Mose, Das vierte Buch – Bibel-Lexikon

Dieses Bibelbuch trägt auch die Bezeichnung „Numeri”, weil dort zweimal von einer Zählung der Israeliten berichtet wird, nämlich in 4. Mose 1 und 26. Es kann in vier Teilen zusammengefasst werden.

  1. Die Anordnungen für den Aufbruch des Volkes vom Sinai: 4. Mose 1 - 9.
  2. Die Reise vom Sinai bis zu den Grenzen Kanaans: 4. Mose 10 - 14.
  3. Gesetze und einige Ereignisse während der 38jährigen eigentlichen Wüstenwanderung: 4. Mose 15 - 19.
  4. Die Ereignisse des letzten Jahres mit einer Auflistung aller Lagerplätze ab Ägypten: 4. Mose 20 - 36.

Als Ganzes lässt sich das Buch gut damit zusammenfassen, dass es den Dienst und den Wandel des Volkes sowie ihre Versuchungen und Erprobungen unter Verantwortung wiedergibt, was ein Vorbild auf den geistlichen Dienst und Wandel der Christen darstellt, die sich heute in der Wüste befinden. Im Hebräischen lautet der Titel dieses Buches „In der Wüste".

Kapitel 1 und 2

Das Buch beginnt mit der Zählung des Volkes, worauf die Anordnung der Stämme um die Stiftshütte herum folgt. Jeder Stamm hatte einen individuellen Platz und eine bestimmte Bedeutung vor dem Herrn, was bildlich davon spricht, dass Gottes Heilige in Bezug auf sein Zeugnis anerkannt werden und ihnen dementsprechend ihr Platz im Volk Gottes zugewiesen wird. Es gab zwölf Stämme außer den Leviten, die für den Dienst am Zelt der Zusammenkunft bestimmt waren und um den Vorhof herum lagern würden. Alle nahmen wie vorgesehen ihren Platz ein und jeder sollte sein Zelt nahe dem Banner aufschlagen, zu welchem er gehörte. Siehe Lager.

Kapitel 3

Die Leviten sollten Gott anstelle der Erstgeborenen gegeben werden, welche Gott sich zum Eigentum machte, als er die Erstgeburt der Ägypter tötete. Da die Zahl der Erstgeborenen die der Leviten überstieg, wurde der Rest von ihnen gelöst - ein Bild der Gläubigen, die von Gott gänzlich als seine Erstgeborenen und Erlösten beansprucht werden und Aaron (das ist Christus) gegeben werden, um im Haus Gottes zu dienen, über das er als Herr gesetzt ist. Die Leviten wurden nach ihren Familien angeordnet und der Dienst eines jeden wurde endgültig zugewiesen. Der Diener hat stets seinen bestimmten Dienst von Gott, den er in Verantwortung gegenüber dem Herrn ausüben soll. Es ist ihm keineswegs überlassen, seinen Dienst selbst auszuwählen.

Kapitel 4

Kapitel 4 gibt Anweisungen bezüglich des Umzugs der Stiftshütte und der Sorgfalt, die dabei angewandt werden sollte. Auf der Reise sollten die geheiligten Dinge der Stiftshütte im Allgemeinen mit Fellen bedeckt werden, um sie vor Verunreinigung zu schützen. Unter den Fellen befand sich ein Tuch aus blauem Purpur, das im Vorbild von dem himmlischen Charakter der Versammlung als dem Gefäß des Zeugnisses Christi in der Wüste in Absonderung vom Bösen spricht. Der kupferne Altar wurde mit einem Tuch aus rotem Purpur und der Tisch der Schaubrote mit einem Tuch aus Karmesin (Israels Herrlichkeit) bedeckt. Nur die Bundeslade hatte ein Tuch aus blauem Purpur als äußere Bedeckung, was bildlich auf Christus in seiner himmlischen Herrlichkeit hinweist.

Kapitel 5

In Kapitel 5 werden Gesetze gegeben, welche die Entfernung aller Aussätzigen etc. aus dem Lager, die Wiederherstellung in allen Fällen von Übertretung und die Behandlung eines Falles von Eifersucht betreffen (Dieser Fall trat später im Blick auf ganz Israel ein, da es in seinen Beziehungen zu dem HERRN untreu wurde.).

