Verschiedene Lesarten – Bibel-Lexikon

Das Thema „unterschiedliche Lesarten" ist kurz unter dem Schlagwort Bibel betrachtet worden. Da aber der Gegenstand von großer Bedeutung ist, soll hier eine ausführlichere Beschreibung folgen, wobei die Gewichtung auf dem Neuen Testament liegt.

Zunächst muss festgestellt werden, dass „Lesarten" von „unterschiedlichen Übersetzungen" unterschieden werden müssen. So heißt es zum Beispiel in der „Überarbeiteten Elberfelder Übersetzung" (Edition CSV Hückeswagen) in 1. Timotheus 3,16: „Er, der offenbart worden ist im Fleisch, ist gerechtfertigt im Geist…", während diese Stelle in der „Alten Elberfelder Übersetzung" lautete: „Gott ist geoffenbart worden im Fleische, gerechtfertigt im Geiste…". Der Unterschied beruht darauf, dass in den ältesten erhaltenen Handschriften das griechische Pronomen ός „er, der" oder „der, welcher" steht, spätere Handschriften dagegen das Substantiv θεός (abgekürzt geschrieben θς) „Gott" aufweisen. Es ist leicht einzusehen, dass hier entweder ein Lesefehler vorliegt, oder aber der Wunsch, diese wichtige Aussage klarer oder eindeutiger zu gestalten, und so aus dem unbestimmteren „der, welcher" das eindeutige „Gott" wurde. Im Griechischen brauchte dazu nur ein einziger Buchstabe geändert zu werden.

Da solche Änderungen bei einfachen Lesern der Schrift, die an die Verbalinspiration glauben, Überraschung und Unbehagen hervorrufen könnten, sei hier der Versuch unternommen, den Gegenstand etwas zu erläutern.

Als Erstes muss beachtet werden, dass sich solche „verschiedenen Lesarten", wie die eben erwähnte, auf den griechischen Text und nicht auf die Übersetzung beziehen. Es ist unschwer einzusehen, dass die gleichen griechischen Worte von verschiedenen Personen unterschiedlich übersetzt werden können. Die „Lesarten" beziehen sich jedoch auf unterschiedliche griechische Worte, die ersatzweise benutzt wurden (wie in dem obigen Beispiel) oder auf Worte, die in verschiedenen Manuskripten hinzugefügt worden oder weggelassen worden sind.

Es muss daran erinnert werden, dass die Originale, die die Schreiber des NT unter der Leitung des Heiligen Geistes verfasst haben, nicht mehr erhalten sind, und seit dieser Zeit, in der das Neue Testament geschrieben wurde, bis ungefähr 1455 nach Christus, als der Buchdruck erfunden wurde, Kopien ausschließlich durch Abschreiben mit der Hand angefertigt werden konnten. Diese weichen alle mehr oder weniger voneinander ab, so dass keine zwei Kopien genau übereinstimmen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wenn wir bedenken, wie schwierig es ist, überlange Schriftstücke fehlerlos zu kopieren. Falls die Fehler nicht entdeckt und berichtigt werden, ist es leicht zu verstehen, wie sie mit jeder neuen Kopie zahlreicher wurden. Je älter deshalb ein Manuskript ist, umso mehr Wert ist seinen Lesarten beizumessen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man irgendeiner Handschrift bedingungslos vertrauen könnte.

Die ersten gedruckten Neuen Testamente konnten ausschließlich an Hand von solchen Manuskripten hergestellt werden. Man weiß heute, dass das erste, 1516 in Basel gedruckte griechische Neue Testament von Erasmus von Rotterdam auf ganz wenige Handschriften des 12./13. Jh. zurückgeht.

Die Complutensische Ausgabe war zwar die erste, die gedruckt wurde: Der neutestamentliche Teil wurde 1514, der Rest 1517 vollendet; sie konnte jedoch nicht vor 1522 veröffentlicht werden, weil die erforderliche Genehmigung des Papstes fehlte.

