Kriege – Bibel-Lexikon

Krieg ist die natürliche Konsequenz der Sünde in der Welt und der Tatsache, dass Menschen und Nationen den Besitz anderer begehren (Jak 4,1-3). Die bedeutenden in der Bibel erwähnten Kriege sind jedoch anderer Natur: Israel nahm Kanaan als Heerschar des HERRN ein und verteidigte die Stellung in seinem Land, wofür sie einen göttlichen Befehl besaßen. Diese Kriegsführung ist beispielhaft für den Kampf der Christen „gegen die Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern" (Eph 6,12). Weiter gibt es Kriege gegen Israel, in denen Gott andere Nationen als Strafmittel benutzte. Gott behielt sich aber immer die Rechte an seinem Volk und an seinem eigenen Land vor.

Als der HERR die Armee des Pharaos im Schilfmeer vernichtete, wurde er als „Kriegsmann" bezeichnet, und dieser und weitere Siege sind „im Buch der Kämpfe [oder Kriege] des HERRN" aufgezeichnet (2. Mo 15,3; 4. Mo 21,14).

Auch heute gibt es noch Kriege, weil die Sünde immer noch auf der Erde ist, und Nation steht gegen Nation auf (Mt 24,7); zudem ist Israel wieder im Land, und wird von seinen Feinden verfolgt.1 Die Könige der bewohnten Erde werden einmal zum „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen" nach Harmagedon versammelt werden (Off 16,14.16). Der Herr muss „herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat" (1. Kor 15,25). Darauf folgt eine Zeit, in der keiner mehr den Krieg lernen wird, alle kriegerischen Waffen zu landwirtschaftlichen Geräten umfunktioniert werden (Jes 2,4), und der Friedefürst über die ganze Erde regieren wird.

Fußnoten

  • 1 Die Autoren des englischen Originals schrieben an dieser Stelle noch im völligen Vertrauen auf die biblischen Prophezeiungen: "…wenn Israel wieder im Land sein wird, werden ihre Feinde sie verfolgen."! (Anm. d. Red.)

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