Botschafter des Heils in Christo 1853

Die Schule Gottes (1. Samuel 17)

„Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine Hände unterweist zum Kampf, meine Finger zum Krieg“ (Ps 144,1)

Es haben alle, welche von Gott zu seinem Dienst erzogen worden sind, in ihrer Zubereitung etwas Gemeinsames: es ist der verborgene Umgang mit Gott, ehe sie vor die Augen der Menschen hervorgezogen werden. Das Gegenteil hiervon ist jene Unruhe des Fleisches, welche die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken sucht, ehe die Seele den hierzu nötigen Unterricht durchgemacht hat. Diese laufen einher ohne gesandt zu sein und haben immerdar aus ihren eigenen elenden Fehlern zu lernen.

Obwohl Paulus ein von dem Herrn auserwähltes Rüstzeug war, seinen Namen zu tragen, so ist er dennoch in der Schule der Probe erzogen worden. – „Ich werde ihm zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss“ (Apg 9,16) – So hat Gott seine verborgenen Wege, um die Seelen zu seinem Dienst zu erziehen. Gerade so war es mit David. In dem vorigen Kapitel (1. Sam 16) finden wir David in völliger Verborgenheit, unbeachtet von seinen Brüdern und seinem Vater, fern von seiner Familie, die Schafe hütend und nicht für würdig befunden zum Opfer hinzugezogen zu werden. Trotzdem war er der Erwählte des Herrn. In der Einöde war er nicht allein: Er stand unter Gottes Leitung. In der verborgenen Schule wurde er erzogen von Ihm, der nicht auf das Äußere sieht und nicht sieht wie ein Mensch. Nun, so muss es mit uns sein! Da muss ein Leben vor dem Herrn stattfinden. Wenn unsere Seelen vor Ihm nicht geübt sind, so will Er uns als Werkzeuge in seinem Dienst nicht gebrauchen. – Wenn wir auch denken, er will, ist es doch nicht so. Gott will immer mit der Seele, welche Er zu einem öffentlichen Dienst bestimmt hat, im Verborgenen zu tun haben. Die erhabene Weisheit unseres Gottes hierbei kann in der Geschichte mancher seiner ausgezeichneten Diener erkannt werden. Sie kommen fort in der Stunde der Not, sie sind vorbereitet für allerlei Bedrängnisse. Sie werden ruhig, besonnen und ausharrend gefunden, wenn alle anderen um sie her bestürzt und in Furcht sind. Alle sagen und verkündigen uns, dass sie für ihr Werk vorbereitet sind. Männer, die im Verborgenen vor dem lebendigen Gott leben, können sich durch die Verwirrung und Streitigkeiten der Menschen unangefochten hindurch bewegen. Sie haben es gelernt, vor dem erschreckten Israel in der Bresche zu stehen oder dem Goliath von Gat von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Ihre Vorbereitung hierzu war ihr Leben im Verborgenen vor Ihm, der größer ist als alles, vor dem lebendigen Gott.

So ist es hier mit David. In der Wüste hat er die Zuflucht kennengelernt, welche der Glaube in Gott hat, und jetzt soll er der Streiter Gottes sein, gegen den Verfechter der Unbeschnittenen. Ungesehen von Menschen hat er den Löwen und den Bären schon geschlagen, da kommt er hervor, um über Goliath den Sieg davon zu tragen. Angesichts des ganzen bewaffneten Israels und der Philister.

Welch einen furchtbaren Feind hatte Israel in Goliath! Morgens und abends forderte er ihre Heere zum Kampf heraus, aber sein Trotz blieb unvergolten, denn sie waren entmutigt und sehr furchtsam.

Saul hatte sein Heer in Schlachtordnung gestellt und die Feinde rückten schon zum Kampf hervor und forderten zur Schlacht auf, (V.20.21) aber „siehe, da kam der Zwischenhändler herauf, mit Namen Goliath, der Philister, aus Gat, aus den Schlachtreihen der Philister und sprach nach jenen Worten; und David hörte es. Und als sie den Mann sahen, flohen alle Männer von Israel und fürchteten sich sehr“ (V.23.24). So geschah es als David gerade auf dem Kampfplatz erschien. David hörte den frechen Spruch des Goliath (V.23) und sah die Entmutigung und die Schmach Israels. Ihre laute Herausforderung war bald vorbei und das ganze Volk war in großer Bestürzung. Aber David war mitten unter allen ruhig und unerschrocken. Der kleine David war der einzige, der sich nicht fürchtete. Er, den seine Brüder verhöhnten, er, auf den der Philister stolz herabsah und verfluchte. Es war an David nichts zu sehen, was irgendwie geeignet schien, vorzutreten, um dem Philister zu begegnen, was ja keiner zu tun wagte. Die Leute, welche nach der äußeren Erscheinung, nach der Kraft, urteilten, konnten davon nichts entdecken, sondern gerade das Gegenteil. Das Fleisch erscheint bei den Feinden in der Anzahl und in den Waffen kräftig, oder in dem mächtigen Goliath, aber nie in dem kleinen Mann, wenn er von seinen wenigen Schafen in der Wüste kam.