Kapitel 6

Das Gesetz des Nasiräers. Diese besondere Absonderung für den HERRN wird gefolgt von Anweisungen für Aaron und seine Söhne in Bezug auf die Art und Weise, wie sie das Volk segnen sollten. Dabei werden die Worte angegeben, die sie verwenden sollten, was mit dem Satz endet: „Und so sollen sie meinen Namen auf die Kinder Israel legen, und ich werde sie segnen." Wenn überall Untreue vorhanden ist, kann jedwedes Zeugnis von der Stellung des Volkes Gottes nur durch auserwählte Gefäße aufrechterhalten werden, die sich in völliger Absonderung für Gott von natürlichen Interessen, Annehmlichkeiten des Lebens und menschlichen Quellen der Freude befinden. So sieht das Zeugnis Gottes zu einer solchen Zeit aus. Simson, Samuel etc. sind Beispiele dafür.

Kapitel 7

Hier werden die Opfer der Fürsten zur Einweihung der Stiftshütte und des Altars angegeben, wobei jeder Stamm seinen festgesetzten Tag hatte. Wenn Mose in die Stiftshütte hineinging, hörte er „die Stimme zu ihm reden vom Deckel herab, der auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen den beiden Cherubim hervor" (4. Mo 7,89; vgl. 2. Mo 29,42). Er hatte Zugang zum Sühndeckel und empfing von dort Wegweisung, während der Ort des Nahens für das Volk der kupferne Altar war.

Kapitel 8 und 9

Es werden Vorschriften in Bezug auf das Anzünden der Lampen gegeben. (Das Licht der Herrlichkeit des HERRN befand sich in Israel. Jesaja 60,1 zeigt, dass dies im 1000jährigen Reich wieder der Fall sein wird.) Die Darbringung der Leviten als ein Opfer (vgl. Rö 15,16) sowie die Zeit und Dauer ihres Dienstes werden festgelegt. Bevor Israel zu seiner Reise vom Sinai aufbrach, sollten sie das Passah feiern, im Gedenken an ihre Erlösung aus Ägypten. Für jene, die im Blick auf dieses Fest unrein waren, wurde in Gnade vorgesorgt, indem sie das Passah an einem anderen Tag feiern durften. Dann werden Anweisungen bezüglich ihres Weges durch die Wüste gegeben, der von der Wolke abhing, welche die Stiftshütte bedeckte. Sie durften nur weiterziehen, wenn die Wolke sich bewegte. Auf diese Weise sollten sie durch den HERRN geleitet werden. Egal ob die Wolke einen Tag, einen Monat oder ein Jahr ruhte, sie sollten nur auf den Befehl des Herrn hin weiterziehen - ein eindrucksvolles Bild der Führung, die Gott heute gewährt.

Damit endet der erste Teil des Buches.

Kapitel 10

Es werden Einzelheiten in Bezug auf den Gebrauch der silbernen Trompeten genannt, welche dazu dienten, das Volk zusammenzurufen. Dann wird berichtet, dass die Stämme am 20. Tag des zweiten Monats im zweiten Jahr ihre Reise begannen und drei Tagereisen weit zogen. Mose bat Hobab, seinen Schwager, mit ihnen zu gehen, um ihr „Auge" zu sein, aber dieser lehnte es ab. Dies war gut, denn sie hätten sich möglicherweise auf ihn verlassen und so ihre Abhängigkeit von Gott aufgegeben, der die Wolke der Herrlichkeit zur Verfügung gestellt hatte, um sie zu führen. Die Wolkensäule war über ihnen und die Bundeslade ging vor ihnen her. Der Herr wurde beim Aufbruch mit den Worten „Steh auf, HERR, dass deine Feinde sich zerstreuen und deine Hasser vor dir fliehen!" angerufen. Wenn die Wolke ruhte, so sprach Mose: „Kehre wieder, HERR, zu den Myriaden der Tausende Israels!"