In der Zwischenzeit brachte der Gelehrte Erasmus von Rotterdam seine erste Ausgabe im Jahre 1516 mit einer lateinischen Übersetzung (an welcher er jahrelang gearbeitet hatte) heraus. Dies wurde in großer Eile getan; Erasmus wurde durch Johann Froben, einen Drucker in Basel, so gedrängt, weil diese Ausgabe noch vor der Complutensischen Ausgabe herausgegeben werden sollte. Das Buch wurde freudig von allen begrüßt, die das Licht des Wortes Gottes suchten, vom Großteil des kirchlichen Klerus jedoch streng abgelehnt.

Die Ausgaben von Robert Etienne (oder: Stephanus), einem Drucker in Paris, folgten: die erste im Jahre 1546, und seine berühmteste im Jahre 1550; diese war die erste, die Lesarten verschiedener Manuskripte in Klammern angab; eine vierte Ausgabe wurde 1551 herausgegeben, in der er den Text mit einer Verseinteilung versah. Kapitel- und Verseinteilungen sind also menschliche Zusätze, obwohl sie in der Praxis sehr nützlich sind.

Weitere wichtige Ausgaben des griechischen Neuen Testaments sind die zehn Ausgaben von Beza, die erste 1565 und seine letzte im Jahre 1611.

Die Ausgaben des niederländischen Druckers Elzevir kamen in den Jahren 1624 und 1633 als nächste heraus. Die zweite wird erstmalig als textus receptus, oder als „Text, der von allen akzeptiert ist" (textum ergo habes nunc ab omnibus receptum) bezeichnet. Diese war über Jahrhunderte hinweg die gebräuchliche Ausgabe des griechischen Neuen Testaments.

Alle oben genannten Ausgaben weichen nur in wenigen Einzelheiten voneinander ab, aber ab dem 18. Jh. wurde den textlichen Varianten in den Manuskripten mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Diese wurden nun sorgfältig miteinander verglichen, mit dem Ziel, zu entdecken, wie der ursprüngliche Text an den Stellen, wo Varianten vorhanden sind, gelautet hat.

Die Ausgabe des Engländers John Mill erschien 1707. Er hatte 30 Jahre daran gearbeitet, die Ausgabe von Stephen von 1550 neu herauszugeben, und dokumentierte die Früchte seiner Arbeit in Anmerkungen und einem Anhang.

Es folgte die wichtige Ausgabe des Württembergers Johann Albrecht Bengel im Jahr 1734.

Die Ausgabe des Schweizers Johann Jakob Wettstein erschien 1751/52. Er hatte weit über hundert Handschriften und alte Übersetzungen benutzt, durch die er den bis dahin gebräuchlichen Text verbesserte.

Dann erschien die Arbeit von Johann Jakob Griesbach, die Hauptausgaben in den Jahren 1796-1806, eine kleinere 1805. Er war der erste, der den Textus Receptus da veränderte, wo es seinem Urteil nach angebracht war. Er arbeitete an einer Einteilung der griechischen Manuskripte und ordnete sie zu Familien, um aufzuzeigen, welche voneinander abgeschrieben worden waren oder aus welcher Rezension sie hervorgegangen waren.

Die Ausgabe von Scholz aus den Jahren 1830-36 ist nicht zuverlässig.

Die Hauptausgabe von Karl Lachmann wurde 1842-50 veröffentlicht. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf frühe griechische Manuskripte - nicht später als das vierte Jahrhundert; jedoch befolgte er diese Regel nicht durchgängig. Er setzte erstmals den Textus Receptus beiseite.

Es folgten die Ausgaben von Constantin von Tischendorf: Seine letzte, die achte Ausgabe, wurde in den Jahren 1865-72 herausgegeben. Seine Suche nach alten griechischen Handschriften des Neuen Testaments gipfelte in der Entdeckung und Herausgabe des Codex Sinaiticus, den er im Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel entdeckte. Diese Handschrift gehört zu den bekanntesten überhaupt, denn sie ist eine der beiden ältesten Vollbibeln, obwohl sie an vielen Stellen fehlerhaft ist.

