Betrachtung über Offenbarung (Synopsis)

Kapitel 10

Betrachtung über Offenbarung (Synopsis)

Die bisherigen Wehe waren einleitender Art; sie trafen die Masse der Juden und der sich zum Christentum bekennenden Nationen, aber noch nicht den unmittelbaren Widerstand, den die Macht des Bösen Gott entgegensetzt. Dieser wird nunmehr entwickelt; zunächst dient jedoch das geöffnete Büchlein dazu, um klarzustellen, welchen Platz er in der allgemeinen Geschichte hat. Das Büchlein ist geöffnet, da es einen Teil einer wohlbekannten Weissagung bildet und sein Inhalt nun unverzüglich auf bekanntem Boden in Erfüllung gehen soll, es enthält nicht die Wege Gottes, welche den endlichen Ausgang der Dinge einleiten sollen, und die früher nicht offenbart oder doch mehr verborgen geblieben waren. Christus kommt herab und macht Anspruch auf Sein Recht an alles das, was sich hienieden befindet; Er setzt Seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken auf die Erde und lässt die Stimme Seiner Macht ertönen, auf welche die Stimme des Allmächtigen (die sieben Donner) in Kraft antwortet. Doch wird das, was letztere offenbaren, versiegelt, Christus aber schwört bei Dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, dass keine Frist mehr sein werde. Alles geht einem endgültigen Abschluss entgegen. Bei dem Ertönen der siebenten Posaune soll das Geheimnis Gottes vollendet werden; die Zeit zur unmittelbaren Offenbarung Seiner Macht wird dann gekommen sein. Der Prophet muss seine Weissagung über Völker und Nationen und Sprachen und Könige von neuem beginnen.

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