Einführung in das Studium der Prophetie

B. Die Nationen

Wir wollen jetzt die Wege Gottes einer zweiten Gruppe von Menschen gegenüber näher untersuchen: die Nationen. Doch ist es kaum möglich, ihre Geschichte zu beschreiben, ohne fortwährend auf die des Volkes Israel zurückzukommen. In der Tat, dieses Volk, zusammengesetzt aus den Nachkommen Sems, steht im Mittelpunkt der Geschichte der Nationen. Es zeichnete sich vor diesen durch das unendliche Vorrecht aus, allein das Volk Gottes zu sein, und durch die ihm gewährte Gunst den Thron Gottes, «der zwischen den Cherubim thront» (1. Sam 4,4), in seiner Mitte zu haben. Dieser Unterschied war es, der das System der Nationen bis auf Nebukadnezar gekennzeichnet hatte Während dieses vergangenen Zeitabschnittes hatte sich Gott den Titel «Herr der ganzen Erde» 1 gegeben, der mit der Gegenwart der Bundeslade, dem Throne Gottes in Israel (Jos 3,11), verbunden war.

Man kann die Geschichte der Nationen in folgende drei Abschnitte einteilen:

Der Anfangszustand der Nationen, der Zeitabschnitt von Kain bis zum, Turmbau zu Babel (1. Mose 4 – 11). Während dieser Zeitperiode vermehrten sich die Menschen auf der Erde, ohne dass ein politisches System bestand.

Die Geschichte der Nationen vom Turm zu Babel bis Nebukadnezar, Zeitabschnitt, den wir in den vorangegangenen Kapiteln beschrieben haben, wo wir den Anfang des Götzendienstes (Jos 24,2), die Berufung Abrahams, die Befreiung des Volkes Israels aus Ägypten, seinen Einzug in Kanaan und seine Wegführung darlegten. Wir werden nicht mehr darauf zurückkommen.

Die Zeit der Nationen, die sich vom Anfang der Herrschaft Nebukadnezars bis zur Erscheinung des Herrn in Herrlichkeit erstreckt. Es wird gut sein, diese Zeit in zwei Teile abzugrenzen: Der erste Teil umfasst die vergangene Geschichte der Nationen, so wie die Prophezeiungen Daniels sie uns vorstellen; der zweite Teil betrifft ihre zukünftige Geschichte, die wir im dritten Teil unseres Werkes betrachten werden, denn sie wird sich nach der Entrückung der Kirche abwickeln und ihren Abschluss bei der Einführung des Tausendjährigen Reiches finden.

KAPITEL 1 – Der Anfangszustand der Nationen

1. Gott hatte den Menschen in den Garten Eden gesetzt, musste ihn aber nach dem Sündenfall hinaustreiben. Er sprach damals Sein Urteil aus über Satan, das Weib, über Adam und den Erdboden (1. Mose 3,14–19). Gott sagte: «Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen» (V. 15). Der Same Satans, das sind alle jene, welche ihm gehorchen, anfangend mit Kain, dem Mörder seines Bruders, und nach ihm das böse Geschlecht, das Gott durch die Sintflut vertilgen musste, dann die Menschen vom Turmbau zu Babel, alle menschlichen Königreiche – sei es Babylon, Ägypten, Ninive oder Rom – und endlich die Nationen unter der Herrschaft des römischen Tieres und des Antichrists. In einem gewissen Sinne ist die Geschichte der Nationen die des Samens Satans. Es ist daher nicht zu verwundern, dass die Nationen dem Volke Gottes fortwährend Widerstand leisten und es verfolgen, bis zu dem Tage, da der Herr persönlich eingreifen und sie vernichten wird.

2. Kain, der Erbauer der ersten Stadt (1. Mose 4,17), wurde der Vater eines gottlosen Menschengeschlechtes, das eine bemerkenswerte Zivilisation schuf, wovon uns in den Versen 20–24 berichtet wird. Man hat anscheinend erstaunliche Überbleibsel davon gefunden. Diese Zivilisation hatte aber das Gepräge Satans. «Und Jehova sah, dass die Bosheit des Menschen gross war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es reute Jehova, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein. Und Jehova sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen» (1. Mose 6,5–7). So kam die Sintflut.

3. Die Geschichte der Nationen hat eigentlich nach der Sintflut begonnen. «Das sind die Familien der Söhne Noahs nach ihren Geschlechtern, in ihren Nationen; und von diesen aus haben sich nach der Flut die Nationen auf der Erde verteilt» (1. Mose 10,32). Auf diese Verteilung bezieht sich die Schriftstelle in 5. Mose 32,8: «Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er voneinander schied die Menschenkinder, da stellte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel.»

Nach der Sintflut wurde die Herrschaft Noah und seinen Söhnen anvertraut. «Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde; und die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gevögel des Himmels! ... In eure Hände sind sie gegeben» (1. Mose 9,1–2). Das erste Reich wurde durch Nimrod, den Enkel Hams, aufgerichtet. «Der fing an ein Gewaltiger zu sein auf der Erde. Er war ein gewaltiger Jäger vor Jehova ... Und der Anfang seines Reiches war Babel und Erek und Akkad und Kalne im Lande Sinear» (1. Mose 10,8–10).

Aber auch die Nachkommen Noahs fingen an, sich zu verderben. Voller Hochmut forderten sie Gott heraus, indem sie eine Stadt bauten und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reichen sollte (1. Mose 11,4). Gott richtete sie, indem Er ihre Sprache verwirrte und sie über die ganze Erde zerstreute (Verse 7 und 8). Von da an liess Er die Nationen ihre eigenen Wege gehen (Apg 14,16). Doch sonderte Er aus ihnen Sein Volk Israel ab, durch das einst den Nationen das Heil gebracht werden sollte. (In der Tat, heute, nach der Verwerfung Christi durch Israel, wird Er den Nationen gepredigt). Nachdem Israel Jehova aufgegeben hatte und es in die Gefangenschaft geführt wurde, anvertraute Gott den Nationen in der Regierung der Erde eine neue Rolle.

