mk 9,29). Fasten bereitet den Gläubigen zu, aus der Macht Gottes Nutzen zu ziehen, und befähigt ihn, Gott um das Ihm Wohlgefällige zu bitten. Die Verse 2 und 3 zeigen uns die Grundsätze, nach denen der Heilige Geist handelt, wenn er jemand in seinen Dienst beruft. Barnabas und Saulus hatten in ihrem bisherigen Dienst Beweise ihrer Hingabe und ihrer Befähigung gegeben.

Barnabas gehörte zu den Brüdern, in denen der Heilige Geist im Anfang mächtig wirkte (Kap. 4,36.37). Er war es auch, der Saulus den Brüdern vorstellte (Kap. 9,27). Die Versammlung in Jerusalem hatte ihn nach Antiochien gesandt, wo eine zahlreiche Menge dem Herrn hinzugetan wurde. Von dort aus ging er nach Tarsus, um Saulus zu holen (Kap. 11,22–25). Dann arbeiteten sie ein Jahr lang miteinander in Antiochien, wo sie in der Versammlung eine zahlreiche Menge lehrten. Die Beiden hatten auch die Hilfeleistung der Brüder in Antiochien nach Jerusalem gebracht und waren wieder zurückgekehrt.

Barnabas war also kein unerfahrener Neubekehrter mehr, so wenig wie Saulus. Als Saulus den Aposteln in Jerusalem vorgestellt wurde, war er schon seit drei Jahren bekehrt. Von dort aus sandten sie ihn nach Tarsus. Über seine Tätigkeit in Arabien und in Tarsus wird uns zwar, außer einer Andeutung in Galater 1,22–23, nichts gesagt, aber immerhin nahm das Jahre in Anspruch. Man nimmt an, dass zwischen seiner Begegnung mit dem Herrn auf dem Weg nach Damaskus und seiner Berufung durch den Heiligen Geist zu diesem besonderen Werk ungefähr zehn Jahre verflossen waren.

Beide Männer hatten wohl gedient und eine schöne Stufe erworben und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus Jesus ist. In 1. Timotheus 3 wird dies von den „Dienern“ gesagt. Aber auch Paulus und Barnabas hatten es verwirklicht. Jeder Mann Gottes muss im Verborgenen durch die Schule Gottes und durch mancherlei Schwierigkeiten hindurchgehen, wobei er sowohl sich selbst als auch Gott kennenlernt. Gottes Wort ist voll von solchen Beispielen. Der Heilige Geist beruft Männer in seinen Dienst, die in der Schule Gottes gelernt haben. Der Herr wird sie noch weiter ausbilden.

Barnabas und Saulus, die vom Heiligen Geist berufen worden waren, reisten erst weg, als die Männer, denen Er geboten hatte, die Beiden zu dem Werk auszusondern, ihnen nach wiederholtem Fasten und Beten die Hände aufgelegt hatten. So erfolgte ihre Abreise in völliger Abhängigkeit von Gottes Willen. Die Brüder – und folglich die Versammlung – erkannten dies an und machten sich eins mit ihnen. Aber nicht durch das Händeauflegen war ihnen die Gabe verliehen worden. Wohl hatte – in einem anderen Fall – Timotheus seine „Gnadengabe“ durch Händeauflegung des Apostels empfangen, aber das war eine Handlung apostolischer Machtvollkommenheit, und auch er war durch Weissagung dazu berufen worden. Auch Timotheus war durch das Händeauflegen der Ältestenschaft nichts verliehen worden. Es war nur ein Ausdruck ihrer vollen Zustimmung.

Das sind bemerkenswerte Grundsätze. Wohl haben wir heute keine solch offensichtlichen Willenskundgebungen mehr, wie sie der Heilige Geist damals gab. Aber wenn auch die Christenheit das Bewusstsein der Gegenwart und Wirksamkeit des Heiligen Geistes auf der Erde verloren hat, so wissen wir doch, dass Er persönlich in der Versammlung wohnt und bis zum Ende wirksam sein wird, damit der Dienst des Herrn zu ihrer Auferbauung getan werde.

