Leuchter – Bibel-Lexikon

Dieser Begriff bezeichnet in der Schrift einen Lampenständer, wie er in 2. Chronika 4,20 auf einfache Weise beschrieben wird: „Die Leuchter und ihre Lampen", die im Tempel verwendet wurden. Einen Leuchter finden wir auch in Belsazars Palast gegenüber von der Stelle, an der die Finger von Menschenhand auf den Kalk der Wand schrieben (Dan 5,5). Außer in großen Gebäuden genügten ansonsten Handlampen.

Der goldene Leuchter in der Stiftshütte und im Tempel mit seinen sieben Lampen wird in 2. Mose 25,31-40 ausführlich beschrieben: Er wird auch der „reine Leuchter" genannt. Er hatte seinen Platz im Heiligtum und leuchtete gegenüber von dem Schaubrottisch. In Anlehnung an 2. Mose 27,20 kann man denken, dass die Lampen beständig am Brennen gehalten wurden, aber dies scheint nicht die Bedeutung des Ausdrucks „beständig anzünden" zu sein. Es weist vielmehr darauf hin, dass die Lampen jeden Abend brannten, denn wir lesen im nächsten Vers „vom Abend bis zum Morgen". In 2. Mose 30,8 wird eindeutig gesagt: „wenn Aaron die Lampen anzündet zwischen den zwei Abenden". Am Morgen durften die Lampen erlöschen (1. Sam 3,3; vgl. auch 2. Chr 13,11). Der Leuchter war ganz aus Gold, was die göttliche Natur andeutet und was auf Christus, das wahre Licht, hinweist, sich aber auch in seinem Volk widerspiegeln soll (Eph 5,8). Die Anzahl der Lampen (sieben) ist auch ein Hinweis auf die göttliche Vollkommenheit.

Der Leuchter, der sich zur Zeit des Herrn im Tempel befand, wurde bei der Belagerung Jerusalems entwendet und ist auf dem „Triumphbogen des Titus" in Rom abgebildet. Aber da auch Tiere aus der Sagenwelt auf seinem Fundament abgebildet sind, ist es fraglich, ob es sich um eine wahrheitsgetreue Darstellung handelt.


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Goldener Leuchter

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