Ährenlese im Alten Testament (2.Chronika)

Kapitel 23 - 36

Ährenlese im Alten Testament (2.Chronika)

2. Chronika 23,1-11

Inmitten der moralischen Nacht, die in Juda regiert, ist es, wie wenn ein Scheinwerfer seinen Strahl auf Joas, den wertvollen kleinen Prinzen richten würde. Alle Ratschlüsse Gottes ruhen fortan auf diesem schwachen Kind, dem letzten „Sohn Davids“.

Welch eine Ähnlichkeit mit einer anderen, noch dunkleren Zeit, als Herodes den Thron von Jerusalem unrechtmäßig innehatte! Der wahre, in Bethlehem geborene König der Juden wurde, wie hier Joas, vor dem Massenmord des Thronräubers verschont. Der Herr Jesus blieb als Königsanwärter sein ganzes Leben lang verborgen, zuerst in Nazareth, dann in der demütigen „Knechtsgestalt“, die Er angenommen hatte. Und jetzt noch ist Er vor den Augen der Welt verborgen, im Himmel, wo nur der Glaube Ihn sieht und kennt. Wir haben in diesem Kapitel im Vorbild den Tag seiner herrlichen Offenbarung. Wie diese Leviten und diese Obersten des Volkes, werden jene, die Ihm heute dienen und Ihn erwarten, Ihn an jenem Tag begleiten. Sie werden mit Ihm in Herrlichkeit erscheinen (siehe Kolosser 3,4; 1. Thessalonicher 3,13). Weich ein Vorrecht, zu diesem glückseligen Gefolge zu gehören! „Bei dem König zu sein, wenn er eingeht und wenn er ausgeht“ (Vers 7). Weil das, liebe Mitchristen, unser Teil sein wird, wollen wir uns jetzt schon durch den Glauben bei Ihm aufhalten, während Er noch, für kurze Zeit, unsichtbar in den Himmeln weilt.

2. Chronika 23,12-21

Die Krönung Joas' und seine öffentliche Erscheinung haben der bösen Athalja einen Strich durch die Rechnung gemacht. So hat die Auferstehung des Herrn Jesus die Anschläge des Feindes zunichte gemacht.

Die widerrechtliche Königin ist dem Schwert zum Opfer gefallen. Die an ihr ausgeübte Strafe deutet auf die des Antichrists hin, die er bei der Erscheinung des Herrn erleiden wird. Dieser „Mensch der Sünde“ wird lebendig in den Feuersee geworfen werden, zusammen mit dem Haupt des römischen Reiches.

Doch erinnert uns Athalja, diese abscheuliche Frau, die Mörderin ihrer eigenen Enkel, ebenso wie ihre Mutter Isebel, auch an die falsche Kirche, die große bekennende Christenheit. Sie wollte regieren und hat dafür die Seelen geopfert, für die sie verantwortlich war. Was ist das Urteil des Herrn?: „Sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und Traurigkeit werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen an einem Tage kommen: Tod und Traurigkeit und Hungersnot, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat“ (Offenbarung 18,7.8). Auf den Tod Athaljas folgt der Tod Mattans, des Priesters des Baal. Dann wird feierlich die Regierung Joas' eingeführt.

2. Chronika 24,1-3; 15-27 

Solange Jojada lebte, um ihn zu leiten, gab alles Anlass zu denken, Joas würde unter die besten Könige gezählt werden. Aber leider war der Tod des Hohenpriesters ein verhängnisvoller Wendepunkt in seinem Leben. Wie erklärt sich das? Statt sich direkt auf Gott zu stützen - was den Glauben kennzeichnet -, verließ sich Joas auf seinen Adoptivvater. Sobald dieser ihm fehlt, bricht seine Treue schlagartig zusammen. Er hatte keinen persönlichen Glauben.

Täuscht euch nicht darüber, junge Leser, die ihr christliche Eltern habt: die Erziehung, die guten Gewohnheiten, die glücklichsten Voraussetzungen - das alles ist nicht Glaube. Und der Glaube eurer Eltern ist nicht euer Glaube. Wird euch der Herr bleiben, wenn sie einmal nicht mehr da sind?

Die Obersten des Volkes kommen und schmeicheln Joas. „Und der König hörte auf sie“ (Vers 17). Was tut er unter ihrem Einfluss? Handlungen, die einem erschaudern lassen: Er ordnet die Ermordung des Sohnes seines Wohltäters an. Der Herr erinnert die heuchlerischen Pharisäer an den Tod Zacharias' (dessen Name bedeutet: der Herr gedenkt seiner) in dem Augenblick, da sie im Begriff stehen, ein noch schlimmeres Verbrechen zu begehen (vergleiche Matthäus 23,34.35; siehe auch Matthäus 21,35 ff.).

