Der Judasbrief

Judas 17–25

Als nächstes richtet Judas seine Aufmerksamkeit auf die Heiligen selbst, auf die, die sich von den von ihm gekennzeichneten Bösen absonderten. Er befestigt ihre Seelen mit den nötigen Worten der Weisheit und Leitung, wobei er auch die Mittel hervorhebt, mit denen sie vor den Listen und Verführungen des Feindes bewahrt werden können. Und mit welcher Erleichterung muss er von der ernsten Verurteilung dieser Abtrünnigen zu der Ermutigung der geliebten Heiligen übergegangen sein!

„Ihr aber, Geliebte, erinnert euch an die von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus zuvor gesprochenen Worte, dass sie euch sagten: Am Ende der Zeit werden Spötter sein werden, die nach ihren eigenen Begierden der Gottlosigkeit wandeln. Diese sind es, die sich absondern, natürliche Menschen, die den Geist nicht haben“ (17–19).

Der Leser wird sich erinnern, dass die korrekte Übersetzung von Vers 1 „den in Gott, dem Vater, geliebten“ lautet. Aus diesem Grund ist es zweifellos, dass Judas die Heiligen hier, genauso wie in Vers 20, als „Geliebte“ anspricht, nicht nur, um seine eigenen Liebe im Geist auszudrücken, sondern auch, indem er sich in Verbundenheit mit dem Herzen Gottes, des Vaters, bezogen auf sein Volk betrachtet. Und was rät er ihnen angesichts des Bösen von dem sie umgeben waren, zu tun? Zuallererst fordert er sie auf, sich an die Warnungen zu erinnern, die durch die Apostel gegeben wurden. Nicht nur Henoch hatte von diesen gottlosen Menschen geweissagt, sondern auch die Apostel des Herrn hatten ihre Erscheinung vorhergesagt. Der Herr lässt sein Volk in der Tat niemals ungewarnt vor den Gefahren und Feinden, denen sie entgegenzutreten haben werden (siehe Mt 24; Joh 15,16; 1. Tim 4; 2. Tim 3; Off 2,3). Und wenn diese Warnungen in ihren Gedanken verwahrt werden, sind sie weder überrascht noch entmutigt, wenn Befürchtungen innerhalb ebenso wie Kämpfe außerhalb aufkommen. Stattdessen sind sie auf Kämpfe mit jeder Form der Feindschaft Satans vorbereitet. So sagte der Herr zu seinen Jüngern: „Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt“ (Mt 24,24.25). Wie nötig ist es dann für den Gläubigen, mit diesen Warnungen vor kommenden Gefahren vertraut zu sein!

Um jegliche Fehler in der Erkennung derer zu vermeiden, von denen die Apostel geweissagt hatten, führt Judas noch weitere charakteristische Merkmale an. Es würden „Spötter“ sein, Menschen ohne jegliche Ehrfurcht, die in der Lage sind, sich über heilige Dinge lustig zu machen und nur durch ihre eigenen gottlosen Begierden getrieben sind. Dennoch würden sie „sich absondern“. Nicht von dem Bösen, ob moralisch oder lehrmäßig. Das kann kaum gesagt werden, sondern in einem stolzen pharisäischen Geist, der mit überlegenem Wissen oder intellektuellem Fortschritt prahlt und die demütigen Christen verachtet, die noch immer uneingeschränkt an das Wort Gottes glauben und darin ruhen. Sie werden also eine außenstehende Position einnehmen und möglicherweise eine Meinungsschule bilden. Doch nicht die, die sich selbst empfehlen, werden aufgenommen, und Judas streift in einem Satz die prunkvolle Kleidung dieser Abtrünnigen ab und stellt sie so dar, wie sie vor den Augen Gottes erscheinen. Es sind, wie er sagt, nichts als „natürliche“ Menschen. Menschen, die nie von neuem geboren oder in dem kostbaren Blut Christi gewaschen wurden und folglich auch den Geist Gottes nicht haben. Man könnte fragen, ob es möglich ist, dass solche Menschen unter Christen gefunden und für solche gehalten werden? Dazu muss man sich umschauen und betrachten, was heute zu sehen ist. Schnell entdeckt man, dass es solche gibt, die hohe Stellungen unter den Christen innehaben, ja, die bedeutende Stellungen auf den Kanzeln des Christentums einnehmen, die den einfältigen Glauben ihrer Vorfahren belächeln, die eine sogenannte Moral anstelle von Christus predigen und die auf jede nur mögliche Weise die Inspiration der Schrift und die Wahrheiten des Christentums zu untergraben versuchen. Und was sind dies für Menschen? Es sind in der Tat Spötter, die nach ihren eigenen Begierden der Gottlosigkeit wandeln – Begierden, die Gott ausblenden. Und wir können daher durch die bloße Tatsache ihrer Existenz und ihrer steigenden Zahl wissen, dass wir am „Ende der Zeit“ sind.

