Betrachtungen über das fünfte Buch Mose

Die Erfahrung in der Wüste

Betrachtungen über das fünfte Buch Mose

Rückblicke

„Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, es zu tun; damit ihr lebt und euch mehrt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR euren Vätern zugeschworen hat. Und du sollst dich an den ganzen Weg erinnern, den der HERR, dein Gott, dich hat wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht“ (V. 1.2).

Es ist ermutigend, zurückzuschauen auf den Weg, den uns unser Gott geführt hat, nachzusinnen über seine weise und gnädige Leitung, uns ins Gedächtnis zurückzurufen, wie oft Er wunderbar für uns eintrat, indem Er uns bald aus dieser, bald aus jener Schwierigkeit befreite, uns zu erinnern, wie oft Er uns half, wenn wir völlig ratlos dastanden, und uns einen Weg zeigte, wenn wir nicht mehr aus noch ein wussten, wobei Er uns zugleich wegen unserer Befürchtungen tadelte und unsere Herzen mit Lob und Dank erfüllte.

Aber hüten wir uns, dies mit der Gewohnheit zu verwechseln, auf unsere Wege zurückzublicken, auf unsere Verdienste, unsere Fortschritte und unser Wirken, oder auf das, was wir tun konnten. Auch wenn wir dabei im Allgemeinen zugeben, dass nur die Gnade Gottes uns befähigen konnte, etwas für ihn zu tun, dient doch alles nur unserer Selbstgefälligkeit, die eine wahrhaft geistliche Gesinnung nicht aufkommen lässt. Solche selbstsüchtigen Rückblicke wirken ebenso nachteilig wie der stete Blick in das eigene Ich. Überhaupt ist die Beschäftigung mit dem eigenen Ich nur verderblich und gibt aller echten Gemeinschaft den Todesstoß. Alles das, was darauf abzielt, unser eigenes Ich uns vorzustellen, sollten wir daher verurteilen und zurückweisen, denn es führt nur zur Schwächung des inneren Lebens.

Erinnern wir uns hier einen Augenblick an die denkwürdigen Worte des Apostels: „Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eins aber tue ich: Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus“ (Phil 3,13.14).

Welche Dinge vergaß der Apostel? Waren es die Barmherzigkeiten Gottes, die er während seiner ganzen Pilgerschaft erfahren hatte? Stellen wie Apostelgeschichte 26,22 und 2. Timotheus 3,11; 4,16.17 beweisen das Gegenteil. Wir glauben, dass er auf alles hinweist, was nicht in Verbindung mit Christus stand, auf Dinge, in denen das Herz ruhen und das Fleisch sich rühmen mochte und die eine Last und ein Hindernis für ihn sein konnten. Alles das vergaß er in seinem sehnsüchtigen Verlangen nach jenen großen und herrlichen Wirklichkeiten, die vor ihm lagen. Wie Paulus könnte auch kein anderes Kind Gottes, kein anderer Diener Christi es je wünschen, auch nur eine einzige Situation während seiner irdischen Laufbahn zu vergessen, in der sich die Güte, Liebe, Barmherzigkeit und Treue Gottes gezeigt hat. Im Gegenteil, es wird stets eine unserer schönsten Beschäftigungen sein, bei der gesegneten Erinnerung an alle Wege unseres Vaters zu verweilen, die Er uns geführt hat, während wir durch diese Wüste zu unserer ewigen Heimat und Ruhe unterwegs sind.

So sollten sich auch die Kinder Israel „an den ganzen Weg erinnern“, den sie ihr Gott geleitet hatte, um ihre Herzen im Blick auf die Vergangenheit zum Dank zu stimmen und für die Zukunft ihr Vertrauen auf Gott zu stärken. So sollte es immer sein. Stets sollten wir den Herrn für alles preisen, was hinter uns liegt, und ihm in allem vertrauen, was noch kommen mag. Das sind die beiden Dinge, die zur Verherrlichung Gottes und zu unserem Frieden sind, unserer Freude in ihm dienen. Wenn das Auge auf den „Eben-Ezers“ ruht, die entlang unseres ganzen Weges liegen, so kann es nicht ausbleiben, dass das Herz „Hallelujah“ dem darbringt, der bis hierher geholfen hat und uns sicher bis zum Ende hin weiterhelfen wird. Er hat geholfen, Er hilft, und Er wird helfen. Das ist eine gesegnete Kette, deren Glieder alle den Namen „göttliche Hilfe“ tragen!

