Es werde Licht

Ohne Bürgschaft auf Erden (Kapitel 23)

Es werde Licht

Sara stirbt in Kirjath-Arba, dem späteren Hebron (Jos 14, 15). Abraham erinnert sich nach ihrem Tod daran, wie sie Freude und Leid so lange Zeit mit ihm geteilt hat, gedenkt ihrer herzlichen Liebe und Anhänglichkeit, Ehrerbietung und Zucht und besonders ihres Glaubens als Trägerin der Verheißung. Darum seine tiefe Trauer und Klage. Aber er trauert nicht wie Menschen, „die keine Hoffnung haben“ (1. Thes 4, 13), sondern er „erhebt sich von seiner Toten“ und glaubt an ihre Auferstehung.

So trauert auch heute der Gläubige nicht wie die Ungläubigen, weil er sich an die große Tatsache der Auferstehung erinnern darf (1. Thes 4, 14; Eph 2, 5). Er weiß, dass seine Seele bereits erlöst ist. Er weiß aber auch, dass er auf die Erlösung seines Leibes warten darf, denn in diesem wohnt der Heilige Geist (Röm 8, 11.23).

Nun sorgt Abraham für ein würdiges Begräbnis. Er kauft die Höhle Machpela um 400 Sekel Silber, reines dargewogenes Silber. Der Kauf wird vor allem Volk bestätigt, damit er eine rechtliche Grundlage hat. Ephron will das Feld schenken, aber Abraham will kein Geschenk von einem Ungläubigen annehmen. Er ist ein ‚Fürst Gottes', von Gott, dem Höchsten, gesegnet.

Er weiß, dass das Land für die Zukunft ihm gehört, doch bis zur Vertreibung der Kanaaniter will er nicht ihr Schuldner sein. Er wahrt seine Würde und Uneigennützigkeit und

- „wandelt ehrbar gegen die, welche draußen sind“ (1. Thes 4, 12; 1. Pet 2, 12), -     

- ist „vorsorglich für das, was ehrbar ist, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen“ (2. Kor 8, 21)

- und bleibt „niemand etwas schuldig“ (Röm 13, 8).

Abraham denkt an die Auferstehung und bekennt seinen Glauben an die Verheißung, dass seine Nachkommen das Land besitzen werden. Machpela ist für ihn nur das Unterpfand des zukünftigen Erbteiles. - Gott gab ihm kein „Erbe“ in Kanaan, „auch nicht einen Fußbreit“ (Apg 7, 25). Da kaufte sich Abraham ein Stück Land, aber nur eine Begräbnisstätte.

Abraham und Sara sind wahre Fremdlinge gewesen: Sie „haben die Verheißungen nicht empfan- gen, sondern sahen sie von ferne und begrüßten sie und bekannten, dass sie Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde seien“ (Heb 11, 13). Sie haben einen Platz unter den Glaubenshelden. Gott selbst hat ihnen eine bleibende Stadt bereitet.

- Die Reihenfolge der in den Kapiteln 22 bis 24 geschilderten  Ereignisse  ist  prophetisch  von großer Bedeutung: Zunächst wird uns die Opferung Isaaks geschildert. Sie weist vorbildlich hin auf den Tod und die Auferstehung des Herrn Jesus (Gal 4, 22-28). Dann wird uns der Tod Saras mitgeteilt, in dem wir die Beiseitesetzung Israels sehen können. Und im Anschluss an diese beiden Ereignisse erfolgt dann - in Rebekka - die Einführung der ‚Kirche' (Versammlung). -

„Durch Glauben hielt er sich auf in dem Lande der Verheißung, wie in einem fremden, und wohnte in Zelten ... denn er erwartete die Stadt, welche Grundlagen hat, deren  Baumeister und Schöpfer Gott ist.“ (Heb 11,9.10)

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