Sonne – Bibel-Lexikon

Die Sonne wurde als das größere Licht zur Beherrschung des Tages geschaffen (1. Mo 1,16). Bei den Israeliten begann deshalb die Tageszeit mit Sonnenaufgang (im Unterschied zu Mitternacht) und endete mit Sonnenuntergang. Dadurch waren ihre Tage und Stunden im Sommer notwendigerweise länger als die im Winter (Ps 19,1-7; 113,3; 136,8).

Sonnenanbetung: Die Israeliten wurden davor gewarnt die Sonne anzubeten. Trotzdem verfielen sie diesem Götzendienst und legten Höhen zur Sonnenanbetung in Jerusalem an (5. Mo 4,19; 2. Kön 23,5.11).

Sonnenstillstand: Gegen die Aussage „Und die Sonne stand still" (Jos 10,12-27) kann kein berechtigter Einwand gebracht werden. Obwohl es bekannt ist, dass die Erde sich dreht und nicht die Sonne, sprechen sogar Astronomen noch vom Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und nutzen das Wort „Solstitium" (oder auch „Sonnenwende"), was soviel wie „Stillstand der Sonne" bedeutet. Sie würden zweifellos dasselbe wie Josua sagen, wenn sie in ähnliche Umstände gebracht würden.

In den Tagen Hiskias ging der Schatten am Sonnenzeiger um zehn Grad zurück (2. Kön 20,10). Dies kann wie auch bei der vorigen Begebenheit dadurch erzeugt worden sein, dass das Sonnenlicht ein optisch dichteres Medium durchlief. Aber welchen Weg Gott auch gewählt haben mag um diese Wunder zu vollbringen, sie sind wunderbare und gottgegebene Zeichen.

Zeichen an der Sonne: Sie stehen vermutlich symbolisch für eine Verfinsterung und einen Umsturz der Regierungsgewalten in den letzten Tagen (Lk 21,25; Apg 2,20; Off 6,12).


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