Geliebte achtet hierauf. David hatte mit dem lebendigen Gott Umgang gehabt und jetzt sah er, dass der Name des lebendigen Gottes mit ins Spiel gezogen wurde. Israel sah auf Israels Hilfe: und was war die Hilfe Israels im Vergleich mit der der Philister!

Aber hier war einer, der den Geist Gottes hatte, einer, der auf die Hilfe des lebendigen Gottes vertraute. Es war nicht so, dass David mehr natürlichen Mut als Saul gehabt hätte, es war der Glaube in ihm. Es ist wahr, dass David in der Wüste zurückgezogen gelebt hatte, aber da hatte er die Gemeinschaft mit Gott kennengelernt. Und jetzt kam er hervor als ein Unverdorbener von dem lebendigen Gott und schaute alles um sich her in Übereinstimmung mit Gott an – und was er im Verborgenen von Gott gelernt hatte, das trug er in die jetzige Lage hinein. Und dieses gerade war das Geheimnis seiner Kraft und seines Sieges. Die Umstände wurden wohl in Betracht gezogen, ihre Schwierigkeit und Gefahr erwogen, aber sein Glaube brachte Gott in sie hinein und handelte mitten in ihnen in seiner Macht und seiner Kraft. In dieser Weise sah David alles um sich her an. Er sah auf das Heer Israels als sei es das Heer des Herrn Zebaoth. Er sah es an in dem Licht Gottes, aus dessen Allgegenwart er gerade gekommen war (V.26).

Und ich frage, ob hier unser Fehler nicht stets der ist, dass wir nicht im Verborgenen mit dem lebendigen Gott Gemeinschaft haben? Dies ist der wesentliche und hauptsächliche Grund. Achten wir die Gemeinschaft mit Gott als unser höchstes Vorrecht? Halten wir das Leben mit Gott teuer, ja, sogar teurer als das Leben vor den Heiligen und mit den Heiligen? Ich glaube, wir ziehen das Leben vor und mit den Heiligen oft dem Leben vor und mit Gott vor. Wir mögen getröstet werden, wenn wir von den Heiligen umgeben sind, aber unsere Kraft liegt in dem Umgang, in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, der weiß, dass wir ausharren können, als ob wir Ihn sähen, der nicht gesehen wird (vgl. Heb 11,27). Das Fleisch mag es in sich selbst suchen und auch Antwort finden, aber es vergeht wie Gras vor der Gegenwart Gottes. Daher ist unsere Zurückgezogenheit sowohl unser Heil als auch unsere Freude, im Glauben verborgen bei dem Allerhöchsten zu wohnen und hervorzukommen zu seinem Dienst, in der Kraft, die wir hierzu bekommen. Dann werden wir im Stand sein, jeden Feind so anzusehen, wie hier David den Goliath ansah: „Wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?“ (V.26).

