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Betrachtung über 1.Petrus (Synopsis)

John Nelson Darby (Biographie)

Einleitung

Der erste Brief des Petrus ist an Gläubige von der Zerstreuung Israels gerichtet, die sich in den von dem Apostel im ersten Verse aufgezählten Provinzen Kleinasiens befanden. Der zweite Brief erklärt selbst, dass er ein zweiter, an dieselben Personen gerichteter Brief sei. Beide waren also für die Juden in Kleinasien bestimmt, das heißt für diejenigen unter ihnen, welche denselben kostbaren Glauben wie der Apostel empfangen hatten.

Der erste Brief ist gegründet auf die Lehre von der himmlischen Berufung (ich sage nicht auf die Lehre von der Versammlung auf der Erde 1 Ich füge hier „auf der Erde“ hinzu, weil im 2. Kapitel von der Versammlung, als durch Jesum Selbst gebaut und noch nicht vollendet, die Rede ist, wo die lebendigen Steine zu Christo kommen. , denn diese wird uns hier nicht vor Augen gestellt), im Gegensatz zu dem Teil, das die Juden auf der Erde besaßen. Er zeigt uns die Christen, und insbesondere die Christen aus den Juden, als Pilgrime und Fremdlinge auf Erden. Das sich für solche geziemende Betragen wird hier mehr entwickelt als die Lehre. Der Herr Jesus, der Selbst ein Pilger und ein Fremdling hienieden war, wird in mehr als einer Hinsicht als Vorbild hingestellt. Zugleich schildern uns die beiden Briefe die gerechte Regierung Gottes in ihren verschiedenen Abschnitten vom Anfang bis zum Ende aller Dinge, wo dann die in Brand geratenen Elemente zerschmelzen und ein neuer Himmel und eine neue Erde entstehen werden, in denen Gerechtigkeit wohnt. Der erste Brief beschäftigt sich mit der göttlichen Regierung zu Gunsten der Gläubigen, der zweite zeigt diese Regierung in dem Gericht der Gottlosen. Nichtsdestoweniger spricht der Apostel, indem er die himmlische Berufung vorstellt, notwendigerweise von dem Heil, von der Errettung der Seele, im Gegensatz zu der zeitlichen Errettung der Juden.


Fußnoten

1 Ich füge hier „auf der Erde“ hinzu, weil im 2. Kapitel von der Versammlung, als durch Jesum Selbst gebaut und noch nicht vollendet, die Rede ist, wo die lebendigen Steine zu Christo kommen.

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