Was für uns alle nötig ist, ist in allem, was der Herr uns auferlegt, treu zu dienen, mag der Dienst, den Er von uns verlangt, noch so gering scheinen. Auch sollten wir in einem Zustand sein, der durch „Fasten und Beten“ gekennzeichnet ist, damit wir erkennen, wenn der Herr uns zu einem besonderen Dienst beruft. Wird uns die Berufung zu einem solchen Dienst klar, so sollte er doch nicht ohne völlige Gemeinschaft mit der örtlichen Versammlung ausgeübt werden. Wenn heute auch kein Händeauflegen vorgenommen wird, so bleibt doch das, was es zum Ausdruck bringt, bestehen: die Anerkennung dieser Berufung seitens der Brüder und der Versammlung, wie auch ihre Gemeinschaft mit diesem Dienst. Sonst würde der Betreffende Gefahr laufen, in Selbsttäuschung einen Weg des Eigenwillens zu gehen, auf dem er von seinen eigenen Gedanken geleitet wird. Die zu Rat gezogenen gottesfürchtigen Brüder würden durch Fasten und Beten imstande sein, solche eigenen Gedanken zu korrigieren. Aber der wichtige Grundsatz bleibt bestehen, dass ein Bruder für eine wirklich empfangene Gabe und deren Ausübung dem Herrn gegenüber verantwortlich ist. Wer darf ihn daran hindern?

Verse 4–12

Der Heilige Geist, der Barnabas und Saulus berufen hatte, führte sie auch zum Ort ihrer Wirksamkeit. Ohne Zaudern gingen sie an Bord eines Schiffes, um nach Zypern zu fahren und nahmen Johannes Markus als Diener mit. Der besondere Dienst des Letzteren war von ihrer apostolischen Vollmacht abhängig.

In Salamis angekommen, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen, also zuerst den Juden, wie es den Gedanken Gottes entsprach. Aber bald hatten sie es mit der List des Feindes zu tun. In Paphos angekommen, fanden sie einen Magier, einen falschen jüdischen Propheten, der sich beim Prokonsul aufhielt, einem verständigen Mann. Der falsche Prophet nutzte diesen Mann aus. Wahrscheinlich hatte er bei diesem Mann innere Bedürfnisse entdeckt, die das Heidentum, das zu jener Zeit vielen zum Ekel war, nicht befriedigen konnte. Was Barnabas und Saulus verkündigten, übte auf den hohen Beamten eine große Anziehungskraft aus: Er ließ sie kommen und wollte, das Wort Gottes zu hören. Elymas, der Zauberer, aber widerstand ihnen und suchte den Prokonsul von dem Glauben abwendig zu machen.

Saulus – nunmehr Paulus genannt – erfüllt mit Heiligem Geist, wies ihn scharf zurecht und sprach zu ihm: „Siehe, die Hand des Herrn ist auf dir, und du wirst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen.“ Als der Beamte sah, was geschehen war, glaubte er – nicht an das Wunder, das er sah, sondern an die durch Paulus verkündigte Lehre des Herrn, die ihn ergriffen hatte.

Die Juden, die dem Zeugnis des Heiligen Geistes widerstanden und den Heiden den Empfang der von ihnen selbst verachteten Gnade zu verwehren suchten, gleichen Elymas. Wie dieser ist die jüdische Nation „eine Zeit lang“ blind, bis sie zum Herrn umkehrt.

Vers 13

Von Paphos aus reisten Paulus und seine Begleiter nach Perge in Pamphylien. Von jetzt ab nahm Paulus den ersten Platz ein. Die bei ihm waren, wurden nun „seine Begleiter“ genannt. Johannes, auch Markus genannt, sonderte sich von ihnen ab. Um Paulus zu folgen und den Schwierigkeiten eines Dienstes zu begegnen, der so viel Widerstand von Seiten der Juden hervorrief, war Markus noch zu wenig frei vom Judentum. Er hatte weder die Kosten überschlagen, noch den Sinn des Dienstes erfasst, in den er als Begleiter des Apostels eingetreten war. Daher fehlte es ihm an Mut, und er kehrte nach Jerusalem zurück. Man freut sich, dass ihm der Apostel später ein anderes Zeugnis geben konnte: „Nimm Markus“, sagte er zu Timotheus, „und bring ihn mit dir, denn er ist mir nützlich zum Dienst“ (2. Tim 4,11). Es ist beachtenswert, dass er dies in einer Zeit des Verfalls sagte, wo ein solcher Dienst den Apostel und seine Begleiter großen Prüfungen aussetzte. Mehrere von ihnen hatten ja Paulus verlassen. Gewiss hatte Markus über sein Versagen im Dienst vor dem Herrn Buße getan. Daher konnte der Heilige Geist ihn auch als Schreiber des Evangeliums nach Markus benutzen, das den Herrn als den vollkommenen Diener darstellt.

