Konflikt! - Der Christ im Widerstreit mit der Welt, dem Fleisch und dem Teufel

Kapitel 2: Das Fleisch

Dieses Kapitel will versuchen, die verschiedenen Bedeutungen des Wortes „Fleisch“ im Neuen Testament, die alle aus dem gleichen griechischen Wort übersetzt sind, in vier Hauptgruppen 1 einzuteilen:

  1. Das Fleisch als der menschliche Körper
  2. Das Fleisch als unser Menschsein.
  3. Das Fleisch in Verbindung mit unseren natürlichen Beziehungen
  4. Das Fleisch als die sündige menschliche Natur.

Wenn wir als Christen über das Fleisch reden, denken wir meist an die vierte Bedeutung. Und es ist tatsächlich nötig, über die sündige Natur in uns, die wir von Adam empfangen haben, zu sprechen und sie zu verstehen. Sie befindet sich im Widerstand gegen Gott. Anders als die Welt um uns her ist das Fleisch ein innerer Feind. Es gelüstet gegen den Geist und bringt häßliche Werke hervor. Wir müssen uns im Licht der Schrift damit befassen, um das Vollbringen seiner Lüste zu vermeiden.

Das Wort Gottes gebraucht das Wort „Fleisch“ aber auch in anderer Hinsicht. Es ist wichtig, dies zu verstehen, um das Wort der Wahrheit recht zu teilen. (2. Timotheus 1,15.) Obwohl diese verschiedenen Verwendungen zu unterscheiden sind, können sie nicht immer völlig getrennt werden. Dies ist gut, denn es erfordert demütige Abhängigkeit vom Heiligen Geist, wenn wir die Gedanken Gottes aus Seinem Wort zu verstehen suchen.

Weiterhin brauchen wir dem Herrn ergebene Herzen sowie ein richtiges Verständnis. Ohne solche Herzen können wir über die Lehre von der Welt, dem Fleisch und dem Teufel reden und sogar ein klares Verständnis über diese Feinde haben, sie jedoch in der Praxis nicht überwinden.

Das Fleisch als der menschliche Körper

Die folgenden Schriftstellen beschreiben das Fleisch in dieser Weise:

  • „... denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe“ (Lukas 24,39).
  • „... laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes“ (2. Korinther 7,1).
  • „ ... wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben“ (2. Korinther 12,7).
  • „... was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben ... „ (Galater 2,20).
  • „Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehaßt“ (Epheser 5,29).
  • „... das Bleiben im Fleische aber ist nötiger um euretwillen“ (Philipper 1,24).
  • „Da nun Christus im Fleische gelitten hat“ (1. Petrus 4,1).

Wenn die Bibel das Wort „Fleisch“ in bezug auf den menschlichen Körper gebraucht, schließt dies nicht ein, daß es an sich böse ist. Eine solche Folgerung kommt eher aus der griechischen Philosophie als von Gott, und sie ist die Ursache von vielem Mißverständnis über rein menschliche Funktionen gewesen. Sie ist der Urheber solcher Mißbräuche wie Askese und erzwungener Ehelosigkeit (Zölibat). Zahllose Ehen sind des von Gott beabsichtigten Segens und Genusses beraubt worden, weil ein oder beide Ehepartner in ehelicher Liebe sündige Lust gesehen haben. Ein derartiges Durcheinander reduziert die schöne Intimität der Ehe zu einem notwendigen Übel zur Erhaltung der menschlichen Rasse.

Natürlich wird das Herz des Menschen seine betrügerische und zu allem fähige Bosheit durch den Leib zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise untermauert Paulus die Anklage, daß sowohl Juden als auch Griechen alle unter der Sünde sind. Er zitiert alttestamentliche Schriftstellen, die über Dinge wie betrügerische Zungen, giftige Lippen, fluchende Münder und Füße, die schnell Blut vergießen, sprechen. (Römer 3,9–18.)

Als Christen werden wir ermahnt, uns selbst von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes zu reinigen. (2. Korinther 7,1.) Gegründet auf unsere Einsmachung mit Christus in Seinem Tod und Seiner Auferstehung werden wir angetrieben, der Sünde nicht mehr zu erlauben, in unseren sterblichen Leibern zu herrschen, und unsere Glieder nicht mehr der Sünde als Werkzeuge der Ungerechtigkeit darzustellen. (Römer 6,1–13.)

Der Brief an die Kolosser stellt uns die gegenwärtigen und zukünftigen Segnungen in Christus vor und sagt: „Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Hurerei, Unreinigkeit ...“ (Kolosser 3,1–5.) Wenn wir den Text weiterlesen, wird deutlich werden, daß sich der Ausdruck „eure Glieder“ auf die verschiedenen Möglichkeiten bezieht, wie jemand seinen Leib mißbrauchen kann. Zu sagen, daß der Leib für böse Absichten benutzt werden kann, oder zu sagen, daß der Leib selbst böse ist, ist zweierlei.

Es wird uns die überwältigende Überzeugung dämmern, daß sich das Wort Fleisch nicht immer auf etwas Böses bezieht, wenn wir merken, daß dieses Wort für den Leib und die Menschheit unseres unvergleichlichen Erlösers verwendet wird:

  • „Gott ist offenbart worden im Fleische ...“ (1. Timotheus 3,16).
  • „Da nun Christus [für uns] im Fleische gelitten hat ...“ (1. Petrus 4,1)
  • „... noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat“ (Apostelgeschichte 2,31).

Menschliche Schwachheit

Wenn die Schrift von dem Fleisch als Bezeichnung unseres menschlichen Körpers spricht, redet sie auch von leiblicher Schwachheit. Paulus spricht im Galaterbrief von seiner körperlichen Gebrechlichkeit – seine Versuchung, die in seinem Fleisch war. (Galater 4,13.14.) Solche Gebrechlichkeit und Krankheit zeigt sich im Fleisch der Gläubigen und Ungläubigen. Manchmal läßt Gott einen „Dorn im Fleisch“ zu, um uns, wie Paulus, demütig zu halten. (2. Korinther 12,7–10.) Zu anderen Zeiten heilt Er uns vielleicht von solchen Gebrechen und erweist uns Seine Gnade, wie Er es bei Epaphroditus tat. (Philipper 2,25–27.)