4. Bevor wir diese zweite Periode der Geschichte der Nationen näher prüfen, erscheint es uns nützlich, das zu betrachten, was das Wort über die Merkmale sagt, die zu allen Zeiten die Nationen gekennzeichnet haben. Ihre Charakterzüge sind die Verderbtheit, die Eitelkeit, die Bosheit, die Gewalttat, der Götzendienst, wie uns dies in verschiedenen Schriftstellen mitgeteilt wird. «Jehova hat vom Himmel hernieder geschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da sei, einer, der Gott suche. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verderbt; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer» (Ps 14,2.3). «Weil sie, Gott kennend, ihn weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen, und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde: indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes von einem verweslichen Menschen und von Vögeln und von vierfüssigen und kriechenden Tieren. Darum hat Gott sie auch dahingegeben in den Gelüsten ihrer Herzen in Unreinigkeit …, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf mehr Verehrung und Dienst dargebracht haben als dem Schöpfer, welcher gepriesen ist in Ewigkeit. Amen» (Röm 1,21–25). «Alle Nationen sind wie nichts vor ihm und werden von ihm geachtet wie Nichtigkeit und Leere» (Jes 40,17).

Immerhin behält Gott Seine Oberhoheit über die Nationen: «Er vergrössert Nationen, und er vernichtet sie; er breitet Nationen aus und er führt sie hinweg. Er entzieht den Verstand den Häuptern der Völker der Erde und macht sie umherirren in pfadloser Einöde; sie tappen in der Finsternis, wo kein Licht ist, und er macht sie umherirren gleich einem Trunkenen» (Hiob 12,23–25). «Es fürchte sich vor Jehova die ganze Erde; mögen sich vor ihm scheuen alle Bewohner des Erdkreises! Denn er sprach, und es war; er gebot, und es stand da. Jehova macht zunichte den Ratschluss der Nationen, er vereitelt die Gedanken der Völker. Der Ratschluss Jehovas besteht ewiglich, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht» (Ps 33,8–11).

Im Verlaufe unserer Betrachtung können wir immer wieder die Genauigkeit dieser göttlichen Aussprüche feststellen, sowohl bezüglich der moralischen Wesenszüge der Nationen als auch hinsichtlich der Tatsache, dass sie sich den Plänen Gottes in der Regierung dieser Erde unterstellen müssen.


KAPITEL 2 – Die Zeit der Nationen in der Vergangenheit

Als Nebukadnezar auf der Bildfläche erschien, begannen die «Zeiten der Nationen» (Lk 21,24), die die Periode bezeichnen. während welcher die Herrschaft dieser Welt den Nationen anvertraut ist. Dieser Zeitabschnitt wird bis zur Erscheinung des Herrn Jesus in Herrlichkeit andauern. Der Fall des Römischen Reiches hat den Ablauf dieses Zeitabschnittes nicht unterbrochen.

Das Buch des Propheten Daniel stellt die Geschichte der Nationen in der symbolischen Form einer menschlichen Statue (Kapitel 2) und von Tieren dar (Kap. 7 und 8). Wohl werden dort mir die grossen Reiche erwähnt, die im Zusammenhang mit Israel eine prophetische Rolle spielen. Obschon diese Prophezeiungen teilweise bereits erfüllt sind, bleiben sie doch voller Belehrung, denn sie zeigen uns, wie erstaunlich genau die Offenbarungen Gottes sind. Dies ermuntert den Gläubigen, mit umso grösserer Aufmerksamkeit die noch nicht erfüllten Prophezeiungen zu studieren. Sie lassen den gegenwärtigen Zeitabschnitt der Kirche, deren Geheimnis nur durch den Herrn und Seine  Apostel enthüllt wurde, ganz beiseite. Das erklärt sich leicht wenn man bedenkt, dass jene Prophezeiungen die Wege Gottes in ihrer politischen Ordnung darstellen, während die Geschichte der Kirche mit der religiösen Seite zu tun hat, also zu einer ganz anderen Ordnung der Dinge gehört (siehe Tabelle).

Im 2. Kapitel des Buches Daniel werden also die Weltreiche im Bilde einer grossen Statue dargestellt, die Nebukadnezar im Traume sah. Das Haupt war von Gold, die Brust und die Arme von Silber, der Bauch und die Lenden von Erz, die Schenkel von Eisen und die Füsse teils von Eisen und teils von Ton. in Kapitel 7 beschreibt Daniel das Gesicht derselben vier Reiche, das ihm selbst gegeben worden war, in der Form von vier Tieren: einem Löwen mit Adlers Flügeln, einem Bären, einem Pardel, der vier Flügel und vier Köpfe hatte, einem schrecklichen Tier mit grossen eisernen Zähnen, das zehn Hörner hatte. Sodann sah der Seher in einem weiteren Gesichte (Kapitel 8) zwei andere Tiere, das zweite und das dritte Reich darstellend, und zwar einen Widder mit zwei ungleich grossen Hörnern, und einen Ziegenbock, der ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen hatte, das aber plötzlich zerbrach.

Um das Verständnis dieser drei Gesichte und der von ihnen angekündigten Ereignisse zu erleichtern, verweisen wir auf die umstehende Übersichtstabelle.

1. Reich: Babel

Das goldene Haupt der Statue und der geflügelte Löwe stellen das babylonische Reich und seinen König Nebukadnezar dar, dem Gott die Herrschaft übergeben hatte. Das Gold (sehr kostbares Metall) und der Löwe (König der Tiere) bringen die Vorrangstellung dieses Reiches vor den anderen drei Reichen zum Ausdruck. Sie unterstreichen auch den absoluten Charakter der königlichen Gewalt Nebukadnezars. «Du, o König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht und die Gewalt und die Ehre gegeben hat; und überall, wo Menschenkinder, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gesetzt, – du bist das Haupt von Gold» (Dan 2,37–38).

Das babylonische Reich blieb aber nach Nebukadnezar nicht sehr lange bestehen. Sein letzter Nachfolger, Belsazar, machte seinen tausend Gewaltigen ein grosses Mahl, während die Armeen von Darius, dem Meder, angeführt von Kores, Babel schon belagerten. Inmitten des Festes erschien eine geheimnisvolle Hand, die die Worte: «Mene, mene, tekel upharsin» an die Wand schrieb. Nur Daniel konnte diese Inschrift lesen und deuten. (siehe Daniel 5). Er kündigte Belsazar an, dass sein Reich zerteilt und den Medern und Persern übergeben würde (V. 28). in selbiger Nacht wurde die Stadt von Kores eingenommen, und der König von Babel getötet (538 v. Chr.). So wurde auf immer die babylonische Macht, das Haupt von Gold, zertrümmert.