In England brachten Tregelles, Alford und Wordsworth weitere, jedoch nicht weiter bemerkenswerte Ausgaben des griechischen Neuen Testaments heraus.

B. F. Westcott und A. Hort sind die ersten, die den Textus Receptus vollständig verwarfen. Sie änderten den Text frei ab, wo andere bislang gezögert hatten, dies zu tun. Ihre Ausgabe datiert von 1881.

Die Herausgeber der Revision der englischen Authorized Version von 1881, J. N. Darby und andere, die das griechische Neue Testament übersetzten, legten entweder einen der oben genannten Texte zugrunde oder stellten eigene Kriterien auf, jedoch ohne den griechischen Text zu drucken. Das griechische Testament mit den Lesarten der Überarbeiter wurde in Oxford durch Clarendon Press 1881 herausgegeben.

Im Jahr 1898 veröffentlichte Eberhard Nestle sein erstes griechisches NT, das auf den kritischen Ausgaben von Tischendorf, Westcott & Hort basierte und auch die Ausgaben des Engländers Weymouth und des Deutschen Weiß heranzog. Diese Ausgabe erlebte viele Auflagen, die von dem Sohn Erwin Nestle fortgeführt wurden, bis Kurt Aland um 1950 mit in diese Arbeit eintrat und nach und nach den Text auf die einzelnen Handschriften gründete. Der „Nestle-Aland" ist jetzt wohl die bekannteste Ausgabe des griechischen Grundtextes des NT. Diese stützt sich wie die bereits genannten früheren Herausgeber des griechischen Grundtextes mehr auf die Lesarten der älteren Handschriften, die im 20. Jh. gefunden wurden. Demgegenüber bildete sich in den letzten Jahrzehnten eine Bewegung, die den alten „Textus Receptus", der die Grundlage der reformatorischen Übersetzungen ins Deutsche, Englische und Französische bildete, als allein „richtige" und vorzuziehende Textform bezeichnet, obwohl diese erst spät entstanden und in sich auch nicht einheitlich ist. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass dieser traurige „Streit" sich nur auf ca. 5% des gesamten Textes des NT bezieht, denn in ca. 95% stimmen alle vorhandenen Handschriften miteinander überein.

Heute sind ungefähr 5300 griechische Handschriften des NT bekannt, mehr als von allen anderen antiken Schriften zusammengenommen. Das NT ist damit das am besten erhaltene Buch der Antike. Nach ihrem äußeren Erscheinungsbild werden die Handschriften in drei Klassen eingeteilt: Majuskeln, Papyri und Minuskeln. Ein großer Teil dieser Handschriften wurde erst in den letzten 200 Jahren entdeckt. Bis dahin stützte man sich hauptsächlich auf mittelalterliche, d. h. relativ spät entstandene Handschriften, meistens Minuskeln. Im 19. Jh. aber wurden viele Majuskeln entdeckt bzw. ausgewertet, deren älteste aus dem 4. Jh. n. Chr. stammten, und im 20. Jh. kamen die sensationellen Papyrusfunde hinzu, die zum Teil aus dem 3. und 2. Jh. n. Chr. stammen.

1.) Majuskeln oder Unzial-Handschriften. Majuskel bedeutet Großbuchstabe. Die Majuskeln datieren von ungefähr dem 4. bis zum 10. Jahrhundert. Alle diese Handschriften (ungefähr 250 Handschriften) sind in griechischen Großbuchstaben verfasst und meistens auf Pergament geschrieben, weisen keine Abstände zwischen den Worten und nur wenig bis gar keine Interpunktion auf. Ein Beispiel aus dem Codex Sinaiticus kann dies veranschaulichen:

Es handelt sich um Johannes 6,14.15. Die Abbildung zeigt, wie die Worte am Ende der Zeilen ohne ein besonderes Zeichen getrennt werden (am Ende der Zeilen 1, 3, 7 und 9), teilweise ohne dabei die Silben zu berücksichtigen, und dass Abkürzungen für bestimmte Wörter verwendet wurden (z. B. IC für ιησους ’Jesus’; die darüber gesetzte Linie zeigt an, dass es sich um eine Abkürzung handelt). In einigen alten Manuskripten fehlt diese Zeile, wodurch die Lesart zweifelhaft wird. Das Zeichen am Ende von Zeile 4 zeigt, dass ein Buchstabe ausgelassen wurde: in diesem Fall der Buchstabe ν (von κόσμον). Das Beispiel zeigt außerdem, dass Korrekturen durch den Schreiber selbst oder durch spätere Korrektoren erfolgten.

