Betrachtung über 1.Petrus (Synopsis)

Kapitel 2

Betrachtung über 1.Petrus (Synopsis)

Auf diese Weise gereinigt und durch das Wort Gottes wiedergeboren, sollten die Gläubigen alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden ablegen und wie neugeborene Kindlein begierig sein nach der vernünftigen Milch, um dadurch zu wachsen; denn wie das Wort der Same des Lebens ist, so ist es auch die Milch des Kindes, und wir haben es aufzunehmen wie junge Kindlein, in aller Einfalt, wenn wir wirklich geschmeckt haben, dass der Herr gütig und voller Gnade ist. Es ist nicht der Sinai (wo Gott der Herr Sein Gesetz aus dem Feuer heraus verkündigte, so dass die Hörer wünschten, Seine Stimme nicht mehr zu hören), wohin ich gekommen bin, oder von wo aus der Herr zu mir redet. Wenn ich geschmeckt und verstanden habe, dass der Herr in Gnade handelt, dass Er Liebe gegen mich ist, und dass Sein Wort der Ausdruck dieser Gnade ist, wie es auch das Leben mitteilt, so werde ich wünschen, mich von dieser vernünftigen Milch zu nähren, die der Gläubige nach dem Maße seiner Einfalt genießt; ich werde wünschen, mich von diesem guten Wort zu nähren, das mir nichts als Gnade und den Gott verkündigt, dessen ich bedarf, da Er nur Gnade, voll von Gnade und in Gnade wirksam ist und Sich nur im Worte in diesem Charakter offenbart - in einem Charakter, den Er rücksichtlich meiner nie verleugnen kann, indem Er mich zu einem Teilhaber Seiner Heiligkeit macht.

Ich kenne jetzt den Herrn Selbst, ich habe geschmeckt was Er ist. Doch auch dies steht im Gegensatz zu der gesetzlichen Stellung der Juden, obgleich es die Erfüllung von dem ist, was die Psalmen und die Propheten gesagt haben; nur hat die Auferstehung außerdem noch eine himmlische Hoffnung klar enthüllt. Die Gläubigen selbst bildeten jetzt das geistliche Haus, das heilige Priestertum. Sie waren gekommen zu dem lebendigen Steine, der von Menschen zwar verworfen, vor Gott aber auserwählt, kostbar war, und sie waren als lebendige Steine auf Ihn aufgebaut. Der Apostel liebt dieses Wort „lebendig“. Ihm hatte der Vater geoffenbart, dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes war. Kein anderer als er hatte Ihn bis dahin so bekannt, und der Herr hatte ihm gesagt, dass Er auf diesen Felsen (d. h. auf die Person des Sohnes Gottes in der Kraft des Lebens, geoffenbart in der Auferstehung, wo Er als solcher erwiesen wurde), Seine Versammlung bauen werde. Petrus nahm durch seinen Glauben teil an der Natur dieses lebendigen Felsens, und hier (V. 5) dehnt er diesen Charakter auf alle Gläubigen aus und zeigt das heilige Haus, welches auf den lebendigen Stein gebaut ist, den Gott Selbst als den auserwählten und kostbaren Eckstein gelegt hatte. Wer an Ihn glaubte, sollte nicht zu schanden werden! 1

Doch nicht nur in den Augen Gottes ist dieser Stein kostbar, sondern auch in den Augen des Glaubens; er sieht, so schwach die Gläubigen auch sein mögen, wie Gott sieht. Für die Ungläubigen ist dieser Stein ein Stein des Anstoßes und des Ärgernisses; da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Worte, wozu sie auch gesetzt worden sind (V. 6-8). Der Apostel sagt nicht, dass sie zur Sünde oder zur Verdammnis gesetzt seien; aber diese ungläubigen und ungehorsamen Sünder, das jüdische Volk, - diese seit langer Zeit widerspenstige und beständig wider Gott sich erhebende Nation - waren dazu bestimmt, in dem gnadenreichen Herrn Selbst einen Stein des Anstoßes zu finden und über das zu straucheln und zu fallen, was für den Glauben der kostbare Stein des Heils ist. Zu diesem besonderen Fall war ihr Unglaube bestimmt.