Aber wir sollen mit dankerfülltem Herzen nicht nur bei den Barmherzigkeiten und bei der gnädigen Durchhilfe unseres Vaters verweilen, sondern auch bei den Demütigungen und Prüfungen, die seine weise, treue und heilige Liebe über uns kommen ließ. Alle diese Dinge sind voll von Segnungen für uns. Es sind nicht, wie man manchmal sagt, „verborgene Segnungen“, sondern offenbare und unverkennbare Barmherzigkeiten, für die wir Gott in Ewigkeit loben werden.

„Du sollst dich an den ganzen Weg erinnern“, an alle Ereignisse der Reise, an jede Szene des Wüstenlebens, an alle Führungen Gottes von Anfang bis Ende, die den einen Zweck hatten, „um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist“.

Der letztgenannte Grund ist besonders wichtig. Wenn wir beginnen, dem Herrn nachzufolgen, kennen wir nur wenig von den Tiefen des Bösen und der Torheit unserer Herzen. Aber je mehr Fortschritte wir machen, desto mehr erfahren wir, was alles in uns und um uns her ist. Wir lernen die Tiefen des Verderbens in uns, sowie die Leere und Wertlosigkeit alles dessen, was in der Welt ist, kennen und wir erfahren, wie nötig es ist, in ständiger Abhängigkeit vom Herrn zu gehen.

Alles das ist sehr gut. Er macht uns demütig und misstrauisch gegen uns selbst, befreit uns von Hochmut und Eigendünkel und führt uns dahin, in kindlicher Einfalt an dem zu hangen, der uns vor Straucheln bewahren kann. Je mehr wir in der Selbsterkenntnis wachsen, umso mehr verstehen wir von der Gnade und lernen die Liebe Gottes näher kennen; wir erkennen dann seine wunderbare Geduld mit unseren Schwachheiten und Fehlern, seine Barmherzigkeit, in der Er sich unser angenommen hat und die Fürsorge für alle unsere Bedürfnisse; wir bekommen ein tieferes Verständnis für die Übungen, durch die Er uns führen musste zu unserem tiefen und bleibenden Nutzen.

Die praktischen Auswirkungen hiervon sind unschätzbar und verleihen unserem Charakter Festigkeit und Milde. Sie heilen uns von unseren törichten Meinungen, machen uns geduldig und rücksichtsvoll gegen andere, mildern unser Urteil und lassen uns die Handlungen anderer im bestmöglichen Licht sehen. In zweideutigen Fällen werden wir ihnen stets die besten Beweggründe zuschreiben. Das sind einige der Früchte der Erfahrungen in der Wüste, denen wir alle ernstlich nachstreben sollten.

Der Mensch lebt von allem, was aus dem Mund Gottes hervorgeht

„Und er demütigte dich und ließ dich hungern, und er speiste dich mit dem Man, das du nicht kanntest und das deine Väter nicht kannten, um dir kundzutun, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht“ (V. 3).

Diese Stelle erhält besonderes Interesse durch die Tatsache, dass sie die erste aus dem fünften Buch Mose ist, auf die sich der Herr während seines Kampfes mit dem Widersacher in der Wüste berief. Warum entnahm Er seine Anführungen gerade diesem Buch? Weil es mehr als alle anderen auf den damaligen Zustand Israels zugeschnitten war. Israel hatte gefehlt, und diese Tatsache wird gerade im fünften Buch Mose vom Anfang bis zum Ende vorausgesetzt. Aber obwohl die Nation gefallen war, war der Weg des Gehorsams für jeden treuen Israeliten klar. Es war das Vorrecht und die Pflicht eines jeden, der Gott liebte, unter allen Umständen und an allen Orten an seinem Wort festzuhalten.

Unser Herr war göttlich treu in Bezug auf die Stellung des Israels Gottes. Israel nach dem Fleisch hatte gefehlt und alles eingebüßt, und Er war in der Wüste als der wahre Israel Gottes, um dem Feind mit der einfachen Autorität des Wortes Gottes zu begegnen. „Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt und wurde von dem Teufel versucht. Und er aß in jenen Tagen nichts, und als sie vollendet waren, hungerte ihn. Der Teufel aber sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er zu Brot werde. Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes“ (Lk 4,1–4).

