Der Brief an die Römer

4. Durch Gnade stellt Gott Israel nach dem Versagen der Nationen wieder her: Kapitel 11

Der Brief an die Römer

4. Durch Gnade stellt Gott Israel nach dem Versagen der Nationen wieder her (Kapitel 11)

Das neunte Kapitel beweist, dass Gottes Handeln in souveräner Gnade vollkommen übereinstimmt mit den besonderen Verheißungen an Israel. Der Apostel hat in diesem Kapitel darüber hinaus gezeigt, dass die Erfüllung der Verheißungen von der Gnade Gottes abhängt.

Im zehnten Kapitel hat er darauf hingewiesen, dass Israel nicht nur das Gesetz gebrochen, sondern auch das Evangelium der Gnade Gottes verworfen hat. Das Ergebnis davon ist, dass sich Gott den Nationen zugewendet hat. Einstweilen hat Er das Volk Israel zur Seite gestellt, das gestrauchelt und gefallen ist.

Im elften Kapitel lernen wir nun, dass Israel zwar gestrauchelt und gefallen ist, als Volk aber nicht für immer verworfen worden ist. Zudem sehen wir, dass die Nationen, die Gott durch seine Gnade beschenkt hat, am Ende die Gnade Gottes verwerfen werden. Ihr Fall aus der Gnade wird dann zum Anlass für die segensreiche Wiederherstellung Israels.

Die Erwählung eines Überrestes aus Israel als großer Beweis, dass das Volk nicht verstoßen ist (Verse 1–6)

Der Apostel hat gezeigt, dass das Volk Israel das Gesetz gebrochen hat. Er hat zudem verdeutlicht, dass das Volk gemäß den Weissagungen die gute Botschaft der Gnade verworfen hat. Folglich sind sie als Volk gefallen. Dieser Fall und die darauf folgende Zerstreuung des Volkes lässt sofort die Frage aufkommen: „Hat Gott etwa sein Volk verstoßen?“ Der Einleitungsverse dieses Kapitels zeigen verschiedene Gründe, warum die Realität weit entfernt davon ist.

Der erste Gegenbeweis: Paulus (Vers 1)

„Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Geschlecht Abrahams, vom Stamm Benjamin.“ (Vers 1)

Erstens war der Apostel selbst ein Beweis, dass das Versagen des Volkes nicht notwendigerweise bedeutet, dass sie ewig und vollständig verstoßen sind. Denn zweifellos war Paulus der Geburt nach ein Israelit aus dem Samen Abrahams. Auch wenn es keinen größeren Feind des Evangeliums gegeben hatte als ihn selbst, wurde er zum Segen ausgewählt.

Gottes Wahl des Volkes und Elia als weitere Gegenbeweise (Verse 2–4)

„Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erkannt hat. Oder wisst ihr nicht, was die Schrift in der Geschichte Elias sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel: ‚Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten mir nach dem Leben.’ Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? ‚Ich habe mir übrig bleiben lassen siebentausend Mann, die ihr Knie nicht vor dem Baal gebeugt haben.’“ (Verse 2–4)

Zweitens wird Gott nicht ein Volk verstoßen, dessen Bosheit Ihm längst bekannt war, bevor Er sie als sein Volk erwählt hat.

Drittens zeigt der Apostel, dass in der dunkelsten Stunde der Geschichte des Volkes Israel Gott sich selbst einen Überrest reserviert hat. In den Tagen Elias verwarf das Volk die Botschaft Gottes, die Er durch seinen Propheten aussprechen ließ. Der Zustand des Volkes war so schlimm, dass der Prophet vor Gott sogar gegen Israel auftritt. Elia war so entmutigt, dass er wirklich dachte, nur er wäre darin übriggeblieben, vor Gott zu stehen. Es hat sogar den Anschein, dass er tatsächlich wünschte, dass Gott die Nation vollständig vernichtete. Er musste lernen, dass auch wenn der Zustand seines Volkes noch so schlimm war, Gott sich 7.000 unter ihnen bewahrt hatte, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt hatten.

