Der Brief an die Philipper

Einführung

Der Brief an die Philipper

Den Brief, mit dem wir uns nun beschäftigen, könnten wir vielleicht am besten den „Brief christlicher Erfahrung“ nennen. Für ihn ist nämlich nicht die Entfaltung der Lehre kennzeichnend, wie es für die Briefe an die Römer und die Epheser gilt. Wenn gelegentlich lehrhafte Gedanken auftauchen, so bilden sie doch nicht das Hauptthema. Diesen Brief zeichnet vielmehr ein Geist großer Vertrautheit aus – denn zwischen Paulus und den Gläubigen in Philippi gab es enge Bande der Zuneigung – und die Mitteilung vieler persönlicher Einzelheiten. So erhalten wir einen außergewöhnlichen Einblick in den inneren geistlichen Werdegang des Apostels, was sehr zu unserer Erbauung dient. Wir dürfen seine geistliche Erfahrung genau betrachten, damit wir verstehen, was wirkliche christliche Erfahrung ist. Dabei entdecken wir, wie wunderbar sie sich in einem Mann entfaltet hat, der die gleichen Gemütsbewegungen kannte wie wir. Diese Erfahrung wurde nämlich unter den ungünstigsten und niederdrückendsten Umständen zu einem wahren Triumph.

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