Diese Stelle gibt uns reichen Stoff zum Nachdenken. Der vollkommene Mensch, der wahre Israel ist in der Wüste, umgeben von wilden Tieren, und fastet vierzig Tage in Gegenwart des großen Widersachers Gottes, des Menschen und Israels. Bei dem zweiten Menschen war alles anders als bei dem ersten. Dieser sah sich umgeben von all den Freuden Edens, jener befand sich einsam und hungrig in einer Wüste. Er war dort für Gott, und, gepriesen sei sein Name!, auch für den Menschen, um diesem zu zeigen, wie er zu leben und dem Feind in allen seinen Versuchungen zu begegnen habe. Und vergessen wir nicht, dass unser Herr dem Feind hier nicht in seinem Charakter als Gott über alles begegnete.

Zwar war Er Gott, aber wenn Er nur so dem Teufel entgegengetreten wäre, könnte uns sein Kampf nicht zum Beispiel dienen. Er würde dann nur besagen, dass Gott fähig war, ein Geschöpf zu überwinden und in die Flucht zu schlagen, das Er selbst erschaffen hatte. Aber zu sehen, dass hier Einer, der in jeder Beziehung Mensch war und sich – ausgenommen die Sünde – in allen menschlichen Umständen befand, in Schwachheit und Hunger, umgeben von allen Folgen des menschlichen Falles, dennoch über den schrecklichen Feind triumphierte, das ist es, was für uns so voll Trost, Kraft, Ermutigung und Erquickung ist.

Wie triumphierte der Herr? Der Mensch Christus Jesus besiegte den Feind einfach durch das Wort Gottes, nicht als der allmächtige Gott, sondern als der demütige, abhängige und gehorsame Mensch. Ein Mensch wurde in die Gegenwart des Teufels gestellt und besiegte diesen vollständig, nicht durch die Entfaltung göttlicher Macht, auch nicht mit irgendeiner anderen Waffe, sondern einfach durch das Wort Gottes, das in seinem Herzen und in seinem Mund war.

Beachten wir ferner, dass der Herr sich nicht mit Satan in einen Streit einließ. Er berief sich nicht auf Tatsachen, die sich auf ihn bezogen, und die dem Feind wohl bekannt waren. Das hätte für uns kein Beispiel sein können. Die wichtige Lehre aus der Versuchungsgeschichte unseres großen Vorbildes besteht darin, dass Er sich in allen Versuchungen des Feindes ausschließlich der Waffe bediente, die auch wir besitzen, nämlich des geschriebenen Wortes Gottes, und zwar berief Er sich auf das Buch, das Ungläubige besonders angreifen, das aber vornehmlich das Buch für jeden gehorsamen Menschen ist, der angesichts des hoffnungslosen Verfalls lebt.

„Leben von jedem Wort Gottes“ ist die einzige sichere und glückselige Einstellung für den Menschen, und wir dürfen wohl hinzufügen: eine gesegnete Haltung, mit der sich nichts in dieser Welt vergleichen lässt. Sie bringt die Seele durch das Wort in eine lebendige und persönliche Verbindung mit dem Herrn und macht uns so das Wort Gottes in jeder Beziehung lebensnotwendig. Wie das Brot zur Erhaltung des natürlichen Lebens, so dient das Wort zur Erhaltung des geistlichen. Aber nicht, indem wir uns nur zur Bibel wenden, um bestimmte Lehrsätze kennen zu lernen oder unsere Meinungen und Ansichten darin bestätigt zu finden, sondern indem wir sie zur Hand nehmen, um Licht, Nahrung, Leitung, Trost und Kraft, ja, alles, was der neue Mensch braucht, in ihr zu finden. Jesus, unser großes Vorbild, ging nicht einen Schritt, sprach nicht ein Wort, tat nicht das Geringste ohne die Autorität des Wortes Gottes. Ohne Zweifel hätte Er die Steine in Brot verwandeln können, aber Er hatte dazu kein Gebot von Gott empfangen, und darum gab es für ihn kein Motiv zum Handeln.

Beachten wir auch, dass der Herr die Schrift nicht anführte, um den Widersacher zum Schweigen zu bringen, sondern einfach als Grundlage für sein Verhalten. In diesem Punkt versagen wir leicht. Wir benutzen das Wort mehr zum Besiegen des Feindes, als dass wir seine Macht und Autorität auf unsere eigenen Herzen anwenden, und dadurch verliert es seine Kraft in unseren Herzen. Wir müssen das Wort gebrauchen wie ein Hungriger das Brot, und wie ein Seemann seine Karte und seinen Kompass, d. h. als das, wovon wir leben und kraft dessen wir denken, reden, handeln und wandeln. Je mehr wir dies tun, umso mehr werden wir seinen unendlichen Wert kennenlernen. Wer weiß den Wert des Brotes mehr zu schätzen, ein Chemiker oder ein hungriger Mensch? Ohne Zweifel der Letztere. Jener kann seine verschiedenen Bestandteile feststellen und genau beschreiben; aber nur der Hungrige kennt seinen wahren Wert. Wer kennt den Wert einer genauen Seekarte am besten? Der Lehrer an der Seefahrtsschule? Nein, der Seemann, wenn er an einer unbekannten und gefährlichen Küste entlangsteuert.