2. Reich: Die Meder und die Perser

In Daniel 6,1 lesen wir, dass nach der Vernichtung des babyionischen Reiches «Darius, der Meder, das Königreich bekam, als er ungefähr zweiundsechzig Jahre alt war». Aber bald wurde Kores, der König von Persien, Neffe und Schwiegersohn des Darius, sein Nachfolger, und dieser vereinigte die beiden Nationen unter seinem Zepter. Dieses Doppelreich ist in der «Brust» und den «beiden Armen von Silber» (2,32) dargestellt, wie auch im «Bären», der sich auf einer Seite aufrichtete (7,5) und im «Widder» mit den beiden Hörnern von ungleicher Höhe (8,3).

Untersuchen wir nun aber die verschiedenen Merkmale dieses Königreiches etwas eingehender. Zuerst lesen wir, dass es «niedriger» war als das vorangegangene (2,39); in der Tat, das Silber ist von niedrigerem Wert als das Gold, und der Bär hat nicht denselben Ruf wie der Löwe, wiewohl auch er stark, hartnäckig und blutdürstig ist. Der Bär richtete sich auf einer Seite auf (was auf die ungleiche Rolle hindeutet, die die Meder und dann die Perser im Königreich spielten), und er hatte drei Rippen zwischen seinen Zähnen; und man sprach zu ihm: «Stehe auf, friss viel Fleisch!» Das ist eine Andeutung auf die Eroberungen seitens jenes Reiches in drei Himmelsrichtungen: im Westen Mesopotamien und Kleinasien; im Norden Armenien und die Länder, die sich bis Turkestan erstrecken; im Süden Syrien, Palästina und Ägypten (Dan 8,4).

Israel blieb diesem Reiche unterworfen, so wie es dem babylonischen Reiche unterworfen gewesen war. Der mächtigste Monarch des medisch–persischen Reiches war Kores, von dem uns im Buche Esra viel erzählt wird. Er war es, der, wie wir gesehen haben, den Gefangenen aus Juda den ersten Befehl gegeben hatte, nach Palästina zurückzukehren (Esra 1,1–3), während seine Nachfolger, Darius, der Sohn Hystaspes, und Artasasta (Artaxerxes I., Langhand) den Tempel und die Stadt Jerusalem wieder aufbauen liessen (Esra 6,14 und Neh 2,1–8). Die Juden erhielten jedoch die Bundeslade, den Thron Gottes, nicht mehr zurück, auch nicht ihre frühere Unabhängigkeit. Die Zeit der Nationen nahm ihren Lauf gemäss den göttlichen Anordnungen.

3. Reich: Griechenland

Das griechische Reich ist dargestellt durch den Bauch und die Lenden von Erz der Statue von Daniel 2, durch den geflügelten Pardel in Daniel 7 und durch den Ziegenbock mit dem grossen Horn zwischen den Augen in Daniel 8. Dieses letztere Gesicht ist von besonderem Interesse.

Daniel sah den Ziegenbock vom Westen her kommen und den Widder vernichten. «Und der Ziegenbock wurde gross über die Massen; und als er stark geworden war, zerbrach das grosse Horn und vier ansehnliche Hörner wuchsen an seiner Statt nach den vier Winden des Himmels hin» (V. 8). Der Engel Gabriel erklärte Daniel dieses Gesicht: «Der Widder mit den zwei Hörnern, welchen du gesehen hast, sind die Könige von Medien und Persien. Und der zottige Ziegenbock ist der König von Griechenland; und das grosse Horn, das zwischen seinen Augen war, ist der erste König. Und dass es zerbrach, und vier an seiner Statt aufkamen: Vier Königreiche werden aus dieser Nation aufstehen, aber nicht mit seiner Macht» (V. 20–22). Das 11. Kapitel enthält gleicherweise interessante Einzelheiten in dieser Beziehung: «Und ein tapferer König wird aufstehen, und wird mit grosser Macht herrschen und nach seinem Gutdünken handeln. Und sobald er aufgestanden ist, wird sein Reich zertrümmert und nach den vier Winden des Himmels hin zerteilt werden. Aber nicht für seine Nachkommen wird es sein». (V. 3–4)

Sehen wir nun, wie diese Prophezeiung sich ungefähr dreihundert Jahre später erfüllt hat. Alexander der Grosse, König geworden im Alter von 20 Jahren, eroberte in einigen Jahren Kleinasien, Syrien, Tyrus und Sidon, Palästina, Ägypten, Mesopotamien, Persien und kam fast bis nach Indien. Das Bild des geflügelten Pardels zeigt uns sehr eindrücklich die unglaubliche Geschwindigkeit, mit welcher Alexander sein Königreich  ausdehnte. Aber schon mit 33 Jahren starb er (323 v. Chr.), auf dem Gipfelpunkt seiner Macht, was vorgebildet wird durch das grosse Horn, das plötzlich zerbrach. Vier seiner Generäle teilten das   eroberte Gebiet unter sich und brachten die Nachkommen Alexanders um. Die Weltgeschichte bestätigt somit von neuem, bis in die Einzelheiten hinein, die Genauigkeit der Tatsachen,   die Jahrhunderte vorher durch das Wort vorausgesagt wurden. Wiewohl der Glaube an Gott solcher Bestätigungen nicht bedarf, so findet er hier doch einen unwiderlegbaren Beweis der Inspiration der Schriften.

Wahrend des dritten Weltreiches blieben die Juden weiterhin den Nationen unterworfen, wobei ihr Los bald leichter, bald schwerer wurde. Sie hatten besonders unter den Verfolgungen eines Königs von Syrien, namens Antiochus Epiphanes, zu leiden (175–164 v. Chr.). Wir hören von ihm in Daniel 8,9–14, sowie in Kapitel 11,21–27, als von einem Eroberer, der «das Land der Zierde» – Palästina – niedertreten wird. Die Verse 28–33 des 11. Kapitels künden mit derselben Klarheit eine andere Invasion an: «Und Streitkräfte von ihm werden dastehen; und sie werden das Heiligtum, die Feste, entweihen und werden das beständige Opfer abschaffen und den verwüsteten Gräuel aufstellen.» Schliesslich werden die Juden versuchen, sich mit den Römern zu verbinden, in der Hoffnung, sich vor den unaufhörlichen Angriffen, denen sie seitens des Nachfolgers Alexanders ausgesetzt waren, zu schützen. Dieses Bündnis beschleunigte aber nur ihre Unterwerfung unter die Macht Roms.