Derartige körperliche Schwachheit müssen wir deutlich von der Sünde im Fleisch unterscheiden. Im Hinblick auf das erste entfaltet die Schrift unseren Herrn Jesus Christus als unseren großen Hohenpriester; (Hebräer 4,14–16.) im Hinblick auf das Zweite ist Er unser Fürsprecher oder Sachwalter bei dem Vater. (1. Johannes 2,1.2.) Gottes Maßstab ist, daß wir nicht sündigen. Wenn wir aber doch gesündigt haben, können wir uns auf die Sachwalterschaft Christi stützen, die sich auf Sein vollbrachtes Sühnungswerk am Kreuz gründet. Aber für die Schwachheit und Gebrechlichkeit unseres Fleisches ist Sein Priestertum vorgesehen worden. Er weiß alles über uns. Er ist sich dessen bewußt, daß wir Staub sind. Er hat unsere Schwachheit tief empfunden, da Er in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. 2 

Eine Illustration kann hier hilfreich sein. Wenn ich in das Zimmer meiner kleinen Tochter komme und sie weinend vorfinde, werde ich sie trösten und ermutigen. Vielleicht sagt sie: „Andere Kinder waren heute in der Schule gemein zu mir.“ Dann werde ich ihr versichern, daß ich mit den gleichen Dingen zu tun hatte, als ich zur Schule ging, und gebe ihr Anleitung, wie sie in der Zukunft mit diesem Problem umgehen kann. Dies ist ähnlich der hohenpriesterlichen Tätigkeit des Herrn – Barmherzigkeit erweisen (für die gegenwärtige Not) und Gnade bereitstellen (im Umgang mit zukünftigen Problemen).

Aber angenommen, ihre Tränen sind Tränen des Zorns und der Enttäuschung. Sie hatte einen Streit mit ihrer Freundin, und beide haben bittere, häßliche Dinge gesagt. Nun benötigt sie eher Wiederherstellung statt Trost – Wiederherstellung dem Herrn gegenüber, gegen den sie durch ihr Verhalten gesündigt hat, und Wiederherstellung ihrer Freundin gegenüber. Hier tritt die Sachwalterschaft unseres Herrn ein – Er nimmt sich, wenn wir sündigen, in genau dem Moment unserer Angelegenheit an, oft, bevor wir merken, daß wir gesündigt haben, und führt uns zu Sündenbekenntnis und Wiederherstellung.

Leiden

Es gibt außerdem so etwas wie Leiden im Fleisch. Petrus spricht von dem großen Wert derartiger Leiden: „... denn wer im Fleisch gelitten hat, ruht von der Sünde.“ (1. Petrus 4,1.2.) Paulus bezieht sich zweifellos auf solche Leiden, wenn er schreibt: „Hinfort mache mir keiner Mühe, denn ich trage die Malzeichen [des Herrn] Jesus an meinem Leibe.“ (Galater 6,17.) Inmitten so großer Leiden erfuhr Paulus großartige Siege.

Ich möchte einen letzten Punkt im Blick auf das Fleisch als den menschlichen Körper nennen – Gott erwartet von mir, daß ich darauf achte. Es wäre durchaus falsch, sein eigenes Fleisch (unter dem Gesichtspunkt des menschlichen Körpers) zu hassen. Als ein Christ muß ich die erstaunliche Wahrheit, daß mein Körper der Tempel des Heiligen Geistes geworden ist, nicht verringern oder übersehen. Er ist in mir! Ich gehöre mir nicht selbst! Ich bin durch einen Preis erkauft worden. Mein Körper gehört nun Gott, auf daß ich Ihn darin verherrliche. (1. Korinther 6,10.20.)

Dinge wie Essen, Trinken, Leibesübungen, Arbeiten und sogar Schlafen bekommen eine ganz neue Perspektive, wenn ich erkenne, daß ich in all diesen gewöhnlichen Tätigkeiten des Lebens Gott verherrlichen kann. Wie wunderbar, daß die Glieder meines Leibes, die einst Werkzeuge der Ungerechtigkeit waren, Werkzeuge der Gerechtigkeit werden können! (Römer 6,19.)

Das Fleisch als unser Menschsein

Hier sind einige der Schriftstellen, die vom Fleisch in dieser Art und Weise reden:

  • „... und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen“ (Lukas 3,6).
  • „Gleichwie du ihm Gewalt gegeben hast über alles Fleisch ...“ (Johannes 17,2).
  • „Ich rede menschlich, wegen der Schwachheit eures Fleisches“ (Römer 6,19).
  • „... damit sich vor Gott kein Fleisch rühme“ (1. Korinther 1,29).
  • „... kämpfen wir nicht nach dem Fleische“ (2. Korinther 10,3).
  • „... alles Fleisch ist wie Gras“ (1. Petrus 1,24). 3

Wenn Menschen Kinder Gottes werden, hören sie nicht auf, ein Teil der menschlichen Rasse zu sein. Heilige und Sünder sind in gleicher Weise in die biblische Aussage mit einbezogen: „Alles Fleisch ist wie Gras.“ (1. Petrus 1,24.) Wir haben teil an einer gemeinsamen menschlichen Natur.

Auch unser Herr Jesus Christus hat an der menschlichen Natur teilgenommen hat, ohne jedoch in irgendeiner Weise an ihrer Sünde teilzuhaben.

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Johannes 1,14.) Er war vollkommen Mensch und auch vollkommener Mensch! Mit ehrfürchtigen und anbetenden Herzen können wir die Evangelien studieren und die Tage Seines Fleisches betrachten. (Hebräer 5,7.) Gerade das Bekenntnis, daß Jesus im Fleisch gekommen ist, ist es, was den Geist der Wahrheit von dem Geist des Irrtums unterscheidet. (1. Johannes 4,1–3.)

Aber laßt uns etwas weiter über die vollkommene Menschheit unseres Herrn Jesus Christus nachdenken. Das Wort Gottes macht deutlich, daß der Herr Jesus keine Spur von dieser bösen Natur hatte, die ein Teil unseres Menschseins ist. Er war nicht nur ohne Sünde, sondern es war absolut nichts in Ihm, was für Sünde empfänglich gewesen wäre. Es war gar nichts in Ihm, was auf die Vorschläge Satans geantwortet hätte. (Johannes 14,30.) Er konnte Seine Feinde mit der Frage herausfordern: „Wer von euch überführt mich der Sünde?“ (Johannes 8,46.)

Ich würde hier das Wort Sündlosigkeit gebrauchen, das sich in einzigartiger Weise auf die Menschheit unseres Herrn bezieht. Bei diesem Wort gehen wir über den gewöhnlichen Gedanken hinaus, daß Er keine Sünde tat, und bejahen, daß Er nicht sündigen konnte. Sein moralisches Wesen machte dies zu einer völligen Unmöglichkeit. Seine unveränderliche Heiligkeit konnte bei Seiner Menschwerdung keinen Kompromiß eingehen. In Wahrheit war Er die personifizierte Heiligkeit

  • jene Natur, die sich an Reinheit erfreut und Böses zurückweist.
  • Von Ewigkeit her war Er heilig! Offenbarung 4,8.
  • Bei Seiner Geburt war Er heilig! Lukas 1,35.
  • In Seinem Leben war Er heilig! Apostelgeschichte 4,30.
  • In Seinem Tod war Er persönlich ohne Fehl und ohne Flecken! 1. Petrus 1,18.19.
  • Als erhöhter Mensch zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit ist Er heilig! Offenbarung 3,7; 6,10.

