Betrachtung über das zweite Buch der Könige (Synopsis)

Kapitel 3-5

Betrachtung über das zweite Buch der Könige (Synopsis)

Kapitel 3-4

In dem folgenden Kapitel beginnt der historische Teil des Dienstes Elisas. Joram zieht in den Krieg, und obwohl er weniger böse ist als sein Vater, so achtet ihn der Prophet nicht mehr. Josaphat bedeutet ihm noch etwas, doch der Prophet sucht sich dem Einfluß des ganzen Schauplatzes zu entziehen. Dann verkündet er Segen und leitet die Beschlüsse der vereinigten Könige. Er ist ein Retter Israels. Er sorgt für die Bedürfnisse der Armen seines Volkes (Kap. 4) und errettet sie aus ihren Drangsalen. Er schenkt dem Begehren des Herzens den Glauben, der den Propheten anerkennt und aufnimmt, und er belebt den Toten wieder und verbindet somit das gebrochene Herz. Er ernährt die Söhne der Propheten während der Hungersnot und vermehrt das karge Maß des Brotes. Als der Tod der Speise beigemengt war, macht er den Schaden wieder gut, so daß sie ungestraft essen.

 

Kapitel 5

Elisa geht auch außerhalb der Grenzen Israels, indem er den Segen austeilt, dessen Werkzeug er ist; und als der König von Israel beim Kommen Naamans bestürzt ist, heilt Elisa den Aussatz dieses Mannes aus den Nationen, der dazu gebracht wird, Jehova, den Gott Israels, als den allein wahren Gott anzuerkennen. Der Herr Jesus weist auf die unumschränkte Gnade Gottes bei dieser Begebenheit hin, die die engen Grenzen Israels überschreitet und ihre Rechte nicht mehr anerkennt, sondern mit den Nationen nach dem Grundsatz der Auswahl handelt.

Wie es schon öfters bemerkt worden ist, waren die Mittel einfach und für das Fleisch und für den Stolz des Menschen demütigend, indem ihre Wirksamkeit in der vollen Erfassung des Todes wie auch in der vollen Unterwerfung des Herzens und des Glaubens unter den Tod lag, der für den Menschen Leben geworden ist und das, was ihn heilt und von der Sünde reinigt. Der Mann, der Elisa am nächsten war, wird eine Beute der Habgier und erleidet die schmerzlichen Folgen eines verhärteten Herzens, und das wovon der Mann aus den Nationen geheilt worden war, kommt unumstößlich über ihn. Solcherart ist die Stellung Israels, äußerlich näher bei Jehova, moralisch aber fern von Ihm.

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