Es werde Licht

Gerettet (Kapitel 8)

Es werde Licht

Die Arche war in ihrer Gestalt und in ihrem Material vollständig von Gott vorgeschrieben worden. Er hatte ihren Plan und ihre Einrichtung bestimmt, und Noah hatte sie nach diesen Anweisungen  erbaut. Die lange Bauzeit war für ihn eine Prüfung gewesen, ein Beweis seines Glaubens (Heb 11, 7).

Während des Gerichts wurde Noah nicht durch Zweifel beunruhigt. Er beschäftigte sich nicht damit, die Balken auf ihre Festigkeit, das Dach auf seine Dichte zu untersuchen. Noah traute völlig auf die Sicherheit der Arche, weil Gott ihr Planer und Baumeister war (Ps 125, 1; Röm 8, 31). Und sie hielt stand. Sie rettete sicher durch das Gericht hindurch.

Der Tag kam, an dem Gott sprach: „Gehe aus der Arche.“ Noah ging hinaus - als Erbe der Gerechtigkeit (Heb 11, 7). Er war gerettet. Er betrat die Erde, die nun nicht mehr verderbt war wie zuvor, sondern rein infolge der Reinigung durch das Gericht. Und auf dieser Erde baute Noah dem Herrn einen Altar und opferte von den 'reinen' Tieren Brandopfer. Es geschah aus Dankbarkeit.

So finden sich in Noahs Leben der Gehorsam des Glaubens und der Gottesdienst des Glaubens. Der Altar wurde da gebaut, wo zuvor Gericht und Tod geherrscht hatten. Die Arche hatte Noah und seine Familie wohlbehalten über die Wasser des Gerichts getragen. Sie hatte ihn aus der ,alten' Welt in die ,neue' Welt geführt, wo er dann seinen Platz als Anbeter einnahm.

- In Henoch weist Gott uns hin auf die ‚Versammlung', die vor Beginn der Gerichte von der Erde hinweg zum Herrn Jesus entrückt wird (Heb 11, 5; Off 3, 10), in Noah weist Gott uns hin auf den .Überrest Israels', der durch die Gerichte hindurch von Gott gerettet und als Anbeter auf die erneuerte Erde geführt wird, um die Segnungen des Reiches zu genießen (Röm 9, 27; Jes 28, 5).

Völlige Sicherheit gibt der Herr Jesus auch uns, die wir zu Ihm gekommen sind, der wahren Rettungsarche. Der Heiland gab Sein Leben hin und vergoss auf Golgatha Sein teures Blut, um uns Rettung zu verschaffen. Er, der Gerechte, litt für uns, die Ungerechten, auf dass Er uns zu Gott führe (1. Pet 3, 18). Auch wir sollten Gottes Gerechtigkeit erben. Er ist  die Grundlage zu unserem ewigen Heil (Joh 3, 16). Durch Ihn sind auch wir zu Anbetern geworden, vom Vater  gesucht, Ihn in Geist und Wahrheit anzubeten (Joh 4, 23). Welch eine Berufung! Sollten Gehorsam und Dankbarkeit nicht auch uns kennzeichnen?

 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.“ (Johannes 5, 24)

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