Trotzdem nahm Er wahrhaftig an der menschlichen Natur 4 teil, indem Er das Menschsein in Seine Person aufnahm. Er wußte, was es heißt, hungrig und durstig zu sein. (Johannes 4,7.) Er wurde durch den Teufel versucht. (Matthäus 4.) Er konnte sich über den Glauben eines heidnischen Fremden wundern, (Matthäus 8,10.) und an dem Grab Seines Freundes Lazarus weinen. (Johannes 11,35.) Was für ein Heiland! Wir wollen uns vor Ihm beugen und Ihn anbeten, der untrennbar Gott und Mensch in einer Person ist. Tatsächlich, Gott offenbart im Fleisch. (1. Timotheus 3,16.)

Unser Menschsein

Der Apostel Paulus zeigt etwas von diesem Menschsein an sich, wenn er in 2. Korinther 7,5.6 schreibt:

„Denn auch als wir nach Macedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir bedrängt; von außen Kämpfe, von innen Befürchtungen. Der aber die Niedrigen tröstet, Gott, tröstete uns durch die Ankunft des Titus.“

Wie warm und menschlich sind diese Worte! Paulus wurde durch die Ankunft seines lieben Freundes und Mitarbeiters Titus getröstet. Wer wie eine Maschine oder ein Roboter arbeitet, muß sich sagen lassen, daß er weder die Notwendigkeit noch die Freude dieses menschlichen Trostes jemals empfunden hat. Diese Liebe zur Gemeinschaft ist ein Bestandteil unseres elementaren Menschseins und so weit wie möglich entfernt von irgendeinem Gedanken an fleischliche Sünde.

Was jedoch den geistlichen Kampf betrifft, brauchen wir mächtigere Waffen als diese menschliche Natur. Und so schreibt Paulus in 2. Korinther 10,3 weiter:

„Denn obwohl wir im Fleische wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleische.“

Da wir in einem geistlichen Kampf sind, können wir nicht mit den Mitteln kämpfen, die uns als Menschen, auch wenn wir Christen geworden sind, zur Verfügung stehen.

Wir müssen so in die Schlacht gehen, wie sich David gegen Goliath wandte. Nicht in der Waffenrüstung Sauls, sondern „im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels“. (1. Samuel 17,45.) Hier sind die geistlichen Waffen! Waffen, die durch Gott mächtig sind, Festungen zu zerstören. Wie David dem mächtigen Goliath gegenüberstand, so stehen wir geistlichen Festungen gegenüber, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erheben. Falsche Meinungen und ungehorsame Gedanken drängen sich fortwährend in unsere Sinne und beeinflussen bald unser Verhalten. Was sollen wir tun?

Wir müssen gründlich verstehen, daß – obwohl wir im Fleisch wandeln – wir nicht nach dem Fleische kämpfen. Wir müssen die Waffen ergreifen, die Gott uns zur Verfügung gestellt hat – dieses völlige Vertrauen auf Ihn, daß es uns ermöglicht, Vernunftschlüsse zu zerstören und jeden Gedanken gefangenzunehmen unter den Gehorsam des Christus. (2. Korinther 10,3–6.)

Alles Fleisch

Wenn wir nun unsere Aufmerksamkeit dem Ausdruck „alles Fleisch“ – die Gesamtheit der Menschen – zuwenden, so fragen wir vielleicht: „Was sind Gottes Absichten damit?“ Wir wollen uns zuerst jene wunderbare Prophetie aus Jesaja 40 anschauen, die durch Johannes den Täufer ausgerufen wurde:

„... und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen“ (Lukas 3,6).

Dieser Vers sagt nicht, daß alle Menschen oder auch nur die Mehrzahl der Menschen, weder damals noch jetzt, Erlösung empfingen. Leider ist genau das Gegenteil wahr. Aber während unser Herr Jesus Christus auf der Erde unter den Menschen wandelte, verkörperte Er dieses „Heil Gottes“, das von allen gesehen werden konnte. In Ihm ist die Gnade Gottes erschienen, „heilbringend für alle Menschen“. (Titus 2,11.) Seinetwegen konnte die Aufforderung Jesajas jedem Stamm und jeder Nation verkündet werden:

„Wendet euch zu mir und werdet gerettet, alle ihr Enden der Erde! denn ich bin Gott, und keiner sonst“ (Jes 45,22).

An einem zukünftigen Tag wird tatsächlich alles Fleisch das Heil Gottes sehen, wenn jedes Knie sich beugt und jede Zunge bekennt, „daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“ (Philipper 2,9–11.) Auch die großen Scharen, die keine Buße getan haben und in den Feuersee gehen werden, werden zuvor, an einem zukünftigen Tag, ihre Knie vor Ihm beugen, weil Ihm Gewalt über „alles Fleisch“ gegeben worden ist. (Johannes 17,2.)

Zweitens ist es im Blick auf „alles Fleisch“ Gottes Absicht, daß sich niemand in Seiner Gegenwart rühme. Er hat absichtlich das Törichte, das Schwache, das Unedle und das Verachtete zur Errettung ausgewählt. Wenn auch einige derer gerufen sind, die von den Menschen als weise, mächtig und edel geachtet werden, so bleibt doch das Urteil bestehen: „damit sich vor Gott kein Fleisch rühme“. (1. Korinther 1,26–29.)

Darüber sind Humanisten und Religiöse jeder Richtung, Schattierung und Bezeichnung seit den Tagen Kains gestolpert. Sie wollen gern rituelle Opfer, Sittlichkeit, Bruderschaft und auch eine Form der Frömmigkeit akzeptieren, nur um dafür zu sorgen, daß etwas vom Ruhm des Menschen bewahrt bleibt. Auch wahre Christen können manchmal auf diesen humanistischen Wagen aufspringen und zu einem Denken verleitet werden, daß ihre Leistung nach der Bekehrung irgendwie zu einem Platz im Himmel beiträgt. Wie sind doch die Menschen entschlossen, um jeden Preis selbst ein Stückchen von der „Herrlichkeit“ des natürlichen Menschen festzuhalten!

Aber das kann nicht sein! Die Herrlichkeit des ersten Menschen zerfiel vor dem Angriff des Feindes im Garten Eden zu Staub. Des weiteren bestätigt die Szene auf Golgatha, nach einer Erprobungszeit von über 4.000 Jahren schrecklicher Menschheitsgeschichte, nochmals das Urteil: „alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ (Römer 3,23.)