Das sind nur schwache Bilder, aber sie geben doch einen Begriff davon, was das Wort Gottes für den treuen Christen bedeutet. Er kann es nicht entbehren. Seine Seele wird durch das Wort genährt und erhalten und sein praktisches Leben wird durch das Wort geleitet. In persönlichen und familiären Fragen und bei seiner täglichen Arbeit kann nur das Wort Gottes sein Führer und Ratgeber sein.

Niemals wird es den im Stich lassen oder enttäuschen, der einfach darauf vertraut. Wir werden im Wort Gottes immer das finden, was wir brauchen. Haben wir Kummer und Sorgen, was könnte uns dann mehr beruhigen und trösten als die Worte, die der Heilige Geist für uns hat niederschreiben lassen? Ein einziger Vers der Heiligen Schrift kann in dieser Beziehung mehr tun als alle menschlichen Beileidsbezeugungen und Trostbriefe. Sind wir beunruhigt durch Streitfragen oder andere Schwierigkeiten, die sich auf religiösem Gebiet ergeben, genügen meist wenige Stellen der Heiligen Schrift, um unser Herz und Gewissen wieder mit göttlichem Licht zu erfüllen und völlig zu beruhigen, jede Frage zu beantworten und jeden Zweifel zu beseitigen. Sie teilen uns die Gedanken Gottes mit und machen durch ihre göttliche Autorität jedem Streit ein Ende.

Die Fürsorge Gottes für sein Volk

Ebenso wertvoll für das Herz des Gläubigen sind die folgenden Worte, in denen der geliebte und geehrte Diener des HERRN auf die Sorgfalt hinweist, die Israel während seiner ganzen Wanderung durch die Wüste von Seiten Gottes erfahren hatte: „Deine Kleidung ist nicht an dir zerfallen, und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre“ (V. 4).

Welch eine Gnade strahlen diese Worte aus! Der HERR trug eine solche Sorge um sein Volk, dass ihre Kleider nicht zerfielen und ihre Füße nicht schwollen. Er ernährte sie nicht nur, sondern kleidete sie auch und dachte daran, dass der Sand der Wüste ihre Füße nicht verletzte. So wachte Er vierzig Jahre lang mit der Fürsorge eines Vaters über sie und gab ihnen alles, was sie brauchten. Der HERR liebte sein Volk, und diese gesegnete Tatsache sicherte ihm alles. Wenn das Volk die Liebe des HERRN nur verstanden hätte! In alledem, was es von Ägypten bis nach Kanaan nötig hatte, gab es nicht das Geringste, was Gott ihm nicht bereitwillig gegeben hätte. Was konnte ihm je mangeln, da eine unendliche Liebe und eine allmächtige Kraft auf seiner Seite standen?

