Mose, Das dritte Buch – Bibel-Lexikon

Der Titel dieses Buches, Levitikus, entstammt der Septuaginta. Es ist allerdings nicht bekannt, warum dieses Buch so benannt wurde, da die Leviten selten erwähnt werden. Im Hebräischen ist einfach das erste Wort gleichzeitig auch der Titel des Buches. Das Buch beschäftigt sich mit dem Nahen zu Gott, der als im Allerheiligsten wohnend gesehen wird. Das Volk war aus Ägypten erlöst worden. Es hatte Gottes Bund empfangen und versprochen, gehorsam zu sein. Die Kinder Israel stehen nun in einer Beziehung mit Gott und kommen als Anbeter zu ihm. Sie haben sich Gott in der von ihm vorgeschriebenen Art und Weise und in einem angemessenen Zustand zu nähern. Schlussendlich konnte dies nur durch die von Gott auserwählten Priester geschehen.

Der Brief an die Hebräer greift viele gleiche Themenpunkte in Bezug auf den Christen auf, stellt sie aber in Kontrast zu dem, was wir hier finden. Dies trifft vor allem auf den Vorhang zu, der das Allerheiligste verschloss. Hier durfte der Hohepriester nur einmal im Jahr und dann mit Blut eintreten. Im Gegensatz dazu ist der Vorhang heute zerrissen, Gott ist aus dem Heiligtum herausgekommen. Seine Gnade richtet sich an alle, und jeder Christ hat freien Zutritt zur Gegenwart Gottes. In 3. Mose haben wir ein regelmäßiges Erinnern an die Sünde. Aber Christus hat mit einem Opfer auf immerdar die vollkommen gemacht, die geheiligt werden (Heb 10,14).

Der Beginn dieses Buches zeigt, dass es sich hier nicht lediglich um eine Hinzufügung zum Gesetz handelt, dass dem Volk Israel am Sinai gegeben worden war. Gott spricht zu Mose aus dem „Zelt der Zusammenkunft" außer in den letzten drei Kapiteln. Er ist inmitten des Volkes und lenkt alles.

In den Kapiteln 1-7 werden uns in den Opfern bildlich der Tod Christi in seinen verschieden Aspekten vorgestellt. Die vier grundsätzlichen Opfer werden in folgender Reihenfolge vorgestellt: Das Brandopfer, das Speisopfer, das Friedensopfer und das Sündopfer. Es wird zunächst mit der Seite Gottes begonnen, nämlich damit, was Christus für Gott ist. Aber wenn Aaron für seinen Dienst geweiht wird, dann steht das Sündopfer an erster Stelle (Kapitel 8). Und dies muss auch so sein, wenn die Bedürfnisse des Menschen im Vordergrund stehen. Bezüglich der Bedeutung der verschiedenen Opfer, siehe Opfer.

Die Kapitel 8-10 zeigen die Heiligung Aarons und seiner Söhne (siehe Aaron), sowie das Versagen von Nadab und Abihu.

Kapitel 11 unterscheidet die reinen und unreinen Tiere und macht deutlich, welche zur Nahrung bestimmt waren.

Die Kapitel 12-15 zeigen uns Gesetze in Bezug auf die Reinigung der Frauen, den Aussatz und die Unreinheit des Mannes.

Zu Kapitel 16 siehe Versöhnungstag.

Kapitel 17-22 Hier werden viele Unterweisungen im Blick auf Heiligkeit und das Meiden aller Unreinheit gegeben.

Kapitel 23 Die Feste des HERRN. Siehe Feste.

Kapitel 24 beinhaltet verschiedene Gesetze: Einmal die innere Stellung Israels vor Gott und die äußere vor der Welt.

Kapitel 25: Die Sabbatjahre und das Jubeljahr. Siehe Jubeljahr.

Kapitel 26: Androhungen und Verheißungen, die in der späteren Geschichte der Nation eintrafen.

Kapitel 27 beschäftigt sich mit Gelübden und anderem.

Das Buch endet mit dem Vers: „Das sind die Gebote, die der HERR Mose auf dem Berg Sinai an die Kinder Israel aufgetragen hat." Dies umfasst offenbar die letzten drei Kapitel, da Kapitel 25 mit „Und der HERR redete zu Mose auf dem Berg Sinai" beginnt, im Gegensatz zu Kapitel 1, wo Gott zu Mose aus der Stiftshütte sprach. Diese drei Kapitel zeigen Gott eher in seinen Regierungswegen und weniger als den Gott, der angebetet werden muss, womit sich der vorhergehende Teil dieses Buches beschäftigt. Dabei werden Anweisungen gegeben, auf welchem Weg allein man sich Gott nahen kann, zusammen mit ausdrücklichen Befehlen in Bezug auf viele Dinge, die unvereinbar sind mit einem Anbeter Gottes.


Verweise auf diesen Artikel

Genesis

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