2. Chronika 25,1-13; 25-28

Amazja wird der Nachfolger seines Vaters Joas. Im großen ganzen beginnt er damit, zu tun was recht ist in den Augen Jehovas. „Jedoch nicht mit ungeteiltem Herzen“, wird hinzugefügt! Ein ungeteiltes Herz bedeutet, nicht, dass keine Sünde darin ist, aber dass es einen festen Willen hat, nur eines zu tun: Gott zu gefallen, indem es Ihm gehorcht (beachte im Sinn von Philipper 3,14.15 das Wort „vollkommen“).

Sein erster Fehler: Amazja zieht gegen Edom in den Krieg und dingt hunderttausend Söldner aus Israel, um sein Heer zu verstärken. Durch einen Mann Gottes gewarnt, unterwirft er sich und triumphiert über seine Feinde. Doch hernach, weich ein Fall! In diesem geteilten Herzen Amazjas finden die Götter der Edomiter einen Platz (Vers 14). Und weil es nicht möglich ist, „Gott und dem Mammon“ zu dienen (Matthäus 6,24; Lukas 16,13), verschwindet Jehova von diesem Augenblick an aus seinen Gedanken. Amazja ist von Ihm abgewichen (Vers 27). Wenn der Herr Jesus nicht unser ganzes Herz ausfüllt, wird der Feind wissen, womit er den restlichen Platz ausfüllen kann.

Nachdem er von dem König von Israel eine schmerzliche Niederlage erlitten hat, lebt der arme Amazja noch fünfzehn Jahre und wird dann getötet, ohne ein Zeichen von Reue gezeigt zu haben.

2. Chronika 26,1-15

Der König Ussija wird uns als ein Mann mit einer Außerordentlich geistigen Aufgeschlossenheit vorgestellt. Seine besonders lange Regierungszeit: 52 Jahre, ist mit bemerkenswerter Geschäftigkeit ausgefüllt. Der König wacht darüber, dass seinem Volk nichts fehlt: Zisternen, Vieh, Ackerland, Weinberge; und alles wird militärisch bestens geschützt. Kurz, er garantiert seinem Reich sowohl Erfolg als auch Sicherheit. Sind nicht alle menschlichen Anstrengungen auf diese beiden Ziele ausgerichtet? Und wozu führt das die Menschen im allgemeinen? Dazu, Gott gegenüber dankbar zu sein? Ihre Güter im Dienst des Herrn einzusetzen? Leider nicht! Vielmehr dazu, sich selbst das Verdienst zuzuschreiben, auf die erworbenen Reichtümer zu vertrauen und sie selbstsüchtig zu genießen! Diese Gefahren bestehen auch für den Gläubigen, dem es in materieller Hinsicht gut geht. Er läuft Gefahr, sich auf seine eigenen Mittel zu stützen, sich stark zu fühlen. Gleichzeitig hört er auf, mit der wunderbaren Hilfe Gottes zu rechnen (Vers 15) und verliert deren Segen.

Unter diesen Umständen lässt sein Fall nicht lange auf sich warten - Ussija hatte alles vorbereitet, um einen Angriff von außen abzuwehren. Aber er hatte vernachlässigt, über die innere Front, das heißt über sein Herz zu wachen.

2. Chronika 26,16-23

Fünf Könige: Asa, Josaphat, Joas, Amazja und Ussija! Fünf Geschichten, die eine tragische Ähnlichkeit aufweisen! Fünfmal hat nach einem glücklichen Anfang der Regierungszeit eine Schlinge - jedes Mal eine andere - zu einem verhängnisvollen Fall geführt.

Merken wir uns diese Fallstricke gut; denn der listige Feind hat nicht aufgehört, sie zu gebrauchen, um die Kinder Gottes zum Straucheln zu bringen. Bei Asa handelt es sich um die Hilfe der Weit; bei Josaphat um das Bündnis und die Freundschaft mit ihr. Joas wurde wegen ihren Schmeicheleien zu Fall gebracht, während Amazja sich ihren Göttern zuwandte. Hier finden wir Schließlich den Hochmut des Lebens (1. Johannes 2,16), der Ussija zum Straucheln bringt.

Der Name dieses Königs bedeutet „meine Stärke ist Gott“; doch der Augenblick kam, wo er seine Kraft aus sich selbst schöpfte, und das wurde ihm zum Verhängnis (Vers 16). Vor den Priestern, die er in seiner Unverschämtheit in ihren heiligen Handlungen ersetzen will, wird er, in Gegenwart aller, durch die Hand Jehovas feierlich-ernst geschlagen. Der Hochmut sitzt bei uns allen auf dem Grund unserer Herzen, lange bevor er sich äußerlich wie ein Aussatz auf unserer Stirn zeigt. Und wenn wir ihn richten, bevor er sich vor den Augen anderer zeigt, verhindern wir, dass Gott gezwungen wird, uns vielleicht öffentlich zu demütigen.

