Gibt es eine ewige Strafe?

Warum predigt man so viel von "ewiger Strafe" angesichts solcher Stellen wie "Die Seele, die sündigt, soll sterben" und "Der Lohn der Sünde ist der Tod", wo doch nichts von ewiger Strafe gesagt wird? Ich habe trotz fleißigem Suchen nicht eine einzige Stelle betreffs individueller Bestrafung gefunden, außer in Offenbarung 20,10, wo aber nur drei genannt werden: der Teufel, das Tier und der falsche Prophet.

1. Antwort: Bitte lesen Sie die Bibel sorgfältiger und aufmerksamer, und Sie werden sehen, dass das Wort Gottes an verschiedenen Stellen von ewiger Strafe redet. Gerade in der von Ihnen angegebenen Stelle heißt es weiter Offenbarung 20,11-15, dass alle, die nicht im Buche des Lebens verzeichnet sind, nach ihren Werken, d.h. also ganz persönlich (individuell) verurteilt und in den Feuersee geworfen werden, eben dahin, wo die obigen drei kommen werden. Zwei weitere Stellen reden sogar noch deutlicher. In Matthäus 25,46 sagt der Herr selber von denen, die der König in Seinem Gericht als Böcke zur Linken stellen wird, dass sie "in die ewige Pein" gehen werden. Dann lesen wir in Markus 9,43-50, dass der Herr dreimal vom "Wurm, der nicht stirbt" und vom "Feuer, das nicht erlöscht" redet. Was ist unter diesen beiden zu verstehen? Der Wurm ist das anklagende und nagende Gewissen, das dann nicht mehr mundtot gemacht werden kann, und die nie mehr schweigende Reue, bei der keine Umkehr mehr möglich sein wird; das Feuer ist die verzehrende Leidenschaft und Gier der Sünde samt der Last ihrer furchtbaren Folgen, derer nicht mehr gewehrt werden kann. Wie aber ist ein Ende dieser Qual denkbar, da man die einzige rettende Hand zurückgewiesen hat, so das Gott sich nun endgültig von diesen Unglücklichen abgewandt hat und nie mehr an ihnen wirken wird? Diese Stelle beweist also mehr als nur deutlich, wie sehr individuell eines jeden Strafe sein wird.

2. Antwort: Wir haben aber dazu noch manchen Ausspruch des Herrn Jesus selber, der wörtlich von ewiger Qual spricht, z.B. Matthäus 25,41 und 46 (ewiges Feuer, ewige Pein), oder im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus und andere. Wie oft redet Er doch von Weinen und Zähneknirschen. In Markus 9,42-48 aber gibt der Herr, sogar in dreifacher Wiederholung, vielsagende Einzelheiten darüber, indem Er vom "Wurm, der nicht stirbt" und vom "Feuer, das nicht erlischt" redet. Was sind denn dieser Wurm und dieses Feuer? Nichts anderes als Qualen, welche der Mensch in seinem eigenen Innern findet! Der Wurm ist nichts anderes, als das, was dann unüberhörbar redet und fressen wird, indem er alle Sünden stets vor sich haben wird, und zwar mit dem ganzen Berg ihrer Folgen und ihres Fluches und die Reue, nicht auf Gott gehört und gefolgt zu haben. Und das Feuer wird die unlöschbare Leidenschaft der Sünde sein, der man machtlos ausgeliefert sein wird und die verzehrt, weil man sie nicht befriedigen kann.


Online seit dem 07.09.2006.


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