Einführender Vortrag zum Epheserbrief

Kapitel 3

Einführender Vortrag zum Epheserbrief

Das führt uns in das 3. Kapitel, in dem der Apostel seine Gedanken in einer Einschaltung vorstellt. Es handelt sich um eine Offenbarung Gottes für die Zeit, wenn die Juden, zumindest zeitweilig, ganz und gar ihren Platz verloren haben. Schon der Aufbau des Kapitels ist, wie wir bemerken können, eine Art Bestätigung dafür. Das Kapitel ist ein Einschub. „Dieserhalb ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch, die Nationen -  (wenn ihr anders gehört habt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, daß mir durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden, – wie ich es zuvor in kurzem beschrieben habe, woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus – welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist“ (V. 1–5). Beachten wir also: Das, was dem Ratschluss nach zuerst da war, kam in Hinsicht auf seine Offenbarung zuletzt.

Demnach gab es, nachdem in den Mitteilungen der Pläne Gottes in der Bibel zunächst alles vollständig zu sein schien, noch einen Gegenstand, der ausgespart blieb. Paulus war das auserwählte Gefäß, diese Lücke zu füllen. Er schrieb zweifellos in wenigen Worten, doch er schrieb mit göttlicher Vollkommenheit und offensichtlich genug für solche, die durch die Gnade Gottes befähigt waren zu verstehen, mochten es noch so wenige Worte sein. Viele verwundern sich darüber, dass Wahrheiten wie diese nicht mehr Worte bei ihrer Mitteilung fanden. Tiefgründige Wahrheiten sind indessen für jene bestimmt, welche geistliches Verständnis haben; und diese benötigen nicht viele Worte, um zu verstehen. Schon wenn Gläubige die Grundzüge der Wahrheit gelernt haben, liefert ihnen die Gnade Gottes Unterweisung auf Unterweisung, Linie um Linie, soweit sie ihrer bedürfen. Wenn Er Seelen in Not zeigen will, wie ihre Sünden von Gott vergeben werden können, offenbart Er dies in tausend Weisen. Falls sie Gerechtigkeit suchen, wiederholt Er den Weg dahin immer wieder. So handelt Er aber nicht bei der Offenbarung des Geheimnisses. Es wird eine gewisse geistliche Befähigung vorausgesetzt – eine passende Vorbereitung sowohl des Herzens als auch des Verständnisses – oder, wie der Apostel es ausdrückt: „Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen“ (1. Kor 2,6). Hier wird keine langatmige Auslegung gefordert, da die Empfänger nicht so geistlich unreif sind vorauszusetzen, dass eine Wahrheit Gottes davon abhängt, wie oft ein Gegenstand vorgestellt wird. Für den Verständigen reicht ein einziges Mal aus.

Gott wollte also bei der Offenbarung der Höhen göttlicher Wahrheit nicht viele Worte machen in derselben Weise wie in seiner Gnade, wenn Er Unmündigen helfen möchte. So schreibt der Apostel Paulus das, was keinesfalls zu den einfachsten Äußerungen gehört, die er mitgeteilt hat, in wenigen Worten. Er konnte sich auch herabbegeben. Wir wissen, wie er sich niederbeugen wollte, um einem Menschen ohne Gesetz ein Nichtjude zu sein und einem Menschen mit Gesetz ein Jude, um den Seelen Gutes zu tun.

Aber hier spricht er in wenigen Worten. Er fühlte sich nicht genötigt, eine vollständige oder lange Erklärung zu geben. Er sagt jedoch, dass er, so wie es ihm durch Offenbarung bekannt gemacht worden war, das Geheimnis ihnen als von Gott kommend mitteilen wolle, „welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste.“  Es ist beachtenswert, dass das Geheimnis, obwohl es an seine heiligen Apostel und Propheten in der Kraft des Heiligen Geistes offenbart worden war, nicht  durch dieselben offenbart wurde. Das geschah ausschließlich durch Paulus. Offenbart wurde es allen Aposteln und Propheten des Neuen Testaments, dem einen wie dem anderen. Doch es scheint bei keinem einen solchen festen Halt gefunden zu haben wie bei Paulus. Tatsächlich war von seiner Bekehrung an in seinem ganzen Dienst die Enthüllung jenes Geheimnisses eingeschlossen. Der Trost seiner Seele war Christus in himmlischer Herrlichkeit weit über allen Dingen. So wie das Licht, welches damals schien, den Glanz der Mittagsonne übertraf, so war die Wahrheit in jenem Gesicht (Vision), die er lernen sollte, jenseits von allem, was Vergangenheit und Gegenwart kennzeichnete. Sie übertraf alles bei weitem. Es war die Gnade in ihrem tiefgründigsten Charakter und ihrer höchsten Form; und so wurde der Apostel Paulus das geeignete Gefäß, welches Gott benutzte, um andere zu belehren. Ihm wurde das Geheimnis nicht nur offenbart, sondern er sollte es auch mitteilen. Die Offenbarung an uns geschieht hier.