2. Chronika 27,1-9

Von Jotham, dem Sohn und Nachfolger Ussijas, hat dieses kurze Kapitel nur Gutes zu berichten. Obwohl auch er stark wurde (Vers 6), hat er es verstanden, aus der schrecklichen Lektion, die seinem Vater erteilt wurde, zu lernen, wie der 2. Vers es betont. Das ist ein Zeichen von Weisheit! Wenn wir uns durch die Erfahrung anderer belehren lassen, werden wir vermeiden, persönlich durch die gleiche schmerzhafte Schule gehen zu müssen. Jotham triumphiert über die Kinder Ammon. Was ist sein Geheimnis? Merken wir es uns, wenn auch wir diese göttliche Kraft zu erwerben wünschen: „Er richtete seine Wege vor dem Angesicht Jehovas, seines Gottes“ (Vers 6). Seine Wege richten heißt, seinen Wandel mit den Anweisungen des Wortes in Einklang bringen, sie vor Gott ausbreiten, um seine Zustimmung zu erlangen. „Ebne die Bahn deines Fußes, und alle deine Wege seien gerade; biege nicht aus zur Rechten noch zur Linken, wende deinen Fuß ab vom Bösen“ (Sprüche 4,26.27).

Leider sehen wir nicht, dass das Volk dem Beispiel dieses treuen Königs folgt! Es handelt noch verderbt (Vers 2). Die Zeit Jothams entspricht somit nicht einer Erweckung wie jene, die der Geist Gottes unter den Regierungen Hiskias und Josias bewirkte.

2. Chronika 28,1-15

Im Gegensatz zu Jotham, von dem nur Gutes berichtet wurde, kann nicht ein einziges gutes Wort zugunsten seines Sohnes, des gottlosen Ahas, gesagt werden. Schreckliche Regierung, wo nichts fehlt, was Jehova beleidigen kann! In welch tiefen Zustand ist das Volk Juda gefallen! Gott benützt nacheinander die Könige von Syrien und Israel, um es zu bestrafen. Der König von Israel tötet an einem Tag 120.000 Mann und nimmt 200.000 gefangen.

Aber wie der Prophet Oded erklärt, gilt die Lektion für den Sieger ebenso wie für den Besiegten. Und gilt sie nicht auch uns? Bevor wir uns mit andern befassen, um sie zu richten, fragen wir uns doch, ob wir nicht selbst gegen unseren Gott gesündigt haben (Vers 10)! In diesem Sinn hat Oded zu den Männern Israels gesprochen. Vier von ihnen, die mit Namen erwähnt werden, sind tief betroffen und treten fürbittend für die armen Gefangenen ein. Dann, nicht zufrieden damit, ihre Befreiung erreicht zu haben, vermehren sie ihre Fürsorge für sie und führen sie nach Juda zurück. Sie setzen Römer 12,20.21 in die Praxis um! Wie schön ist ihr Beispiel der Liebe und Hingabe! Lässt es uns nicht an die Art und Weise denken, in welcher der Samariter im Gleichnis gehandelt hat (Lukas 10,33.34)?

2. Chronika 28,16-27

Unempfindlich gegenüber der Gnade, die ihm die Gefangenen seines Volkes zurückgegeben hatte, sinkt Ahas immer weiter im Bösen. Jetzt sucht er Hilfe beim König von Assyrien. Aber es steht geschrieben: „Verflucht ist der Mann, der auf den Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arme macht“ (Jeremia 17,5). Trotz der Reichtümer, die er Tilgath-Pilneser gibt, indem er den Tempel beraubt, ist dieser König ihm keinerlei Hilfe (Vers 21). Nun fügt der gottlose Ahab seinen Sünden noch weitere hinzu. Er sucht die Hilfe, die ihm die Menschen nicht geben, bei den Götzen, mit andern Worten: bei den Dämonen (1. Korinther 10,20)! Von dieser Seite kann er unmöglich Hilfe bekommen. Was er tut, ist vielmehr der Auftakt zu seinem Untergang.

Um das Maß voll zu machen, schließt Ahas zu jener Zeit die Türen des Tempels, wie man es tut, wenn ein Haus zu verkaufen oder verlassen ist. Er verunmöglicht so den Zugang zum Heiligtum, nachdem er es entweiht und verunreinigt hat (Kapitel 29,5.16). Aber das Wort erklärt ausdrücklich: „Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben“ (1. Korinther 3,17). Ja, das Maß ist voll! Ahas stirbt und wird nicht einmal würdig befunden, in den Gräbern seiner Vorfahren beigesetzt zu werden.