Die Gläubigen dagegen traten in den Genuss der Israel gegebenen Verheißungen ein, und zwar in der herrlichsten Weise. Die Gnade, ja, gerade die Treue Gottes, hatte die Erfüllung der Verheißung herbeigeführt in der Person Jesu, dem Diener der Beschneidung um der Wahrheit Gottes willen, um die den Vätern gegebenen Verheißungen zu erfüllen. Und obwohl die Nation Ihn verworfen hatte, wollte Gott dennoch denen die verheißene Segnung nicht entziehen, die sich, trotz dieser Schwierigkeit für den Glauben und das Herz, dem Glaubensgehorsam unterwarfen und Dem anschlossen, welcher „der vom Volke Verachtete“ war. Sie konnten die Segnung Israels nicht mit der Nation auf der Erde genießen, weil diese den Herrn verworfen hatte, aber sie waren vollständig in die Beziehungen eines von Gott angenommenen Volkes eingeführt. Der himmlische Charakter, den die Segnung jetzt annahm, machte ihre Annahme der Verheißung gemäß nicht ungültig, nur traten sie jetzt aus Gnade in den Genuss jener Segnung ein. Denn die Nation als solche hatte sie verloren, sowohl durch ihren früheren Ungehorsam als auch jetzt durch die Verwerfung Dessen, der in Gnade gekommen war, um sie der Erfüllung der Verheißung teilhaftig zu machen.

Der Apostel wendet daher den Namen „heilige Nation“ auf den auserwählten Überrest an, indem er ihm die Titel gibt, welche Gott im 19. Kapitel des 2. Buches Mose Israel unter der Bedingung des Gehorsams verlieh; hier aber in Verbindung mit dem Messias, indem ihr Genuss dieser Titel auf Seinen Gehorsam und auf die Rechte, die sie durch ihren Glauben an Ihn erlangt hatten, gegründet war. Aus diesem Grunde - dass nämlich die Vorrechte des gläubigen Überrestes auf den Messias gegründet sind - geht der Apostel noch weiter und wendet auf diesen Überrest die Aussprüche des Propheten Hosea an, die sich auf Israel und Juda beziehen, wenn diese in der Fülle der Segnung in den letzten Tagen wiederhergestellt sind und die Beziehungen zu Gott genießen werden, in welche die Gnade sie zu jener Zeit einführen wird.

„Ihr seid“, sagt Petrus, „ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum.“ Es sind beinahe dieselben Worte wie in 2. Mose 19. Dann fährt er fort: „Die ihr einst nicht ein Volk waret, jetzt aber ein Volk Gottes seid, die ihr nicht Barmherzigkeit empfangen hattet, jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt.“ Das sind die Worte von Hosea 2,23. Das Ganze zeigt uns in überaus fesselnder Weise den Grundsatz, auf welchem die Segnung beruht. Nach 2. Mose 19 sollte das Volk diese Segnung empfangen, wenn es der Stimme Gottes fleißig gehorchen würde. Aber Israel hat nicht gehorcht, es ist widerspenstig und hartnäckig gewesen, ist fremden Göttern nachgegangen und hat das Zeugnis des Geistes verworfen. Doch nach ihrer Untreue hat Gott Selbst einen Stein in Zion gelegt, einen Eckstein, und wer an Ihn glaubte, sollte nicht zuschanden werden. Das ist Gnade. Als Israel in jeder Beziehung gefehlt und auf dem Boden des Gehorsams alles verloren hatte, gab Gott ihm in Gnade durch Jesum das, was ihm im Anfang unter der Bedingung des Gehorsams verheißen worden war. Auf diese Weise war für sie alles sichergestellt.