Die Auswahl der Gnade als weiterer Gegenbeweis (Verse 5.6)

„So besteht nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade. Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.“ (Verse 5.6)

Viertens zeigt der Apostel, dass dies nicht nur für die Tage Elias galt. Auch wenn in der gegenwärtigen Zeit das Volk als Ganzes zerstreut ist, weil sie Christus verworfen hat, so hat Gott noch immer „einen Überrest nach Auswahl der Gnade“. Und wenn es Gnade ist, „so nicht mehr aus Werken“. Auf der Grundlage von Werken waren sie vollständig zusammengebrochen und waren verworfen worden. Auf der Grundlage der Gnade aber hat sich Gott einen Überrest bewahrt, in dem das Volk wiederhergestellt werden wird.

Während ein Überrest Israels erwählt wurde, steht das Volk unter Gericht als Blinde (Verse 7–10)

„Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auserwählten haben es erlangt, die Übrigen aber sind verhärtet worden, wie geschrieben steht: ‚Gott hat ihnen einen Geist der Betäubung gegeben, Augen, dass sie nicht sehen, und Ohren, dass sie nicht hören, bis auf en heutigen Tag.’ Und David sagt: ‚Ihr Tisch werde ihnen zur Schlinge und zum Fangnetz und zum Anstoß und zur Vergeltung! Verfinstert seien ihre Augen, dass sie nicht sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!’“ (Verse 7–10).

Israel hat Christus verworfen und die Gnade Gottes, die der Heilige Geist durch seine Knechte verkündigen lässt. Daraufhin ist das Volk in einen Zustand geistlicher Blindheit gefallen, wie der Prophet Jesaja vorhergesagt hat. Da sie Christus bewusst verworfen haben, können sie nicht länger erkennen, was sie nötig haben, noch die Gnade Gottes, die ihr Bedürfnis beantwortet.

Zudem hat David geweissagt, dass gerade ihre Vorrechte zu einer Schlinge für sie würden. Die Juden rühmten sich ihrer äußerlichen Vorrechte und verachteten die Gnade Gottes. Daher wurden ihre Augen verdunkelt, dass sie die Güte Gottes nicht sehen können. Zugleich muss sich ihr Rücken der Knechtschaft ihrer Feinde beugen.

Der Fall Israels öffnet die Tür des Segens für die Nationen (Verse 11–15)

„Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen. Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt ist und ihr Verlust der Reichtum der Nationen, wie viel mehr ihre Vollzahl! Euch aber, den Nationen, sage ich: Insofern ich nun der Apostel der Nationen bin, ehre ich meinen Dienst, ob ich auf irgendeine Weise sie, die mein Fleisch sind, zur Eifersucht reizen und einige von ihnen erretten möge. Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anderes sein als Leben aus den Toten?“ (Verse 11–15)

Wenn nun Israel seinen Messias verworfen hat und durch den Stein des Anstoßes zu Fall gekommen ist: Sollten sie fallen? „Das sei ferne!“. Denn Gott hat Absichten des Segens für das Volk, die in Zukunft auch wirklich ausgeführt werden. In der Zwischenzeit nutzt Gott ihren Fall zum Anlass, um den Nationen die Errettung verkünden zu lassen. Wenn Gott den Heiden diese Rettung offenbart, will Gott damit nicht nur die Heiden segnen. Er will durch ihren Segen zugleich Israel zur Eifersucht reizen, damit sie zu Gott umkehren.

Wenn der Fall Israels aber zum Segen der heidnischen Welt führt, wie viel mehr wird die Fülle des Segens Israels Segen für die ganze Welt hervorbringen. Wenn das Verwerfen des Volkes dazu führt, dass das Evangelium der Versöhnung in die ganze Welt ausgeht, dann wird ihre segensreiche Wiederannahme als Volk Leben für die Welt bedeuten. All die Weissagungen des Segens des 1.000-jährigen Reiches für eine Welt, die unter dem Gerichtsurteil Gottes steht, setzen die Wiederherstellung Israels als Zentrum des Segens der Welt voraus.