Wir wissen jedoch, dass sich die Liebe in verschiedene Formen kleidet. Sie hat mehr zu tun, als ihre Gegenstände mit Nahrung und Kleidung zu versorgen. Sie hat neben den leiblichen auch auf deren geistliche Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Und Mose versäumt nicht, das Volk daran zu erinnern, wenn er sagt: „So erkenne in deinem Herzen“- der einzig richtige Weg, um zu echter Erkenntnis zu gelangen – „dass, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, der HERR dein Gott, dich züchtigt“ (V. 5). Wir lieben die Züchtigung nicht, denn sie scheint uns „nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein“ (vgl. Heb 12,11). Es ist einem Sohn schon recht, wenn er aus seines Vaters Hand Nahrung, Kleidung und alles das nehmen kann, was die Liebe des Vaterherzens ihm gewährt; aber er liebt es nicht, wenn der Vater zur Rute greift. Dennoch kann diese gefürchtete Rute gerade das Beste für den Sohn sein. Sie kann für ihn etwas bewirken, was alle äußerlichen Wohltaten nicht können, indem sie ihn von einer schlechten Gewohnheit, einer bösen Neigung oder von schädlichen Einflüssen befreit und so für ihn ein Segen wird, für den er Zeit seines Lebens dankbar sein kann. Es ist wichtig, dass der Sohn die Liebe des Vaters ebenso deutlich in den Züchtigungen wie in den leiblichen Wohltaten sieht, die er täglich erfährt. Aber bei uns ist es meistens nicht so. Wir freuen uns zwar über die Segnungen des Vaters und sind dankbar, wenn Er unseren Bedürfnissen Tag für Tag entgegenkommt und uns in Zeiten der Bedrängnis und Prüfung hilft. Wir erinnern uns gerne an die uns widerfahrene Gnade und Barmherzigkeit. Ohne Zweifel ist das alles recht und gut und auch gesegnet für das Herz. Aber es besteht die große Gefahr, dass wir bei diesen Wohltaten und Segnungen stehen bleiben und mit dem Psalmisten sagen: „Ich zwar sagte in meinem Wohlergehen: Ich werde niemals wanken. HERR! In deiner Gunst hattest du meinen Berg festgestellt“ (Ps 30,7.8). Es ist sicher richtig, wenn wir sagen: „in deiner Gunst“, aber wir neigen dazu, bei unserem Berg und bei unserem Wohlergehen stehen zu bleiben und diese Dinge zwischen unsere Herzen und den Herrn kommen zu lassen, so dass sie ein Fallstrick für uns werden. Dann wird die Züchtigung nicht ausbleiben. Unser Vater wacht in treuer Liebe und Fürsorge über uns. Er sieht die Gefahr und sendet Prüfungen. Wir müssen oft durch Tiefen gehen, die unseren schwachen und ängstlichen Herzen überwältigend erscheinen. Der Feind flüstert uns dann zu: Ist das Liebe? Der Glaube antwortet: Ja! Alles ist Liebe und Weisheit, auch der Tod geliebter Angehöriger, der Verlust des Vermögens, lange und schmerzliche Krankheit und ähnliche Dinge.

Das ist der Weg, um den Einflüsterungen Satans zu begegnen und die finsteren Gedanken zu verscheuchen, die in unseren Herzen aufsteigen wollen. Stets müssen wir Gott rechtfertigen und alle seine züchtigenden Wege im Licht seiner Liebe betrachten. „So erkenne in deinem Herzen, dass, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, der HERR, dein Gott, dich züchtigt“ (vgl. auch Heb 12,5–13).

Es ist interessant und nützlich zu sehen, wie Mose der Gemeinde die aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hervorgehenden Motive zum Gehorsam einschärft. Alles wird aufgewandt, um in ihren Herzen das Bewusstsein zu beleben und zu vertiefen, dass der HERR Ansprüche an sie stellt. Sie mussten ihren Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft richten, damit die großen Taten des HERRN, die Er für sie getan hatte, tat und noch tun wollte, sie zu heiligem Gehorsam gegen ihn anspornen konnten.

Diese beständige Darlegung sittlicher Beweggründe ist ein besonderer Charakterzug des fünften Buches Mose. Diese Beobachtung beweist, dass wir es hier nicht mit einer Wiederholung des zweiten Buches Mose zu tun haben, sondern dass das fünfte Buch Mose einen eigenständigen Charakter und Zweck hat.

„Und halte die Gebote des HERRN, deines Gottes, um auf seinen Wegen zu wandeln und ihn zu fürchten“ (V. 6). Diese Ermahnung gründete sich sowohl auf das, was Gott bereits für sie getan hatte als auch auf das, was Er noch für sie tun wollte. Zunächst sollte Israel einen Beweggrund zum Gehorsam in den Erfahrungen der Wege des HERRN finden, die es während der vierzig Jahre seiner Wüstenwanderung gemacht hatte. Tatsächlich waren die Belehrungen, Demütigungen und Prüfungen, die ihnen zuteilgeworden waren, ferner das Brot vom Himmel, das Wasser aus dem geschlagenen Felsen, die Sorge für ihre Kleider und Füße und endlich die heilsame Zucht Gottes zu ihrem geistlichen Wohl ein mächtiger Beweggrund für sie, den Geboten Gottes zu gehorchen. Aber sie mussten auch ihren Blick auf die Zukunft richten, um darin ebenso wie in Vergangenheit und Gegenwart die Grundlage der Ansprüche des HERRN auf ihren Gehorsam zu erblicken.

Das Land der Verheißung

„Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Talebene und im Gebirge entspringen; ein Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen; ein Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig; ein Land, in dem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in dem es dir an nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind, und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst“ (Verse 7–9).