Wir müssen sorgfältig beachten, dass das Geheimnis nicht einfach die Kirche bedeutet. Es wird hier ausdrücklich das „Geheimnis des Christus“ genannt; und der Teil, welcher Christus betrifft, ist der höhere von beiden. Die Kirche (Versammlung) ist nur eine Folge; und wir danken Gott dafür. Aber wir preisen Gott auch für das Wissen, dass die Kirche nichts weniger als die Vollendung des Christus ist. Wir müssten einem Geheimnis misstrauen, dessen Mittelpunkt die Kirche ist. Wer von uns, der weiß, was der Mensch ist und was Gott, so wie Christus beide bekannt gemacht hat, würde es wagen, auf irgendeine Person oder ein Gebilde zu vertrauen, welches nicht seine strahlendste Ausprägung in Christus findet? Der Grund dafür ist klar. So unzulänglich ist das Geschöpf, so unzuverlässig der erste Adam, dass wir sicher sein können, dass der wahre Sinngehalt der Bibel einem jeden verloren geht, der anders urteilt. Letzterer vermag ausschließlich das untere Ende der Linie zu finden und nicht die volle Wahrheit in ihrer ihr innewohnenden Reinheit und Frische von Gott. Es ist unmöglich, dass es ein Haupt ohne einen Leib gibt; und der Apostel spricht hier vielmehr über Christus als über die Versammlung.

Gott enthüllt also sein Geheimnis, nachdem Er es allen vergangenen Zeiten und Geschlechtern verborgen hatte, obwohl es natürlich von Anfang an vor seinen Blicken stand. Wenn Gott es jetzt offenbart, dann ist der Gedanke nicht mehr möglich, dass der Mensch – wir selbst – der erste und hauptsächliche Gegenstand in den Gedanken Gottes war. Es ist das Geheimnis des  Christus; und diese Tatsache allein sichert die Segnung in ihrer Fülle und Reinheit für die Kirche Gottes. Daher brauchen wir uns niemals zu fürchten, egal, um welche Segnung oder welches Vorrecht es sich auch handeln mag. Falls es in der Person Christi dargestellt wird und mit Ihm verbunden ist – dann scheue dich nicht, einfältig zu vertrauen und bedingungslos zu glauben! Tritt kühn in die Lieblichkeit seiner Gnade und Fülle seiner Herrlichkeit ein! Wir können niemals fehlgehen, wenn wir dem Pfad des Herrn Jesus folgen.

Auch wenn es sich um das Geheimnis des Christus handelt, so betrifft es dennoch nicht ausschließlich Ihn. So sagt Paulus in Kapitel 5 (V. 32): „Dieses Geheimnis ist groß; ich aber sage es in Bezug auf Christum und auf die Versammlung.“ Gibt es nicht guten Grund dafür zu sagen, dass die Kirche nur eine Folge ist? Die Kirche folgt; und so wie sie Christus gehört, ist sie ein Teil von Ihm. Wenn demnach die Kirche zu diesem Geheimnis gemacht wird, ist das ein schwerwiegender sowohl sittlicher als auch lehrmäßiger Irrtum.

Der Apostel fügt hinzu, dass jetzt vom Heiligen Geist offenbart worden sei, „daß die aus den Nationen Miterben seien und Miteinverleibte und Mitteilhaber seiner Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirksamkeit seiner Kraft. Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen [Nichts ist dieser Wahrheit gleich, wo sie vom Heiligen Geist gelernt wird, um die Seele zu demütigen, selbst wenn es sich um den Größten der Apostel handelt!], ist diese Gnade gegeben worden, unter den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen, und alle zu erleuchten, welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat; auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes“ (V. 6–10).

