Wie verhält es sich mit dem "Zehnten geben" im Neuen Testament?

Im alten Bund war das Zehntengeben allerdings ein striktes Gebot. Mammonsdienst hat zu allen Zeiten das Herz des Menschen regiert, darum wollte Gott Sein Volk zum Geben erziehen. Trotzdem lesen wir in Jesaja, Amos und besonders Maleachi, dass Gott den Juden vorwerfen musste, dass sie Ihm den schuldigen Zehnten vorenthalten oder in schlechter Ware gegeben haben!

Im Neuen Testament ist nun der Charakter dieser Abgaben – oder Opfer, wenn man will – ein ganz anderer. Da möchte ich auf 1. Korinther 16,1-2 und 2. Korinther 8 und 9, sowie die Unterweisung des Herrn wegen des Scherfleins der Witwe hinweisen (Mk 12,41-44). In 2. Korinther 8 und 9 wird dargestellt, wie diese Gaben für die verschiedenen Bedürfnisse im Werk des Herrn nur ein kleines Entgelt unsererseits für all den Segen sei, den wir durch sie empfangen haben.

Der Herr erwartet von uns deswegen, dass wir "fröhliche Geber" seien, die gern und in völliger Freiheit opfern, nicht aus Gesetzeszwang, wie bei den Juden, sondern aus dankbarer Liebe. Ein Opfer ist immer mit einer Selbstverleugnung verbunden. Wo die Liebe vorhanden ist und uns antreibt, geben wir gerne und rechnen nicht viel hin und her, gleichgültig ob wir arm oder reich sind. Der Herr sieht das Herz des Gebers an. Wer dem Herrn aus fröhlichem Herzen gibt, kommt niemals zu kurz, was aber bei scharfem Rechnen, gezwungenem oder gar gleichgültigem Geben stets der Fall sein wird.


Online seit dem 18.05.2007.


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