4. Reich: Die Römer

Das vierte Reich wird durch die Schenkel von Eisen und die Füsse von Eisen und Ton der Statue von Nebukadnezar dargestellt, während in dem Gesichte, das Daniel in Kapitel 7 Seines Buches beschreibt, dieses Reich durch ein schreckliches Tier vorgebildet wird. Dieses vierte Reich ist das von Rom, wiewohl es im Unterschied zu den drei ersten Reichen nicht mit Namen genannt wird. Indessen wissen wir, dass dieses Reich tatsächlich auf das griechische Reich folgte. Anderseits weisen die Merkmale der Schenkel und der Füsse der Statue, und besonders die Haltung des vierten Tieres, deutlich auf die moralischen Kennzeichen der Macht Roms hin. Man kann sogar sagen, dass Rom bis anhin das erfüllt hat, was uns über das vierte Tier mitgeteilt wird, und zwar wenn möglich noch mit grösserer Genauigkeit, als es bei den drei ersten Reichen der Fall war. Die «grossen eisernen Zähne», mit welchen dieses Tier ausgerüstet ist, wie auch «die Schenkel von Eisen» der Statue symbolisieren deutlich die autoritäre Regierung, welche die Römer in ihrem ganzen Reiche einsetzten.

Nach dem Platz zu urteilen, das dieses vierte und letzte Weltreich in der Prophetie Daniels einnimmt, und nach dem, was uns in dem Buche der Offenbarung in Kapitel 13 und 17 gesagt wird, ist dieses Reich von besonderer Wichtigkeit. Die Rolle, die es einst gespielt hat und die es in den Wegen Gottes bezüglich Seines Volkes und der Welt noch weiter spielen wird, bestätigt diese Feststellung. Es wird in der Zukunft wiederum die gleichen Kennzeichen brutaler Macht und unbeugsamen Willens zeigen, die ihm in der Vergangenheit eigen waren. «Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen; ebenso wie das Eisen alles zermalmt und zerschlägt, so wird es, dem Eisen gleich, welches zertrümmert, alle diese zermalmen und zertrümmern» (Dan 2,40), «Und siehe, ein viertes Tier, schrecklich und furchtbar und sehr stark, und es hatte grosse eiserne Zähne; es frass und zermalmte, und was übrig blieb, zertrat es mit seinen Füssen; und es war verschieden von allen Tieren, die vor ihm gewesen, und es hatte zehn Hörner» (7,7). Der 19. Vers dieses Kapitels wiederholt diese Beschreibung, und in Vers 23 wird Daniel eine Erklärung dazu gegeben: «Das vierte Tier: ein viertes Königreich wird auf der Erde sein, welches lies von allen Königreichen verschieden sein wird; und es wird die ganze Erde verzehren und sie zertreten und sie zermalmen.» Das ist tatsächlich eingetreten: Das Römische Reich dehnte seine Herrschaft nicht nur bis zum Osten aus, wie die vorausgegangenen Königreiche, sondern sie umfasste auch ganz Süd– und Westeuropa bis zur Elbe, von der Donau bis zu den Ufern des Schwarzen Meeres.

Dieses Weltreich, einst fest zusammengefügt, hat sich jedoch ziemlich bald in zwei Teile geteilt (worauf die beiden Schenkel der Statue in Kapitel 2,33 hinweisen). Aus dieser Teilung gingen das ost–römische Reich und das west-römische Reich hervor. Unter dem Druck der wiederholten Invasionen der Barbaren verlor es an Einheit, und seine abgefallenen Teile machten schliesslich den grössten Teil der Länder Europas aus. Am Ende der Zeiten werden diese Nationen unter einem Machthaber wieder vereinigt werden, nämlich unter dem «achten König» (Off 17,11), dem Haupte des wiedererstandenen römischen Reiches, mit dem wir uns später beschäftigen werden. Die Versuche, Europa zu vereinigen, wie wir sie heute beobachten, dürften die Vorzeichen dieser Wiedervereinigung sein. Auf jeden Fall bestehen die zu diesem Reich notwendigen «Baustoffe» schon jetzt. Und wenn der von Gott bestimmte Augenblick gekommen sein wird, werden sich die Länder zu einem mehr oder weniger fest in sich geschlossenen Ganzen vereinigen, jedoch nur um gerichtet und vernichtet zu werden durch den Stein, der sich ohne Hände losreisst, das Bild an seine Füsse von Eisen und Ton schlägt, und sie zermalmt (Dan 2,34–35). Dann wird «der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört» sein wird (Dan 2,44–45). Dies wird bei der Wiederkunft Christi geschehen, die dem römischen Reiche ein Ende setzen wird.

Daniel erwähnt nichts von dem lang anhaltenden Unterbruch dieses Weltreiches seit seinem Fall im vierten Jahrhundert bis zu unseren Tagen. Dagegen spricht die Offenbarung deutlich davon: «Das Tier, welches du sahst, war (es war das alte römische Reich) und ist nicht (der gegenwärtige Unterbruch des Reiches) und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen (das Reich wird wiedererstehen, um endgültig vernichtet zu werden); und die auf der Erde wohnen … werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird» (17,8).

Wir haben festgestellt, dass sich der Zustand der Unterwerfung Israels unter den drei ersten Königreichen nicht wesentlich verändert hatte. Dagegen vollzog sich unter der römischen Herrschaft das Endgericht, das in Daniel 9,26 vorausgesagt wurde: «Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein.» Die Römer kreuzigten den Herrn auf das Verlangen der Juden; dann zerstörten sie im Jahre 70 die Stadt und den Tempel von Jerusalem und führten die übrig gebliebenen in die verschiedenen Teile des Reiches gefangen hinweg. Am Ende der Zeiten wird Rom von neuem in das nationale Leben der nach Palästina zurückgekehrten Juden eingreifen, zuerst unter der Form eines teuflischen Bündnisses zwischen dem Haupt des römischen Reiches und dem jüdischen Volke, sodann durch die furchtbaren Verfolgungen der grossen Drangsalszeit (Dan 9,27) bis zu dem Tage, da der Herr Sein Volk befreien wird (7,21–22). Man kann also sagen, dass von den vier Königreichen, von denen die Heilige Schrift redet, das letzte – das römische Reich – die wichtigste und auch die dramatischste Rolle in der Geschichte des Volkes Israel gespielt hat und spielen wird. Das erklärt den hervorragenden Platz, den der Heilige Geist ihm in dem prophetischen Worte gibt und die besonderen Ausdrücke, deren Er sich bedient, um dieses Reich zu beschreiben: «ein schreckliches und furchtbares und sehr starkes Tier» (7,7).

