Geistliche Gesänge

Offenbarungen

Herr, Deinen Ruhm erheben wir
Obgleich wir Dich nicht sehn.
Es schaut der Geist Dich auf dem Thron
Schon heut' in Himmelshöhn.

Einst traf Verachtung Dich und Schmach,
Der Menschen Hohn und Spott;
Doch es erblickt des Glaubens Aug'
Verherrlicht Dich bei Gott.

Kein Mensch dies Wunder fassen kann,
Kein Aug', kein Ohr nimmt's wahr.
Selbst unser Herz ergründet nie
Dein Lieben wunderbar.

In dieser Lieb' zeigst Du, o Gott,
Des Himmels Herrlichkeit,
Den Deinen, die durch Deinen Geist,
Versiegelt sind schon heut'.

Als Söhne schauen wir empor,
Durch Christus nahgebracht.
Genießen Deiner Liebe Frucht,
Verkünden Deine Macht.

Zur Rechten Gottes sehen wir
Verherrlicht nun den Sohn,
Denn alle Macht gegeben wird;
Dort, auf des Vaters Thron.

Du machtest einst auf Erden, Herr,
Des Vaters Lieb' uns kund.
Nun, da vollendet ist Dein Werk,
Lobpreist Dich unser Mund.

Im Geiste schau'n wir Dich verklärt
In Deinem Strahlenglanz;
Wir, die durch Gottes reiche Gnad'
Dein eigen, voll und ganz.

Ja, «Abba, Vater» rufen wir,
Hat Er uns doch gemacht,
Zu Erben, Seinem Sohne gleich,
In Herrlichkeit und Pracht.

O, Vater, reichlich fließet uns
Der Liebe süßer Quell.
Durch Jesu Wundenmale sind
Wir ewig rein und hell.

Der neuen Schöpfung reinste Freud'
Durchstrahlt die Dunkelheit;
O Wonne, dort daheim zu sein,
In Deiner Herrlichkeit!

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