Verliebt - verlobt - verheiratet
Der Christ auf dem Weg in die Ehe

Vorbemerkungen

Verliebt - verlobt - verheiratet

Zu Beginn möchte ich gerne ein paar kurze Vorbemerkungen machen:

1. Warum dieses Buch entstanden ist: Es ist mein Wunsch, einige Hilfestellungen zu einem Thema zu geben, mit dem die meisten Christen früher oder später konfrontiert werden. Die Entscheidung für den richtigen Lebenspartner ist eine der ganz wichtigen Entscheidungen im Leben. Die Ehe ist eine Gabe Gottes, die er uns zu unserem Segen und Glück geschenkt hat. Es gibt viele Ehepaare, die das täglich erleben und bestätigen können. Es gibt allerdings – leider zunehmend – viele christliche Ehen, die einer Katastrophe gleichkommen. Die Zahl der Ehen, die schließlich kaputtgehen, nimmt rasant zu. Woran liegt das? Die Ursachen sind vielschichtig. Oft werden die entscheidenden Fehler bereits vorher gemacht. In der Jugendzeit. Im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Auf dem Weg in die Ehe. Deshalb soll dieses Buch Gedankenanstöße geben, Fehler möglichst frühzeitig zu vermeiden und richtige Entscheidungen zu treffen.

2. Für wen dieses Buch geschrieben ist: Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, einmal zu heiraten, ist herzlich eingeladen, dieses Buch unter Gebet zu lesen und darüber nachzudenken. Das gilt besonders für meine jungen Glaubensgeschwister und Freunde. Selbst wenn Du im Teenageralter bist und (noch) nicht ans Heiraten denkst, solltest Du dieses Buch ruhig lesen. Besonders der letzte Teil wird Dich interessieren. Auch Eltern und Glaubensgeschwister, die jungen Leuten helfen möchten, auf dem richtigen Weg in den Ehehafen einzulaufen, werden hoffentlich die eine oder andere nützliche Anregung finden.

3. Wie das Buch geschrieben ist: Es geht mir weder um tiefgründige Belehrungen noch um pauschale Ratschläge. Die Zeit, in der wir leben, ist eine schwierige und komplizierte Zeit. Wer daran denkt, früher oder später einmal zu heiraten, steht vor einer weitreichenden und schwerwiegenden Entscheidung. Ich möchte deshalb mit diesem Buch versuchen, Euch anhand der Bibel konkrete und praxisnahe Hilfestellungen zu geben. Es geht mir nicht darum, ein „Lehrbuch“ im klassischen Sinn zu schreiben. Es geht nicht um flotte Tipps oder um einfache Patentrezepte. Die gibt es nämlich nicht. Alles, was ich schreibe, soll auf die Bibel abgestützt werden. An einigen Stellen werde ich Euch persönliche Ratschläge geben. Ich tue das nach bestem Wissen und Gewissen vor meinem Herrn. Dabei gebe ich gern zu, dass es zu dem einen oder anderen Punkt durchaus abweichende Meinungen geben kann. Zur Illustration habe ich hier und da Beispiele benutzt. Sie sind dem täglichen Leben entnommen, allerdings so verändert, dass Rückschlüsse auf die betreffenden Personen nicht möglich sind.

4. Wer das Buch geschrieben hat: Eigentlich tut das nichts zur Sache. Trotzdem möchte ich in diesem Fall kurz etwas dazu sagen. Der ein oder andere Leser kennt den Autor vielleicht. Viele kennen ihn nicht. Eines aber ist mir ganz wichtig vorab zu sagen: Wenn ich zu diesem Thema etwas schreibe, dann tue ich es nicht als jemand, der alles richtig gemacht hat. Das Gegenteil ist leider der Fall. Ich habe in meinem Leben, besonders in meiner Jugendzeit – und auch danach! –, viele Fehler gemacht. Fehler, die ich bedaure. Durch Gottes gnädiges Handeln bin ich seit über 25 Jahren mehr als glücklich verheiratet und habe fünf Kinder – zwei davon verheiratet. Ich muss leider bekennen, dass ich mich in vielen Punkten nicht nach dem verhalten habe, was ich Euch in diesem Buch empfehle und was ich heute als richtig ansehe. Ich habe – hoffentlich – aus meinen Fehlern etwas gelernt und kann jetzt vielleicht anderen helfen, nicht dieselben Fehler zu machen.

Es ist mein Wunsch, dass Du dieses Buch ohne Vorbehalte und Vorurteile liest. Bitte prüfe anhand der Bibel nach, was Du liest. Einiges wirst Du kennen. Anderes mag Dir neu sein. Es kann sein, dass Dir auf den ersten Blick manches etwas altmodisch vorkommt. Doch das ist es nicht! Die Bibel ist immer zeitnah und aktuell. Sie hat garantiert etwas zu unserem Thema zu sagen. Ich wäre dankbar, wenn der Herr die hier zusammengetragenen Gedanken segnet. Vielleicht wird die ein oder andere Frage beantwortet, die Du schon immer im Herzen hattest. Oder der Herr macht Dir etwas klar, worüber Du bisher noch gar nicht richtig nachgedacht hast.

Ein Wort an Eltern und Leser, die älter geworden sind und ein Herz für junge Leute haben: Wir leben tatsächlich in einer komplizierten Zeit. Unsere jungen Leute haben es nicht einfach. Sie müssen mehr denn je gegen den Strom gängiger Meinungen und Trends schwimmen. Es ist meine Überzeugung, dass wir als Eltern und Erwachsene gerade in Fragen unseres Themas viel Verständnis für sie aufbringen müssen. Was wir brauchen, ist echtes Einfühlungsvermögen. Wir wollen und müssen Hilfestellung geben. Das können wir nicht mit Härte tun. Auch nicht mit einfachen Befehlen. Wir brauchen viel Liebe. Wir brauchen Verständnis. Wir brauchen Feingefühl. Dann sind wir unseren jungen Leuten kein Hindernis, sondern eine echte Hilfe. Das ist mein Anliegen mit diesem Buch.

Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die mir beim Schreiben dieses Buches geholfen haben. Dies gilt besonders für meine Familie sowie für Egbert Brockhaus. Ohne diese Hilfe wäre dieses Buch nicht zustande gekommen. Für weitere Anregungen aus dem Leserkreis bin ich jederzeit dankbar.1

Wetter/Ruhr, im November 2008

Fußnoten

  • 1 Hinweis: Alle Bibelzitate in diesem Buch sind der Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) entnommen. In dieser Übersetzung wird das Wort „Versammlung“ verwendet, während andere Bibelausgaben das griechische Wort „ekklesia“ mit „Gemeinde“ oder „Kirche“ wiedergeben. Entscheidend ist nicht das Wort, das wir gebrauchen, sondern das, was wir darunter verstehen. Es geht um die Gesamtheit aller wiedergeborenen Christen.
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