2. Chronika 29,1-19

Obwohl in den Chroniken nichts davon erwähnt wird, sind wir bei dem Augenblick angelangt, da Jehova die zehn Stämme Israels durch den König von Assyrien wegführen lässt. Ahas hat Gott allen Grund gegeben, das gleiche mit dem Königreich Juda zu tun. Aber die Gnade hat noch ein Mittel, das niemand voraussah. Dieses Mittel ist ein treuer König: Jehiskia. Die Vorsehung Gottes hatte ihn der schrecklichen Kindesopferung für den Moloch, deren Opfer seine Brüder geworden waren, entrinnen lassen (Kapitel 28,3; 2. Könige 23,10). Er ist „ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist“ (Sacharja 3,2). Man spürt, wie viel dieser junge Mann unter der gemeinen Regierung seines Vaters hat leiden müssen. Kaum auf dem Thron, verliert er tatsächlich keinen Tag, um mit Hilfe der Priester und Leviten, die mit Namen genannt werden, das Werk der Reinigung zu unternehmen. Es beginnt am ersten Tag des ersten Monats im ersten Jahr (Verse 3 und 17)! Liebe Freunde, wenn ihr es noch nicht getan habt, beginnt ohne Verzug, euer Herz in Ordnung zu bringen. öffnet seine Türen weit für Den, der eintreten möchte. Werft die Unreinheiten hinaus, die ihr unter der vorhergehenden Regierung des Fürsten der Finsternis geduldet habt. Heiligt dieses Herz für den Herrn Jesus Christus. Er möchte heute und für immer Wohnung darin machen.

2. Chronika 29,20-36

Die vierzehn Leviten und ihre Brüder hatten nicht weniger als 16 Tage gebraucht, um das Haus Jehovas vollständig zu reinigen und wieder in Ordnung zu bringen. Aber es genügte nicht, es 4eer, gekehrt und geschmückt“ zu haben (Matthäus 12,44). Der Dienst Jehovas musste jetzt wieder darin aufgerichtet werden. Kaum ist die Heiligung des Heiligtums vollzogen, zögert Hiskia wieder keinen Augenblick. Er steht des Morgens früh auf, um mit den Obersten der Stadt und mit den Priestern Opfer darzubringen (jedoch ohne den Platz der Priester einzunehmen, wie Ussija es getan hatte). Beachten wir, dass das Brandopfer und das Sündopfer für ganz Israel waren. Vergessen wir es nie: die Gläubigen, die um den Tisch des Herrn versammelt sind, um sich Seiner zu erinnern, sind nur ein schwacher „Ausdruck“ des ganzen Volkes Gottes. Das Brot und der Kelch erinnern an das Opfer, das nicht nur für die kleine Zahl der Anwesenden, sondern für die große Menge der Erlösten, die die gesamte Kirche ausmachen, dargebracht wurde.

Schließlich begleitet der Gesang das Brandopfer. Er konnte diesem nicht vorausgehen. Es gibt keinen Lobgesang, keine Freude, vor dem Werk von Golgatha. Aber jetzt, nachdem es ein für allemal vollbracht ist, kann der Dienst der wahren Anbeter beginnen und er wird nie enden (Psalm 84,4).

2. Chronika 30,1-14

Das verständige Herz Jehiskias begreift, dass jetzt das Passah wieder eingesetzt werden muss. Es wird im zweiten Monat stattfinden, wie in 4. Mose 9,11 angeordnet worden war. Das weite Herz Jehiskias umschließt ganz Israel, wohin er Läufer sendet - so wie der Herr heute die Einladung seiner Gnade überall verkünden lässt. Findet Er in dir und in mir Diener, die Er mit der kostbaren Botschaft beauftragen kann? Was enthält sie? 1. „Kehret um zu Jehova“: das ist Busse. - 2. „Gebet Jehova die Hand“: das ist Glaube. - 3. „Kommet zu seinem Heiligtum“: sucht den Ort seiner Gegenwart auf. - 4. „Dienet Jehova“. - 5. Wisst, dass Er gnädig und barmherzig ist (Vers 9). Eine solche Botschaft stößt auf Spott.

Unglaube, Gleichgültigkeit, das ist es, was die große Maße dem Ruf der Gnade entgegenbringt. Trotzdem war es der Mühe wert, ihn hören zu lassen, denn einige demütigen sich und kommen nach Jerusalem, wo sich eine große Versammlung zusammenfindet. Sie fährt dort weiter mit der Reinigung, die die Leviten begonnen hatten. Die Altäre, die Ahas sich „an allen Ecken in Jerusalem“ gemacht hatte (Kapitel 28,24), werden, wie die Unreinigkeiten des Tempels, in den Bach Kidron geworfen (Kapitel 29,16).