Die Frage des Gehorsams wurde - auf den Ungehorsam Israels hin - durch Gnade und durch den Gehorsam Christi, der von Gott in Zion gelegten Grundlage, gelöst. Aber dieser Grundsatz von einer die Sünden überströmenden Gnade, durch welchen es sich erwiesen hat, dass der Ungehorsam die Absichten Gottes nicht zu vereiteln vermochte (denn die Gnade kam erst nach Vollendung des Ungehorsams) - dieser herrliche und für den überführten Sünder so tröstliche Grundsatz wird in treffender Weise durch die Anführung aus dem Propheten Hosea bestätigt. In dieser Stelle wird Israel nicht nur als schuldig, sondern auch als schon unter dem Gericht stehend vorgestellt. Gott hatte, im Blick auf Seine Geduld mit den zehn Stämmen, erklärt, dass Er Sich fortan nicht mehr erbarmen werde und dass Israel nicht mehr Sein Volk sei - eine Erklärung, die in Seinem Gericht über das untreue Juda ihre Erfüllung fand. Nach der Ausführung des Gerichts aber kommt Gott auf Seine unwiderruflichen Gnadenabsichten zurück, nimmt Israel wie ein verlassenes Weib wieder an und gibt ihm das Tal Achor „zu einer Tür der Hoffnung“ - jenes Trübsalstal, in welchem durch die Steinigung Achans das erste Gericht über das untreue Israel nach seinem Eintritt ins gelobte Land ausgeübt worden war. Das Gericht ist in Gnade verwandelt, und Gott beginnt ganz von neuem auf einem neuen Boden. Es ist, als ob Israel noch einmal aus Ägypten zöge, aber auf einem ganz neuen Grundsatz. Jehova verlobt Sich Israel auf ewig „in Gerechtigkeit und in Gericht und in Güte und in Barmherzigkeit“, und alles ist Segnung. Dann nennt Er es „Ruchama“, d. h. die Begnadigte, und „Ammi“, d. h. mein Volk. Dieser Ausdrücke bedient sich dann der Apostel, indem er sie auf den Überrest anwendet, der an Jesum glaubte, an Ihn, den Stein des Anstoßes für die Nation, aber den Eckstein von Seiten Gottes für den Gläubigen. Auf diese Weise ist die Bedingung beseitigt, und anstelle einer Bedingung haben wir die Segnung nach dem Ungehorsam und nach dem Gericht die volle und gewisse Gnade Gottes, gegründet (in ihrer Anwendung auf die Gläubigen) auf die Person, den Gehorsam und das Werk Christi.

Es ist rührend, den Ausdruck dieser Gnade in dem Worte „Achor“ zu entdecken. Dieser Name erinnert, wie bereits bemerkt, an das erste Gericht über Israel in dem Lande der Verheißung, als das Volk auch durch den Bann entweiht war; und gerade hier ist es, wo Hoffnung geschenkt wird: so völlig wahr ist es, dass die Gnade über die Gerechtigkeit triumphiert! Und dies ist in der herrlichsten Weise in Christo geschehen. Gerade das Gericht Gottes wird in Ihm zur Tür der Hoffnung, nachdem Schuld und Gericht für immer vorüber sind.

Zwei Seiten des christlichen Lebens, insofern dieses die Offenbarung geistlicher Kraft ist, ergeben sich hieraus in dem zwiefachen Priestertum des Gläubigen, von denen das eine der gegenwärtigen Stellung Christi in der Höhe, das andere der einstigen Offenbarung Seiner Herrlichkeit auf der Erde entspricht. Es ist das Priestertum Aarons und Melchisedeks. Christus befindet Sich jetzt innerhalb des Vorhangs nach dem Vorbilde Aarons; später wird Er Priester auf Seinem Throne sein, und das wird die öffentliche Entfaltung Seiner Herrlichkeit auf der Erde bilden. Ebenso üben die Heiligen ein heiliges Priestertum aus (V. 5), um geistliche Opfer des Lobes und der Danksagung darzubringen. Köstliches Vorrecht der Christen! Er ist so nahe wie möglich zu Gott gebracht. Er bringt Gott seine Opfer dar mit der Gewissheit, dass sie Ihm angenehm sind, da er sie durch Jesum Christum darbringt.