Aber die Sprache des Glaubens reizt das Fleisch beständig. So war es mit Joseph, wenn er seinen Brüdern seine Träume erzählte. So ist es hier mit David und seinen Brüdern, wie wir an Eliabs Worten hören: „Ich kenne doch die Vermessenheit und die Bosheit deines Herzens“ (V.28). Augenblicklich sieht das Fleisch eine Kraft die größer ist, als es selbst (wie Eliab es hier in David sah), und alles, was es tun kann, ist, davon als von Stolz zu sprechen. Eliab war der älteste Bruder und er steht hier vor uns in der Auszeichnung, welche das Fleisch gerne hat und sucht. Er war ein Mann, ausgezeichnet durch körperliche Reize. Aber trotz seines schönen Äußeren und seines stattlichen Wuchses hatte ihn Gott verworfen (1. Sam 16, 6–7). Der Gesalbte des Herrn war nicht der, den die Menschen achteten. Und wie oft wird uns diese Belehrung in dem Wort Gottes gegeben, z.B. bei Gottes Verwerfung des Erstgeborenen und die Erwählung des Jüngeren. Eliab steht hier vor uns, wie Ismael oder Esau. Als der Vertreter des natürlichen fleischlichen Rechtes weist er spöttisch David zurecht. Aber David sprach gemäß der Weisheit, welche genährt wurde von einer Kraft, die Eliab nicht kannte, er redete die Sprache des Glaubens. Der lebendige Gott, Gott der Herr der Heere Israels, erfüllte sein Auge und mit Ihm maß er die Philister und ihren Zwischenkämpfer. Eliab hatte diese Richtschnur nicht vor sich, er sah und fühlte wie ein Mensch und daher war für ihn die Sprache des Glaubens „Vermessenheit und Bosheit des Herzens.“ Das Fleisch verkennt immer den Glauben, es antwortet zornig: „Es ist Stolz!“ immer dann, wenn wir vom Vertrauen zum lebendigen Gott sprechen. Solches wahres Vertrauen, das in der tiefsten Demut besteht, wird bei dem Fleisch immer als Stolz verurteilt, denn es ist keine Tiefe der Demut so groß wie die Selbstverwerfung, um sich dem lebendigen Gott ganz hinzugeben. David lässt sich selbst bei dieser ganzen Handlung außer Acht, indem er nur Gott und dessen Heere ansieht. Es besteht die Kraft und das Vorrecht des Glaubens in dem Vermögen, sich selbst ganz außer Acht zu lassen und Gott allein im Auge zu behalten. In seiner Gegenwart soll sich kein Fleisch rühmen, „wer sich aber rühmt, der rühme sich des Herrn“ (2. Kor 10,17). Das ist es, was David gelernt hatte, was er jetzt darstellt und was Eliab Stolz nennt. Es ist wahr, dass das Fleisch trotzig ist. Ich glaube, dass wir das genau wissen und dass wir auch wissen, dass der Glaube sich selbst verleugnet, weil er jede Sache als von Gott herkommend betrachtet. Ja, meine Geliebten noch mehr, der Glaube nimmt Gott selbst auf, wie auch jede Segnung von oben, welche Gott geben kann. David sagt: „Was habe ich getan? Ist es nicht ein Auftrag?“ Hatte David sich selbst gerühmt? Nein, wahrlich nicht. Und hatte er nicht einen Grund, so zu sprechen, wie er tat? Wenn der Name des lebendigen Gottes in Frage gestellt wird, so ist so eine Redeweise immer begründet. Der wahre Zweck, warum wir in diese Welt gesetzt sind, ist, dass wir den Namen Jesu vor den Menschen bekennen und unseren eigenen Namen bei Seite setzen sollen. O dass die Heiligen Gottes in dem Ding einig wären, in dem Bekenntnis des Namens des Herrn Jesu.

Aber lasst uns dem David weiter folgen, wie er von Eliab zu Saul geht. Welche sich selbst bewusste Würde! Welch eine vollkommene Selbstbeherrschung sehen wir jetzt an David! Und David sprach zu Saul: „Es entfalle keinem Menschen das Herz seinetwegen! Dein Knecht will gehen und mit diesem Philister kämpfen“ (V.32). Während das ganze Heer Israels zittert, steht ein kleiner Mann vor dem König und spricht: „Es entfalle keinem Menschen das Herz.“ Ja, da ist in dem Glauben ein Selbstvertrauen, welches uns in den Stand versetzt, nicht nur selbst zu empfinden, sondern auch anderen Trost und Vertrauen einzuflößen, sogar in den bedrängtesten Lagen. Der Glaube bekommt Hilfe ungeachtet der Verhältnisse und daher ist er im Stand, anstatt durch die Prüfung überwältigt zu werden, „die trösten [zu] können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden“ (2. Kor 1,4). David hatte die Proben bereits bestanden und hatte dadurch Gott erprobt, auf den er vertraute. Er wusste, an wen er glaubte. Er war in Gefahr gewesen und siegreich daraus hervorgegangen, darum ist er jetzt guten Mutes. In der Wildnis hatte ein Umgang stattgefunden zwischen seiner Seele und Gott, ein Umgang, der anscheinend nie an das öffentliche Licht gebracht war, bis zu diesem Augenblick (V. 34–37). O Geliebte, wo lernen die Heiligen wirklich siegen? Ich glaube da, wo es kein anderes Auge sieht als das Auge Gottes. Die vollkommene Selbstverleugnung, die Aufnahme des Kreuzes im Verborgenen, die Bekanntschaft mit dem Weg der Zurückgezogenheit unseres Kämmerleins, um unsere Ideen und alles, was der Kenntnis Gottes entgegen ist, was stolz auf sich selbst ist, niederzuschlagen, das sind unsere größten Heldentaten. Das stille Gemach ist das große Kampffeld des Glaubens. Lasst dann den Feind kommen und streiten, so werden wir fähig sein, fest zu stehen, zu trösten und andere aufzurichten in der Stunde des äußeren Streites. Er, der bereits den Löwen und Bären in der Wildnis erschlagen hatte, war der einzige, der im Terebinthental dem Goliath gegenüber unerschrocken dastand.