2. Chronika 30,15-27

Wie der König im Gleichnis, so hat Jehiskia im ganzen Land die Einladung der Gnade verkünden lassen: „Siehe, mein Mahl habe ich bereitet... alles ist bereit; kommt“ (Matthäus 22,4). Viele haben nicht darauf geachtet. Und unter denen, die gekommen sind, hat sich ein großer Teil nicht geheiligt (Vers 17). Was tun? Müssen sie wieder nach Hause geschickt werden? Nein! Wie die Geladenen am großen Festmahl vom König ein Hochzeitskleid bekommen, befasst sich die Gnade Gottes damit, diese Israeliten zu reinigen, um sie für seine heilige Gegenwart passend zu machen. Und diese Reinigung geschieht gerade durch das Mittel des Passahs, das zu feiern sie gekommen sind. Das Blut der geschlachteten Opfer dient zu ihrer Heiligung.

Wir denken an das Blut Jesu, des heiligen Lammes Gottes. Es reinigt von aller Sünde (1. Johannes 1,7).

Was die Schwachen und Unwissenden betrifft, tritt Jehiskia, als Vorbild Christi, fürbittend für sie bei Gott ein, und Gott vergibt ihnen.

Dann folgt das Fest der ungesäuerten Brote. Es spricht von praktischer Heiligung. Es wird von großer Freude begleitet, ein Beweis, dass die Absonderung für Gott in keiner Weise Traurigkeit bedeutet. Und das Gebet der Sprecher des Volkes erreicht sein Ziel: es gelangt zur heiligen Wohnung Jehovas in den Himmeln.

2. Chronika 31,1-8

Die Israeliten, die auf den Aufruf Jehiskias geantwortet hatten, haben die Erfahrung der Gegenwart Jehovas gemacht und die Freude erlebt, die diese hervorbringt. Jetzt ziehen sie voller Eifer durch das Land und zerstören jede Spur des Götzendienstes. Nachdem sie persönlich den Wert des wahren Gottesdienstes in Israel kennen gelernt haben, können sie jetzt abschätzen, wie weit sie sich vorher davon entfernt hatten.

Das ist eine Wahrheit von großer Bedeutung! Um fähig zu sein, das Böse zu richten, muss man zuerst dem Herrn begegnet sein. Es ist verlorene Mühe, jemand einfach zu ermahnen, die Welt und ihre Götzen aufzugeben. Wir müssen ihn zuerst zum Herrn Jesus führen; die Früchte werden daraus folgen. Das ist die Lektion, die Jehiskia uns hier erteilt.

Das Wohltun lässt sich nicht von den andern Opfern trennen (siehe Hebräer 13,15.16). Die Erstlinge und die Zehnten werden in Verbindung mit den zwei großen jährlichen Festen aufgehäuft, die nach dem Passah folgen: vom Fest der Wochen (Pfingsten) im 3. Monat bis zum Laubhüttenfest im 7. Monat (Vers 7). Der König nimmt von seinen eigenen Gütern, was für die Brandopfer nötig ist, Und das Volk ahmt ihn nach, wie es ihn schon nachgeahmt hatte, um die falschen Götter zu vernichten. Das Beispiel hat mehr Kraft als Worte. Vergessen wir das für uns selbst nie! (siehe 2. Thessalonicher 3,7-9).

2. Chronika 31,9-21

Der König befragt die Priester und die Leviten wegen der „Haufen“. So nimmt auch der Herr von allem Kenntnis, was wir für Ihn geben (oder nicht geben). Es wird immer wenig sein: „fünf Gerstenbrote und zwei Fische“, aber Er kann daraus einen großen Oberfluss machen. Und es werden Reste übrigbleiben, nachdem jeder gesättigt worden ist (Vers 10; siehe Johannes 6,12 und auch Maleachi 3,10). Nichts von dem, was Gott uns gibt, soll verloren gehen oder vergeudet werden.

Aufseher und Verwalter werden bestimmt. Ihre Aufgaben bestehen darin, einerseits über die Vorräte zu wachen, anderseits „mit Treue ihren Brüdern zu geben“ (Vers 15). „Übrigens“ - sagt der Apostel „sucht man hier an den Verwaltern, dass einer treu erfunden werde“ (1. Korinther 4,2). Er war selbst ein Beispiel dafür, als er persönlich nach Jerusalem reiste, um die Einnahmen einer Kollekte dorthin zu bringen (Römer 15,25.26; 1. Korinther 16,3.4). Aber diese Treue ist nicht weniger wichtig, wenn es um die geistliche Nahrung des Volkes Gottes geht.