Kapitel 11

Das Volk begann sein Murren und das Feuer des Herrn brach über sie herein. Dann verachteten sie das Manna und wandten sich zurück zu den Dingen Ägyptens. Da entfiel Mose sein Herz und er klagte, dass die Last größer war, als er tragen konnte, sodass er Gott schließlich bat, ihn zu töten. Daraufhin befahl Gott ihm, 70 Männer zu bestimmen, die Älteste des Volkes und Vorsteher über sie sein sollten. Er würde von Moses Geist auf sie legen. Gott gab dem Volk Wachteln, aber sein Zorn entbrannte und er richtete unter ihnen eine große Niederlage an.

Kapitel 12

Mirjam und Aaron redeten gegen Mose, der „sehr sanftmütig (war), mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren" (4. Mo 12,3). Der Herr verteidigte Mose und schlug Mirjam mit Aussatz. Auf Fürbitte von Mose wurde dieser jedoch von ihr entfernt, obgleich sie sieben Tage vom Lager ausgeschlossen wurde. Dies war Sünde gegen Gott in seinem Boten und damit ein Vorbild auf Gottes Volk Israel, das, obwohl es eine bevorrechtigte Stellung einnahm, die Rechte Christi leugnete, in Gnade gegenüber solchen zu handeln, die nicht eine solche Stellung besaßen.

Kapitel 13 und 14

Die Kapitel 13 und 14 gehen genauer auf die Erforschung des Landes durch die Kundschafter und die Folgen ihres Mangels an Glauben ein. Indem sie Gott vergaßen und von ihrem eigenen Standpunkt aus ein Urteil fällten, gaben die Kundschafter (außer Kaleb und Josua) einen schlechten Bericht über das Land. Die ganze Gemeinde rief aus: „Wären wir doch in dieser Wüste gestorben!" und schlug vor nach Ägypten zurückzukehren (4. Mo 14,2). Auf die Fürbitte Moses hin sagte Gott in seiner Gnade, dass er dem Volk vergeben würde, aber dass die ganze Erde mit der Herrlichkeit des HERRN erfüllt sein sollte. Ihr Versagen unter Verantwortung wurde nun völlig offenbart und Gott verfügte, dass alle außer Josua und Kaleb, die 20 Jahre und älter waren, in der Wüste sterben sollten und dass ihre kleinen Kinder in das Land gebracht werden sollten. In einem weiteren Schritt der Auflehnung sagten sie, dass sie in das Land hinaufgehen wollten, aber sie wurden von den Amalekitern und Kanaanitern geschlagen. Dies ist der eigentliche Beginn ihrer Wüstenwanderung.

Kapitel 15 bis 19

Die Kapitel 15 bis 19, die den dritten Teil des Buches bilden, zeigen, dass Gott in keiner Weise von seinem Vorsatz abwich. Sie enthalten zudem einige von den Gesetzen über die Opfer, die sie bringen sollten, wenn sie in das Land ihrer Wohnsitze kommen würden. Siehe Opfer. Dann wird von der Auflehnung Korahs, Dathans und Abirams berichtet, die im N.T. „Widerspruch Korahs" genannt wird (Jud 11). Dabei ging es um die Forderung, das Priestertum auf alle Leviten auszudehnen, und um einen Aufstand gegen die Salbung Gottes. Siehe Korah.

Durch das Sprossen von Aarons Stab bezeugte Gott, wen er für das Priestertum auserwählt hatte. Außerdem gab er Anweisungen in Bezug auf die Verantwortlichkeit und die Anteile der Priester und Leviten. Das Volk durfte der Stiftshütte nicht (mehr) nahen. Siehe Aaronitisches Priestertum und Leviten. Dann wird das Gesetz der roten jungen Kuh gegeben, wodurch Vorsorge für die Verunreinigung in der Wüste getroffen wurde. Siehe Kuh, rote junge.

