Botschafter des Heils in Christo 1857

Der Blinde, der bettelnd am Weg sitzt

Was für ein treffendes Bild von dem Menschen ist dieser Blinde, welcher bettelnd am Weg sitzt! Er ist ein Bild von solchen, die „verfinstert am Verstand“ (Eph 4,18) und am Herzen (Röm 1,21) und an dem Sinn (2. Kor 4,4) sind. Krone und Reichtümer verloren, sitzt er da, ein unglückseliger Sträfling aus Eden, arm am Weg.

Wohl ihm! Wenn er, wie Bartimäus, den Herrn bei seinem rechten Namen um Erbarmen anruft, und, weil er blind ist, nicht mit dem Pharisäer sagt, dass er sehend sei, und deswegen in seinen Sünden bleibt, oder wie später Laodizäa: „Ich bin reich und habe reichlich und bedarf nichts“ (Off 3,17).

Wohl ihm! Wenn er, wie Bartimäus, sich nicht durch Hindernisse, woher sie auch kommen mögen, von Jesus abhalten lässt, und von Ihm sehend, ja von Finsternis zum Licht in dem Herrn gemacht wird (Eph 5,8; Off 21,24) und Ihm dann auf dem Pfad des Leidens zur ewigen Herrlichkeit folgt (Off 3,4; Off 14,4).

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