Wir haben nun die Geschichte der Nationen bis zur Wiederkunft des Herrn, wie sie uns im Worte vorgestellt wird, kurz zusammengefasst. im folgenden dritten Abschnitt werden wir untersuchen, was mit diesen Nationen nach der Entrückung der Kirche bis zur Erscheinung des Sohnes des Menschen in 1 Herrlichkeit geschehen wird. Im Blick auf jene Zeitperiode haben wir schon kurze Andeutungen auf die Gerichte gemacht, die vor der Aufrichtung des Tausendjährigen Reiches die Nationen treffen werden. Möchte doch die wunderbare Genauigkeit des prophetischen Wortes, die sich in der bereits abgelaufenen Geschichte bestätigt hat, dazu beitragen, dass unser Interesse hinsichtlich der noch nicht erfüllten Prophezeiungen wachse und uns dazu führe, die göttlichen Offenbarungen mit der Hilfe des Heiligen Geistes zu erforschen! Der Herr gebe, dass wir uns vermehrt mit diesen Dingen beschäftigen und unsere Herzen für Sein baldiges Kommen zubereiten lassen!

Die Namen der vier Reiche Symbole, unter welchen sie dargestellt werden Ihre Merkmale Ihre Beziehungen zu Israel
Babylon 606–538 v.Chr. = 68 Jahre
Daniel 2 Haupt aus Gold Unumschränkte königliche Macht Jerusalem wurde eingenommen und zerstört. Das Volk wurde nach Babylon in die Gefangenschaft weggeführt.
Daniel 7 Löwe mit Adlersflügeln
Daniel 8
Meder und Perser 538–331 v.Chr. = 207 Jahre
Daniel 2 Brust und Arme von Silber Die königliche Macht ist nicht mehr so unumschränkt. Die beiden Elemente, aus denen das Reich zusammengesetzt ist, sind nicht im Gleichgewicht. Eroberungen nach drei Seiten hin. Kores erließ einen Aufruf an die Gefangenen aus Juda, nach Palästina zurückzukehren. Darius der Sohn Hystaspes, und Artasasta (Artaxerxes) liessen den Tempel und die Stadt Jerusalem wieder aufbauen. Aber die Juden erhielten ihre Selbständigkeit nicht zurück.
Daniel 7 Der auf einer Seite aufgerichtete Bär, der drei Rippen im Maul hat.
Daniel 8 Widder mit zwei ungleichen Hörnern
Griechenland 331–168 v.Chr. = 163 Jahre
Daniel 2 Bauch und Lenden von Erz Schnelle Eroberungen. Ausgedehntere Herrschaft als die der beiden ersten Reiche. Das Reich zerfällt in vier Teile. Palästina wurde von den Nachfolgern Alexanders des Grossen mehrmals überfallen und verwüstet. Unter ihnen war Antiochus Epiphanes, König von Syrien, der erbittertste Feind.
Daniel 7 Pardel mit vier Flügeln und vier Köpfen
Daniel 8 Ziegenbock mit einem Horn zwischen den Augen
Römisches Reich 168 v.Chr. bis zum Ende
Daniel 2 Schenkel von Eisen; Füße von Eisen und Ton Brutale Kraft. Eiserne Gewaltherrschaft, die sich von Osten bis nach Westen erstreckt. Wird nach der Wiederkunft des Herrn wieder erstehen, wird aber durch Ihn selbst bei Seiner Erscheinung in Herrlichkeit zerstört. Die Römer besetzten Palästina und machten es tributpflichtig. Sie kreuzigten den Messias, zerstörten Jerusalem und den Tempel und zerstreuten die Juden über die ganze Welt.
Daniel 7 Schreckliches Tier mit großen eisernen Zähnen und Klauen von Erz; es hat zehn Hörner
Daniel 8  

Rechts neben den Namen der Reiche steht deren Dauer im Rahmen der Zeit der Nationen. Man beachte, dass die Dauer jedes Reiches den Proportionenen der Teile des „Bildes“ entspricht, durch die sie dargestellt werden (Dan 2).

KAPITEL 3 – Der Fürst dieser Welt

1. Man kann sich nicht gut mit der Geschichte der Nationen befassen, ohne auch einige Worte über ihren Anführer zu sagen, den der Herr selbst «den Fürst dieser Welt» nennt (Joh 14,30). Im Verlaufe unseres Studiums der Prophetie werden wir uns wiederholt mit den Kundgebungen seiner bösen Macht unter den Menschen zu beschäftigen haben, wie auch mit den Gerichten richten, die Gott über ihn und seine Engel vor und nach dem Tausendjährigen Reich ausüben wird. Um die Endereignisse gut zu verstehen, ist es daher wichtig, das zu kennen, was das Wort bezüglich des Satans lehrt, dessen Name «Ankläger, Widersacher» bedeutet. (Der Name «Teufel» ist einem griechischen Ausdruck entnommen worden und hat eine ähnliche Bedeutung: Verleumder.) Die Heilige Schrift gibt ihm übrigens verschiedene Namen oder Titel, die seine verschiedenen Charakterzüge hervorheben: der Versucher (Mt 4,3); der grosse Drache, die alte Schlange (Off 12,9); der Menschenmörder von Anfang, der Lügner und der Vater der Lüge (Joh 8,44).

2. Zwei Stellen im Alten Testament enthalten Hinweise auf den Ursprung dieses furchtbaren Feindes des Menschen. Hesekiel 28,12–17 – «So spricht der Herr, Jehova: Der du das Bild der Vollendung warst, voll von Weisheit und vollkommen an Schönheit, du warst in Eden, dem Garten Gottes; allerlei Edelgestein war deine Decke: Sardis, Topas und Diamant, Chrysolith, Onyx und Jaspis, Saphir, Karfunkel und Smaragd und Gold. Das Kunstwerk deiner Tamburine und deiner Pfeifen war bei dir; an dem Tage, da du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. Du warst ein schirmender, gesalbter Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berge, du wandeltest inmitten feuriger Steine. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden, bis Unrecht an dir gefunden wurde. Durch die Grösse deines Handels wurde dein Inneres mit Gewalttat erfüllt, und du sündigtest; und ich habe dich entweiht vom Berge Gottes hinweg und habe dich, du schirmender Cherub, vertilgt aus der Mitte der feurigen Steine. Dein Herz hat sich erhoben ob deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichte gemacht wegen deines Glanzes; ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen.» Ferner enthält Jesaja 14,12–15 eine bemerkenswerte Beschreibung: «Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen! Und du, du sprachst in deinem Herzen: Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äussersten Norden. Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleich machen dem Höchsten. – Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube.»