Der Fall der Nationen öffnet den Weg der Wiederherstellung Israels (Verse 16–29)

Der Eingepfropfte hat keinen Grund, sich gegen die natürlichen Zweige zu rühmen (Verse 16–19)

„Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch die Masse; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige. Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen worden sind, du aber, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht gegen die Zweige. Wenn du dich aber gegen sie rühmst – du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. Du wirst nun sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, da mit ich eingepfropft würde.“ (Verse 16–19)

Der gottesfürchtige Überrest Israels in der heutigen Zeit ist die Erstlingsfrucht des wiederhergestellten Volkes. Wenn die Erstlingsfrucht heilig ist, dann auch die Masse – das Volk als Ganzes. Wenn die Wurzel des Baums heilig ist, so auch die Zweige. Israel wird hier mit einem Ölbaum verglichen, der gepflanzt worden ist, um Frucht hervorzubringen. Abraham war die Wurzel, der eine, dem die Verheißungen irdischen Segens gemacht worden sind. Die ungläubigen Juden mochten sich ihrer Beziehung zu dem Baum der Verheißung rühmen. Aber sie stellen tote Zweige dar. Als solche sind sie ausgebrochen worden.

Wir haben jedoch gesehen, dass die Verwerfung Israels der Anlass geworden ist, Segen zu den Nationen zu bringen. Das Abbrechen der natürlichen Zweige wurde zur Gelegenheit, Zweige eines wilden Ölbaums einzupfropfen. Gott wollte, dass auch die Nationen teilhätten an den irdischen Segnungen, die mit der Wurzel verbunden sind.

Dennoch warnt der Apostel die Heiden davor, sich gegen die Juden zu rühmen. Denn der Segen, in den der Heide eintritt, hat seine Wurzel in Abraham, dem Vater aller, die glauben. Die Zweige, die in den Baum eingepfropft worden sind, können sich daher nicht gegen die natürlichen Zweige rühmen, weil einige von diesen ausgebrochen worden sind.

Warnung an die Nationen (Verse 20.21)

„Recht; sie sind ausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Gauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich; denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat – dass er auch dich etwas nicht verschonen werde.“ (Verse 20.21)

Der Christ aus den Nationen sollte sich also vorsehen. Wegen des Unglaubens wurde Israels ausgebrochen. Daher war es das Mittel des Glaubens an Gott, durch den der Heide diesen Segen geschenkt bekommen hat. Glaube ist alles im Blick auf Gott. Daher sollte sich der Christ aus den Nationen hüten vor Hochmut, der etwas aus sich selbst macht, damit er nicht selbst in den Unglauben abgleitet. Wenn Gott die natürlichen Zweige wegen ihres Unglaubens nicht verschont hat, können wir sicher sein, dass Er auch die Nationen nicht verschonen wird, wenn sie in Unglauben abgleiten.

Die Blindheit Israels endet mit der Vollzahl der Nationen (Verse 22–25)

„Sieh nun die Güte und die Strenge Gottes: gegen die, die gefallen sind, Strenge; gegen dich aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du ausgeschnitten werden. Auch jene aber, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum ausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden diese, die natürlichen Zweige, in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden! Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: dass Israel zum Teil Verhärtung widerfahren ist, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen ist.“ (Verse 22–25)

So sehen wir im Handeln Gottes mit Israel und den Nationen die Güte und Strenge Gottes. Gott war in Strenge gegenüber dem ungläubigen Israel tätig geworden. Er hatte in Güte mit den Nationen gehandelt. Aber seine Güte wird für die Nationen ein Ende haben, wenn sie in Unglauben fallen. Und Gottes Strenge kann im Blick auf Israel aufhören, wenn sie Buße tun, was ihren Unglauben betrifft. Dann wird der Fall der Nationen der Anlass für die Wiederherstellung Israels werden.

Wenn wilde Ölzweige in den Ölbaum eingepfropft werden können, so kann das erst recht mit natürlichen Zweigen passieren. Genau das wird geschehen, denn die Blindheit, die über Israel gekommen ist, ist nur eine teilweise Blindheit. Das Volk ist nicht erblindet, um nie mehr sehen zu können. Es ist nicht gefallen, um nie wiederhergestellt zu werden. Es ist nicht verstoßen worden, um nie wieder angenommen zu werden. Die Zeit seiner Verwerfung wird enden, wenn die Vollzahl der Nationen in den Segen hineingeführt worden ist.

Ganz Israel wird gerettet werden (Verse 26.27)

„Und so wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: ‚Aus Zion wird der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.’“ (Verse 26.27)

So ist die Zeit gekommen, dass Israel als ein Ganzes von seinen Feinden gerettet werden wird. Die Zeit ihre Befreiung setzt dabei das Kommen Christi aus Zion als Befreier voraus. Dann wird das Volk von ihren Gottlosigkeiten umkehren und Gott wird ihre Sünden wegnehmen.

