Stammbaum des Herrn Jesus – Bibel-Lexikon
Geschlechtsregister des Herrn Jesus

Der Stammbaum des Herrn Jesus wird in Matthäus 1 und Lukas 3 beschrieben. Entsprechend dem unverkennbaren Charakter von Matthäus, in welchem Christus als Messias und Sohn Davids dargestellt wird, beginnt der Stammbaum mit Abraham, während er in Lukas, wo Christus als Sohn des Menschen gezeigt wird, die Aufzählung bis auf „ein Sohn ... des Adam, des Gottes" zurückgeht. Beide Aufzählungen sind von Abraham bis David gleich, dann weichen sie voneinander ab, bis sie zu Salathiel und Serubbabel kommen, deren Namen in beiden Aufzählungen vorkommen; danach weichen sie wieder voneinander ab. Die Aufzählung in Lukas ist umfangreicher, und enthält von David bis Joseph 41 Namen, während in Matthäus nur 26 Namen vorkommen. Einige Namen wurden in Matthäus ausgelassen, und dies ermöglicht es den Stammbaum in drei Teile zu jeweils 14 Generationen einzuteilen. Josia wird als der Sohn Jorams genannt, aber nach 1. Chronika 3,11.12 (wo anstatt Josia Asarja gelesen wird, ebenso in 2. Kön 14,21), ist zu erkennen, dass drei Könige ausgelassen wurden: Ahasja, Joas und Amazja. Solche Auslassungen können auch in den Stammbäumen im A.T. gefunden werden. In 2. Chronika 22,9 wird Ahasja der Sohn von Josaphat genannt, obwohl er sein Enkel war; und beim Vergleichen der Stammbäume von 1. Chronika 6,3-15 mit Esra 7,1-5 werden sieben Namen gefunden die im letzteren ausgelassen werden.

Es ist beachtenswert das in Matthäus das Wort „zeugen" benutzt wird, während es in Lukas unbestimmter ist. Jesus war „angeblich" oder „erwiesenermaßen" der Sohn von Joseph und von Joseph heißt es, dass er „des Eli" war, ohne dass das Wort „zeugen" verwendet wird. Außerdem ist noch zu bemerken, dass nach dem jüdischen Gesetz bei einem kinderlos verstorbenen Mann sein Bruder ihm durch die Witwe Nachkommen zeugen sollte. Ein geborener Sohn wurde dann als der rechtmäßige Sohn des Verstorbenen anerkannt, während er eigentlich der direkte Sohn des Bruders war. Die Aufzählung in Matthäus ist eindeutig die königliche Linie; zwischen David und Salathiel werden zwölf Könige genannt, welche alle bei Lukas weggelassen werden. Da es die königliche Linie ist, muss es auch die direkte sein.

Es gibt eine größere Schwierigkeit bei dem Stammbaum in Lukas: Ist er die Linie von Josephs oder von Marias? Frauen werden als Erbfolgen niemals direkt angeführt, jedoch wird Christus als „Same der Frau" (1. Mo 3,15), „geboren von einer Frau" (Gal 4,4), „der Same Abrahams" (Heb 2,16), „der Same Davids nach dem Fleisch" (Rö 1,3; 2. Tim 2,8), „die Wurzel Davids" (Off 22,16) vorgestellt. Und da der Herr nicht der leibliche Sohn Josephs war, können diese Schriften nur durch seine Mutter erfüllt werden, die ein direkter Nachkomme von David und Abraham sein musste. Es ist deshalb besser zu erwägen, dass Lukas die direkte Nachkommenschaft durch Maria zeigt. In Übereinstimmung mit diesem Gedanken kann gesehen werden, dass Matthäus, wenn er von der Geburt des Herrn spricht, oft Joseph erwähnt aber seltener Maria, während Lukas oft Maria erwähnt aber seltener Joseph.


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