Gewiss, diese beiden Prophezeiungen betrafen die Könige von Tyrus und Babel, aber es ist klar, dass hauptsächlich der damit gemeint war, der aus ihnen seine Werkzeuge gemacht hatte. Wir lernen daraus, dass Satan von Gott geschaffen und mit ausserordentlicher Vollkommenheit, Schönheit und Weisheit ausgerüstet worden war. Auf Gottes heiligem Berge als schirmender Cherub eingesetzt, verfügte er über eine Autorität und eine Herrlichkeit, die vermuten lassen, dass er eine ähnliche Stellung wie der Erzengel Michael einnahm. Er war vollkommen in all seinen Wegen bis zu dem Tage, da Ungerechtigkeit an ihm gefunden wurde und er seine Weisheit wegen seines Glanzes zunichte machte. Hochmut erfüllte sein Herz und verleitete ihn, sich Gott gleichzustellen: «Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes ... mich gleichmachen dem Höchsten».

Er wurde dann hinabgestürzt «in den Scheol, in die tiefste Grube» –Bilder des Falles, der auf seine ungebührliche Auflehnung wider Gott folgte. Satan war es gelungen, die ihm unterstellten Engel für seine Pläne zu gewinnen. Er hat sie in den Abfall mitgerissen: sie wurden Dämonen, jene Fürstentümer, Gewalten, Weltbeherrscher dieser Finsternis, jene geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern, wovon Epheser 6,12 spricht, gegen die der Christ einen unaufhörlichen Kampf austragen muss. Aber der Christ darf des Sieges gewiss sein in dem Masse, wie er «mit der ganzen Waffenrüstung Gottes» angetan ist. Diese Stelle zeigt uns, dass Satan und seine Engel, obwohl sie ihr finsteres Werk unter den Menschen auf der Erde tun, doch in den himmlischen Örtern sind. Im Alten Testament sehen wir, wie sie sich zweimal vor Gott hinstellen, um Hiob anzuklagen (Hiob 1,6–12; 2,1–7), und ein drittes Mal, um Josua, dem Hohenpriester, zu widerstehen (Sach 3,1–3)

3. Sein Hauptziel ist, die Menschen zu verführen, sie von Gott zu trennen und sie seiner eigenen Macht zu unterwerfen, um sie dann ins ewige Unglück zu stürzen. Er hat es in besonderer Weise auf die Kinder Gottes abgesehen, um sie der Freude ihrer Stellung in Christo zu berauben, sie durch tausenderlei Dinge zu beunruhigen, die dazu angetan sind, ihre Herzen wenn möglich dem geliebten Herrn und Heiland zu entfremden. Auch hat er sie im Verlaufe der Jahrhunderte oft verfolgt und viele umgebracht in der Hoffnung, das Zeugnis der Kirche zu vernichten.

Um diese finsteren Pläne auszuführen, bedient er sich der Menschen, die das Licht verworfen und die Finsternis vorgezogen haben (Joh 1,5.9.10). Er nimmt Besitz von ihnen und leitet   sie wie Marionetten. Das Wort berichtet von zahlreichen Fällen dämonischer Besessenheit. ist nicht die des Judas die furcht barste? In Lukas 22,3 lesen wir, dass Satan in ihn fuhr, als er    Anstalten traf, seinen Meister den Führern des Volkes zu überliefern. Noch in unseren Tagen ist es so; man braucht nur in die Welt zu blicken, um die schrecklichen Folgen dieser teuflischen Macht wahrzunehmen: Überall findet man Krieg, Verbrechen, Gewalttat, Hass, Knechtung des Menschen, Angst, Erpressung usw. Aber was ist das alles im Vergleich zu der zukünftigen Entfaltung der Macht Satans, die im Antichrist ihren Höhepunkt feiern wird! Dieser wird sein Stellvertreter der Erde sein, das menschliche Werkzeug, dessen sich Satan   bedienen wird, um die Menschen ganz in seine Gewalt zu bekommen; es ist «der Mensch der Sünde», der sich öffentlich anbeten lassen wird. Sobald die Kirche beim Herrn ist, wird ich die Menschheit in einer Art von kollektivem Irrwahn der Macht des Gesetzlosen ausliefern, «dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen, darum, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden. Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, auf dass alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden   haben an der Ungerechtigkeit» (2. Thes 2,9–12). Die Bosheit des Feindes wird sich dann in seinem ganzen Ausmass und in (hier unbeschreiblichen Furchtbarkeit entfalten. Dabei wird er die Maske seines abscheulichen Systems fallen lassen, und zeigen was er bis dahin so geschickt verbergen konnte: seinen falschen Christus (Off 13,11–18), seine falschen Lehren     (1. Tim 4,1; Off 2,24); seine Anbeter (2. Thes 2,4; Off 13,8), seine Engel (Off 12,7; Jes 24,21), seine Diener 2. Kor 11, 15), sein Reich (Lk 4,6), seine Macht (2. Thes 2,19; Off 13,2.13–15).

4. Doch der Herr selbst wird eingreifen und das ganze teuflische System vernichten. «Und ich sah das Tier (nämlich das Haupt des wiedererstandenen Römischen Reiches), und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferde sass, und mit seinem Heere (das heisst Christus und Seine Erlösten). Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet (nämlich der Antichrist), der mit ihm war, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, welche das Malzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwerte dessen, der auf dem Pferde sass, welches Schwert aus seinem Munde hervorging; und alle Vögel wurden von ihrem Fleische gesättigt. – Und ich sah einen Engel aus dem Himmel hernieder kommen, welcher den Schlüssel des Abgrundes und eine grosse Kette in seiner Hand hatte. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss zu und versiegelte über ihm, auf dass er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet wären. Nach diesem muss er eine kleine Zeit gelöst werden» (Off 19,19–21; 20,1–3).