Die Buchstaben am linken Rand dienten einem ähnlichen Zweck wie die Parallelstellenangaben mancher moderner Bibeln. Sie sind als die Ammonianischen Abschnitte bekannt. Im dritten Jahrhundert richtete Ammonius von Alexandria dieses Zahlensystem ein, um dem Leser beim Auffinden von Parallelstellen in den Evangelien zu unterstützen; und im vierten Jahrhundert richtete Eusebius, der Historiker, in seinem sogenannten „Kanon" die Ammonianischen Abschnitte so ein, dass jede Stelle sehr einfach gefunden werden konnte. Die Buchstabenfolge NA bezieht sich auf den Ammonianischen Abschnitt Nr. 51 des Evangeliums Johannes, die im „Kanon" des Eusebius gefunden werden kann, das ist Nr. 4, eine Gruppe von Abschnitten, die nur bei Matthäus, Markus und Johannes vorkommen. Es handelt sich um Matthäus 14,23-27; Markus 6,47-50 und Johannes 6,16-21. Diese Hinweise sind vollständig im Scrivener's Greek Testament von 1887, und in Wordsworth's Greek Testament wiedergegeben.

Die wichtigsten Majuskelhandschriften (nur die größeren Manuskripte):

Bezeichnung

Jh.

Inhalt

א

01

Sinaiticus

4.

Das ganze Neue Testament.

A

02

Alexandrinus

5.

Stellenweise beschädigt.

B

03

Vaticanus

4.

Matthäus bis Hebräer 9,14, einschließlich der katholischen Briefe, die nach der Apostelgeschichte stehen, wie auch in anderen früheren Manuskripten. Timotheus, Titus, Philemon und die Offenbarung fehlen.

C

04

Ephraemi Rescr.

5.

Mit Lücken; zusammen rund zwei Drittel des N.T..

D

05

Bezae Cantabr.

5.

Nahezu alle Evangelien und die Apostelgeschichte. Griechisch und Lateinisch.

D

06

Claromontanus

6.

Paulinische Briefe. Griechisch und Lateinisch.

E

07

Laudianus

8.

Das meiste der Apostelgeschichte. Griechisch und Lateinisch.

P

25

Porphyrianus

9.

Apostelgeschichte, die Briefe und die Offenbarung.

Anfänglich wurden die gefundenen Majuskelhandschriften zur Unterscheidung nur mit Großbuchstaben bezeichnet. Bald aber reichten die Buchstaben des Alphabets nicht mehr aus. Wie das zweifache Vorkommen des Buchstabens D zeigt, nimmt der gleiche Buchstabe nicht immer auf das gleiche Manuskript Bezug. Daher hat man in neuerer Zeit die Ziffernzählung hinzugefügt. Einige der Manuskripte, wie das unter C genannte, sind Palimpseste, das heißt, die alte Handschrift wurde teilweise gelöscht und andere wurden darüber geschrieben (siehe unter Schreibkunst).

2.) Die Papyri (ungefähr 90 Handschriften) werden nicht nach der Schrift, sondern nach dem Beschreibstoff benannt, denn sie sind nicht auf Pergament, sondern auf Papyrus geschrieben. Die meisten von ihnen wurden erst im 20. Jh. in Ägypten gefunden. Sie sind die ältesten Zeugen des griechischen NT und daher von besonderem Wert. Meistens handelt es sich dabei jedoch nur um Bruchstücke von einzelnen Büchern des NT.

