Basan – Bibel-Lexikon
Baschan

Basan ist ein ausgedehntes Gebiet östlich des Jordans, das sich südwärts bis Gilead erstreckt, nordwärts bis zum Hermon, westwärts bis zum Jordantal und ostwärts bis fast 37° O. Manchmal wird es das „Land Basan" genannt. Es war das Königreich Ogs, des Amoriters. Es wurde von Mose eingenommen (5. Mo 1,4). Zusammen mit einem Teil Gileads wuede Basan das Erbteil des halben Stamms Manasse. Seine wichtigsten Städte waren Astaroth (oder Beeschtera), das den Leviten gegeben wurde, Golan war eine Zufluchtstadt, Edrei und Salka lagen an der Grenze. Es wurde von Hasael in der Zeit Jehus verwüstet und wird in der späteren Geschichte Judas und Israels nicht mehr oft erwähnt (Jos 13,30.31; 21,27; 2. Kön 10,33; 1. Chr 5,11).

Das Gebiet wurde in späterer Zeit aufgeteilt in

1. Gaulanitis im Westen, ein reichhaltiger Bezirk mit großzügigen Wäldern, welcher heute Jaulan genannt wird und fast unbewohnt ist,

2. Auranitis im Zentrum, heute Hauran genannt, eine prächtige, teilweise bewohnte Ebene, 1

3. Trachonitis im Nordosten, auch Argob genannt, heute unter dem Namen El Lejah bekannt, ein wildes Gebiet mit basaltischen Felsen,

4. Batanaea im Südosten, heute Ard el Bathanyeh genannt.

Die vier Bezirke enthalten Überreste einer zahlreichen Bevölkerung, so findet man z.B. in einigen Teilen massive Steinhäuser.

Die Eichen Basans stehen symbolisch für große Stärke und Erhabenheit, welche Gott in seinem Gericht niederwirft (Jes 2,13; Hes 17,6; Sach 11,2).

Stiere Basans sind ein Bild für starke, rücksichtslose Feinde (Amos 4,1), die Gott in dem kommenden Gericht über Gog zerschlagen wird. Er wird das Geflügel und die Tiere des Feldes rufen, damit sie kommen und mit dem Fleisch und dem Blut der Feinde gemästet werden (Hes 39,17.18).

Schließlich, als unser Herr am Kreuz hing werden die rachsüchtigen Feinde verglichen mit den gewaltigen Stieren Basans, die ihn umringten und ihr Maul gegen ihn aufsperrten „wie ein reißender und brüllender Löwe" (Ps 22,13.14).

Fußnoten

  • 1 Schon lange Zeit wurde angenommen, dass dieses Gebiet gut seine Bevölkerung ernähren könnte, wenn es vernünftig kultiviert würde. Es wird von einem reichen Juden berichtet, der 1894 etwa 72 km2 gekauft hat.

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