Geistliche Gesänge

Hoffnung

Wie wunderbar! Ich werde sein wie der eig'ne Sohn;
Denn Deine Gnade, Vater, strahlt mir von Deinem Thron.
In Ewigkeit gesegnet, dein Bild des Sohnes gleich,
Dir Herr der Herrlichkeiten, der Du so groß, so reich!

Herr Jesu, o wer liebet, so innig mich wie Du?
Als Frucht, Herr, Deines Werkes, bringst Du mich dort zur Ruh.
Als Lohn für Deine Schmerzen, als Deiner Seele Freud',
Bringst Du mich, Herr, zur Rahe in alle Ewigkeit.

So musst´ es sein! Dein Lieben, fand weder Ruh' noch Rast,
Bis dass nach aller Mühsal, Du mich geborgen hast;
Denn Deine Gnade schenket, nicht wie die Welt uns gibt
Und so wie Du, Herr, liebest, hat nie ein Mensch geliebt.

Als Erben Deines Glanzes, all Deiner Herrlichkeit,
Steh'n rings um Deinen Thron, Herr, in alle Ewigkeit;
Die Du erlöst von Sünden, die einst verstrickt in Schuld
Und bringen Dir, dem Höchsten, Anbetung, Preis und Huld.

Was muss es sein! O Wonne! Ein Zustand wunderbar,
Wenn Christus wir begegnen, Sein Lieben offenbar.
Wenn unser Aug' wird schauen, den Segen und die Freud',
Die durch des Geistes Hoffen, der Herr gewirkt schon heut'.

Dann ist das Herz befriedigt, nichts wünscht die Seele mehr,
Das, was uns erfüllet, ist Christus unser Herr.
Anbetungswürd'ge Liebe ist unser ew'ges Teil.
In Seiner heil'gen Nähe findt unsre Seele Heil.

O, Vater aller Gnaden! Barmherz'ger Vater mein!
Was müssen vor dem Throne für Herrlichkeiten sein!
Dort werden all die Deinen im Lichte offenbar;
Anbetend, staunend, schauen wir droben, voll und klar;

Dass, was Du hast ersehen, voll Weisheit ward erfüllt.
Wenn wir Dich dort erkennen, im Lichte, unverhüllt.
Noch warten wir geduldig und harren hoffend aus,
Bis Du, o Herr, uns führest ins ew'ge Vaterhaus.

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