Feinde – und doch Geliebte (Verse 28.29)

„Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde, um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte, um der Väter willen. Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.“ (Verse 28.29)

Was das Evangelium betrifft, sind die Juden heute Feinde, so dass die Nationen gesegnet werden. Aber wie sehr sie auch versagt haben mögen, sind und bleiben sie noch immer eine auserwählte Nation, geliebt um der Väter willen. Diesen wurden die Verheißungen gemacht. Und die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.

Das Versagen von Jude und Heide schließt die gesamte Welt ab und wirft sie auf die Barmherzigkeit Gottes (Verse 30–32)

„Denn wie ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber unter die Begnadigung gekommen seid durch deren Unglauben, so haben auch jetzt diese an eure Begnadigung nicht geglaubt, damit auch sie unter die Begnadigung kommen. Denn Gott hat alle zusammen in den Unglauben eingeschlossen, um alle zu begnadigen.“ (Verse 30–32)

Der Weg, auf dem Gott seine Gnadengaben schenkt und seine Berufung verwirklicht, ist dieser: Er benutzt den Unglauben des Menschen, um seine Barmherzigkeit zu schenken. Er schließt alle im Unglauben ein, um Barmherzigkeit über sie ausgießen zu können. So wird die große Wahrheit vermittelt, dass wir jeden Segen der souveränen Gnade Gottes verdanken.

Die Doxologie, welche den Reichtum und die Weisheit Gottes feiert (Verse 33–36)

„O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unergründlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm zuvor gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“ (Verse 33–36)

Paulus hat den souveränen, segensreichen Ratschluss Gottes herausgearbeitet, der nicht nur trotz sondern auch wegen des Versagens des Menschen verwirklicht werden konnte. Angesichts dieses Ratschlusses können wir nur einstimmen: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes!“ Sowohl die Gerichte Gottes im Blick auf das Versagen des Menschen als auch seine Wege, durch die Er seine Ratschlüsse zum Segen des Menschen ausführt, offenbaren, dass es Tiefen der Reichtümer in seiner Weisheit und Erkenntnis gibt, die unerforschlich sind. Sie übersteigen den Erfindungsreichtum des Menschen. Wenn sie auch nur in einem gewissen Maß gekannt werden sollen, kann dies nur durch Offenbarung geschehen und dadurch, dass Gott seinen Ratschluss in praktischer Weise im Gericht und in seinen Wegen ausführt.

Alle Weisheit Gottes und Erkenntnis hat ihre Quelle in Ihm. Niemand war sein Ratgeber. Jeder Segen für das Universum hat seine Quelle in Gott – er ist „von Ihm“. Alles ist „durch Ihn“ bewirkt worden. Und alles ist „für Ihn“, zu seiner Verherrlichung. Daher schließt der Apostel mit: „Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“

Anhang

Um die Belehrung dieses Kapitels zu verstehen ist es wichtig zu sehen, dass die Versammlung nicht Gegenstand der Belehrung ist. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit Gottes Wegen mit Israel und den Nationen. Die Versammlung besteht aus Gläubigen, die aus Israel und den Nationen herausgenommen wurden. Sie hat daher nichts mit Juden oder Heiden als solchen zu tun. Die Segnungen der Versammlung sind himmlischer Natur. Die Segnungen Israels und der Nationen dagegen irdischer Art.

Schwierigkeiten kommen auf, wenn wir nicht sehen, dass Gott getrennt von seiner Berufung der Versammlung Wege mit Israel und den Nationen hat. Zudem ist es gut zu erkennen, dass wir in den Zeiten der Nationen leben. Das ist eine Periode, während der Israel als Volk zur Seite gestellt und die Regierung der Welt den Heiden übertragen worden ist. In dieser Regierung haben die Nationen versagt und die Macht, die Gott ihnen übertragen hat, dazu benutzt, ohne Gott zu regieren. Heute sehen wir die Nationen, wie sie alle Gottesfurcht von sich werfen. Das Ergebnis ist, dass auch sie selbst zur Seite gestellt werden, so dass Israel wiederhergestellt werden kann zu dem Platz der Vorrangstellung in der Regierung der Welt.

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