Verse 14–15

Von Perge aus durchzogen Paulus und seine Begleiter das Land und kamen nach Antiochien in Pisidien. Sie gingen am Tag des Sabbats in die Synagoge und setzten sich unter die Zuhörer. Nach dem Vorlesen des Gesetzes wurden sie von den Vorstehern der Synagoge eingeladen, ein Wort der Ermahnung zu reden. Wie gut, dass jenen Menschen, die das Gesetz gehört hatten, nun auch die Gnade verkündigt werden konnte! Der Heilige Geist, von dem Paulus und Barnabas abhängig waren, hatte ihnen den Weg geöffnet und dafür gesorgt, dass die Vorsteher der Synagoge ihnen günstig gesinnt waren. So konnten die Apostel dem Volk die Worte bringen, die der Herr ihm mitteilen wollte. Wenn wir in unserem Dienst vom Herrn abhängig sind, wird Er uns auch heute, in den Tagen der Schwachheit, die Türen öffnen, so gut wie damals.

In der Kraft des Geistes Gottes legte der Apostel in vollkommener Weisheit die Wahrheit in einer Weise aus, die seiner Zuhörerschaft angepasst war. Da waren sowohl Juden als auch Proselyten – Heiden, die sich zum Gott Israels bekannten – versammlt. Diese alle waren durch zwei Dinge gekennzeichnet: Sie dienten Gott und fürchteten Ihn, ohne Leben aus Gott zu besitzen. Dass sie kein Leben hatten, geht aus Vers 50 hervor: Die Juden erweckten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas.

Verse 16–21

In seiner Rede erinnerte der Apostel anhand verschiedener wichtiger Tatsachen aus der Geschichte des Volkes Israel daran, dass Gott sein Volk immer segnen wollte. Und um dies völlig zu erreichen, hat Er ihnen in der Person Jesu den Retter gesandt. Israel sah sich also jetzt einer weit wunderbareren Kundmachung der Gnade Gottes gegenübergestellt, als es im Laufe der Geschichte in allen erlebten Befreiungen je der Fall war. Darum hätte es sich davor hüten sollen, den Herrn, der ihm noch einmal vorgestellt wurde, von sich zu stoßen.

Die Rede des Apostels umfasst:

  1. eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des Volkes bis zu den Tagen Johannes des Täufers;
  2. die Verkündigung des Heilandes, seine Verwerfung, seine Auferstehung und verschiedene, auf Ihn bezogene Zeugnisse der Schriften.

Er erinnerte daran, dass das Volk von Gott auserwählt wurde. Aus diesem Grund führte Gott es mit erhobenem Arm aus Ägypten heraus, pflegte es vierzig Jahre lang in der Wüste wie eine Mutter, vertilgte sieben Nationen und gab ihm das Land Kanaan zum Erbteil. Bis auf Samuel hatten sie Richter. Von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, der vierzig Jahre lang über sie herrschte.

Bevor Gott dem Volk den König nach seinem eigenen Herzen gab, sollte es durch vierzigjährige Erfahrung kennenlernen, was ein König wert war, den es selber erwählt hatte. Die Zahl Vierzig stellt immer die Zeit dar, die zur Erprobung einer Sache erforderlich ist. Statt unter diesem stattlichen König in Sicherheit zu leben, folgte das Volk ihm zitternd nach. Die Philister besiegten ihn, und er starb auf dem Gebirge Gilboa.