Wie zeigt uns diese Enthüllung das ganze Geheimnis von Davids Macht, es ist die wahre Kraft des Glaubens. Jetzt wissen wir, was der Apostel Paulus meint, wenn er sagt: „Ich bin ein Tor“ (2. Kor 12,11). Er war genötigt von sich selbst zu reden, das war seine Torheit. Der Grund, warum er im Stand war so viel von der Unverschämtheit der Heiligen zu ertragen, lag darin, dass ein Umgang stattfand zwischen seiner Seele und dem Herrn, woran keiner Teil hatte außer ihm und seinem Gott. Aus demselben Grund konnte David zu Saul sagen: „Es entfalle keinem Menschen das Herz.“ Und Saul sagte zu David: „Du vermagst nicht gegen diesen Philister auszugehen, um mit ihm zu kämpfen“ (V.33). Saul sah auf David und auf Goliath, und in seiner Blickweise als Mensch hatte Saul Recht. Aber er kannte das Geheimnis Gottes nicht, welches David gelernt hatte, er wusste nicht, was David jetzt sagen wollte.

Wenn Eliab solche Heldentaten vollbracht hätte, so würde er das Geheimnis keinen Tag bewahrt haben, aber David hatte in einer anderen Schule gelernt, eine Schule, in welcher er gelehrt worden war, nicht viel von sich, sondern von dem lebendigen Gott zu reden. Daher hat David, so viel uns die Schrift lehrt, nie damit geprahlt oder davon als von seinem Sieg gesprochen. Wenn es aber die Gelegenheit forderte, konnte er vortreten und von des Herrn Güte erzählen. So ist es mit dem Apostel, wenn er sagt: „Ich kenne einen Menschen in Christus, vor vierzehn Jahren“ (2. Kor 12,1). Vor 14 Jahren wusste anscheinend keiner, dass er in dem dritten Himmel gewesen war. Als aber eine Gelegenheit kam, es zu verkünden, für seines Gottes Ruhm und nicht für seinen eigenen, dann zeugt er davon. Zwischen dem Herrn und Paulus war bedeutend mehr Umgang gewesen, als irgendein anderer wusste. So war es auch bei David. Wer wusste davon, dass er bereits auf eine so wunderbare Weise gesiegt hatte? Wer wusste davon, dass er das Lamm seiner Herde aus dem Rachen des Löwen errettet hatte und dass beide, Löwe und Bär, unter seiner Hand gefallen waren? Eliab wusste es nicht, Saul auch nicht. Es mochte möglicher Weise von dem Scharfsinn des persönlichen Glaubens erkannt worden sein (1. Sam 16,18) aber es war darüber nicht hinausgegangen. Geliebte, seid versichert, dass, wenn ihr wahrhaft stark sein wollt, ihr es durch das verborgene Leben vor Gott sein müsst. Ich glaube, dass der Grund, warum wir oft so schwach sind, darin liegt, dass wir uns so wenig um diese Zurückgezogenheit vor Gott kümmern. Wir sind bereit und eifrig irgendeinen Dienst zu tun, um von den Menschen gesehen zu werden. Aber halten wir ungesehen etwas von der Gemeinschaft und der Unterwürfigkeit vor Gott? Verlasst euch darauf, wenn im Geheimen kein Löwe und Bär getötet wurde, so wird auch kein Sieg über Goliath, nach Kraft und Weisheit, im öffentlichen Dienst stattfinden. Das sollte uns dahin führen, jenes kleine Wort, „das tägliche Kreuz auf sich nehmen“ (Lk 9,23) zu verstehen. Die Leute meinen, sie könnten das Kreuz bei einer großen Veranlassung auf sich nehmen. Aber dieses bei großen Veranlassungen zu tun, ist Nichts im Vergleich zu dem, es täglich auf sich nehmen, täglich sich selbst zu verleugnen, täglich zu versuchen, das Leben in diesem Wort zuzubringen. Gottes Auge ist immer über uns. Es ist unser Vorrecht immer vor Gott hinzu zu treten. So haben wir stündlich die Gelegenheit, das Kreuz auf uns zu nehmen vor Ihm, indem wir Jesus vor Ihm bekennen und uns selbst verleugnen.