Dasselbe gewaltige Werk auf Golgatha hat jedoch die Grundlage für eine neue Art der Menschheit gelegt – eine riesige Menge, die für Gott erkauft worden ist durch das Blut Christi, „aus jedem Stamm und Sprache und Volk und Nation“. (Offenbarung 5,9.) Verbunden mit dem zweiten Menschen – dem Herrn aus dem Himmel (1. Korinther 15,47.) – haben diese den „Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi“ dankbar aufgenommen. (2. Korinther 4,6.) Sie haben das Urteil, daß die Herrlichkeit allein Gott gebührt, voll und ganz angenommen und vereinigen sich auf diese Weise mit einem alten Glaubensmann in dem Ausruf:

„Dein, HERR, ist die Größe und die Stärke und der Ruhm und der Glanz und die Pracht; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, HERR, ist das Königreich, und du bist über alles erhaben als Haupt“ (1. Chr 29,11).

Das Fleisch in Verbindung mit unseren natürlichen Beziehungen

Diese dritte Gruppe von Schriftstellen in bezug auf das Fleisch 5 kann wie folgt kurz zusammengefaßt werden:

  • „... und es werden die zwei ein Fleisch sein“ (Matthäus 19,5).
  • „... der aus dem Samen Davids gekommen ist dem Fleische nach“ (Römer 1,3).
  • „... meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleische“ (Römer 9,3).
  • „Denn wir sind die Beschneidung, die wir ... nicht auf Fleisch vertrauen“ (Philipper 3,3).
  • „... als einen geliebten Bruder, ... sowohl im Fleische als im Herrn“ (Philemon 16).

Wie in den beiden vorhergehenden Abschnitten dieses Kapitels, wird auch in diesem das Wort Fleisch in einer Art und Weise gebraucht, die Böses nicht direkt und unbedingt mit einschließt. Rechtmäßige natürliche Beziehungen wie Ehe- und Familienbande sind von Gott schon vor dem Fall des Menschen eingesetzt worden; und Er hat sie seit dem Fall nicht aufgehoben!

Gott sieht mit Freude, wenn zwischen den Familienangehörigen Wärme und Hilfsbereitschaft strömt. Obwohl wir durch die Bekehrung sogar zu engeren und tieferen Beziehungen in der Familie Gottes kommen, können wir doch, was unsere natürlichen menschlichen Bindungen betrifft, deren Vorrechte genießen und die damit verbundenen Verpflichtungen übernehmen.

In Römer 9 macht Paulus in seiner Klage über Israel deutlich, wie sich Gläubige im Blick auf unbekehrtes „Fleisch und Blut“, die „Verwandten nach dem Fleische“, verhalten sollen. Er war sich ihrer früheren Vorteile, der Verwerfung ihres Messias, der gegenwärtigen Blindheit, die sie umhüllte, und ihrer zukünftigen nationalen Wiederherstellung wohl bewußt.

Obgleich wir über die Intensität seiner Worte staunen mögen (er wünschte sich selbst durch einen Fluch von Christus für sie entfernt zu sein), würden wir gut daran tun, uns wenigstens einen kleinen Teil seines Geistes anzueignen. Wie viele von uns haben nahe Familienangehörige, die ohne Gott und ohne Hoffnung in der Welt sind? Wünschen wir ernstlich ihre Errettung?

Wurzeln

Ein letzter Punkt in den natürlichen Beziehungen ist die „Wurzel-Mentalität“. Besonders seit dem außergewöhnlichen Erfolg von Alex Haley's Familiensaga „Roots“ und der gleichnamigen TV-Serie haben viele in Stammbäumen, Ahnentafeln und alten Photoalben gegraben. Irgendwie legt die Zeit einen Glorienschein auf die Köpfe gewöhnlicher Menschen, und mein Urgroßvater wurde beinahe zur Legende, weil er im Bürgerkrieg kämpfte.

Für solche von uns, die neue Wurzeln in Christus Jesus gefunden haben, sollte vielleicht etwas Ahnenstudium mit aufgeschlagenem Kapitel 3 des Philipperbriefes fortgesetzt werden. Denn wenn sich irgend jemand seiner natürlichen Abstammung rühmen konnte, dann Paulus. Er sagt:

„Beschnitten am achten Tage, vom Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, Hebräer von Hebräern ... „ (Philipper 3,5).

Dennoch wollte er nichts davon wissen! Seine einfache Schlußfolgerung war, daß er um Christi willen selbst natürliche Vorteile für Verlust achtete. Wenn wir uns vergegenwärtigen, daß unsere geistlichen Beziehungen in Christus Jesus die einzige wahre Grundlage für echtes Vertrauen liefern, werden wir uns Paulus glücklich anschließen, wenn er sagt:

„Denn wir sind die Beschneidung, die wir durch den Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen“ (Philipper 3,3).

Das Fleisch als die sündige menschliche Natur

Wir kommen nun zu einem Wendepunkt in diesem Kapitel. Wir haben das Wort „Fleisch“ in seinem positiven biblischen Gebrauch gesehen: als den Leib, als menschliche Natur und in unseren natürlichen Beziehungen.

In diesem Abschnitt wollen wir jene Schriftstellen betrachten, die das Fleisch in einer ganz anderen Weise beschreiben – als den unerbittlichen und unveränderlichen Feind alles Gottesfürchtigen und von Gott selbst. Die folgende Aufzählung von Versen ist nur ein Auszug von vielen, die das Fleisch in dieser Weise schildern:

  • „Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt ...“ (Römer 7,18).
  • „Denn das dem Gesetz unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war ...“ (Römer 8,3).
  • „... die Sünde im Fleische verurteilte“ (Römer 8,3).
  • „Die aber, welche im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen“ (Römer 8,8).
  • „Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste“ (Römer 8,9).
  • „So denn, Brüder, sind wir Schuldner, nicht dem Fleische ...“ (Römer 8,12).
  • „... treibet nicht Vorsorge für das Fleisch zur Erfüllung seiner Lüste“ (Römer 13,14).
  • „... gebrauchet nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch“ (Galater 5,13).
  • „Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen“ (Galater 5,16).
  • „Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt“ (Galater 5,24).
  • „... die Lust des Fleisches ... ist nicht von dem Vater“ (1. Johannes 2,16).

Wenn wir diese Verse untersuchen, erfahren wir bald einige Schlüsselmerkmale des Fleisches:

  • Es ist weder gut, noch ist es in irgendeiner Weise Gott untertan.
  • Es ist voller Begierden (unrechtmäßiger Wünsche).
  • Es reagiert von Natur aus auf das Welt-System Satans.
  • Es hat sein gerechtes Verdammungsurteil empfangen, als Christus starb.
  • Es hat keinen rechtmäßigen Anspruch auf solche, die zu Christus gehören.

