Ährenlese im Neuen Testament (2. Johannes)

Kapitel 1

Ährenlese im Neuen Testament (2. Johannes)

2. Johannes 1–13

Nachdem der Apostel in seinem ersten Brief die Charakterzüge der Wahrheit dargelegt hat, zeigt er diese Wahrheit nun in zwei kurzen Briefen «im Wandel». Er wählt als Beispiel dafür nicht einen Vater im Glauben (1. Johannes 2,13), sondern eine christliche Frau mit ihren Kindern, von denen zu seiner grossen Freude einige in der Wahrheit wandelten. Junge Christen, denkt daran, dass es denen, die euch lieben, die grösste Freude macht, wenn sie sehen, dass ihr die Belehrungen des Wortes nicht nur kennt, sondern auch in ihnen wandelt (Vers 4; 3. Johannes 4). Das Benehmen der Kinder ist der beste Beweis, dass ein christliches Haus durch die Wahrheit regiert wird. In einer Zeit des gänzlichen Verfalls ist das Heim der letzte Ort, wo sich das Kind, geschützt vor dem Schmutz dieser Welt, entfalten kann. Aber es kommt vor, dass die Wahrheit gegen Feinde von aussen verteidigt werden muss (Vers 10; Apostelgeschichte 20,30). Die wahre Liebe macht es uns zur Pflicht, solche Leute nicht zu empfangen. Könnten wir es ertragen, dass ein Besucher käme, um uns Lügen zu sagen über unsere Mutter oder sonst jemand, der uns lieb ist? Eine Christin, ein bekehrtes Kind sind berechtigt, nicht mit diesen Leuten zu diskutieren, sondern vor ihnen die Türe zu verschliessen. Die Wahrheit macht unseren grössten Schatz aus. Lassen wir sie uns nicht rauben! (Sprüche 23,23).

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