Verse 22–28

Gott gab zwar dem Volk den König, den es gewollt hatte, aber Er nahm ihn selber wieder weg. „Ich gab dir einen König in meinem Zorn, und nahm ihn weg in meinem Grimm“, lesen wir in Hosea 13,11. Nachdem Er ihn weggetan hatte, sagte Gott: „Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.“ Gott fand in David seine Befriedigung. Er war der „Geliebte“. Seine Geschichte beweist es: Gott konnte in seinem Herzen wirken und in seinem Leben Früchte ernten. Der König war das Bindeglied zwischen dem Volk und Gott, zum Segen des Volkes. Er musste notwendigerweise von Gott abhängig sein, um ein Verwalter nach dem Willen Gottes sein zu können. In vollkommener Weise wird dies unter der kommenden Herrschaft Christi der Fall sein, wenn Er zum vollen Segen für alle das Priestertum mit dem Königtum vereinigen wird.

Aus dem Geschlecht Davids „hat Gott nach Verheißung dem Israel als Erretter Jesus gebracht“. Aber um den Segen zu genießen, der in Ihm gekommen ist, bedarf es der Buße. Deshalb ging Ihm Johannes der Täufer voraus und predigte dem ganzen Volk Israel die Taufe der Buße. Auf diese Weise bereitete er den Weg des Herrn vor. Sobald er seinen Lauf vollendet und seinen Dienst als Vorläufer abgeschlossen hatte, trat der, dessen Sandalen zu lösen er nicht würdig war, in Erscheinung. Jesus offenbarte sich dem Volk mit allen Beweisen, dass Er der verheißene Messias war, der wahre Sohn Davids. Sie erkannten Ihn aber nicht. Der Apostel legt den Nachdruck auf die Tatsache, dass die Juden, an die er sich wendet, Nachkommen Abrahams sind. Er will damit die souveräne Gnade Gottes hervorheben, die ihnen gegenüber immer in Tätigkeit war. Sie sind das Volk, dem Verheißungen gegeben waren, Verheißungen, die durch die Erscheinung des Herrn ihre Erfüllung fanden. Um daraus Nutzen zu ziehen, mussten sie Buße tun. Aber ihr Hochmut ließ es nicht zu. Statt den verheißenen Messias und den Sinn der Stimmen der Propheten, die jeden Sabbat gelesen wurden, zu erkennen, hatten sie Ihn umgebracht und so ohne ihr Wissen die Schriften erfüllt. Das vermindert aber keineswegs ihre Schuld an seinem Tod; sie hatten ja keine Ursache des Todes an Ihm gefunden! „Und nachdem sie alles vollendet hatten, was über ihn geschrieben ist, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in eine Gruft.“ Damit war ihr Werk vollendet, und Gott vollführte auch das seinige: Er erweckte Ihn auf.

Die Menschen, zu denen der Apostel hier sprach, mussten zugeben, dass die Nation den Herrn nicht erkannt hatte. Sie sollten daher von seiner Verwerfung seitens des Volkes Abstand nehmen und hinsichtlich seiner Person nicht im Unglauben verharren. Denn Gott hat Ihn aus den Toten auferweckt. Sie sollten sich auf die Seite Gottes stellen und sich von der schuldigen Nation loslösen. Petrus hatte schon in Apostelgeschichte 2 gesagt: „Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht!“ Es galt, sich entweder für Christus zu entscheiden, oder das Los des ungläubigen Volkes zu teilen.

Der Apostel beschrieb den Herrn Jesus nach den eigenen Schriften des Volkes. Es waren keine neuen Mitteilungen. Sie sollten daher die darin enthaltene volle Wahrheit erkennen und Jesus annehmen. Der Apostel Petrus hatte, wie das 2. Kapitel berichtet, eine ähnliche Rede gehalten, um jene andere große Wahrheit festzustellen, dass Gott diesen Jesus, den sie gekreuzigt hatten, zum Herrn und Christus gemacht hat.

Wer von Gott belehrt ist, um die Wahrheit vorzustellen, versteht es, die Weise der Verkündigung dem Zustand derer, an die er sich wendet, anzupassen. Als sich Paulus an die Heiden wandte, verkündigte er ihnen die Güte Gottes gegen alle Menschen (Kap. 14) und den Schöpfergott (Kap. 17). Damit bereitete er sie zu, die Wahrheit, die er ihnen vorzustellen hatte, aufzunehmen. Der Apostel suchte sowohl die zu gewinnen, die unter Gesetz waren, als auch die, die nicht unter Gesetz standen (1. Kor 9,20–21).