David sagte weiter: „Der HERR, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat, er wird mich aus der Hand dieses Philisters retten“ (V.37). David wusste, dass Gott das eine genauso leicht war wie das andere. Wenn wir in der Gemeinschaft mit Gott sind, stellen wir keine Schwierigkeit über die andere, denn was ist Ihm eine schwere? Der Glaube misst jedes Problem nach der Kraft Gottes und dann erscheint der Berg als eine Ebene. Zu oft, meine Geliebten, denken wir, dass es in kleinen Dingen ohne die Allmacht geschehen könnte, aber da haben wir uns getäuscht. Haben wir nicht eifrige und ergebene Heilige in einer kleinen Sache fallen sehen? Der Grund ist, dass sie Gott im Glauben nicht alle ihre Wege anbefehlen wollten. Abraham liebte seine Familie und seines Vaters Haus und trotzdem wanderte er auf den Befehl Gottes aus ohne zu wissen, wohin er kommen würde. Aber als er in seiner eigenen Weisheit auf eine Schwierigkeit stieß, auf seinem Weg nach Ägypten, was tut er da? Beständige Mängel in verhältnismäßig kleinen Dingen. Zuweilen sind wir in einer schlimmen Lage, welche wir uns gewählt haben, und wie schwach sind wir da! Der Glaube kennt keine unbedeutenden Dinge. Der Glaube nimmt unsere eigene Schwachheit so deutlich wahr, dass er sieht, dass nur die Kraft Gottes uns fähig machen kann in allem zu siegen. Er nimmt die Gefahr niemals leicht, denn er weiß, was wir sind. Genauso wird er auf der anderen Seite vor der Gefahr nicht mutlos, da er weiß, was Gott ist. Diese Erkenntnis unserer eigenen Schwäche und Gefahr ist uns stets eine ermahnende Stimme, nur im Glauben zu vertrauen. Wenn wir uns nach unseren Feinden messen, wie kommen wir uns vor? Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern „gegen die Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern“ (Eph 6,12). Wie sollen wir uns mit diesen messen, wie unsere Kraft mit der ihren vergleichen? Wir sind in unseren Augen wie die Heuschrecken und in ihren Augen sind wir es auch. Deshalb lege die ganze Waffenrüstung Gottes an! So entdeckt der Glaube die Wirklichkeit unserer eigenen Schwäche, damit er sicher bleibt in der Macht Gottes. So weiß der Glaube, was das Fleisch ist, obwohl es das Fleisch selbst nicht weiß, und folglich wird derjenige, welcher stärker im Glauben ist, sich selbst nicht rühmen. „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2. Kor 12,10).