Was für herrliche Aussichten waren das! Welch eine Zukunft lag vor ihnen! Wie groß war der Gegensatz zu Ägypten und zu der Wüste, die sie durchzogen hatten! Das Land des HERRN lag vor ihnen in seiner ganzen Schönheit und Pracht, mit seinen rebenbedeckten Hügeln und ertragreichen Ebenen, mit seinen sprudelnden Quellen und strömenden Flüssen. Wie belebend war der Gedanke an die Weinstöcke und Feigenbäume, an die Granat- und Ölbäume! Was für ein Unterschied gegenüber dem Lauch, dem Knoblauch und den Zwiebeln Ägyptens! Wie hätte es auch anders sein können! Es war des Herrn Land, das vor ihnen lag. Es erzeugte und barg alles in sich, was Israel nötig haben würde: Überfluss auf seiner Oberfläche, Reichtümer und Schätze in seinem Innern.

Mit welcher Sehnsucht mochte ein treuer Israelit den Augenblick erwarten, da er dieses Land betreten und den Sand der Wüste mit diesem herrlichen Erbteil vertauschen konnte! Gewiss hatte die Wüste ihre Erfahrungen, Lehren und Erinnerungen. Israel hatte dort den HERRN in einer Weise kennengelernt, wie es in Kanaan nicht möglich war. Aber doch war die Wüste nicht Kanaan, und jeder treue Israelit musste sich danach sehnen, seinen Fuß auf den Boden des verheißenen Landes zu setzen. Alle ihre Bedürfnisse sollten dort in göttlicher Weise befriedigt werden. Hunger und Durst sollten für immer fern sein, und Gesundheit und Überfluss, Jubel und Freude, Friede und Segnungen ihr sicheres Teil in dem schönen Land werden, an dessen Grenze sie jetzt standen. Alle Feinde sollten besiegt, alle Hindernisse beseitigt werden, und nichts sollte den Vollgenuss der Erben des herrlichen Landes einschränken. Getränkt von dem Regen des Himmels und erwärmt von den Strahlen der Sonne sollte der Boden alles in Überfluss hervorbringen, was das Herz nur wünschen konnte.

So sah das Land aus, wenn man es vom göttlichen Standpunkt betrachtete. So war es und so wird es nach den Gedanken Gottes für Israel tatsächlich im Zeitalter des tausendjährigen Reiches sein. Wir würden nur einen schwachen Eindruck von dem Land des HERRN erhalten, wenn wir es bloß so betrachteten, wie es Israel, selbst in den herrlichsten Tagen seiner Geschichte unter der Regierung Salomos im Besitz hatte. Um eine richtige Vorstellung von dem zu haben, was das Land Kanaan für das Volk Gottes sein wird, müssen wir vorwärts schauen auf die „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge“ (Apg 3,21).

Nach Gottes Gedanken spricht Mose von dem Land so, wie Gott es gegeben, und nicht, wie Israel es besessen hat. Nach seiner Beschreibung gab es dort weder einen Feind noch Böses, sondern nur Fruchtbarkeit und Segnungen. Er stellt es dar als das, was es hätte sein sollen und was es einmal für die Nachkommen Abrahams aufgrund des Bundes sein wird, den Gott mit ihren Vätern gemacht hat, d. h. des neuen und ewigen Bundes, der auf die unumschränkte Gnade Gottes gegründet und durch das Blut des Kreuzes bestätigt ist. Wenn auch Abrahams Nachkommen unter dem Gesetz und unter der Regierung Gottes völlig versagt haben, wird doch der Gott Abrahams Gnade und Herrlichkeit geben, denn seine Gnadengaben und seine Berufung sind unbereubar.

Mose verstand das sehr gut. Er wusste, welches Ende die vor ihm stehende Generation und ihre Kinder nach ihnen, viele Geschlechter hindurch, nehmen würde. Aber er schaute vorwärts in die herrliche Zukunft, wenn der Bundesgott Israels vor den Augen aller Geschöpfe die Triumphe seiner Gnade in seinen Wegen mit den Nachkommen Abrahams, seines Freundes, offenbaren wird.

Inzwischen fährt der Diener des HERRN fort, der Gemeinde vorzustellen, wie sie sich in dem guten Land, das sie betreten wollten, zu verhalten hatten. So wie er über die Vergangenheit und Gegenwart gesprochen hatte, wollte er auch in die Zukunft weisen. Er bot in seinem heiligen Eifer alles auf, was dazu dienen konnte, dem Volk seine ernsten Verpflichtungen gegen Den einzuschärfen, der sie bis dahin so treu gehört hatte und jetzt im Begriff stand, sie in den Berg seines Erbteils einzupflanzen.