Was in Vers 25 von Johannes dem Täufer gesagt wird, ist beachtenswert: „Als aber Johannes seinen Lauf erfüllte“. Wir haben alle einen Lauf zu erfüllen, sei er von langer oder von kurzer Dauer. Wenn er vollendet ist, brauchen wir nicht mehr auf der Erde zu bleiben. Die Laufbahn des Johannes war kurz gewesen. Er war erweckt worden, um den Messias einzuführen, und nachdem er von Ihm gezeugt hatte und der Herr erschienen war, war seine Aufgabe erfüllt. Es war nicht Herodes, der seinen Dienst zum Abschluss brachte. Für den, der nicht in Treue vorangeht, kann das Leben auf der Erde zu Ende gehen, bevor die Aufgabe erfüllt ist. Der Apostel sagt in Apostelgeschichte 20,24: „Aber ich nehme keine Rücksicht auf mein Leben als teuer für mich selbst, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium der Gnade Gottes.“ Und in 2. Timotheus 4,7 erklärt er: „Ich habe den Lauf vollendet.“ Dabei war sein Leben noch nicht zu Ende, wenn auch der Zeitpunkt seines Abscheidens sehr nahe war. Aus Vers 36 unseres Kapitels geht auch hervor, dass David entschlief, nachdem er dem Willen Gottes gedient hatte.

Verse 29–31

Nachdem sie den Herrn zu Tode gebracht und in eine Gruft gelegt hatten, konnten die Menschen nichts Weiteres mehr tun. Sie glaubten, mit dem Sohn Gottes abgeschlossen zu haben. Aber nun griff Gott ein: „Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt.“ Die große Tatsache der Auferstehung Christi sollte fortan unter den Juden bezeugt werden. Gerade das aber wollten die Obersten der Juden nicht wahrhaben. Sie hatten durch die Soldaten, die das Grab bewachten, eine Lüge verbreiten lassen: Die Jünger seien bei Nacht gekommen und hätten den Leib Jesu geraubt. „Und diese Rede wurde bei den Juden bekannt bis auf den heutigen Tag“ (Mt 28,15).

Der Umstand, dass die Juden den Herrn nicht wiedersahen, schien diese Lüge zu bestätigen. Aber Er hatte ihnen ja zuvor gesagt: „Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ (Mt 23,39). Der Auferstandene erschien „nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor erwählten Zeugen“ (Apg 10,41). Er war nun ein Gegenstand des Glaubens. Eine kleine Zahl verachteter Galiläer, die mit Ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren, glaubte. Nur sie haben den Auferstandenen gesehen und sind so zu Zeugen der wunderbaren Tatsache der Auferstehung geworden, die die Grundlage aller Segnungen für die Erde und den Himmel bildet. Die Auferstehung des Herrn ist unter anderem der Beweis für drei Hauptwahrheiten:

  1. Sie stellt die unendliche Herrlichkeit seiner Person fest. Er hat sich durch sie „als Sohn Gottes in Kraft erwiesen“ (Röm 1,4). Gott hat auf diesen gehorsamen Menschen, der Ihn bis in den Tod verherrlicht hat, sein Siegel aufgedrückt, indem Er Ihn auferweckte und Ihm Herrlichkeit gegeben hat.
  2. Die Auferstehung ist die Kundgebung des unendlichen Wertes des Opfers Christi: Er wurde „unserer Rechtfertigung wegen auferweckt“ (Röm 4,25). Sie ist die Quittung für die bezahlte Schuld all derer, die glauben; die öffentliche Erklärung, dass die Frage der Sünde durch den Tod Christi. Sie ist in Befriedigung der göttlichen Gerechtigkeit geregelt.
  3. Die Auferstehung ist schließlich vor allen Menschen der Beweis, dass Jesus, der Sohn des Menschen, „den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit“ (Kap. 17,31).

Verse 32–37

Außer den Zeugen der Auferstehung des Herrn war auch Paulus seither zum Glauben gekommen. Der auferstandene Jesus war vor seiner Offenbarung an Israel auch ihm erschienen. Deshalb sagt der Apostel: „Gleichsam der unzeitigen Geburt (oder Frühgeburt), erschien er auch mir“ (1. Kor 15,8).