Diese Merkmale sind in einigen kurzen Beschreibungen des Fleisches treffend zusammengefaßt, die wir den Schriften zuverlässiger Ausleger des Wortes Gottes entnommen haben:

  • „Der Sitz der Sünde im Menschen.“ 6
  • „Der Wille des Menschen in Auflehnung gegen Gott.“ 7 
  • „Es ist durch und durch selbstsüchtig; es hat nichts, was es Gott geben könnte; seine Gedanken, Hoffnungen und Bestrebungen drehen sich um sich selbst. Alles, was es hat, hat es für 'sich allein'.“ 8 
  • „Es hat sich schon als unverbesserlich erwiesen, unfähig zu irgendeiner Veränderung, Gott völlig entgegengesetzt. Nichts konnte es zu Ende bringen als die Kreuzigung; keine Vergebung, keine Verbesserung, es muß unter das Verdammungsurteil.“ 9 
  • „Es ist eine Wurzel, die nur Böses hervorbringt, wie man es auch zu verbessern sucht. Es ist einzig Feindschaft gegen Gott.“  10
  • „Das Fleisch ist in keinerlei Hinsicht verbesserungsfähig, noch wird es dies jemals sein. Das Fleisch im ältesten und gottesfürchtigsten Christen ist genauso unverbesserlich wie im übelsten Sünder. Alle Anstrengungen, es zu verbessern oder zu läutern, sind vergeblich.“ 11

Bevor sich jemand bekehrt, hat er in bezug auf das Fleisch keine Wahl. Es beherrscht seine Gedanken, sein Streben und seine Handlungen im Widerstand gegen Gott. Aus biblischer Sicht lebt er „nach dem Fleisch“, „im Fleisch“, und „wandelt nach den Lüsten des Fleisches“. Deshalb bestätigt das Wort Gottes eindeutig: „Die aber, welche im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen.“ (Römer 8,8.) Beachte, daß es nicht heißt, daß die, welche im Fleische sind, nicht einander gefallen können oder daß sie sich nicht selbst gefallen können oder daß sie nicht erfreuliche und nützliche Dinge auf einer menschlichen Ebene tun können. Die Stelle sagt allein, daß sie Gott nicht gefallen können.

Dieser unglückliche Zustand trifft ohne Ausnahme auf jeden unbekehrten Menschen zu, ohne Rücksicht auf soziale Stellung, Wohlstand, Erziehung, Temperament und Benehmen. Einige mögen vielleicht aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung gegen so eine harte Beurteilung Einwände erheben. Es ist jedoch Gott, der die gesamte Lebenspraxis jedes einzelnen vollkommen kennt und der diese Beurteilung abgibt. In diesem Licht fangen wir an, die Worte Jesu an einen ehrbaren religiösen Führer namens Nikodemus zu verstehen:

„Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist. Verwundere dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müsset von neuem geboren werden“ (Johannes 3,6.7).

Aber was ist mit denen, die wahrhaftig wiedergeboren sind – die mit Gott durch den Tod Seines Sohnes versöhnt worden sind? (Kolosser 1,21.22.) Diese Menschen sehen sich mit einem neuen Leben in Christus, mit neuen Zielen und neuen Interessen. Sie sind durch das Blut des Christus nahe zu Gott gebracht, haben den Geist der Sohnschaft empfangen und kennen Gott jetzt als ihren Vater. (Römer 8,15.) In Gottes Familie hineingeboren, erkennen sie andere Glieder als ihre Brüder und Schwestern in Christus. (1. Johannes 3,14; 5,1.) Vor ihren geöffneten Augen entfaltet sich eine ganz neue Perspektive, wenn sie erkennen, daß ihre Sünden vergeben worden sind (1. Johannes 2,12.) und daß sie in Christus für ewig sicher sind. (Johannes 10,37–29.) Kann es möglich sein, daß solche wahren Christen nach wie vor „im Fleisch“ sind?

Das Wort Gottes macht hier einen wesentlichen Unterschied – einen, den wir begreifen müssen, wenn wir die praktische Befreiung von der Macht der Sünde in unserem Leben erfahren wollen. Es ist dies:

Als Christen sind wir nicht im Fleisch, sondern das Fleisch ist noch in uns. Beachte sorgfältig die Worte des Textes, der den Unterschied aufzeigt:

„Nun aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt ...“ (Römer 7,17.18).

„Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste“ (Römer 8,9).

Hast du verstanden, worum es in der ersten Schriftstelle geht? Es ist die klare Bestätigung durch Paulus, daß die Sünde noch in seinem Fleisch wohnt. Er bestätigt diesen Punkt weiter, wenn er klagt:

„... daß das Böse bei mir vorhanden ist“ (Römer 7,21).

Wenn das Fleisch tatsächlich nicht mehr in uns als Gläubigen wäre, würden die folgenden Ermahnungen unnötig sein:

„... treibet nicht Vorsorge für das Fleisch zur Erfüllung seiner Lüste“ (Römer 13,14).

„... gebrauchet nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch“ (Galater 5,13).

Was für eine unglückselige Entdeckung für einen Christen! H. A. Ironside hat den sich daraus ergebenden Widerstreit gut beschrieben:

„Er findet sich selbst ständig im Gegensatz zu dem innersten Wunsch seiner von Gott eingepflanzten neuen Natur. Er praktiziert Dinge, die er nicht tun will. Er versagt in der Ausführung seiner Bestimmung, Gutes zu tun. Die Sünden, die er begeht, haßt er. Er liebt das Gute, aber er hat nicht die Kraft, es auszuführen. Aber dies bestätigt ihm, daß da etwas in ihm ist, das von seiner wahren Persönlichkeit als Kind Gottes unterschieden werden muß. Er besitzt noch immer die fleischliche Natur, obwohl er aus Gott geboren ist ... Fest davon überzeugt, daß der Kampf während des ganzen Weges seiner irdischen Existenz andauert, ruft er in Qualen aus: „Wer wird mich erretten von diesem Leibe des Todes?“ Er ist wie ein lebender Mann an einen befleckten, weil faulenden Leichnam gefesselt und unfähig, die Ketten zu zerreißen. Er kann den Leichnam nicht rein und sich unterwürfig machen, egal wie heftig er dies versucht. Es ist der Schrei der Hoffnungslosigkeit, soweit es eigene Anstrengung betrifft. Er ist am Ende menschlicher Fähigkeiten angelangt.“ 12 

Jedesmal, wenn jemand diesen Punkt erreicht, ist es Gottes Freude, die andere Seite unserer wichtigen Unterscheidung hineinzubringen – daß, obwohl das Fleisch noch in uns ist, wir nicht im Fleische sind. Warum ist dies so wichtig? Weil es bestätigt, daß wir vor Gott in eine völlig neue Stellung gebracht worden sind. Er sieht uns nun als in Christus Jesus und somit jenseits der Verdammung, die dem Fleisch anhaftet. Wir stehen jetzt vor Gott „in Christus“ und nicht mehr „im Fleische“.