Gott loben und preisen

„Und hast du gegessen und bist satt geworden, so sollst du den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat“ (V. 10). Gesättigt von der Frucht der Güte des HERRN sollten sie seinen heiligen Namen loben und preisen. Gott findet seine Freude darin, sich mit Herzen zu umgeben, die von dem Bewusstsein seiner Güte erfüllt sind und deren Lippen von Lob- und Dankesliedern überströmen. Er, der unter den Lobgesängen Israels wohnt, spricht: „Wer Lob opfert, verherrlicht mich“ (Ps 50,23). Das schwächste Lob eines dankerfüllten Herzens steigt wie ein duftender Wohlgeruch zum Thron und zum Herzen Gottes auf.

So ist es heute noch. Lob geziemt sich ebenso für uns wie einst für Israel. Es ist unsere höchste Aufgabe, den Herrn zu preisen. „Durch ihn (Christus) nun lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen!“ (Heb 13,15). Nichts kann den Namen unseres Gottes mehr verherrlichen als eine dankbare, anbetungsvolle Gesinnung bei seinem Volk. Es ist sicher ein hohes Vorrecht für uns, wohlzutun und mitzuteilen, wo sich uns Gelegenheit dazu bietet. Aber der erste Platz gebührt dem Lob Gottes. Diesem Lob werden alle unsere Kräfte in der Ewigkeit gewidmet sein, wenn es für Opfer des Wohltuns keine Notwendigkeit und keine Gelegenheit mehr geben wird.

Gottes Wohltaten nicht vergessen

Mose kannte jedoch die Neigung des menschlichen Herzens, alles das zu vergessen, den gnädigen Geber aus den Augen zu verlieren und sich mit seinen Gaben zufrieden zu geben. Er richtet daher in den folgenden Versen (11–20) ernste, warnende Worte an die Gemeinde.

Diese Worte reden ebenso ernst zu uns wie damals zu Israel. Vielleicht wundern wir uns über die vielen Wiederholungen der Warnungen und Ermahnungen, über die ständigen Erinnerungen an die Pflicht, dem Wort Gottes in allem zu gehorchen sowie über die immer wiederkehrenden Hinweise auf die großen Tatsachen, die mit ihrer Befreiung aus Ägypten und ihrer Reise durch die Wüste in Verbindung standen.

Aber brauchen wir uns wirklich darüber zu wundern? Müssen wir nicht zugeben, dass auch wir vor allen Dingen Warnung, Zurechtweisung und Ermahnung nötig haben? Brauchen wir nicht Belehrung auf Belehrung, Erinnerung auf Erinnerung? Wir erfreuen uns so gern am Strom des Segens, anstatt zu seiner Quelle vorzudringen. Wir machen die Barmherzigkeiten, Segnungen und Wohltaten, mit denen Gott unseren Weg überschüttet, so gern zu einer Gelegenheit, uns selbst darin zu gefallen, anstatt in ihnen den Grund zu stetem Lob und Dank zu finden.

Könnten die Begebenheiten, an die Mose das Volk immer wieder erinnerte, jemals ihre Wichtigkeit, Kraft und ihren Wert verlieren? Sicher nicht. Die Begebenheiten blieben dieselben, wenn auch Israel sie vergaß und ihren Wert aus den Augen verlor. Wie hätten die Plagen Ägyptens, die Nacht des Passahfestes, die Befreiung aus dem Land der Finsternis, der Schmach und der Knechtschaft, der wunderbare Durchzug durch das Rote Meer, die tägliche wiederkehrende geheimnisvolle Speise vom Himmel, die erfrischenden Wasser aus dem Kieselfelsen – wie hätten alle diese wunderbaren Dinge je ihre Kraft für ein Herz verlieren können, in dem noch ein Funke echter Liebe zu Gott war? Dürfen wir uns darüber wundern, dass Mose sie immer wieder anführte, um die Herzen des Volkes zu bewegen? Er selbst fühlte den mächtigen Einfluss dieser Dinge, und daher wünschte er, dass auch andere ihn fühlten und dadurch angespornt die Ansprüche des HERRN auf ihren rückhaltlosen Gehorsam anerkannten.

Die häufigen Erinnerungen an vergangene Tage und Dinge, die wir in den letzten Reden Moses an das Volk finden, lassen uns an die Worte des Apostels Petrus denken: „Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie wisst und in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid. Ich halte es aber für recht, so lange ich in dieser Hütte bin, euch durch Erinnerung aufzuwecken, da ich weiß, dass das Ablegen meiner Hütte bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus mir kundgetan hat. Ich will mich aber befleißigen, dass ihr auch zu jeder Zeit nach meinem Abschied imstande seid, euch diese Dinge ins Gedächtnis zu rufen“ (2. Pet 1,12–15).