Dieser Teil des christlichen Lebens ist der erste, der erhabenste und wesentlichste, die Quelle des anderen, welcher der Ausdruck jenes Lebens hienieden ist. Er ist der erhabenste, weil wir in seiner Ausübung in unmittelbarer Verbindung mit dem göttlichen Gegenstand unserer Zuneigungen stehen. Jene geistlichen Opfer sind der durch die Wirkung des Heiligen Geistes hervorgebrachte Widerhall der Gnade, die wir genießen - das was das Herz bewegt durch die wunderbaren Gaben Gottes und durch die Liebe, die sie uns mitgeteilt hat, Gott zurückgibt. Das Herz strahlt alles, was ihm in Gnade geoffenbart worden ist, durch die Kraft des Heiligen Geistes wieder zurück, indem es den Urheber und Geber von allem anbetet, nach der Erkenntnis, die es auf diese Weise von Gott Selbst empfangen hat. Die Früchte des himmlischen Kanaan, an denen wir teilhaben, werden als Opfer Gott dargebracht; die Seele tritt ein in die Gegenwart Gottes, um Ihn zu loben und anzubeten.

Das ist das heilige Priestertum, entsprechend dem Vorbilde des Priestertums Aarons und des Tempels zu Jerusalem, in welchem Gott als in Seinem Hause wohnte.

Das zweite Priestertum, von dem der Apostel hier redet, hat den Zweck, die Tugenden Dessen zu verkündigen, der uns berufen hat aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht. Die Beschreibung, die uns Petrus von demselben macht, ist, wie wir gesehen haben, dem 19. Kapitel des 2. Buches Mose entnommen. Das Volk Gottes ist ein auserwähltes Geschlecht, eine heilige Nation, ein königliches Priestertum. (Ich erwähne das Priestertum Melchisedeks nur, um den Charakter eines königlichen Priestertums ans Licht zu stellen.) Gott hatte das jüdische Volk für Sich Selbst gebildet, damit es alle Seine Tugenden offenbare und Sein Lob verkündige. Dasselbe wird Christus in vollkommener Weise am Tage Seiner Herrlichkeit tun. Der Christ ist berufen, es jetzt in dieser Welt zu tun. Er soll Christum in dieser Welt darstellen. Das ist der zweite Teil des christlichen Lebens.

Das erste Kapitel unseres Briefes stellt also den Christen dar unter mancherlei Versuchungen, unter der kostbaren Prüfung des Glaubens, aber belebt durch Hoffnung. Das zweite Kapitel zeigt Ihn uns in Seinen Vorrechten, als einen heiligen und königlichen Priester, mittels des Glaubens.

Mit dem 11. Verse des zweiten Kapitels beginnt der Apostel seine Ermahnungen. Wie groß auch die Vorrechte des Christen in seiner Stellung sein mögen, er wird doch immer als ein Pilger auf Erden betrachtet, und daher ist, wie wir schon gesehen haben, die unveränderliche Regierung Gottes der Gegenstand, der vor dem Geiste des Apostels steht. Zunächst jedoch warnt er die Gläubigen hinsichtlich dessen, was innerlich ist, vor den unreinen Quellen, aus denen das Verderben entspringt, welches auf dem Schauplatz dieser Regierung den Namen Gottes verunehren und selbst das Gericht herbeiführen würde.

Der Wandel des Christen unter den Nationen sollte ehrbar sein. Sie trugen den Namen Gottes, auf welchen der diesem Namen feindliche Geist der Menschen Schande zu bringen suchte, indem sie den Christen ein schlechtes Betragen vorwarfen, ein Betragen, das sie selbst ohne Gewissensbisse beobachteten, während sie sich zugleich beklagten, dass die Christen nicht „mitliefen zu demselben Treiben der Ausschweifung der Schwelgerei“ (1.Pet 4,4). Die Christen hatten nur den Pfad der Treue gegen Gott einzuhalten, damit an dem Tage der Heimsuchung der Menschen durch Gott die Verleumder (nachdem ihr Wille durch diese Heimsuchung gebrochen und ihr Stolz gedemütigt ist) durch die guten Werke, die trotz ihrer Schmähungen immer ihr Gewissen erreicht hatten, zu dem Bekenntnis gebracht würden, dass Gott in den Christen gewirkt hatte und in ihrer Mitte gewesen war.