So ist es hier mit David. Er wusste wohl, dass er sich mit Goliath nicht vergleichen konnte, aber er kümmert sich nicht darum. Er handelte nicht im Stolz des Herzens. Jeder Gedanke eigener Stärke lag ihm fern, als er den fürchterlichen Riesen von Gat sah. Er hielt sich für weniger, als wofür ihn sogar Eliab, Saul oder Goliath hielten. Dessen ungeachtet konnte er vorwärts gehen in der vollkommensten Zuversicht, denn er wusste, wozu er bestimmt war. In der Schwäche wurde er stark gemacht. – Und Saul sagte zu David: „Geh hin, und der HERR sei mit dir“ (V.37). Als er dies gesagt hatte, legte er dem David seine eigene Rüstung an, er setzte ihm einen ehernen Helm auf den Kopf und bekleidete ihn mit einem Panzerhemd. Saul konnte sagen: „der HERR sei mit dir“ aber er verstand nicht auf den Herrn zu vertrauen, wie David es konnte. Er wollte David so bewaffnen, wie Goliath bewaffnet war, er brachte diese seine eigenen, weltlichen Waffen hervor. Aber diese konnte der Glaubensheld nicht gebrauchen. Sobald David Sauls Rüstung an hatte, konnte er sich gar nicht bewegen. Alles war Zwang, alles Anstrengung. Nun, Geliebte, es gibt keine Anstrengung im Glauben. Immer, wenn ihr und ich ohne unseren Glauben handeln, stoßen wir auf eine Schwierigkeit und sind unbeholfen. Überall, wo der einfache Glaube in dem lebendigen Gott ist, sehen wir Heilige ruhig, leicht, unbehindert und (wie es mir scheint) siegreich fortgehen. Da ist eine glückselige Freiheit im Dienst, den der Glaubende in Gott verrichtet, welche die Gewandtheit oder Anstrengung des Fleisches sich nicht aneignen kann. Wir müssen uns hüten, diese Anstrengung des Fleisches mit dem Glauben zu verwechseln. Auf viele Weise wird solche Anstrengung hervorgerufen, den Glauben anderer nachzuahmen, z.B. ist so eine Art der Nachahmung ein Opfer zu bringen, weil ein anderer es gebracht hat. Ich glaube, dass alles das wohl zu beachten ist. Überall, wo eine wahrhafte Kraft von dem Herrn ist, bewegt man sich leicht und ruhig, indem alle andere Hilfe außer Acht gelassen und aufgegeben wird, weil dies im Kreuz gelernt worden ist. Und David sagte zu Saul: „Ich kann nicht darin gehen, denn ich habe es nie versucht“ (V.39). David fürchtete sich nicht zu gehen, denn wie Saul gesagt hatte war der Herr bei ihm, aber mit diesen Sachen konnte er nicht gehen. Der Glaube traut nicht zur Hälfte auf den Herrn und zur Hälfte auf die Menschen. David hatte keinen ehernen Helm, kein Panzerhemd gehabt, als er den Löwen und Bären erschlug, er ging, weil der Herr allein seine Stärke war. Und wie er sagte: Der Herr errettete ihn. Gerade so wie Paulus sprach: „Bei meiner ersten Verantwortung stand mir niemand bei … Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich … und ich bin gerettet worden aus dem Rachen des Löwen“ (2. Tim 4,16.17). In gleicher Weise hatte David den kräftigen Arm des Herrn erprobt, aber Sauls Waffe hatte er nie versucht. Doch wie oft haben wir uns in solche Schuldenlast versenkt (oder versenken lassen) ohne auch nur zu entdecken, dass sie falsch ist, und sie von uns zu werfen. Haben wir sie nicht oft mit Vergnügen getragen, ja, sind wir gegen sie zu Felde gezogen? Haben wir nicht oft so gehandelt, als ob Gottes Wort in dieser oder jener Weise der Hilfe bedürftig gewesen wäre? Als ob das, was im Geist angefangen wurde, durch das Fleisch vollendet werden könnte? Und deshalb müssen wir unsere Torheit und unseren Unglauben in unserem Missgeschick und Untergang büßen. Aber hier war es mit David nicht so. Er entdeckte augenblicklich, dass die zierlich gearbeitete und fein polierte Waffenrüstung Sauls für den Glaubenshelden nicht passte. Das Wort Sauls war gut, aber diesem wurde durch eine solche Waffenrüstung widersprochen. Und ich glaube, dass die, mit welchen Gott im Verborgenen viel Umgang pflegt, gerade so sein werden wie David hier. Sie werden so schnell wie möglich und so offensichtlich, wie es hier war, die Fortschritte des Fleisches erkennen und verwerfen. Auf diese Weise können sie zwischen dem Wertvollen und Unnützen unterscheiden. In solchen Menschen wird eine Schärfe des geistigen Sinnes sein (Phil 1,9), die nur in direkter Verbindung mit Gott erlangt werden kann. Wenn dann unter den Fallstricken und Kunstgriffen des Feindes für einen Augenblick über das Auge ihres Glaubens ein Schleier sich ausbreitet und so ein trügerischer Gegenstand sie ansieht, so wird seine Falschheit gefühlt, selbst, wenn sie nicht sichtbar ist. So ist es hier mit David. Er zögerte einen Augenblick, die ganze Waffenrüstung Sauls anzulegen, aber gerade, als Saul ihn für den Kampf gerüstet halten mochte, fühlte er sich gefesselt und bedrückt. Die gewandteste Hilfe der Welt ist das größte Hindernis des Glaubens. „Und David legte sie von sich ab“ (V.39). So entkleidet sich der Glaube aller fleischlichen Waffen, denn der Glaube besteht ganz in der Kraft Gottes. Dieses zu lernen ist oft der schwerste Teil unserer Aufgabe, aber das, was wir am langsamsten lernen, wird oft am schnellsten vergessen. Nur wenn wir mehr von dem geheimen Umgang mit Gott erfahren, werden wir uns auch wesentlich leichter aller fleischlichen Waffen entledigen. Die Seele, welche wie David viel im Verborgenen vor Gott geübt wurde, kennt die völlige Unwürdigkeit jeder Sache außer Gottes eigener Kraft. Und wenn sie auf solche Weise diese gesegnete Aufgabe gelernt hat, so macht sie sich schnell los von solchen Dingen, welche das Fleisch als seine Hilfe hochachtet, und fühlt sich selbst befreit durch deren Untergang. Wie weit gesegneter ist dieser Weg, das Fleisch kennen zu lernen und zu verleugnen. Aber aus Mangel eines solchen unmittelbaren Lebens vor Gott haben wir dies in einer qualvolleren Schule und nach vielen Fehlern zu lernen. Es ist der schwerste Teil unserer Erziehung, ganz ohne solche Dinge zu sein, welche wir aus Gewohnheit und Erziehung als notwendig gedacht haben, fern zu stehen von solchen Handlungen, in welchen nach der Weise Sauls der Name des Herrn und die menschliche Kraft und Weisheit vermengt werden. Solche Verbindungen, oft gerecht und nützlich genannt, sind am trügerischsten und gefährlichsten. Wie sehen wir des Apostels Freude, alle bei den Menschen hoch geachtete Dinge für Schaden zu achten um Christi willen. Weshalb war ihm dieses nicht schwer? Wie konnte er diese Dinge auf solche Weise verleugnen und von sich werfen? Er hatte gelernt, sich in dem Herrn Jesus zu freuen und stark zu sein in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke (Eph 6,10).