Paulus stellt hier fest: „Und wir verkündigen euch die gute Botschaft von der an die Väter ergangenen Verheißung, dass Gott diese uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte, wie auch in dem zweiten Psalm geschrieben steht:,Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt'“. Treu seiner Verheißung zugunsten seines Volkes, hat Gott Jesus erweckt, nicht nur in der Weise, wie Er einen Propheten erweckt hätte, sondern als der von Ihm auf der Erde gezeugte Sohn, entsprechend der Anführung aus Psalm 2. Als Er kam, brachten Ihn die Menschen um. Aber Gott hat Ihn auferweckt und Ihn aus der Reichweite des Todes herausgenommen. Er kann nicht mehr sterben. Gottes Ratschlüsse werden sich erfüllen, obwohl es schien, dass Jesu Tod hierfür ein Hindernis bildete.

Gott hatte gesagt: „Ich werde euch die zuverlässigen Gnaden Davids geben.“ Deshalb hat Er Christus aus den Toten auferweckt. Wenn Jesus auch an den Ort der Verwesung gekommen ist, so hat Er sie doch nicht gesehen, gemäß jenem anderen Wort: „Du wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe.“ Es ging also aus den Schriften klar hervor, dass Jesus der war, der kommen sollte, und dass Er, wenn Er sterben würde, nicht im Tod bleiben konnte. Der Tod hatte kein Anrecht auf Ihn. Psalm 16,10 bringt das Vertrauen Christi als Mensch, angesichts des Todes zum Ausdruck. Hier aber wird dieser Psalm zitiert, um zu zeigen, wie Gott sich verpflichtet hat, seinen Sohn aufzuerwecken. Man sieht hier, wie der Heilige Geist durch den Apostel begreiflich macht, dass die Schriften des Alten Testamentes von Christus redeten. Denn die natürliche Neigung geht dahin, die Tragweite dieser Schriften auf die Umstände des Augenblicks ihrer Entstehung und auf die Personen, die in ihnen genannt werden, zu beschränken. Beim Lesen der Psalmen ist man versucht, nur an David zu denken, darum sagt der Apostel: „Denn David freilich, als er zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hatte, entschlief und wurde zu seinen Vätern beigesetzt und sah die Verwesung. Der aber, den Gott auferweckt hat, sah die Verwesung nicht.“

Der Geist Gottes spricht hier von einer Person, die unendlich kostbarer ist als David. Dieser große König wurde nur erweckt, um dem Ratschluss Gottes zu dienen, und ist dann wieder verschwunden. Der Herr dagegen wurde aus den Toten auferweckt und ließ David, wie alle übrigen Heiligen, in den Gräbern zurück bis zum Zeitpunkt der ersten Auferstehung. Immerhin wird David ein schönes Zeugnis gegeben: Er hatte „dem Willen Gottes gedient“. – Lasst uns den Herrn bitten, dass dies auch für einen jeden von uns während der Zeit, die uns auf der Erde gegeben ist, der Fall sein möge.

Verse 38–41

Nachdem der Apostel diese großen, die Person des Herrn betreffenden Wahrheiten festgestellt hat, fährt er fort: „So sei es euch nun kund, Brüder, dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr im Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt.“ Am Kreuz ist die Schuld jedes Menschen zu Tage getreten, und auch die Unfähigkeit der Juden, das Gesetz zu erfüllen. Dem Menschen konnte keine Segnung zuteilwerden, solange die Sünde nicht hinweggetan war. Durch Jesus aber, dessen Herrlichkeit in den Worten des Apostels soeben allen vor Augen geführt worden war, ließ nun Gott die Vergebung der Sünden verkündigen. Jeder Glaubende, ob Jude oder Heide, wird in Ihm gerechtfertigt, was durch das Gesetz keinesfalls hatte geschehen können.