Die wichtigsten Papyri:

Bezeichnung

Jh.

Inhalt

P52

2.

Einige Verse aus Johannes 18.

P46

um 200

Teile der paulin. Briefe.

P66

um 200

Teile des Johannesevangeliums.

P72

3./4.

Petrusbriefe.

P75

2.

Teile von Lukas und Johannes.

3.) Die Minuskeln oder Kursivhandschriften (ungefähr 2700 Exemplare) bilden die größte Gruppe der Handschriften. Sie werden so genannt, weil sie nicht in Großbuchstaben, sondern in Kleinbuchstaben bzw. in kursiver Schreibweise gehalten sind. Diese sind jüngeren Datums, ungefähr vom 10. bis zum 16. Jahrhundert. Die frühesten von ihnen stehen naturgemäß an erster Stelle, die späteren und die Minuskeln sind meist von geringerer Bedeutung.

Wesentliche Minuskeln:

Bezeichnung

Jh.

Inhalt

Nr. 1

Basel

12.

Alles außer der Offenbarung.

Nr. 33

Paris

9.

Alles außer der Offenbarung.

Nr. 47

Oxford

11.

Paulinische Briefe.

Nr. 61

Dublin

16.

Das ganze Neue Testament, aber nicht von einem Schreiber.

Nr. 69

Leicester

15.

Das ganze Neue Testament.

Es gibt außerdem noch eine Reihe griechischer Manuskripte, die „Evangeliare" oder „Evangelistare" genannt werden. Evangeliare enthalten die vier Evangelien, Evangelistare dagegen nur diejenigen Teile der Evangelien, die in den Gottesdiensten benutzt wurden. Von dieser Gruppe gibt es mehr als 900 Exemplare.

Neben den griechischen Bibelmanuskripten gibt es noch weitere Hilfen zur Feststellung des ursprünglichen griechischen Textes.

I. Übersetzungen: Die frühen Übersetzungen (ins Lateinische, Syrische und Gotische) stützten sich auf Texte, die zu jener Zeit verfügbar waren, und lassen in gewissem Maß Schlussfolgerungen über die Textgrundlage zu (siehe Übersetzungen der Bibel).

II. Zitate der apostolischen Väter und der Kirchenväter: Die Schriften der griechischen und lateinischen Väter enthalten oft Anführungen aus der Bibel, die zeigen, was in den alten Kopien stand, aus welchen sie zitiert wurden. Diese beginnen bereits im zweiten Jahrhundert, also ungefähr zur gleichen Zeit, aus der die ältesten Papyri stammen.

Aus diesem kurzen Überblick wird deutlich, welche Arbeit mit der Prüfung der großen Anzahl von Zeugnissen für oder gegen eine Lesart verbunden ist. Dies kommt in den kritischen Text-Ausgaben zum Ausdruck. Sehr wenige Personen sind kompetent, jedes Für und Wider zu prüfen und zu gewichten; aber mit den heute verfügbaren Hilfsmitteln ist es nicht schwer festzustellen, wo alle Herausgeber über eine Textpassage einig sind, und es ist ratsam, ihnen darin zu folgen. Aber in allen diesen Fragen muss die Leitung des Heiligen Geistes gesucht werden. Ein geistlicher Mensch ist hier weniger fehlbar als ein großer Gelehrter.

Wie unter dem Begriff Bibel erklärt, sind lediglich einige wenige Passagen durchaus zweifelhaft; nicht eine von ihnen berührt jedoch die fundamentalen Wahrheiten des Christentums. Dies ist Gottes Gnade: Jeder arme Sünder kann darin mit Vertrauen den Weg des Heils sehen, und Christen können lernen, was als Gottes Wahrheit offenbart ist, und erkennen, welches Sein Vorsatz in Bezug auf sie, Sein irdisches Volk, die Juden, und die ganze Schöpfung ist.

Die verschiedenen Lesarten stehen übrigens in keiner Weise im Widerspruch zu der Lehre der Verbalinspiration (siehe Inspiration).


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