Betrachtung über den Propheten Micha (Synopsis)

Kapitel 6

Betrachtung über den Propheten Micha (Synopsis)

Nachdem der Geist somit die Gnadenratschlüsse Gottes auseinandergesetzt hat, beschäftigt Er sich wiederum damit, Israel seinen Zustand und sein Betragen vorzuhalten, wobei Er die ganze Erde auffordert, seinen Rechtsstreit mit anzuhören; denn der HERR hatte einen Rechtsstreit mit seinem Volk. Er wendet sich in rührender Weise an ihre Herzen und Gewissen und fragt sie, was sie wohl gegen Ihn haben könnten. Er hatte sie aus Ägypten erlöst, hatte sie durch die Hand Moses, Aarons und Mirjams geleitet; Er hatte sich geweigert, Balak und Bileam Gehör zu schenken, die alles, was in ihren Kräften stand, getan hatten, um Israel zu verfluchen. Wenn sie nur nachdenken wollten, so mussten sie seine Treue erkennen. Darauf stellt Er ihnen die Schlechtigkeit, die allgemein unter ihnen herrschte, im einzelnen vor Augen und zeigt den Gegensatz, der zwischen ihren Zeremonien und praktischer Gerechtigkeit bestand. Die Folge ist, dass das Gericht sie sicher treffen muss (V. 13 – 16). Die Weisheit würde jedoch das Gericht als die Zuchtrute des HERRN erkennen und den Namen des HERRN darin sehen, – eine Grundwahrheit, die ebenso köstlich wie von hoher Wichtigkeit ist. Sie trugen die Schmach seines Volkes.

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