So wird Satan während der Herrschaft Christi im Abgrund gebunden sein, um die Menschen nicht verführen zu können. Dann lesen wir in Offenbarung 20,7–10: «Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, und wird ausgehen, die Nationen zu verführen ..., den Gog und den Magog, sie zum Kriege zu versammeln ... und Feuer kam von Gott hernieder aus dem Himmel und verschlang sie. Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer– und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier ist als auch der falsche Prophet; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.»

5. Das ist das Ende Satans und all derer, die ihm gehorcht haben (Off 20,15).

Für uns Kinder Gottes ist er schon jetzt ein besiegter Feind, so gross auch seine Macht ist, «weil der, welcher in euch ist, grösser ist als der, welcher in der Welt ist» (1. Joh 4,4). «Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus»! (1. Kor 15,57). «Ihr habt den Bösen überwunden» (1. Joh 2,13.14). «Wir sind mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat» (Röm 8,37). Trotzdem werden wir ermahnt, auf der Hut zu sein vor der Macht und den Listen des Teufels und stark zu sein «in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke», und anzuziehen «die ganze Waffenrüstung Gottes, damit wir zu bestehen vermögen wider die Listen des Teufels» (Eph 6,10–11). Bald werden wir nichts mehr von seiner Macht zu befürchten haben und unser Sieg über ihn wird endgültig sein. «Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter eure Füsse zertreten. Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch!» (Röm 16,20).


KAPITEL 4 – Die Nationen und die Wiederkunft des Herrn

In diesem Kapitel werden wir anhand des Wortes Gottes unter suchen, wie der sittliche Zustand der Nationen beim Kommen des Herrn sein wird. Dieses Studium ist besonders lehrreich, denn es hilft uns, gewisse, schon heute vorhandene Vorzeichen des Endes zu entziffern. Wir werden dabei in einigen der heutigen Ereignisse bestätigt finden, dass das Kommen des Herrn nahe ist. Diese Feststellung wird dazu dienen, unseren Glauben zu stärken, unsere Herzen zu erfreuen und uns wach zu halten.

Nicht mehr lange! Lehr uns wachen!
Morgenröte zeigt sich schon von fern;
Bald wird landen unser Nachen,
Der uns trägt zu Dir, dem guten Herrn.
Lehr uns wachen, kämpfen ohn Ermüden,
Immer näher bringt uns jeder Tag;
Lehr uns wandeln völlig abgeschieden,
Unserm Kampf folgt selge Ruhe nach.

1. Das erste Merkmal der Endzeit ist, dass das Böse überhand nimmt. In dieser Beziehung lesen wir in 2. Tim 3,1–5: «Dieses aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden; denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen.» Wer erkennte in dieser Beschreibung nicht das Bild der heutigen Gesellschaft? Man braucht ja diese Aussagen nur im Einzelnen dem gegenüber zu stellen, was jeder von uns täglich wahrnehmen kann! Wenn auch die Menschheit diese Charakterzüge während ihrer ganzen Geschichte gezeigt hat, so traten diese Zeichen doch nie so deutlich in Erscheinung wie in den heutigen Tagen. Das Böse wird sich übrigens immer weiter entwickeln, wie der 13. Vers dieses Kapitels uns sagt. Niemand wird leugnen, dass der sittliche Verfall, die soziale und wirtschaftliche Unordnung, die Lüge, der Egoismus, die Gewinnsucht, der Hochmut, das Böse in all seinen Formen, noch nie einen solchen Grad erreicht haben wie heute. Das Ende ist also sehr nahe, und der Herr wird bald kommen.

2. Ein zweiter Charakterzug der Nationen vor dem Kommen des Herrn besteht in der Ausbreitung des Irrtums, dem Vorboten des totalen Abfalls, der sich nach der Entrückung der Versammlung vollziehen wird. «Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen, die in Heuchelei Lügen reden und betreffs des eigenen Gewissens wie mit einem Brenneisen gehärtet sind» (1. Tim 4,1–2). Was stellen wir heute fest? Eine Unzahl von falschen Propheten, falschen Lehren, verderblichen Sekten. Der Götzendienst und das Heidentum breiten sich immer mehr aus. Sogar Vertreter der so genannten Geistlichkeit, die sich Christen nennen, verbreiten schlimmste Irrtümer bezüglich der Person und des Werkes Christi, indem sie nicht nur Fundamentalwahrheiten des christlichen Glaubens anzweifeln, sondern sie auch offen leugnen. Man nimmt von den Worten der Heiligen Schrift weg und fügt nach eigener Phantasie andere hinzu, indem man lehrt, dass schliesslich alle Menschen, ja sogar der Teufel selbst, errettet werden, dass die Materie, die Krankheit, der Tod nur Vorstellungen seien, und durch Mittel der Lüge sagt man die Zukunft voraus. Der Spiritismus verbreitet sich immer mehr, die Menschen «achten auf betrügerische Geister». In der Tat, die so genannte Heraufbeschwörung der Toten ist in Wirklichkeit nichts anderes als Verkehr mit Dämonen. Die sich auf diese Weise dem Dienste Satans ausliefern, werden im Worte Gottes beschrieben als «falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, welche die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Grosses, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende nach ihren Werken sein wird» (2. Kor 11,13–15). Und was soll man sagen von der Vergötterung gewisser Staatsoberhäupter? Der Mensch setzt sich an den Platz Gottes und nimmt eine abstossende Verehrung entgegen, eine Vorläuferin jener Verehrung, die einst freiwillig oder zwangsweise dem Bilde des römischen Tieres (Off 13,15) zuteil werden wird. Es ist so wie uns das Wort Gottes in Römer 1,25 sagt: «Welche die Wahrheit Gottes in Lüge verwandelt und dem Geschöpf mehr Verehrung und Dienst dargebracht haben als dem Schöpfer, welcher gepriesen ist in Ewigkeit. Amen.»

Inmitten dieses Verfalls werden die Auserwählten aufgefordert, ihr Zeugnis zu befestigen, sich Rechenschaft gebend, dass dies alles Zeichen des nahen Endes der Gnadenzeit sind. «Ihr aber, Geliebte, gedenket an die von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus zuvor gesprochenen Worte ... ihr aber, Geliebte, euch selbst erbauend auf euren allerheiligsten Glauben, betend im Heiligen Geiste, erhaltet euch selbst in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben» (Jud 17;20–21).