Gott hat manches mehr, um die eigentlichen Bewohner des Himmels zu belehren. Sie müssen lernen, was ihnen vorher nicht bekannt war. Sie hatten die Erschaffung der Welt gesehen und bei ihrem Anblick gejubelt. Sie hatten die Wege Gottes mit dem Menschen und mit Israel gesehen; und sicherlich konnten sie die Herrlichkeit Gottes verstehen, die in seinen Handlungen eingeschlossen war. Nichtsdestoweniger – handle es sich um die Schöpfung, den Menschen oder das bevorzugte Volk Israel – gab es keinen schmerzvolleren Niedergang als jenen, der das Gericht Gottes über diese alle veranlassen musste. So gab es also dunkle Schatten und drückende Wolken. Doch jetzt erschien etwas völlig Neues. Zuallerletzt machte Gott seine wundervollen Pläne bekannt, in dem der Mensch, der von oben kam – der Sohn, der ein Mensch wurde, das fleischgewordene Wort –, in die tiefste Tiefe hinabstieg, um die Herrlichkeit Gottes auf  dem Schauplatz sittlich zu verwirklichen, wo Ihm am meisten Schande gemacht worden war. Und jetzt, folgend auf seine Auferstehung aus den Toten und nachdem Ihm ein Platz im Himmel über alle Dinge gegeben worden ist, wurde diesen Fürstentümern und Gewalten die „mannigfaltige Weisheit Gottes“  bekannt gemacht. Sie wurde ihnen offenbart, bevor dieser ganze Schauplatz der Schöpfung, der Mensch, Israel sowie die ganze Erde tatsächlich und vollkommen befreit worden waren. Das ist indessen nicht alles. Jener Mensch, der herabgekommen war und am Ende seines irdischen Laufes völlig allein gefunden wurde, sollte nicht länger allein bleiben. Er sollte einen neuen und angemessenen Leib aus gläubigen Juden und Nichtjuden erhalten – Miterben und alle zu demselben Leib gehörend. Eine sehr nützliche Segnung! Denn wer könnte mehr über den Gefühlen der Eifersucht stehen als solche, die in dem frohlocken, was die Größe, Herrlichkeit und vollkommene Güte Gottes in seinem gewaltigstem Werk zeigt? Das sollten also die Fürstentümer und Gewalten sehen; und das ist das, was sie in der Kirche Gottes wahrnehmen.

Folglich wird der Apostel angesichts des Geheimnisses des Christus zu einem weiteren Gebet geführt und bittet den „Vater unseres Herrn Jesus Christus [hier berücksichtigt er die andere Beziehung], von welchem jede Familie in den Himmeln und auf Erden benannt wird, auf daß er euch gebe, nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, indem ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid, auf daß ihr völlig zu erfassen vermöget mit allen Heiligen, welches die Breite und Länge und Tiefe und Höhe sei, und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf daß ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes“ (V. 15–19).

In diesem Gebet geht es nicht, wie in dem des ersten Kapitels, darum, dass die Empfänger die Kraft seiner Gnade, welche in Bezug auf sie gewirkt hat, erkennen. Hier spricht Paulus davon, dass ihre Herzen sich in dem Geheimnis seiner Gnade aufhalten sollen entsprechend der Kraft, welche  in ihnen wirkt. Das heißt: Er blickt auf die innere Quelle und nicht allein auf die herrlichen Ergebnisse. In unseren Versen betet er zu dem Vater unseres Herrn Jesus Christus und nicht nur zu dem Gott, der den Christus aus den Toten auferweckt und Ihn in der Höhe verherrlicht hat. Wir können bemerken, dass das Verlangen nicht ausschließlich dahin geht, dass die Epheser hinsichtlich der besonderen Herrlichkeit ihrer Stellung erleuchtet werden. Ihre Herzen sollen auch erfüllt sein von der Liebe Christi, und zwar schon zum gegenwärtigen Zeitpunkt bis zum Überfließen, auch wenn dieses in den kommenden Zeitaltern wohl kaum nachlassen wird. „Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken, nach der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christo Jesu, auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin!“ (V. 20–21). Er spricht hier demnach nicht von dem Platz oder der Stellung eines Christen, sondern vielmehr von seiner Lage oder seinem Zustand, die der Heilige Geist in Übereinklang mit der Liebe dessen bringen möchte, der als Einziger dieses alles möglich macht. Folglich lesen wir nichts von einer geistlichen Kraft, die schon herausgestellt worden ist; stattdessen bittet er, dass Christus durch den Glauben in ihren Herzen wohne. Es ist keine ihnen gegebene Stellung, so gesegnet sie auch sein mag, sondern praktischer Genuss – nämlich, dass Christus fortwährend der Gegenstand vor ihren Herzen sein möge, nachdem alle Fragen hinsichtlich der Erlösung und des Segens zu ihren Gunsten beantwortet sind. Es war schon bekannt, dass sie durch – ja,  mit – Christus gesegnet sind, indem sie einen Teil des Christus bilden, zu seinem Leib gehören und ausdrücklich als Miterben bezeichnet werden. Aber jetzt, auf Letzteres gegründet, betet der Apostel auf diese Weise für sie, damit der Heilige Geist so im inneren Menschen wirken möge, dass Christus in keinster Weise behindert wird. Gleichzeitig sollten sie erkennen, dass nicht allein der Heilige Geist (dieses bezweifelten sie nicht), sondern auch Christus durch seine Kraft ununterbrochen in ihnen wohnt.