Der Apostel warnte die Zuhörer feierlich vor den Folgen der Verwerfung der Gnade (Vers 40–41), die Gott in der Vergebung der Sünden und der Rechtfertigung durch Glauben anbot. Für alle, die sie verwerfen, bleibt nur noch ein unumstößliches und endgültiges Gericht Gottes übrig. „Gebt nun acht, dass nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist:,Seht Ihr Verächter und verwundert euch und verschwindet; denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr nicht glauben werdet, wenn es euch jemand erzählt'.“ Der Prophet Habakuk machte in diesen Worten eine Anspielung auf das Gericht, das durch die Chaldäer, „das grimmige und ungestüme Volk“, über das Volk Israel kommen sollte. Aber das war nur ein Bild von den Gerichten, die das jüdische Volk später treffen werden, weil sie den Herrn umbrachten und die angebotene Gnade abwiesen. Ohne Zweifel hatte der Apostel unter seinen Zuhörern solche wahrgenommen, die das, was er ihnen verkündigte, verachteten. Ihr Los wird schrecklich sein!

Verse 42–47

Die Predigt des Apostels hatte auf viele seiner Zuhörer ihre Wirkung nicht verfehlt. Als sie aus der Synagoge hinausgingen, baten sie, dass diese Worte ihnen am nächsten Sabbat wieder verkündigt würden. Etliche Juden und Proselyten gesellten sich jedoch zu Paulus und Barnabas und wurden von ihnen ermahnt, in der Gnade Gottes zu verharren. Diese wollten nicht bis zum nächsten Sabbat warten. Sie schlossen sich denen an, die sie in der Wahrheit unterwiesen, weil diese den Bedürfnissen ihrer Seele entsprach.

Wer die Gnade empfangen hat, soll darin verharren. Im Hebräerbrief wird uns gezeigt, dass viele die Wahrheit des Christentums nur oberflächlich angenommen hatten. Diese Menschen waren wohl froh, durch diese Wahrheit von den Anforderungen des Gesetzes befreit zu sein. Als sie dann aber den Beschwernissen begegneten, die mit der Annahme des christlichen Glaubens verbunden waren, harrten sie nicht in Treue aus. Durch das Verharren in der Gnade wird offenbar, ob man wirklich ein Kind Gottes ist, und sie bewahrt auch davor, fremde Lehren anzunehmen.

Am nächsten Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören. Als aber die von Eifersucht erfüllten Juden sahen, wie das Volk dem Wort Gottes aufmerksam zuhörte, widersprachen und lästerten sie. Sie nahmen wohl Proselyten ihrer Religion auf, denn solche blieben unter ihrer Autorität. Aber zusehen zu müssen, wie Juden und Heiden die Gnade annahmen, die alle, ohne Rücksicht auf ihre nationalen Ansprüche, auf denselben Boden vor Gott stellte, das machte sie zu neiderfüllten Widersachern und Lästerern.

Durch den Widerstand gegen das Wort Gottes, das in erster Linie ihnen verkündigt worden war, verurteilten sie sich selbst, indem sie sich des ewigen Lebens nicht würdig achteten, das ihnen durch die Gnade angeboten wurde. Durch ihren Widerstand lenkten sie die Gnade von sich ab, worauf sie ungehindert den Heiden zufließen konnte.

Der Apostel wusste in den Propheten die göttliche Belehrung zu finden, auf die er sich in jenen Umständen stützen konnte. In Jesaja 49, wo der Herr die Erfolglosigkeit seiner Bemühungen, Israel zu dem Herrn zurückzuführen, beklagt, empfängt Er von Gott eine Antwort. Paulus zitiert sie hier: „Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, um mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde.“ Durch sein Sterben hat der Herr das Werk vollbracht, aufgrund dessen das Heil Gottes bis an das Ende der Erde verkündigt werden kann. Der Apostel Paulus war der große Herold, den Gott zu diesem Dienst auserwählt hatte.

Verse 48–49

Als die aus den Nationen hörten, dass das von den Juden verachtete Heil auch ihnen galt, „freuten sie sich und verherrlichten das Wort des Herrn“. Sie taten im Voraus das, was geschehen wird, wenn Christus sein herrliches Reich auf der Erde aufrichten wird: „Die Nationen werden sich in ihm segnen und sich seiner rühmen“ (Jer 4,2) Doch es besteht ein Unterschied. Dann wird Israel wieder angenommen sein, während es jetzt als Volk auf die Seite gestellt ist. Die einzelnen Israeliten aber, die glaubten, wurden mit den Gläubigen aus den Nationen in die Segnungen des Christentums eingeführt.