Nach dieser kurzen, aber wichtigen allgemeinen Ermahnung an die Gläubigen beschäftigt sich der Apostel mit dem Wandel des Christen denen gegenüber, welche ihn in einer Welt umgeben, wo Gott einerseits über alles wacht und andererseits zugibt, dass die Seinigen leiden, sei es um der Gerechtigkeit oder um des Namens Christi willen, wo sie aber niemals wegen Übeltuns leiden sollten. Der Pfad des Christen ist also klar vorgezeichnet. Er unterwirft sich den menschlichen Ordnungen und Einrichtungen um des Herrn willen; er erweist allen Menschen Ehre, und zwar einem jeden in einer besonderen Stellung, so dass ihm niemand etwas vorzuwerfen hat. Seinen Herren, selbst wenn sie böse sind, ist er unterworfen, er erträgt das Unrecht, das sie ihm zufügen; wäre er nur den gütigen und milden Herren unterworfen, so gäbe es zwischen ihm und einem weltlichen Knechte keinen Unterschied. Aber wenn ein Christ Gutes tut und leidet und in diesem Leiden geduldig ausharrt, das ist angenehm vor Gott; das ist Gnade. So handelte Christus, und wir sind berufen, dasselbe zu tun. Christus litt in dieser Weise, aber niemals schalt und bedrohte Er diejenigen, die Ihn quälten, sondern Er übergab Sich Dem, der recht richtet. Ihm gehören wir an. Er hat für unsere Sünden gelitten, damit wir, von ihnen befreit, Gott leben. Jene Christen aus den Juden, an die Petrus schreibt, waren einst wie Schafe gewesen, die umherirren 2; jetzt aber waren sie zu dem Hirten und Aufseher ihrer Seelen zurückgekehrt. Wie deutlich zeigen diese Ermahnungen, dass der Christ nicht von dieser Welt ist, sondern seinen eigenen Pfad durch sie zu gehen hat! Doch dieser Pfad ist der Weg des Friedens in ihr.

Fußnoten

  • 1 Nur an dieser Stelle berührt Petrus die Lehre von der Kirche, und zwar unter dem Charakter eines Gebäudes, nicht eines Leibes oder einer Braut. Er spricht von dem, was Christus baut, nicht von dem, was mit Ihm vereinigt ist. In Epheser 2, 20. 21 stellt uns Paulus die Kirche ebenso dar. So betrachtet, ist sie das Werk Christi (obwohl es auf der Erde vor sich geht), und zwar ein fortdauerndes Werk; es wird kein menschliches Werkzeug erwähnt. „Ich will bauen“, sagt Christus; der Bau wächst, sagt Paulus; lebendige Steine kommen, sagt Petrus. Dies darf nicht mit dem Bauwerk, an welchem Menschen Holz, Heu und Stroh bauen können, vermengt werden, als ob beides dasselbe wäre, wenngleich die äußere, von Gott gut errichtete Sache, sobald sie der Verantwortlichkeit des Menschen überlassen war, wie immer von diesem verdorben wurde. Einzelne Personen werden durch die Gnade aufgebaut, und das Haus wächst zu einem heiligen Tempel. Alles das steht in Beziehung zu Matthäus 16. Die Verantwortlichkeit des menschlichen Dienstes in dieser Hinsicht finden wir in 1. Korinther 3, und in Übereinstimmung damit wird die Versammlung dort von einem ganz anderen Gesichtspunkt aus betrachtet. Der Leib ist eine ganz andere Sache, über die uns Epheser 1 - 4; 1.Korinther 12 und andere Stellen Belehrung geben.
  • 2 Ich denke, dass der Apostel hiermit auf den letzten Vers des 119. Psalms anspielt. Er stellt die christlichen Juden auf den Boden des gesegneten Überrestes; nur macht er es zu einer Seelen-Errettung.
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