Uns wird nun das zweite Mittel zur Bewahrung genannt:

„Ihr aber, Geliebte, euch selbst erbauend auf euren allerheiligsten Glauben, betend im Heiligen Geist, erhaltet euch selbst in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben“ (20–21).

Dies ist also das Hilfsmittel der Heiligen, genauso wie das Mittel zur Erhaltung in unruhigen Zeiten. Das Verhalten Nehemias ist bereits zitiert worden, und man kann diese beiden Bücher (Nehemia und Judas) kaum lesen, ohne von den Parallelen überwältigt zu werden. Beide mussten die Verteidigung und Kriegsführung vorantreiben, und beide ermutigten die Heiligen zum Bauen. Wir lernen daher von beiden, dass wenn wir in der Verteidigung der Wahrheit ernstlich mit dem Feind ringen müssen, es vor allem anderen nötig ist, dass wir uns selbst auf unseren allerheiligsten Glauben erbauen. Diejenigen, die das Schwert Gottes schwingen, müssen in der Lage sein, es zu gebrauchen, wenn sie siegreich aus dem Kampf hervorgehen wollen.

Lasst uns diese Ermahnungen dennoch genauer untersuchen. Der „allerheiligste Glaube“ ist das, was wir glauben, kurzgesagt die Wahrheit. Judas wünschte, dass die Heiligen darin gut gegründet waren und darauf erbaut wie auf einen sicheren Grund, der nicht erschüttert werden kann und so auf die Angriffe des Feindes vorbereitet ist. Dass sie in der Wahrheit ruhten, den großen Wahrheiten der Christenheit, als die Kraftquelle für ihre eigenen Seelen. Und durch diese sollten sie auferbaut werden, mit den Gedanken Gottes erfüllt, die in seinem Wort, durch das sie geheiligt sind, offenbart sind, so dass sie, indem sie sicher auf göttlichen Grundlagen ruhen, stark für den Kampf sein können, zu dem sie aufgerufen wurden. Dies bedeutet Sorgfalt im Lesen der Schriften, und dementsprechend finden wir, dass Gott Josua den folgenden Auftrag gab, als er ihn an die Spitze seines Heeres stellte und ihn einsetzte, um Israel in ihren Kämpfen zu leiten: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinem Weg Erfolg haben, und dann wird es dir gelingen“ (Jos 1,8).

Das Wort Gottes ist in der Schrift immer mit Gebet verbunden, und so ist die nächste Ermahnung, „betend im Heiligen Geist“ zu sein. Es könnte fast gesagt werden, dass diese beiden Dinge nicht wirklich getrennt werden können, denn wann immer das Wort Gottes im Herzen empfangen wird, muss es Gebet hervorrufen. Judas spricht vom Beten „im Heiligen Geist“, denn in Wahrheit ist nichts anderes wirkliches Gebet. Bitten mögen gestellt, Gebete gesprochen werden, doch das einzig gottgemäße Gebet ist das, das die Frucht der Wünsche ist, die durch den Geist in uns hervorgerufen werden. Hier bedeutet das Gebet jedoch eher die Erhaltung in dem ständigen Bewusstsein der völligen Abhängigkeit von Gott in der Seele durch den Heiligen Geist, denn dies ist sowohl das Geheimnis der Bewahrung als auch der Kraft (Ps 16,1).

Als nächstes fordert Judas auf: „Erhaltet euch selbst in der Liebe Gottes.“ Es sollte bemerkt werden, dass das Wort „erhaltet“, wie es in ähnlichen Ermahnungen häufig der Fall ist, in einer Vergangenheitsform (dem Aorist) steht. Die Bedeutung ist, dass wir versuchen sollten, „in diesem Zustand“ zu sein und uns vielleicht an unsere eigene Kraftlosigkeit und unser Bedürfnis nach ständiger Gnade erinnern, um so bewahrt zu bleiben. Die Liebe, um die es hier geht, ist Gottes Liebe zu uns, die unwandelbar und gleichbleibend ist, jedoch möchte Judas uns in das Bewusstsein und den Genuss dieser Liebe bringen.

Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist. Dies ist allgemeines christliches Wissen, doch es ist etwas ganz anderes, in diesem Bewusstsein in unserer Seele zu leben. Dies ist das Geheimnis ruhiger und gesegneter Freude in der Gegenwart Gottes. Und es ist nur das Teil derer, die in der Kraft eines ungetrübten Geistes leben, während es im Herzen des Gläubigen der fruchtbringende Grund heiliger Zuneigungen wird, sei es gegenüber Gott oder unseren Mitheiligen (vgl. Joh 15,9–12).