Kapitel 20

In Kapitel 20 befindet sich die Israeliten zunächst in Kades, dem Ort, von wo aus die Kundschafter 38 Jahre vorher ausgesandt worden waren. Hier starb Mirjam und wurde begraben. Das Volk murrte gegen Mose, weil es kein Wasser hatte. Ihm wurde befohlen, zu dem Felsen zu sprechen - mit dem Stab der priesterlichen Gnade in der Hand, aber er schlug den Felsen wie mit seinem eigenen Stab des Gerichts und nannte das Volk „Widerspenstige". Wegen dieses Versagens wurde ihm untersagt, das Volk in das Land Kanaan zu führen. Der Gesetzgeber erhob sich nicht zu der Gnade Gottes. Siehe Mose. Von Kades aus hatten sie einen langen Umweg zum Golf von Akaba, einem Teil des Roten Meeres, zu machen, weil die Edomiter nicht dulden wollten, dass sie ihr Land durchzögen. Aaron starb am Berg Hor und Eleasar folgte ihm als Hoherpriester nach.

Kapitel 21

Arad und die Kanaaniter werden geschlagen. Die weitere Reise verleitete das Volk erneut zum Murren, sodass Gott feurige Schlangen unter sie sandte. Auf das Gebet des Volks hin, die Schlangen wegzunehmen, machte Mose unter göttlicher Anleitung eine kupferne Schlange und tat sie auf eine Stange. Jeder, der gebissen worden war und auf die Schlange schaute, blieb am Leben. Nachdem die Israeliten das Land Edom östlich umzogen hatten, trafen sie auf die Amoriter, die sich weigerten sie durch ihr Land ziehen zu lassen. Daraufhin schlug Mose die Amoriter und Hesbon wurde eingenommen. Die Israeliten schlugen auch Og, den König von Basan, und nahmen sein Land ein.

Kapitel 22 bis 25

Die Kapitel 22-25 geben die Geschichte Bileams wieder, der von Balak verpflichtet wurde, Israel zu verfluchen. Trotz Israels Versagen im Wandel wendete der Herr den Versuch das Volk zu verfluchen zu Aussprüchen des Segens. Bileam sah in seinen aufeinander folgenden Visionen das auserwählte Volk Gottes und kündigte seine Heiligung (4. Mo 23,8-10), Rechtfertigung (4. Mo 23,19-24), Annahme und darauf folgende Segnung (4. Mo 24,5-9) an. Zudem prophezeite er den Aufstieg des Sternes aus Jakob und die Vernichtung der Erbfeinde Israels (4. Mo 24,17-24). Der böse Rat Bileams verleitete die Kinder Israel jedoch zur Sünde, indem sie sich mit den Töchtern Moabs verbanden und so dem Götzendienst verfielen. Der Eifer Pinehas‘, der in einem bestimmten Fall Gericht ausübte, wird von Gott gelobt.

Kapitel 26 und 27

Das Volk wird im Blick auf die Inbesitznahme des Landes erneut gezählt, aber alle Kriegsmänner, die bei der ersten Zählung eingeschlossen waren, außer Kaleb und Josua waren gestorben. Es werden Einzelheiten in Bezug auf die Verteilung des Erbteils angegeben. Nachdem Mose von seinem nahenden Tod erfahren hat, bittet er Gott einen Führer für das Volk zu bestimmen. Daraufhin wird Josua an seine Stelle gesetzt.

Kapitel 28 bis 30

Es werden Anweisungen bezüglich des ganzen Systems der regelmäßig eingerichteten Opfer und der Behandlung von Gelübden gegeben.

Kapitel 31

Die Midianiter werden geschlagen, im Zuge dessen Bileam getötet wird. Es werden besondere Anweisungen in Bezug auf die Verteilung der Beute gegeben.

Kapitel 32

Mose stimmt der Bitte der Rubeniter und Gaditer zu, dass ihnen Land östlich des Jordan zum Besitz gegeben würde - unter der Voraussetzung, dass sie zunächst bewaffnet vor ihren Brüdern über den Jordan zögen. Dies ist ein Bild von Christen, die den Vorsatz Gottes im Blick auf sie knapp verfehlen, indem sie sich weigern das Gestorbensein mit Christus für sich zu akzeptieren.