Diese „verherrlichten das Wort des Herrn“. Das erinnert an die Worte Jesu in Lukas 7,35: „Die Weisheit ist gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.“ Die Kinder der Weisheit rechtfertigen Gott, indem sie sich seinem Urteil unterwerfen und die Wahrheit seiner Aussprüche anerkennen. Sie nehmen die den Sündern angebotene Gnade an. Das Wort des Herrn verherrlichen heißt, es als sein Wort mit seiner ganzen Autorität und seiner Wahrheit aufzunehmen und die Segnungen, die es bringt, zu genießen.

„So viele zum ewigen Leben bestimmt waren“, glaubten dem Wort des Herrn, das sie gehört hatten. Hier wird im Zusammenhang mit der Aufnahme der Nationen in die Versammlung die Auserwählung eingeführt, wie in Kapitel 2,47. Nur waren es dort Juden, die zum ewigen Leben bestimmt waren und durch die Errettung zu der Versammlung hinzugefügt wurden.

Ohne diese Auserwählung würde niemand gerettet. Ebenso wahr ist es auch, dass man, um gerettet zu werden, dem verkündigten Worte glauben muss. Die Auserwählung enthebt den Menschen nicht seiner Verantwortung, zu glauben. Diese Verantwortung lastet auf allen Menschen. Niemand wird gerichtet werden, weil er nicht auserwählt war, sondern weil er nicht glauben wollte. Jesus sagte zu den Juden; „Ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt“ (Joh 5,40). Nicht die Frage, ob er erwählt sei oder nicht, soll den Unbekehrten beschäftigen. Vielmehr soll er das Heil, das allen umsonst angeboten wird, annehmen. Keiner, der zu Jesus kommt, wird hinausgestoßen. In Johannes 6 erklärt der Herr zuerst, „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Dann fügt Er hinzu: „Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe“ (Joh 6, 37.40).

Trotz des Widerstandes der Juden wurde das Wort durch die ganze Gegend ausgebreitet. Zweimal wird es „Wort des Herrn“ genannt. Es ist das Wort, das mit der Autorität des Herrn bekleidet ist. Es verkündet die Rechte des verworfenen Heilands, den Gott zum Herrn und Christus gemacht hat. Daher vermochte niemand die Wirksamkeit des Wortes des Herrn, das Ihn als Heiland bekannt macht, aufzuhalten.

Verse 50–52

Die Juden, ohnmächtig bei sich selbst, suchten die Hilfe der Ersten der Stadt und der anbetenden, vornehmen Frauen, um eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas in Szene zu setzen. Der Gebrauch, den die Juden hier von ihren Proselyten machten, erinnert an die Worte des Herrn, die Er zu ihnen sprach: „Ihr zieht über das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten zu machen; und wenn er es geworden ist, macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr“ (Mt 23,15).

Durch die Verfolgung wurden die Apostel vertrieben, aber erst als der Herr sein Werk in dieser Gegend getan hatte: Sein Wort war durch die ganze Gegend ausgebreitet worden (V. 49). Als solche, die abgewiesen wurden, gehorchten sie dem Befehl des Herrn in Matthäus 10,23: „Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere.“ Der Herr ließ diese Verfolgung zu, damit die Apostel das Evangelium auch an andern Orten verkündigten. Sie kehrten später zurück, um die Jünger zu befestigen und sie zu ermahnen (Kap. 14,22), nachdem das Werk der Evangelisation getan war. Als Paulus und Barnabas Antiochien verließen, schüttelten sie den Staub von ihren Füßen gegen diese Stadt ab, gemäß den Weisungen des Herrn in Matthäus 10,14: „Geht hinaus aus jenem Hause oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen.“ Sie zeigten dadurch an, dass sie keinerlei Verbindung mehr mit ihnen hatten. Alle Beziehungen waren durch ihre Weigerung, das Wort des Herrn zu hören, abgebrochen. Die Jünger aber ließen sie mitten im Widerstand, jedoch in der Freude des Heiligen Geistes zurück. Das Werk des Herrn war getan.

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