Esther – Bibel-Lexikon
Ester

Bedeutung des Namens
Esther = Stern

Der persische Name von Hadassa, der Tochter Abichails, des Sohnes Simeis, des Sohnes Kis', eines Benjaminiters. Sie war eine Waise und wurde von ihrem Vetter Mordokai aufgezogen. Sie war schön von Gestalt und von Aussehen und wurde als passend befunden, dem König vorgeführt zu werden. Gott gab ihr Gnade in den Augen des Königshofes und veranlasste den König, sie als seine Gemahlin zu erwählen, obwohl sie eine Gefangene war. Der König wird Ahasveros genannt, ist aber wahrscheinlich der uns aus der Geschichte bekannte Xerxes.

Mordokai, der sich nicht vor Haman, dem Agagiter, niederbeugte, rief dessen Zorn hervor, worauf Haman bei dem König einen Erlass zur Vernichtung aller Juden des Reiches an einem bestimmten Tag erwirkte.

Esther wurde daraufhin von Mordokai beauftragt, den König um die Rettung des Volkes zu bitten. Hierfür ließ Esther alle Juden versammeln, um drei Tage und drei Nächte zu fasten. Dann wollte sie zu dem König hineingehen, „was nicht nach dem Gesetz ist; und wenn ich umkomme, so komme ich um!"(Est 4,16). Gott gab ihr Gnade in den Augen des Königs und er reichte ihr das goldenen Zepter entgegen. Bei einem Gelage teilte sie dem König dann mit, dass Haman sie und ihr Volk verkauft hatte. Der König wurde sehr zornig und befahl, als er erfuhr, dass Haman einen Galgen für Mordokai (der einst dem König das Leben gerettet hatte) errichtet hatte, diesen selbst daran zu hängen. Esther musste dann erneut ihr Leben aufs Spiel setzen, als sie wieder ungebeten vor dem König erschien. Aber wieder erwies er ihr Gnade und gab ihr die gewünschte Autorität, die Juden vor dem drohenden Unglück zu retten. Ihnen wurde gestattet, sich der Angriffe der Feinde zu erwehren.

Durch eine bemerkenswerte Vorsehung war Mordokai, nachdem der König eine Nacht nicht in der Lage gewesen war zu schlafen, in dessen Gunst gesetzt worden und wurde nun in die Stellung Hamans erhoben. Dies brachte den Juden große Vorteile ein, da die Fürsten der Landschaften Mordokai fürchteten. Als der zur Vernichtung des Volkes bestimmte Tag erreicht war, waren die Juden, anstatt selbst vernichtet zu werden, nicht nur in der Lage sich zu verteidigen, sondern sich auch an ihren Feinden zu rächen. Es war ein Festtag und ein Tag der Freude für die Juden. Diese Tage der Befreiung wurden von Mordokai und Esther zu jährlichen Festtagen ernannt. Siehe Esther, Das Buch.


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