Kapitel 33 bis 36

Die verschiedenen Stationen, an denen die Israeliten auf ihrer Wüstenreise Halt gemacht hatten, werden festgehalten. Es folgen Details in Bezug auf die Grenzen des verheißenen Landes, die 48 Städte für die Leviten und die Zufluchtsstädte. Das Buch schließt mit Unterweisungen im Hinblick auf das Erbteil der Töchter, damit das Erbteil, das jedem Stamm gehörte, so blieb, wie es zugeteilt worden war. Die letzten Worte dieses Buches lauten: „Das sind die Gebote und die Rechte, die der HERR in den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, den Kindern Israel durch Mose geboten hat." Hier, in der Nähe des Landes, brachte Mose ihnen all ihre bösen Wege in Erinnerung, sprach aber auch davon, dass sie mit Sicherheit das Land besitzen würden. Er benannte jene, die helfen sollten, das Land aufzuteilen. Gott stand im Begriff, den Kindern Israel gegenüber die Verheißung zu erfüllen, die er Abraham, Isaak und Jakob in Gnade gemacht hatte. Diese Gnade ist gegenüber der Sünde überreichlich geworden und ist seit dieser Zeit seinem Volk im Übermaß zugeflossen.

Schlussbemerkungen

Abschließend mögen einige Worte zur geistlichen Bedeutung des vierten Buches Mose angefügt werden. Es betrachtet im buchstäblichen Sinne die Kinder Israel unter zwei Gesichtspunkten: erstens im Hinblick auf die Wüste und zweitens hinsichtlich des Besitzes des verheißenen Landes. Die Verbindung zwischen den beiden Volkszählungen bilden Kaleb und Josua, die Vertreter des Glaubens. Das Buch ist die Kehrseite des zweiten Buches Mose, in welchem wir das Handeln Gottes finden. Seine Erlösung des Volkes, seine Hilfsquellen für sie in der Wüste, die Verkündung seines Willens und die Aufrichtung der Stiftshütte in ihrer Mitte - alles dies stellte Gottes Seite dar. Auf der anderen Seite haben wir im vierten Buch Mose die Seite des Volkes - es steht im Mittelpunkt der Betrachtung, weshalb sein Abweichen und Gottes Züchtigung hervorstechend sind. Dies führt in seiner geistlichen Bedeutung zu der Schlussfolgerung, dass die Mittel, die notwendig sind, um ein Volk durch die Wüste zu führen, das Wasser der Reinigung (4. Mo 19) und priesterlicher Dienst (4. Mo 20) sind: Christus im Tod und der auferstandene Christus, die rote junge Kuh und der sprossende Stab. Dieser Teil schließt in 4. Mose 20.

Dann haben wir nach dem Tod Aarons, des Hohenpriesters, der das eigentliche Ende der Verantwortlichkeit und ihrer Erprobung darstellt, den zweiten Teil des Buches, in dem wir die Mittel sehen, durch welche die Auserwählten Gottes enthüllt werden, nämlich die kupferne Schlange und der heraufsteigende Brunnen - die Annahme des Kreuzes und die Kraft des Geistes. In diesem Teil des Buches wird nur wenig auf das Priestertum Bezug genommen. Es folgen die Prophezeiungen Bileams, die von dem auserwählten Volk Gottes sprechen. Das Volk wird dann im Blick auf die Inbesitznahme des Landes der Verheißung gezählt, und Josua folgt Mose als Führer nach. Er ist, im Gegensatz zu Mose, ein Vorbild auf den auferstandenen Christus.

Im Sinne geistlicher Erfahrungen verläuft der zweite Teil des Buches gleichzeitig mit dem ersten Teil, denn während Israel im Vorbild nicht zur kupfernen Schlange kam, bevor sie 38 Jahre durch die Wüste gezogen waren, beginnen Christen ihren geistlichen Weg mit dem Kreuz, welches das Gegenbild der kupfernen Schlange ist (Joh 3,14.15). Der Zustand des Menschen im Fleisch ist im Kreuz verurteilt worden und der Christ beginnt im Geist. Auf diese Weise ist er fähig, das Wasser der Reinigung und priesterliche Erfrischung wertzuschätzen, während er feststellt, dass im Fleisch nichts Gutes wohnt.


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