Jehiskia tat, was gut und recht und wahr ist. Er hat mit ganzem Herzen gehandelt. Welch schöne Zusammenfassung seiner Tätigkeit. Möchte der Herr von jedem von uns am Ende unserer Laufbahn das gleiche sagen können!

2. Chronika 32,1-15

Es war zu erwarten, dass „diese Dinge und diese Treue“, die Gott wohlgefällig waren, im Gegensatz dazu dem Feind unerträglich waren. Sie haben ihn gegen Israel und gegen seinen König aufgereizt.

Die Freude, die wir im Herrn genießen können, darf uns die Gegenwart dieses Feindes nicht vergessen lassen. Er geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge (1. Petrus 5,8). Satan bläst somit zum Angriff. Er treibt den mächtigen König von Assyrien gegen Jerusalem, der damit beginnt, eine drohende und verleumderische Rede an das Volk zu richten: Jehiskia - so sagt er zu ihnen - wird euch dem Tod durch Hunger und Durst preisgeben (Vers 11). Das ist reine Lüge! Waren die Vorratskammern des Heiligtums nicht reichlich gefüllt mit Nahrungsmitteln, die am Tag des Oberflusses auf die Seite gelegt worden waren (Kapitel 31,10.11)? Und dank der Wasserleitung, die der König eben gebaut hatte (vergleiche Vers 4 und 2. Könige 18,17; 20,20), sprudelte das frische Wasser im Innern der Stadt selbst.

So redet der Lügner heute noch. Er flüstert uns ein, beim Herrn Jesus zu bleiben, bedeute, sich Mangel und Entbehrungen auszusetzen. Aber wir wissen, dass gerade das Gegenteil der Fall ist! Christus ist das Brot des Lebens (Johannes 6,48.51) und Er ist die Quelle lebendigen Wassers (Johannes 7,37), während draußen der Durst herrscht (Vers 4).,

2. Chronika 32,16-33

Im 2. Buch der Könige (Kapitel 18 und 19) haben wir die Schmährede des Rabsake, gefolgt von dem Brief des Königs von Assyrien, ausführlich gelesen. Wie wird Jehiskia antworten? Mit Gebet! Jesaja und er rufen dieserhalb gemeinsam zu Gott. Das ist die kleinste Gebetsversammlung. Aber der Herr anerkennt sie, und entsprechend seiner Verheißung hat sie eine unüberwindliche Kraft: „Wenn zwei von euch... übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist“ (Matthäus 18,19). Auf der einen Seite: zwei Männer im Gebet; auf der andern: eine riesengroße Armee. Der Sieg gehört den ersteren; die Menge der Angreifer wird vertilgt, ohne zu wissen wie! Der oberste Anführer kehrt „mit Beschämung des Angesichts“ zurück, um seinerseits umzukommen, von seinen eigenen Söhnen ermordet.

Nach dem König von Assyrien erscheint der König der Schrecken: der Tod (Hiob 18,14), ein noch fürchterlicher Feind. Er kommt, um Jehiskia zu verschlingen. Aber das Gebet ist auch gegen ihn mächtig, und Gott befreit Jehiskia aufs neue.

Leider geht diese glückliche Regierungszeit nicht ohne einen dunklen Schatten zu Ende: ein schweres Versagen wegen des Hochmuts, gefolgt von Demütigung und Wiederherstellung.

2. Chronika 33,1-11

Die Regierungszeit von Manasse stellt einen zweifachen Rekord auf: was die Dauer betrifft (55 Jahre) und was die Bosheit betrifft. Wie erklärt sich diese Außerordentlich lange Zeit, wo doch gerade die Ungerechtigkeit in den Augen Jehovas so besonders unerträglich war? Wir stellen mit Bewunderung fest: es ist die Langmut der Gnade. Vergessen wir nicht, dass diese die beiden Bücher der Chronika von A bis Z kennzeichnet. Das Beispiel Manasses lehrt uns, dass es keinen noch so großen Sünder gibt, dessen Herz Gott nicht zu ändern vermöchte. Und von allen Berichten in der Heiligen Schrift, ist dies einer von denen, die uns am meisten zur Fürbitte ermuntern. Lasst uns nie von einer Person denken, sie sei zu tief im Bösen versunken, um gerettet zu werden, und lasst uns nie ermüden, für sie zu beten.

In der gottlosen Regierung Manasses haben wir auch, in gekürzter Form, die prophetische Geschichte Israels. Der Name dieses Königs bedeutet „vergessen“ und erinnert uns an die Erklärung Jehovas: „Mein Volk hat meiner vergessen Tage ohne Zahl“ (Jeremia 2,32). Die gegenwärtige Zerstreuung Israels unter dem Joch der Nationen ist die Folge dieser Vernachlässigung; aber sie wird, wie für Manasse, auch das Mittel sein, um Schließlich das Gewissen und das Herz dieses Volkes aufzuwecken.