3. Es ist nicht verwunderlich, dass ein solcher Zustand der Auflehnung wider Gott und wider Seinen Gesalbten von einem unversöhnlichen Hass gegen die Auserwählten begleitet ist. In der Tat, das Wort Gottes zeigt, dass die Endzeit gekennzeichnet sein wird durch religiöse Verfolgungen. Schon der Herr hat die jünger darauf vorbereitet, dass sie dem Hass der Welt ausgesetzt sein würden: «Wenn die Welt euch hasst, so wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt. Gedenket des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Knecht ist nicht grösser als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen» (Joh 15,18–20). Diese Worte des Herrn sind im Verlaufe der Kirchengeschichte in Erfüllung gegangen. Unzählige Zeugen wurden verfolgt und umgebracht. Aber während der Zeit, die dem Kommen des Herrn vorausgeht, werden die Verfolgungen noch viel ausgedehnter sein. «Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen» (Mt 24,9). «Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern» (Lk 21,12). Wiewohl diese Prophezeiungen vor allem den gläubigen Überrest betreffen, der berufen ist, durch die grosse Drangsalszeit zu gehen, so sind sie nichtsdestoweniger auf die Gesamtheit der Zeiten des Endes anwendbar, die dem Kommen des Herrn vorausgehen. Es genügt, das heutige Geschehen in vielen Ländern zu verfolgen, um festzustellen, dass die religiösen Verfolgungen mehr und mehr an der Tagesordnung sind. Der Teufel verdoppelt seine Hiebe gegen die Auserwählten, denn er weiss, dass er nicht mehr viel Zeit hat und er setzt in seiner Wut alles in Bewegung, um das Zeugnis des Herrn zu vernichten. In gewissen Ländern werden die Christen gemartert, ins Gefängnis geworfen; man nimmt ihnen die Verdienstmöglichkeit weg, die Lebensmittelkarten; die Stätten der Gottesdienste werden geschlossen, zerstört oder in Museen der «Gottlosen» umgewandelt. Selbst in den Ländern, wo der konfessionelle Friede und die Glaubensfreiheit bis jetzt geschützt wurden, würde die Unduldsamkeit bald wieder hervorbrechen, wenn der Herr in Seiner Gnade nicht Seine schützende Hand über die Seinen hielte.

4. Die Stelle im Lukas–Evangelium, die wir soeben angeführt haben, kündet für die Zeiten des Endes auch Kriege, Hungersnöte und Seuchen an (Lk 21,10+11). Ach, kaum sind wir dem schrecklichen Weltkrieg entronnen, so bereiten sich die Menschen schon wieder auf weitere noch blutigere Kriege vor. Die Aufrüstung steht wieder im Vordergrund, und die materiellen und intellektuellen Hilfsquellen werden in den Dienst dieses Molochs gestellt. Hinter allem steht Satan, der «ein Menschenmörder von Anfang» ist. Der erste Weltkrieg hat zehn Millionen Menschen das Leben gekostet; der zweite aber hat, wie man sagt, dreissig Millionen Menschenleben gefordert. Was die Hungersnöte und Seuchen anbetrifft, so sind sie auf verschiedenen Gebieten der Erde anzutreffen.

Alle diese Plagen werden uns im Worte Gottes angekündigt, nicht um uns Furcht einzuflössen, sondern damit wir die un– fehlbaren Zeichen des nahen Kommens unseres Herrn darin sehen. «Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören werdet, so erschrecket nicht; denn dies muss zuvor geschehen» (Lk 21,9).

5. Als letztes Zeichen der nahen Ankunft des Herrn, worauf wir übrigens schon eine Andeutung gemacht haben, ist die Rückkehr der Juden nach Palästina. Gewiss, dieses Zeichen hat keine Beziehung zu dem sittlichen Zustand der Nationen, aber es ist so kennzeichnend, dass wir es nicht unerwähnt lassen können. Der Herr sagt zu Seinen Jüngern: «Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervor treibt, so erkennet ihr, dass der Sommer nahe ist» (Mt 24,32–33). Wir haben gesehen, dass der Feigenbaum, der «Blätter treibt», ein Bild vom Volke der Juden ist, das angefangen hat, nach Palästina zurückzukehren. Der Herr sagt ausdrücklich, dass dieses Ereignis anzeigt, dass «es nahe an der Tür ist»; mit andern Worten, selbst wenn wir keine anderen «Zeichen» hätten, so würde dieses einzige Zeichen schon genügen, um uns von dem unmittelbaren Bevorstehen des Kommens des Herrn zu überzeugen.

Gewiss, es verhält sich mit diesem Zeichen so wie mit den anderen: Was wir heute sehen, ist erst ein Anfang; die volle Erfüllung aller Zeichen wird nach der Entrückung der Kirche stattfinden. Dann wird das Böse seinen Höhepunkt erreichen; der Abfall von Gott wird allgemein sein; überall wird es Verfolgungen, Kriege, Hungersnöte und Seuchen geben; Israel wird aus allen Teilen der Welt in sein Land zurückkehren, heute ist die Rückwanderung erst im Anfangsstadium.

Wie wir es am Anfang dieses Kapitels gesagt haben, wird uns das Studium dieser prophetischen Zeichen zur Überzeugung bringen, dass der Herr jeden Augenblick kommen kann. Er fordert uns übrigens auf, dieses Studium nicht zu vernachlässigen und Er möchte, dass wir «die Zeichen der Zeiten ... beurteilen» lernen (Mt 16,3), damit Er uns nicht schlafend, sondern wachend finde (Mk 13,37) und wir uns freuen in dem Gedanken, Ihn bald zu sehen. Er sagt uns: «Siehe, ich komme bald. ... Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.» «Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! ... Der diese Dinge bezeugt, spricht: ja, ich komme bald. – Amen; komm, Herr Jesus!» (Off 22,12 ff.).

Fußnoten

  • 1 Der Name «Herr der ganzen Erde» ist unvereinbar mit der absoluten und universellen Macht, die vom Jahre 607 v. Chr. an auf die Nationen übertragen war. Zu jenem Zeitpunkt hat sich Gott, wie wir gesehen haben aus der Mitte Seines Volkes zurückgezogen und den Titel «Gott im Himmel» angenommen (siehe insbesondere die Bücher Daniel, Esra und Nehemia).
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