Bedenkt daher, Geliebte, dass der, welcher im Verborgenen mit Gott Umgang hatte, solche fleischlichen Waffen nicht gebrauchen kann. Und es sollte uns dieses sicherlich die Wichtigkeit fühlen lassen, in der Gegenwart des lebendigen Gottes in all unserem Dienst vorwärts zu gehen, damit wir auf solche Weise vorbereitet werden, alle Anmaßungen und Lüste des Fleisches zu entdecken und zu töten. Denn es ist traurig zu sehen, wie ein Heiliger, dem jenes mangelt, in dem Namen des Herrn kämpft, aber mit weltlichen Waffen bekleidet ist. Auf diese Weise erlangt die Welt einen Platz in der Versammlung. Ihre Grundsätze und Macht werden an der Stelle der Schrift beleuchtet, wo Gott gesagt hat: „Liebt nicht die Welt … denn alles, was in der Welt ist, … ist nicht von dem Vater“ (1. Joh 2,15.16) und: „Die Freundschaft der Welt [ist] Feindschaft gegen Gott“ (Jak 4,4). Diese Vermengung ist oft zu einer Streitfrage gemacht worden. Beweis auf Beweis wird zusammengebracht, gegenüber der einfachen Anwendung des Wortes Gottes. Sauls eherner Helm und Panzerhemd werden der Schleuder und dem Stein, und die Glaubenswaffe dem Erz und Stahl Goliaths entgegengesetzt. Wie oft bestätigt der Herr sein eigenes Wort, wenn es im Glauben angewendet wird, indem es mit göttlicher Kraft zum Herzen dringt. Und wie oft demütigt Er uns, indem Er uns zeigt, wie wenig unsere Beweiskraft hilft, indem sie nur zu Streit und Widerspruch führt. Der Herr mache uns in all diesem einfältiger.

Aber David zieht nicht unbewaffnet in den Streit, obwohl er die Rüstung Sauls von sich gelegt hat. Er nimmt seinen Stab, fünf glatte Steine in sein Hirtengerät und seine Schleuder. So bewaffnet nähert er sich dem Philister (V.40). So legt er die eine Waffenrüstung von sich um sich in eine andere zu kleiden. Aber welch eine einfache Rüstung ist dies! Wenn David damit den Goliath überwältigte, so musste der Sieg von dem Herrn sein. Diese Rüstung war nicht durch menschliche Kraft und Erfindung gemacht, der fließende Bach hatte den Steinen ihre Glätte gegeben. Aber genau so ist der Glaube immer bewaffnet.

Die Waffe des Glaubens ist daher auch in den Augen der Menschen stets schwach und lächerlich, aber Gottes mächtigste Siege sind immer durch ein Werkzeug gewonnen worden, welches die Menschen verachteten. Die törichte Predigt vom Kreuz erfüllt die Menschen mit Verachtung, dennoch ist es die Kraft und Weisheit Gottes. Sie ist immer lächerlich gewesen, wie Davids Schleuder. Aber wir bedürfen noch mehr diese Einfalt, wenn wir daran denken, dass wir Gottes Wahrheit den Menschen zu bringen haben. Wir haben Waffen „mächtig durch Gott“, wenn wir nur den einfachen Glauben haben, auf Ihn allein zu vertrauen und die Waffe menschlicher Kraft und Weisheit zu verwerfen.

