Werden die alttestamentlich auferweckten Heiligen im Himmel oder auf der neuen Erde wohnen?

Man sagt öfters, dass die Brautgemeinde ihre Wohnstätte im Himmel habe, andererseits aber, dass die "Hütte Gottes" bei den Menschen auf der neuen Erde sein werde (Off 21,2-3). Wie ist dies zu vereinen? Werden die alttestamentlich auferweckten Heiligen, die doch mit der Erde verbunden waren, ihre Wohnstätte im Himmel oder auf der neuen Erde haben?

Bibelstelle(n): Offenbarung 21,2-3

Es ist wohl zuerst festzustellen, dass in Offenbarung 21,1-6 nicht nur von einer neuen Erde, sondern auch von einem neuen Himmel die Rede ist. Das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden! So können wir also nicht den neuen Himmel und die neue Erde voneinander trennen. Die Frage: "Sind die alttestamentlichen Gläubigen, oder auch schließlich andere Erlöste, im neuen Himmel oder auf der neuen Erde?", wird dadurch gegenstandslos. Wer auf der neuen Erde ist, ist auch im neuen Himmel und umgekehrt. Alles Materielle hat aufgehört (2. Pet 3,11-13). Auch finden wir jetzt weder Juden noch Heiden mehr. Der Unterschied, der das tausendjährige Reich noch charakterisierte, hat für immer aufgehört. Gott redet nur noch von "Menschen", allerdings sind es erlöste, glückselige, verherrlichte Menschen. Diese sind um die "Hütte Gottes", welches die Brautgemeinde des Herrn ist, geschart. Sie bildet in Ewigkeit den Mittelpunkt aller Herrlichkeit. Damit wäre das "wo" Ihrer beiden Fragen beantwortet. Das Wesentliche ist aber, dass jetzt alle Gläubigen, sowohl die heute durch den Heiligen Geist gesammelte Brautgemeinde, als die mit ihr entrückten alttestamentlichen Heiligen, die für das tausendjährige Reich auferweckten Märtyrer der großen Drangsalszeit und schließlich die Heiligen des tausendjährigen Reiches alle nun in einer nie mehr getrübten Freude und Wonne bei Christus sein werden. Alle Erlösten werden Bewohner des neuen Himmels und der neuen Erde sein. Über das weitere "wie" und "was" gibt uns die Heilige Schrift keine Auskunft. Der ewige Zustand kann eben nicht von dem Zeitlichen verstanden werden; nicht kann das Diesseits das Jenseits erfassen. Einen einzigen Fingerzeig mag uns die bekannte Stelle in 1. Johannes 3,2 geben: "Wir wissen ... dass wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist". So wollen wir uns mit dem begnügen, was Gott uns geoffenbart hat, alles Weitergehen führt zur Unsicherheit und zu Ungereimtheiten. Es gilt auch hier:

Kein Mensch dies Wunder fassen kann,
kein Engel kann's verstehen.
Der Glaube schaut's und betet an,
bewundert, was geschehen.


Online seit dem 07.09.2006.


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