2. Chronika 33,12-25

Die Gnade Gottes hat sich durch das Flehen Manasses nicht nur erweichen lassen; sondern sie hat ihm auch noch Gelegenheit gegeben, das Böse, das er vorher verübt hatte, in einem gewissen Maß wieder gutzumachen. Es gibt tatsächlich Bekehrungen, die erst auf dem Sterbebett stattfinden. Und wenn es dann noch Zeit ist, dass die Seele gerettet wird, ist es dagegen zu spät, um hier noch dem Herrn zu dienen. Das ist ein nicht wiedergutzumachender Verlust für die Ewigkeit! (2. Korinther 5,10; 1. Korinther 3,15).

Eine Bekehrung zeigt sich durch ihre Früchte. Ganz Juda ist Zeuge der Bekehrung Manasses. Die fremden Götter, denen er so sehr gedient hatte, werden weggetan; der Gottesdienst für Jehova ersetzt den Götzendienst. Das ist das besondere Kennzeichen einer wahren Bekehrung (1. Thessalonicher 1,9). Dieses Wort bedeutet eine Umkehr, eine völlige Richtungsänderung. Der Herr Jesus wird das Ziel des Lebens, und alle Kraft, die bisher in den Dienst der Welt und der Sünde gestellt wurde, wird durch die Hingabe an den Herrn ersetzt.

Amon hat keinen Nutzen aus dem Beispiel seines Vaters gezogen. In seinem Herzen findet keine Demütigung statt. Daher vergeht er „wie die Blume des Feldes“, nach dem Ausdruck des Propheten: „Der Hauch Jehovas hat sie angeweht“ (Jesaja 40,6.7).

2. Chronika 34,1-7; 29-33

Josia bedeutet: „den der Herr unterstützt“. Wir hätten alle das Recht, diesen schönen Namen zu tragen. Von seiner Geburt an von dieser Fürsorge Jehovas begleitet, beginnt Josia im Alter von 16 Jahren Ihn zu suchen. Er nimmt dann das große Werk der Erweckung in Angriff, das wir schon in 2. Könige 22 und 23 betrachtet haben.

Vielleicht sind einige unserer Leser gerade 16 Jahre alt. Sie sind nicht mehr Kinder; das Leben mit all seinen Möglichkeiten öffnet sich vor ihnen. Die Jugend ist ein kostbares Kapital, das Gott ihnen schenkt. Wie werden sie es gebrauchen? Manche vergeuden es in törichter Weise - und müssen später die bitteren Früchte davon ernten. Andere sind, aus menschlicher Sicht gesehen, kluger und setzen es ein, um sich im Leben einen vorteilhaften Platz vorzubereiten. Noch andere Schließlich, die weisesten, machen es wie Josia. Sie suchen zuerst den Herrn und bringen dann alles in Übereinstimmung mit seinem Willen (siehe Matthäus 6,33).

Im Verlauf der Arbeiten ist das göttliche Wort im Tempel wiedergefunden worden. Josia lässt das ganze Volk diese Worte hören und hält es an, Jehova zu dienen (Vers 33). Unter der Gnade ist es nicht mehr so. Der Gehorsam gegenüber dem Herrn wird uns nicht aufgezwungen. Er muss aus unserer Liebe zu Ihm hervorkommen.

2. Chronika 35,1-15

Die Passahfeier durch Josia und das Volk nimmt hier fast ein ganzes Kapitel ein, während ihr das 2. Buch der Könige nur drei Verse gewidmet hatte (Kapitel 23,21-23). Sie ist die Folge der Umkehr zum Wort, von der wir im vorhergehenden Kapitel gelesen haben. Das Passah war für Israel die aller erste göttliche Einrichtung. Jehova hatte es dem Volk schon vor dem Auszug aus Ägypten gegeben. Es war die Erinnerung an seine große Befreiung. Für die Kinder Gottes gibt es auch eine solche „Gedächtnisfeier“ (1. Korinther 11,24.25). Jeden ersten Tag der Woche versammeln sich die Erlösten um den Tisch des Herrn und erinnern sich ihres großen Heils und Dessen, der es vollbracht hat. Was kennzeichnet dieses Passah, wie auch den christlichen Gottesdienst? In erster Linie die Gegenwart der Bundeslade: Christus (Vers 3). Dann notwendigerweise die Heiligkeit: Da die Bundeslade heilig ist, müssen die Leviten sich heiligen, um für diese Gegenwart passend zu sein. Schließlich war der eigentliche Grund des Festes das Darbringen von Opfern. Sie erinnern uns an das Opfer, wozu jeder Gläubige aufgefordert wird, es Gott darzubringen, nicht nur am Sonntag, sondern stets: „ein Opfer des Lobes, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen“ (Hebräer 13,15).