J. T. Mawson drückt es folgendermaßen aus:

„Im Tode Christi sehen wir also die vollständige Beiseitesetzung des Fleisches, weil der Tod sein Ende bedeutete. Obwohl wir nicht wirklich gestorben sind, sind wir in Gottes Augen nicht mehr im Fleische, und so sollen wir uns auch im Glauben betrachten. Wir stehen vor Gott nicht mehr auf der Grundlage dessen, was wir sind, denn dann bliebe für uns nur das Gericht, sondern vor Ihm in Christus und deshalb in Seiner ungetrübten Gunst.“ 13 

In seiner Auslegung zu Römer 8 gibt uns William Kelly weitere Hilfen, zu erfassen, was die gewaltige Auswirkung des „Nicht-im-Fleische-Sein“ ist:

„Aber hier wird der alte Mensch als gekreuzigt gesehen, und die Gläubigen als mit Christus gestorben und Gott lebend in der Kraft Seiner Auferstehung aus den Toten. Kurz gesagt, sie werden in einer ganz und gar neuen Stellung in Christus Jesus gesehen, wo keine Verdammnis ist, noch sein kann. Es ist keine Frage des Grades, sondern eine absolute Tatsache, wahr für alle echten Christen ... Es ist eine Frage der Stellung, die ihnen die Gnade in Christus gibt, und nicht ihrer Einschätzung, es ihren Gefühlen und Mitteln nach gut zu machen. 'In Christus', recht verstanden, sind Fragen des Grades und Zweifels ausgeschlossen.“

„Befreiung geschieht durch Tod – durch den Tod Christi, mit welchem wir gestorben sind. Aber in Ihm sind wir lebend für Gott, und der Geist wohnt in uns. Wir können somit ohne Anmaßung sagen, daß wir nicht im Fleische sind. Wir werden nicht bloß als Menschen gesehen, die durch den Zustand und die Verantwortung des ersten Menschen charakterisiert sind ... 'Ihr seid nicht im Fleische'. Nichts als dieses ist die angemessene Sprache des Christen.“ 14 

An dieser Stelle scheint ein bewegender Appell aus der Feder von H. A. Ironside angebracht:

„Oh, du Zweifelnder, schau ganz weg von dir selbst und deinem Zustand. Schau von Stimmungen und Gefühlen weg, hin zu dem auferstandenen Christus, der nun für immer jenseits des Kreuzes ist, wohin deine Sünden Ihn einst gebracht haben, und sieh dich selbst in Ihm, dort verherrlicht zur Rechten Gottes. Er wäre nicht dort, wenn die Frage der Sünde nicht zur Zufriedenheit Gottes entschieden wäre. Die Tatsache, daß Er dort ist und du von Gott in Ihm gesehen wirst, ist das bestmögliche Zeugnis deiner Befreiung von aller Verdammnis.“ 15 

So weit, so gut

In Christus sind wir jenseits der Reichweite der Verdammung und nicht mehr im Fleisch. Aber das Fleisch ist noch immer in uns. Wie sollen wir es behandeln?

An diesem kritischen Punkt müssen wir erkennen, was wir tun können und was nicht. Charles Trumball erklärt:

„Ein Leben ohne eigene Anstrengungen bedeutet nicht ein willen-loses Leben. Wir benutzen unseren Willen, um zu glauben, zu empfangen, aber nicht um uns anzustrengen, das vollbringen zu können, was allein Gott zu tun vermag. Unsere Hoffnung auf einen Sieg über die Sünde ist nicht 'Christus und meine Anstrengung', sondern 'Christus und mein Annehmen'. Von Ihm Sieg zu empfangen heißt, Seinem Wort zu glauben, daß Er uns allein durch Seine Gnade in diesem Moment von der Macht der Sünde befreit. Und der Glaube an Ihn ist das Mittel, anzuerkennen, daß Er für uns ausführt, was wir nicht vollbringen können.“

Obwohl wir uns nicht auf eine falsche Art und Weise bemühen dürfen, so haben wir doch eine Verantwortung, zu wissen – zu glauben – zu schätzen und darzustellen. William Kelly beschreibt dies als:

„Eine Verantwortung eines neuen Charakters, gegründet auf die neue Beziehung, die uns durch Gnade bei der Befreiung von unserem alten Zustand des verdorbenen Menschen geschenkt wurde.“ 16 

Wir wollen vier Schriftstellen untersuchen, die diese Verantwortung darlegen:

1. „Also auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu“ (Römer 6,11).

„Dafürhalten“ heißt, diese Dinge, welche Gott von uns sagt, als wahr anzuerkennen und sie allein durch Glauben anzunehmen – nicht, weil sie sich so gut anhören oder weil wir sie völlig verstehen oder weil wir ihre Wahrheit in unseren eigenen Erfahrungen erprobt haben. In Wirklichkeit werden wir ihre Wahrheit in unserem praktischen Leben erst dann anfangen zu erfahren, wenn wir sie allein im Glauben angenommen haben.

Ich bin der Sünde gestorben, weil ich mit Christus gestorben bin. Dies habe ich bei meiner Taufe bekannt. Und jetzt weiß ich: So sicher wie Christus für meine Sünden als Stellvertreter gestorben ist, so sicher bin ich mit Ihm gestorben – natürlich nicht buchstäblich, sondern indem ich anerkenne, daß meine Geschichte als ein Kind Adams auf Golgatha ein Ende fand. Dort eröffnete sich mir ein neues Leben – ein Leben, das in der Beziehung zu meinem auferstandenen Herrn gewurzelt ist.

J. T. Mawson veranschaulicht unseren Tod im Blick auf die Sünde sehr schön mit den folgenden Worten:

„Das Fleisch wird immer nur dem Gesetz der Sünde dienen, und die Sünde ist ein grausamer Lehrmeister, ähnlich, wie es die Ägypter für das Volk Israel waren. Die einzige Möglichkeit, von diesem Bedrücker freizukommen, ist der Tod. Ein Mann kann einen Sklaven besitzen und ihn hart knechten, aber einmal kommt der Tag, wo dieser Sklave seinem Herrn nicht mehr gehorcht, und zwar dann, wenn er tot ist und sich dadurch der Herrschaft des Sklavenhalters entzogen hat.

'Aber', könnte man sagen, 'ich bin nicht tot, ich habe den Lohn, den die Sünde zahlt, nicht bekommen.'

Das ist richtig, aber es ist ebenso richtig, daß der Herr Jesus ihn in Seiner vollkommenen Liebe für uns empfangen hat, so daß wir jetzt den Platz des Todes mit Ihm einnehmen und von unserem alten Zuchtmeister frei sein können, um Gott zu dienen. Es ist unser Vorrecht, den Tod unseres Stellvertreters als den unsrigen anzusehen.“ 17 

2. „Stellet auch nicht eure Glieder der Sünde dar zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit, sondern stellet euch selbst Gott dar als Lebende aus den Toten, und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit“ (Römer 6,13).

