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Was von Anfang war
Eine Auslegung der Johannesbriefe

William Kelly (Biographie)

Vorwort


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Der gläubige Leser wird mir zu Anfang einige persönliche Worte gestatten. Niemand hat mehr Ursache, Gott für die Briefe des Johannes zu danken, als der Schreiber dieser Zeilen. Besonders der erste der drei Briefe war mir vor mehr als sechzig Jahren zum besonderen Segen. Ich war ohne menschliches Zutun zu Gott bekehrt worden, war aber durch das Bewusstsein der innewohnenden Sünde noch sehr niedergebeugt. Da wies mich ein gläubiger Freund auf das Zeugnis Gottes in 1. Johannes 5, 9-10 als Seine Antwort auf die mich quälenden Fragen hin, und der Heilige Geist benutzte dies, um mir von nun an Ruhe im Sohne Gottes und in Seinem Sühnungswerk zu schenken.

Seither ist es mir eine große Freude gewesen, aus diesen Briefen zunächst selbst zu lernen und dann ‑ wenn auch in Schwachheit ‑ andere Gläubige daraus zu unterweisen. Fast alle mir bekannten Gläubigen hatten besondere Schwierigkeiten, sich diesen kostbaren Teil der Schrift zu Eigen zu machen. Das kann nicht an Schwierigkeiten in der Ausdrucksweise liegen, denn die Briefe sind in einer ganz einfachen Form geschrieben. Der Grund liegt wohl teilweise an ihrer geistlichen Unzulänglichkeit und andererseits an der Tiefe der Wahrheiten, die die persönliche Würde des Herrn und die Fülle Seiner Gnade gegenüber den Kindern Gottes entfalten. Es fiel ihnen schwer, die Gemeinschaft mit dem Vater und Seinem Sohne Jesus Christus, zu welcher der Apostel aufruft, auch nur zu verstehen, geschweige sie zu genießen.

Nach langjährigem Dienst in den meisten Teilen Englands und auch teilweise im Ausland, durch den ich Seelen behilflich sein durfte, mit der Gnade des Heiligen Geistes insbesondere diese Briefe zu erforschen, bin ich dankbar, dieses Buch nun hinausschicken zu können, wenn es auch hinter dem, was man wünschen könnte, zurückbleibt. ER aber, der dies geschriebene Wort inspiriert hat, wird auch diejenigen, die Ihn darum bitten, in die ganze Wahrheit leiten. Möge seine Freude „völlig“ werden, denn das ist das ausdrückliche Ziel der Briefe des Apostels Johannes.

W. K.

London, den 20. April 1905

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