2. Chronika 35,16-27

In kurzem wird das Blatt gewendet werden. Die schrecklichen Regierungen Manasses und Amons haben Jehova dazu geführt, in bezug auf Juda eine unwiderrufliche Entscheidung zu treffen. Doch wie schön ist es zu sehen, wie die Gnade noch in dieser Endperiode eine Erweckung, wie sie unter Josia geschah, hervorbringt.

Das Gericht der gegenwärtigen Welt steht auch vor der Tür. Alles weist darauf hin. Und doch gefällt es dem Geist Gottes, selbst in Zeiten wie diese, da und dort Erweckungen hervorzurufen. Und es ist sein Wunsch, zuerst eine solche in jedem unserer Herzen zu bewirken.

Seht wie dieses Passah an die einstigen Tage erinnert; nicht nur an die Tage Salomos oder Davids, sondern an jene früheren zur Zeit Samuels! Alles ist gut geordnet; jeder ist an seinem Platz; die Bruderliebe ist tätig. Diese Szene sticht umso leuchtender heraus, als sie sich zwischen den gottlosen Regierungen der vorangegangenen Könige und dem endgültigen Niedergang, der folgt, befindet!

Das Ende Josias ist nicht auf der Höhe seiner übrigen Laufbahn. Wie Jehiskia strauchelt er in seinen Beziehungen mit den politischen Mächten seiner Zeit. Trotz einer Warnung, die von Gott selbst kam, bezieht er Stellung gegen den Pharao und findet in einer Schlacht, in die er sich nicht hätte verwickeln sollen, den Tod.

2. Chronika 36,1-14

Das Volk Juda als ganzes war dem Beispiel Josias nicht gefolgt. Dafür gab es viele Anzeichen. Der Gehorsam gegenüber dem Gesetz war ihm auferlegt worden. Als das Passah gefeiert wurde, war es weit davon entfernt, die gleiche Freude und die gleiche Bereitwilligkeit zu zeigen, wie es beim Passah Jehiskias der Fall war. Es waren der König und die Obersten, die die Opfer beizubringen hatten (Kapitel 35,7-9). Jetzt, nachdem der treue Josia hinweggenommen war, da der Gerechte „vor dem Unglück hinweggerafft worden war“ (Jesaja 57,1), hindert Jehova nichts mehr daran, sein Gericht gegen Juda auszuführen. Und die Ereignisse überstürzen sich: Vier Könige folgen sich kurz nacheinander: Joahas, Jojakim, Jojakin und Zedekia; einer schlimmer als der andere. Ihr Geist des Aufruhrs war zuerst für Ägypten, dann für Babylon der Anlass, in die Angelegenheiten des kleinen Reiches einzugreifen. So fanden dreimal Teil-Wegführungen nach Babel statt, und die Geräte des Tempels traf das gleiche Los wie die Leute. Die Verse 14 und folgende unterstreichen, dass die Obersten der Priester und das Volk die Verantwortung ihrer Könige für das Gericht, das sie ereilte, teilen.

2. Chronika 36,15-23

Obwohl es Bücher der Gnade sind, müssen die „Chroniken“ doch zur Schlussfolgerung kommen, „dass keine Heilung mehr war“, denn wenn die Gnade verachtet wird, bleibt nichts mehr übrig, als „ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts“ (Hebräer 10,27). Das Wort des 15. Verses: „er erbarmte sich seines Volkes“, wird im 17. Vers zu: „er schonte nicht... “.

Gleicherweise musste Der, welcher „innerlich bewegt“ war über die Volksmenge, wenig später ein unwiderrufliches Urteil über die Städte aussprechen, aus denen diese Volksmengen kamen (Matthäus 9,36; 11,21.23). Trotzdem finden wir hier noch das göttliche Erbarmen. Im Gegensatz zu den „Königen“, gehen die Bücher der „Chronika“ sehr rasch über diese traurige Endzeit hinweg. Und diese Bücher schließen nicht mit der eigentlichen Wegführung, sondern mit dem Erlass Kores', der ihr 70 Jahre später ein Ende setzte! So hat die unergründliche Gnade Gottes trotz allem das letzte Wort.

Wie wir sehen, werden uns diese Ereignisse nicht so geschildert, wie es unsere menschlichen Geschichtsbücher täten. Gott berichtet uns diese Tatsachen nicht einfach, um unseren Geist zu interessieren -und unser Gedächtnis zu füllen. Seine Absicht ist, zu unserem Gewissen zu reden und unser Herz zu berühren. Hat Er dieses Ziel bei dir erreicht?

  « Vorheriges Kapitel

Ihre Nachricht