Darüber hinaus sind wir im Sinn der Liebe Gottes in der Lage, „die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus ... zum ewigen Leben“ zu erwarten. Die Bezugnahme auf Hebräer 4,16 wird das Bedürfnis des Heiligen nach Gnade erklären, während er durch die Wüste reist. Es gibt Gnade für unsere Schwachheit, aufbewahrt für uns an dem Thron der Gnade in Antwort auf die Fürsprache Christi als dem Hohenpriester. Hier ist es die Barmherzigkeit des Herrn Jesus Christus selbst, der unser ständiges Bedürfnis danach kennt, denn er ist selbst durch die Wüste gewandert. In den Evangelien haben wir eine vorzügliche Beschreibung der Art und Weise, in der er diese selbst erweist. In Gethsemane, als er während seiner Qualen angesichts des vor Ihm stehenden Kreuzes seine Jünger Petrus, Jakobus und Johannes schlafend fand, sprach er zu Petrus: „Also nicht eine Stunde vermochtet ihr mit mir zu wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach“ (Mt 26,40.41). In der Zärtlichkeit seines Herzens fühlte Er in ihrer Schwachheit mit ihnen. Er war berührt, als er ihre Unzulänglichkeit spürte und Er gab ihnen die nötige Barmherzigkeit. Wo ist ein solches Herz wie seins? Und der Geist Gottes möchte, dass wir unseren gesamten Weg bis zum ewigen Leben auf Ihn hoffen, auf sein herzliches Erbarmen und seine Barmherzigkeit. Wie einmal von jemandem geschrieben wurde: „Es ist die Barmherzigkeit, die auf dem ganzen Weg gebraucht wird, Barmherzigkeit, die bis zum Ende reicht und uns in das ewige Leben trägt.“1

Die folgenden Verse beziehen sich auf die Einstellung und das Verhalten der Heiligen gegenüber denen, die Judas beschrieben hat:

„Und die einen, die streiten, weist zurecht, die anderen aber rettet mit Furcht, sie aus dem Feuer reißend, indem ihr auch das vom Fleisch befleckte Kleid hasst“ (22–23).

Die Verbindung dieser Verse mit den vorangegangenen zeigt einen Grundsatz von großer Wichtigkeit. Judas ermahnt die Heiligen zunächst zum Erwerb eines richtigen seelischen Zustandes – fordert zur Erbauung, der Realisierung ihrer Abhängigkeit von der Kraft des Geistes, ihrer Notwendigkeit des Genusses der Liebe Christi und dem Hoffen auf die Barmherzigkeit des Herrn Jesus Christus auf. Und dann weist er sie an, wie sie in Bezug auf die handeln sollten, die, obwohl sie drinnen waren, in Wirklichkeit Feinde der Wahrheit waren. Die Lektion ist, dass obwohl wir selbst vor Gott in der Kraft der Wahrheiten, die wir festzuhalten bekennen, wandeln, wir nicht befugt sind, uns mit denen zu befassen, die auf Irrwege geraten sind. Dies ist eine Lektion, die wir in der heutigen Zeit alle im Gedächtnis behalten müssen.

Ein weiterer Punkt sollte bemerkt werden: Im Umgang mit solchen ist Urteilsvermögen nötig. „Der einen“, sagt Judas, „die streiten, erbarmt euch“ (siehe Fußnote). Es mag Führer des Bösen geben, Verfälscher der Wahrheit, von denen wir uns vollkommen absondern, die gänzlich verworfen werden sollten. Andere, solche die in die Irre geführt wurden, einfache Seelen, die durch geschickte Reden verführt worden sind, durch trügerische Argumentationen verwirrt, sollten herausgesucht und gerettet werden. Mit solchen sollen wir Erbarmen haben und ihren Fall von dem ihrer Betrüger unterscheiden. Wieder andere nehmen ein andere Position ein, die mit Furcht gerettet werden sollten, „sie aus dem Feuer reißend“. Diese sind in Eigenwillen und Verdorbenheit weit gegangen, du so kann ihr Fall nur in Gemeinschaft mit Gott über sie und ihre Taten gelöst werden; denn während alle Kraft für ihre Befreiung aufgebracht werden sollte, musste sogar das vom Fleisch befleckte Kleid gehasst werden. Sowohl priesterliche Absonderung als auch priesterliches Urteilsvermögen sind für eine solche Kriegsführung gegen die Macht des Feindes nötig.