An dieser Stelle müssen wir uns an einige Dinge erinnern, die wir früher über das Fleisch in bezug auf den Leib besprochen haben – das in diesem Sinn an sich nicht böse ist. In der uns nun vorliegenden Schriftstelle wird dies offenbar. Denn es ist nicht möglich, böse Glieder eines bösen Leibes einem heiligen Gott darzustellen. Aber, Sein Name sei gepriesen, gerade dieser Körper, der einst durch die Sünde versklavt war, kann nun als ein lebendiges Schlachtopfer Gott dargestellt werden. (Römer 12,1.) Die Glieder, die einst Werkzeuge der Ungerechtigkeit waren, können nun dargestellt werden als „geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werke bereitet.“ (2. Timotheus 2,21.)

Diese befreiende Wahrheit sollte unsere Seelen erfassen und unsere Herzen bewegen! Füße, die einst eilten, um Blut zu vergießen, können lieblich werden, wenn sie mit dem Evangelium des Friedens ausziehen. (Römer 10,15.) Zungen, die einst Falschheit redeten, können nun lernen, zur rechten Zeit jemandem, der müde ist, ein Wort zu sagen. (Jesaja 50,4.) Augen, die einst ein Kanal der Lust waren, können sich an den Schriften ergötzen und die Herrlichkeiten des Lammes erblicken. (Psalm 119,18.) Das Lied der Hingabe von Frances Havergal bringt dies gut zum Ausdruck:

Nimm mein Leben, Jesu, Dir,
übergeb ich's für und für.
Nimm Du meine Hände an,
zeig mir, wie ich dienen kann;

Nimm Du meiner Liebe Füll;
Jesu, all mein Sehnen still;
nimm mich selbst und laß mich sein
ewig, einzig, völlig Dein.

3. „Wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben“ (Römer 8,13).

Beachte den kurzen Ausdruck „durch den Geist“ in diesem Vers. Der Heilige Geist ist die Kraft des christlichen Lebens. Es gibt keine andere. Es ist gut, wenn wir, wie in Römer 6 zu finden ist, über „dafürhalten“ und „darstellen“ reden. Aber wir brauchen mehr. Wir müssen die Kraft des Heiligen Geistes haben, um für Christus zu leben!

Dies wird deutlich werden, wenn wir kurz Römer 5 bis 8 überdenken. Die ersten vier Verse von Römer 8 geben uns einen Überblick:

  • Vers 1: „Also ist jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christo Jesu sind.“ Dies ist eine Zusammenfassung von Römer 5. Durch die Gnade Gottes sind wir von Adam als Haupt zu Christus als Haupt übergewechselt. „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.“
  • Vers 2: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“ Dies ist eine Zusammenfassung von Römer 6. Das Prinzip der Sünde und des Todes ist durch einen Grundsatz des Lebens für die ersetzt worden, die mit Christus in Seinem Tod und Seiner Auferstehung einsgemacht wurden.
  • Vers 3: „Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott, indem er seinen eigenen Sohn ... sendend ...“ Das heilige Gesetz Gottes konnte niemals die Grundlage für die Rechtfertigung des Menschen bereitstellen, denn der Mensch ist ein Sünder. Deshalb verurteilt das Gesetz vielmehr den Menschen, statt ihn zu rechtfertigen. Auch der Gläubige, von dem Gesetz befreit, um in Neuheit des Lebens zu wandeln, findet zwei entgegengesetzte Kräfte in sich, die im Widerstreit miteinander sind. Er hat einen inneren Menschen, der seine Freude am Gesetz Gottes findet, der aber trotzdem die Notwendigkeit eines Befreiers erkennt. Gute Absichten genügen eben nicht, um dies zu schaffen.
  • Vers 4: „... auf daß das Recht des Gesetzes erfüllt würde in uns, die nicht nach dem Fleische, sondern nach dem Geiste wandeln.“ Dies ist eine Zusammenfassung von Kapitel 8. Das, was schon immer die Absicht Gottes war – ein Volk, das in freudigem Gehorsam Ihm gegenüber wandelt und Freude daran findet, Seinen Willen zu tun – hat Er für sich selbst erworben und sichergestellt. Zuerst hat Er dies getan, indem Er Seinen eigenen Sohn dahingegeben hat, um Gottlose zu rechtfertigen und sie zur Neuheit des Lebens zu bringen; und dann durch die Sendung des Heiligen Geistes, der in ihnen wohnen, ihnen Vollmacht geben, sie leiten und ihnen in ihrer Schwachheit helfen und schließlich auch verbürgen sollte, daß ihre sterblichen Körper belebt und zur Gleichförmigkeit mit dem „Leib der Herrlichkeit“ unseres Herrn umgestaltet werden.

In seiner Auslegung hat L. M. Grant zu dieser Schriftstelle treffend geschrieben:

„Es ist das gesegnete Vorrecht des Gläubigen, sich selbst zu vergessen – sich ganz vom Fleisch wegzuwenden und dem Geist gemäß zu wandeln. Sein Ziel ist also Christus allein, nicht mehr er selbst und sein eigenes Verhalten. Denn der Geist Gottes stellt vor allem Christus Jesus vor die Seele, und damit verglichen wird alles andere Nichtigkeit. Würden wir daran denken, dem Heiligen Geist ein Gesetz aufzuerlegen, um recht zu handeln? Das wäre äußerst töricht – wir wissen, daß es für Ihn eine Unmöglichkeit ist, falsch zu handeln. Kann das Gesetz solchen auferlegt werden, die den Geist Gottes haben, um von ihnen Rechtschaffenheit zu fordern? Gewiß nicht. Sie sind frei – frei, um uneingeschränkte, willige Diener Christi zu sein. Dies ist wahre Befreiung. Die Knechtschaft gehört der Vergangenheit an, und die Seele ist in Freiheit in der Gegenwart Gottes. Möge Seine grenzenlose Gnade dies zu einer lebendigen Realität in zahllosen Seelen machen.“ 18

4. „Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen“ (Galater 5,16).

