Das Matthäusevangelium - Eine Auslegung

Vorwort

Wann hat es das gegeben? Der vorhergesagte und erwünschte König kommt zu seinem Volk – aber das Volk will ihn nicht, wirft ihn aus dem Land Israel und aus der Stadt Jerusalem, dem religiösen Zentrum, hinaus, ja bringt ihn sogar zu Tode, ehe er überhaupt angefangen hat zu regieren.

Dieser König war der Herr Jesus. Das berichtet Matthäus in dem Evangelium, das seinen Namen trägt. Ein anderer Evangelist fasst dies ganz am Anfang seines Evangeliums so zusammen: „Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind“ (Joh 1,11–13).

Bei Matthäus geht diese Schilderung nicht so schnell – mit von Gott gelenkter Feder zeigt er uns die Herrlichkeit dessen, den Gott seinem Volk als König gesandt hat, der von diesem abgelehnt sowie ans Kreuz genagelt wird, und dann gerade dadurch den göttlichen Ratschluss erfüllt. Christus stirbt nicht unter den Kreuzesqualen; Er stirbt freiwillig, indem Er sein Leben in den Tod gibt. Er stirbt für die Sünden seines Volkes, ja sogar für die ganze Welt (vgl. 1. Joh 2,2). Die Evangelien zeigen uns nicht einfach ein Porträt eines großartigen Menschen und Herrschers. Sie führen uns in die Leidensgeschichte eines Menschen ein, der durch seinen Tod Gottes Ratschluss der Liebe ausführte.

Es ist eine wirklich zu Herzen gehende Berichterstattung, die uns Matthäus in seinem Evangelium schenkt. Sie muss uns zur Anbetung Gottes und seines Christus führen!

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