Schließlich endet Judas mit einem Lobpreis, in dem er die Heiligen auch auf die einzige Quelle ihrer Bewahrung hinweist:

„Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seiner Herrlichkeit untadelig darzustellen vermag mit Frohlocken, dem alleinigen Gott, unserem Heiland, durch Jesus Christus, unseren Herrn, sei Herrlichkeit, Majestät, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeit! Amen“ (24–25).

Die Heiligen werden so Gott anbefohlen, und es muss ein starker Trost gewesen sein, inmitten des Druckes des Bösen von jeder Seite auf diese Weise daran erinnert zu werden, dass Gott in der Lage war, sie ohne Straucheln zu bewahren – damals und den ganzen Weg hindurch, bis sie mit Frohlocken untadelig vor seiner Herrlichkeit dargestellt werden würden. Und nie war es nötiger als jetzt, an diese Wahrheit zu denken. Es mag sein, dass die Tage böse sind, und das sind sie, und der Feind ist sowohl hinterlistig als auch aktiv; aber es ist noch immer wahr, dass Gott uns ohne Straucheln zu bewahren vermag, wie heiß der feurige Weg oder wie stark die Versuchung auch sein mag. Es gibt daher keine Ausrede, wenn wir straucheln, die Schuld liegt gänzlich bei uns selbst und fordert schonungsloses Selbstgericht. Was für eine Grundlage für unseren Glauben wird dann in diesen wenigen, einfachen Worten gelegt – Gott vermag uns ohne Straucheln zu bewahren! Und was für eine andere Bilanz würden wir für unser bisheriges Leben ziehen, wenn wir in der täglichen und stündlichen Erinnerung daran gelebt hätten! Dann wären unsere Augen immer auf Ihn gerichtet gewesen, von dem allein unsere Hilfe kommt, und der, wenn wir in Abhängigkeit von Ihm leben, niemals zulassen wird, dass unser Fuß fehl tritt.

Judas sorgt jedoch nicht nur für gegenwärtigen Zuspruch durch die mächtige Hilfe Gottes, sondern auch für Ermutigung durch die herrliche Aussicht, dass wenn alle Übungen vorbei sind Gott selbst die Heiligen untadelig vor seiner Herrlichkeit darstellen wird mit Frohlocken. Das Wort „untadelig“ ist dasselbe, das auch für den Herrn selbst benutzt wird, wenn es heißt: „Der ... sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat“ (Heb 9,14; siehe auch Eph 1,4; 1. Pet 1,19). Dies wird der vollkommene Zustand der Heiligen sein, und dies ist auch notwendig, denn anders könnten sie in der Gegenwart der Herrlichkeit Gottes nicht bestehen. Es ist kein Wunder, dass dann die Worte „mit Frohlocken“ hinzugefügt werden, denn dann werden sie die vollen Früchte ihres gemeinsamen Heils (V. 3) empfangen und verstehen, wie sie nie zuvor verstanden haben, dass all die Segnungen, in die sie gebracht worden waren, völlige Gleichförmigkeit mit Christus in Herrlichkeit, genauso wie ihre Bewahrung vor all den Gefahren, die auf ihrem Weg durch die Wüste auf sie lauerten, von seinem Herzen kamen, vor dem sie nun in ewiger Seligkeit stehen. Und ihre Freude wird ohne Zweifel in dieser Zuschreibung Ausdruck finden, die für sie vorgesehen ist, während hienieden in der Anstrengung des Kampfes „dem alleinigen Gott, unserem Heiland, durch Jesus Christus, unseren Herrn, ... Herrlichkeit, Majestät, Macht und Gewalt“ sei, „vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ Die Lieder des Himmels können daher auf Erden gelernt werden, denn Gott steht über aller Zeit, unwandelbar. Sein Lob ist folglich ewig. Doch es ist Gnade, und Gnade allein, die unsere Lippen öffnen kann, um sein Lob anzustimmen.

Fußnoten

  • 1 Einige beschränken die Barmherzigkeit auf das ewige Leben am Ende, indem sie das ewige Leben als das Ergebnis und völligen Ausdruck der Barmherzigkeit unseres Herrn betrachten. Wir bevorzugen jedoch die oben gegebene Auslegung. Ewiges Leben wird, wie auch in den Briefen des Paulus, als zukünftig betrachtet und daher in seinen Ergebnissen gesehen, nämlich Gleichförmigkeit mit Christus in Herrlichkeit. In den Lehren des Johannes ist es ein ständiger Besitz, der in und durch den Gläubigen, unabhängig von seinem Wachstum und seiner Einsicht, ausgedrückt wird. Alle besitzen es gleichermaßen und können wissen, dass sie es haben (1. Joh 5,13), auch wenn sich seine Ausdrucksform in Abhängigkeit davon unterscheiden kann, ob es sich um Kinder, Jünglinge oder Väter handelt.
« Vorheriges Kapitel