Dieser Vers liefert einen sehr geeigneten Schluß für dieses Kapitel über das Fleisch. Es hebt den völligen Widerstreit zwischen dem Geist Gottes und dem Fleisch des Menschen hervor und gibt denen, die fest in der Freiheit zu stehen wünschen, mit der Christus sie freigemacht hat, einfache Unterweisung. (Galater 5,1.) Kenneth Wuest hilft uns mit den folgenden Worten, diese Schriftstelle zu verstehen:

„Wir müssen sorgfältig beachten, daß Paulus die Verantwortung auf den Gläubigen legt, den Anordnungen der bösen Natur den Gehorsam zu verweigern, indem er sich selbst unter die Kraft und Kontrolle des Heiligen Geistes begibt ... Der Heilige Geist ist kein Perpetuum mobile, das automatisch in dem Leben des Gläubigen arbeitet. Er ist eine göttliche Person, die darauf wartet, daß wir von Seinem Dienst abhängig sind, und Er erwartet von dem Gläubigen, daß er mit Ihm darin zusammenarbeitet. Also liegt die Wahl bei dem Gläubigen, ob er sich dem Heiligen Geist übergibt oder der bösen Natur gehorcht. Der Geist ist immer da, um ihm Sieg ... zu geben, wenn der Gläubige direkt NEIN zur Sünde sagt und gleichzeitig dem Geist vertraut, ihm Sieg darüber zu geben.“ 19 

Etwas weiter in Galater 5 steht die Frucht des Geistes in erfreulichem Gegensatz zu den Werken des Fleisches. (Galater 5,19–23.) Wenn wir diese Frucht in unserem Leben darstellen, bringen wir Gott Ehre, anderen Segen und uns selbst wahre Zufriedenheit. Aber die schmutzige Liste fleischlicher Werke kann nur das Gegenteil dieser Dinge hervorbringen.

Es gibt eine Geschichte von einem kleinen Affen, der Äpfel über alles liebte. Eines Tages sah er einen schönen, großen roten Apfel in bequemer Reichweite seines Käfigs auf dem Boden liegen. Triumphierend schnappte er ihn mit einem Aufschrei des Entzückens und riß ihn zu seinem Maul hin. Und dann verwandelte sich die Freude in Enttäuschung, als er merkte, daß er den Apfel nicht durch die Stäbe seines Käfigs bringen konnte.

Sein Herr, der ihn mit lebhaftem Interesse beobachtete, näherte sich dem Käfig und sagte: „Laß den Apfel los, und ich lasse ihn durch die Tür oben im Käfig zu dir herabfallen.“ Aber der Affe hörte weder, noch verstand er. Indem er den Apfel festhielt – er besaß ihn und besaß ihn doch nicht –, weigerte er sich, loszulassen und seinem Meister zu erlauben, etwas für ihn zu tun, was er nicht für sich selbst tun konnte.

Wie sehr gleichen wir diesem Affen! Wir halten mit jedem Funken unserer fleischlichen Energie die Stückchen und Fetzen des Lebens fest und weisen so einfach die sanften Bitten unseres Herrn zurück, wenn Er sagt: „Laß los und laß Mich für dich tun, was du nicht für dich tun kannst. Die Barrieren des Fleisches werden nicht weichen. Hör mit dem Versuch auf, das Unmögliche ausführen zu wollen. Aber Ich kann dein Leben mit der Frucht des Geistes durchdringen, so einfach, wie der Mann seinem Affen den Apfel geben konnte. Gib jetzt auf!“

Ich will dieses Kapitel mit einigen gewichtigen Worten aus der Feder von J. T. Mawson beenden:

„Vielleicht hast du schon versucht, das Fleisch zu richten, und hast doch immer und immer wieder versagt und meinst jetzt, das sei zu schwer für dich. Du hast recht, denn es ist in der Tat zu schwer für uns, aber wir dürfen nicht vergessen, daß Gott Seinen Geist in unsere Herzen gesandt hat und daß Dieser da ist, um das Fleisch zu verdrängen und Christus Raum zu schaffen. Es hängt jetzt von uns ab, ob das unser Wunsch ist. Ist Christus für dich unentbehrlich geworden? Hast du in Ihm und Seiner Liebe solch ein Teil gefunden, daß du ausrufst: 'Er allein kann mir volle Genüge schenken!'? Wenn das der Fall ist, wird dein Weg in der Abhängigkeit vom Geist Gottes ganz hell werden. Vergiß aber nie, den Blick auf den Tod Christi zu richten; das Kreuz Christi muß dein Rühmen sein, denn dieses Kreuz ist der Weg zum Sieg ...“ 20 

Fragen zur Verständnisüberprüfung

  1. Nenne die vier Begriffe, für die die Bibel das Wort Fleisch gebraucht.
  2. Untersuche den Unterschied zwischen Schwachheit im Fleisch und Sünde im Fleisch.
  3. Wie würdest du die Menschheit des Herrn Jesus beschreiben?
  4. Nenne drei Merkmale des Fleisches in bezug auf die sündige menschliche Natur.
  5. Erkläre die Stellung des Christen als „nicht im Fleische“.
  6. Welche Hilfsmittel hat uns Gott gegeben, damit wir in unserem tagtäglichen Leben gegen die Versuchungen aus dem Fleisch bestehen können?

Fußnoten

  • 1 vgl. dabei noch einmal die Fußnote 1 in Kapitel 1 : Die Welt
  • 2 Die Schwachheit des Menschen zeigt sich in der Neigung, der Sünde nachzugeben, wenn Versuchung an ihn herantritt. Eine solche Schwachheit oder Neigung hatte der Herr Jesus in Seinem Menschsein auf dieser Erde nicht. Dies ist auch in bezug auf die folgende Illustration wichtig. Sein Dienst als Hoherpriester stellt daher „rechtzeitige Hilfe“ für uns bereit, damit unsere Schwachheit in der Versuchung nicht zur Sünde führt (Anmerkung des Hrsg.).
  • 3 In den aufgeführten Stellen schließt das Wort „Fleisch“ neben dem Gedanken des Menschseins an sich (d.h. abgesehen von dem moralischen Aspekt) z.T. auch mehr oder weniger den Sündenfall und seine Folgen mit ein (Anmerkung des Hrsg.).
  • 4 D.h. also an der menschlichen Natur an sich, nicht an dem moralischen Zustand, der den Menschen seit dem Sündenfall kennzeichnet (Anmerkung des Hrsg.).
  • 5 vgl. dabei noch einmal die Fußnote 1 in Kapitel 1 : Die Welt
  • 6 W. E. Vine, Expository Dictionary of New Testament Words, S. 448.
  • 7 J. N. Darby, Collected Writings, Vol. 3, S. 168.
  • 8 J. T. Mawson, Überwinden ... aber wie€ S. 30.31.
  • 9 L. M. Grant, Romans, S. 77.
  • 10 Charles Stanley, Romans, S. 98.
  • 11 H. A. Ironside, Romans, S. 99.
  • 12 Romans, S. 90.91.
  • 13 Überwinden ... aber wie€ S. 38.
  • 14 Romans, S. 112.128.
  • 15 Romans, S. 96.
  • 16 Romans, S. 128.
  • 17 Überwinden ... aber wie€ S. 38.39.
  • 18 Romans, S. 78.
  • 19 Word Studies in the Greek NT, Vol. 1, Galatians, S. 153.154.
  • 20 Überwinden ... aber wie€ S. 42.
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