Und der Philister kam hervor und näherte sich David (V.41). Und sowohl David als auch seine Waffe verachtend, sagt Goliath: „Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?“ (V.43). Denkt daran, Geliebte, dass das Fleisch sich immer beleidigt glaubt, weil unsere Waffen nicht wie seine zu sein pflegen. Das Fleisch setzt immer Schwert gegen Schwert, Helm gegen Helm, das Fleisch gefällt sich selbst. Aber David sagte: „Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast“ (V.45). So stellte David die Sache auf ihre richtige Basis. Es war jetzt eine Frage geworden zwischen dem Herrn Zebaoth und dem Philister. David bringt sich aus der Streitfrage heraus und führt Gott selbst hinein, als den Widersacher Goliaths. So sollte es immer bei uns sein. Was sind wir? Was ist der Feind? Es zählt nicht, wie wir sind und wie die Kraft des Feindes ist, es liegt nicht immer an der Macht des einen und der Schwäche des anderen. Will Gott nicht seinen eigenen Namen rächen? David kam im Namen des Herrn Zebaoth und wird Gott nicht eifersüchtig auf seinen eigenen Namen sein? Wird Er zulassen, dass der Philister darüber triumphiert? Niemals. Denn hier ist die Macht des Glaubens, ja, der Glaube macht immer allmächtig. „Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?“ (Röm 8,31) ist immer das Wort des Glaubens. David hätte auf keinen Fall bis zu dieser Stunde so gestanden, wenn er Gott nicht als seinen Gott im Verborgenen kennen gelernt hätte. Deshalb konnte er auch sagen, „Es entfalle keinem Menschen das Herz“ und deshalb konnte er Goliath so begegnen. Der Name des Herrn muss gegen jedes Böse unsere Kraft sein, sowohl nach innen, wie auch nach außen. Die schlimmste Art des Bösen ist die Sünde bei einem Heiligen (und ich habe das Vertrauen, dass wir alle wissen, dass Sünde bei einem Heiligen weit schlimmer ist, als bei irgendeinem anderen) und was ist unsere Zuflucht? Wir brauchen Gott nur an seinen eigenen Namen zu erinnern, denn Er ist eifersüchtig auf seinen Namen. Der Glaube kann den Namen des Herrn immer als seine Macht gegen jeden Feind gebrauchen. Anstatt dass Davids Herz von Stolz erfüllt war, verschwand er selbst zu nichts und machte Gott zu alles. Seine zuversichtlichsten Worte sind seine demütigsten. Und ist es nicht der Name Jesu, den wir jedem vorzuhalten haben? Gegen jede Versuchung, gegen jede Angst und gegen jeden Feind? Ist es nicht das, was Gott jetzt manchen Seelen im Verborgenen lehrt, wenn Er sie in ein Gefühl von Mangelhaftigkeit und Schwäche führt, wovon sie vorher nichts wussten, in eine Probe, von der sie vorher nichts kannten, damit sie den Wert erkennen, welchen sie im Kreuz haben? Nicht als ob sie nicht jedes Ding erlangt hätten, sondern um es in ihnen zu erproben und sie zu vereinigen. So haben manche durch die Erfahrung erprobt, was Erlösung ist, indem sie die Notwendigkeit eines solchen allmächtigen Freundes wie Gott fühlen. Gott unterrichtet auf diese Weise im Geheimen viele Seelen von dem Wert des Kreuzes. Und warum? Damit sie stark im Streit werden sollen. Vor Gott im Geheimen leben macht uns so zu sagen fähig zum Angriff. Das ist bei David bemerkenswert. Er sagt in den Versen 46–48 „An diesem Tag wird der HERR dich in meine Hand überliefern, und ich werde dich erschlagen und dein Haupt von dir wegnehmen … und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat … da eilte David und lief der Schlachtreihe zu, dem Philister entgegen.“ Er zauderte und schwankte nicht, aber er gebrauchte plötzlich seine einfache Waffe und warf seinen Feind zur Erde (V.49) „So war David mit der Schleuder und mit dem Stein stärker als der Philister, und er schlug den Philister und tötete ihn; und David hatte kein Schwert in seiner Hand“ (V.50).

David wartete nicht darauf angegriffen zu werden, sondern er lief schnell, um dem Philister zu begegnen. Das Bekenntnis des Namens Gottes bringt mächtige Früchte in uns hervor, wenn wir im Verborgenen den Wert dieses Namens kennen gelernt haben. Denn Gnade und Weisheit werden uns erteilt, um sie als Angriffswaffe gegen das Böse zu gebrauchen. Aber gewiss haben wir gesehen, wie viel Gnade, wie viel christliches Leben es wirklich erfordert, gegen das Böse zu zeugen. Wie oft wird gefehlt aus Mangel am verborgenen Umgang mit Gott! Wir sehen, wie ruhig und sicher David plötzlich den Stein warf. Da war kein Anzeichen von Anstrengung. Es geschah gerade so, als ob er in der Wildnis gewesen wäre, von keinem als Gottes Auge gesehen. Und der Herr richtete jenen Stein gerade so, wie er den David fähig machte, den Löwen und Bären zu besiegen.

So siegte David und so siegt der Glaube immer. Es gibt in der gegenwärtigen Zeit viel Veranlassung zu einem solchen Glaubensdienst, aber die Kraft dazu muss im geheimen Leben vor Gott gesucht werden. Was für einen Dienst dann auch immer unsere Hand zu verrichten hat, wir werden durch Gottes Kraft dazu im Stand sein.

Wenn ein Christ vor Gott öffentlich sehr gesegnet wird, so können wir überzeugt sein, dass Gott mit ihm im Verborgenen auf eine Weise gehandelt hat, die wir nicht vermuteten. Aber wie oft sehen wir einen Christen, nachdem er offensichtlich im Dienst gebraucht worden ist, bei irgendeiner verhältnismäßig kleinen Veranlassung fallen. Solche Fehler haben zu oft ihren Grund in der geringen Beachtung dieser Vorschrift: „Bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten“ (Mt 6,6).

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