Der Geist, der diese beiden Diener Gottes beseelte, und der Zweck, den sie verfolgten, zeigt eine auffallende Übereinstimmung. Beide kannten die Neigung des menschlichen Herzens, die göttlichen und ewigen Dinge zu vergessen, und beide fühlten die Wichtigkeit und den Wert der Dinge, von denen sie redeten. Daher ihr Wunsch, sie dem Herzen und Gedächtnis des geliebten Volkes Gottes ständig vorzustellen. Eine flüchtige, ruhelose Natur hätte vielleicht zu Mose oder Petrus sagen können: „Habt ihr uns denn gar nichts Neues zu sagen? Warum bleibt ihr immer bei demselben alten Thema? Alles, was ihr zu sagen habt, wissen wir. Wir haben es schon so oft gehört. Wenn wir weiterhin ständig über veraltete Lehren und Gedanken brüten, werden wir unversehens auf dem Trockenen stehen, während der Strom der Zivilisation an uns vorüberrauscht. Bringt uns doch etwas Neues!“

So hätte man damals sagen können, und so könnte heute ein ungläubiges oder weltliches Herz reden; aber der Glaube kennt die Antwort auf solche traurigen Äußerungen. Sicher hätten Mose und Petrus solche Einwürfe kurz abgefertigt, und wir sollten es nicht anders machen. Konnte ein wahrer Israelit müde werden, das zu hören, was der HERR für ihn in Ägypten, am Roten Meer und in der Wüste getan hatte? Ein solches Thema musste seinem Herzen stets frisch und willkommen sein. Ebenso ist es mit dem Christen. Kann sein Herz müde werden, das Kreuz und all die großen und herrlichen Dinge, die damit in Verbindung stehen, zu betrachten? Kann es ihn ermüden, Christus und sein Werk, seinen Dienst, seine unvergleichliche Herrlichkeit und seine unermesslichen Reichtümer zu erforschen? Alle diese Dinge sind und bleiben seinem Herzen lieb und wertvoll. Kann die Wissenschaft Christus etwas hinzufügen oder kann menschliche Gelehrsamkeit das große Geheimnis der Gottseligkeit vollkommener machen, das einen „Gott, offenbart im Fleisch“, als Fundament und einen verherrlichten Menschen im Himmel zum Schlussstein hat? Könnte es etwas Höheres geben?

Wenn wir die Werke Gottes in der Schöpfung betrachten, finden wir da nicht schon dasselbe? Könnten wir z. B. jemals der Sonne müde werden? Sie ist nicht neu. Ihre Strahlen ergießen sich bereits seit mehr als sechstausend Jahren über diese Erde, und doch sind sie heute noch jeden Tag ebenso neu und willkommen wie zur Zeit, da sie geschaffen wurden. Oder könnten wir je des Meeres überdrüssig werden? Auch das Meer ist nicht neu. In regelmäßiger Ebbe und Flut sind seine Wasser schon unzählige Male hin- und hergeströmt, und doch sind seine Wellen heute noch so willkommen an unseren Ufern und so gerne gesehen wie je. Allerdings ist die Sonne oft zu blendend für die schwachen menschlichen Augen, und das Meer verschlingt nicht selten in einem Augenblick des Menschen Werke. Aber doch verlieren beide weder ihre Macht noch ihren Reiz und ihre Frische. Werden wir je der Tautropfen müde, die in erfrischender Kraft unsere Gärten und Felder benetzen? Oder könnten wir je des schönen Geruchs unserer Hecken und Wiesen, des Gesangs der Nachtigall und der Drossel überdrüssig werden?

Was ist das alles im Vergleich mit den Herrlichkeiten, die mit der Person und dem Kreuz Christi in Verbindung stehen? Was ist es gegenüber den großen Wirklichkeiten der vor uns liegenden Ewigkeit?

Wir wollen solchen Einflüsterungen nicht unser Ohr leihen, ob sie nun von außen an uns herantreten oder aus unseren eigenen Herzen aufsteigen, damit es uns nicht ergeht wie Israel, dem vor dem himmlischen Manna ekelte und das das köstliche Land verschmähte, oder wie Demas, der den Apostel Paulus verließ, da er den jetzigen Zeitlauf lieb gewonnen hatte, oder auch wie jenen, die, unwillig über die ernsten Worte des Herrn, zurückblieben und nicht mehr mit ihm gingen (Joh 6).

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