Zweifellos wohnt der Geist Gottes ständig in dem Christen, obwohl ich nicht wüsste, dass irgendwo gesagt wird, dass Er in unseren Herzen wohnt. Er mag letzteres mit dem Licht Gottes erleuchten. Hingegen wird gesagt, dass Er  in uns wohnt und unseren Leib zum Tempel Gottes macht. Hier möchte der Apostel, dass Christus mehr der Genüge gebende Gegenstand unserer Zuneigung sei. Das ist das Thema. Fern sei es von uns, dass wir von seiner Liebe durch das Wort Gottes wissen, um es als eine Art Versicherung anzusehen, eine trockene Schenkungsurkunde aus Pergament, welche wir stillschweigend in einer festen Kassette aufbewahren! Im Gegenteil, das Evangelium ist vielmehr dem Sünder frei und vollkommen gegeben worden, damit unsere Herzen in der Gewissheit der göttlichen Fülle unserer Segnung nun offen sind, um uns an Christus zu erfreuen und mit seiner Liebe beschäftigt zu sein. „Daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne.“  Wir lesen auch nicht einfach, „dass ihr in Liebe gewurzelt und gegründet sein  sollt“, sondern „dass ihr gewurzelt usw.seid, auf dass „ihr völlig zu erfassen vermöget mit allen Heiligen.“  Es geht hier nicht um Errettung, so vollständig sie auch ist. Es ist nicht die Erkenntnis unserer Stellung in Christus wie in Kapitel 1, vielmehr das Umgekehrte: Christus wohnt in uns durch den Glauben; und das Herz tritt ein in die positive Vortrefflichkeit des Sohnes, des einzigen angemessenen Gegenstands für die Wonne des Vaters. Darum lesen wir: „Auf daß ihr völlig zu erfassen vermöget mit allen Heiligen, welches die Breite und Länge und Tiefe und Höhe sei, und zu erkennen die ... Liebe des Christus.“  Das ist nicht allein die Herrlichkeit in ihrer vollen Ausdehnung, sondern auch die allein befriedigende Quelle, indem Christus auf diese Weise in unseren Herzen wohnt, während wir uns seiner Liebe bewusst sind. „Zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf daß ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes.“  Er selbst ist die größtmögliche Segnung, mit der wir erfüllt werden können, derjenige, auf den wir am meisten vertrauen, denn Er ist der Sohn, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt.

Da nun Er, der Mittelpunkt aller Herrlichkeit, durch den Glauben in unseren Zuneigungen wohnt, werden wir in die Gnade eingeführt und fest gegründet, welche das Geheimnis von allem ist. In Gemeinschaft mit den Gegenständen derselben betreten wir die daraus folgenden Schauplätze der Herrlichkeit auf allen Seiten, indem wir die Liebe Christi kennen, die doch unerkennbar ist, und in Gottes Fülle eingefüllt werden trotz ihrer Unendlichkeit. Der Apostel schließt sein Gebet damit, dass er dem Herrn die Herrlichkeit in der Kirche (Versammlung) „auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin“ dem Herrn zuschreibt, der nach seiner Kraft, die  in uns wirkt, mehr zu tun vermag, als wir erbeten oder erdenken könnten. So erkennen wir, dass alles auf die großen Gegebenheiten und feststehenden Vorrechte gegründet ist, die am Ende von Kapitel 2 erwähnt werden. Doch wir sehen auch das Verlangen, dass die Erlösten die gegenwärtige Kraft Gottes ohne irgendwelche Begrenzungen erkennen möchten, die zu ihrer geistlichen Freude in ihnen wirkt. Das geschieht durch die Macht des Heiligen Geistes, welcher uns Christus als den bestimmten und beständigen Gegenstand der Betrachtung für das Herz schenkt.

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