Serubbabel – Bibel-Lexikon
Serubabel

Bedeutung des Namens
Serubbábel (und Serubábel) = Spross Babylons

Wahrscheinlich der Sohn Pedajas (1. Chr 3,19), und Neffe und Erbe Schealtiels, obwohl er sein Sohn genannt wird. Er war ein „Fürst Judas", und offensichtlich hatte er eine Anstellung im persischen Reich, wo er Sesbazar genannt wurde (Esra 1,8-11). Er war Haupt der Juden, welche unter dem Erlass Kores aus dem Exil zurückkehrten. Dem Serubbabel waren die 5.400 goldenen und silbernen Geräte übergeben, die aus Jerusalem weggebracht worden waren.

Es wurde ein Altar errichtet und Opfer geopfert; aber das Fundament des Tempels wurde erst im zweiten Jahr gelegt. Dann kamen die Feinde Judas und Benjamins und wollten beim Tempelbau helfen; aber Serubbabel und die, die mit ihm waren, lehnten ihre Hilfe ab. Diese Glaubenstat brachte ihnen den offenen Widerstand ihrer Feinde ein, die auch Gewalt von Persien erhielten. Ihr Ziel war es, das Werk zu stoppen. Die Zurückgekehrten hatten aber offensichtlich mit dem Bauen aufgehört, bevor dieses geschah.

Die Arbeit wurde für ungefähr 15 Jahre nicht wieder aufgenommen, bis Serubbabels Glaube zu neuer Kraft durch die Zurechtweisungen und Aufrufe Haggais erweckt wurde, und durch die herrlichen Zusagen, die ihm durch Sacharja gemacht wurden.

Serubbabel wurde durch Josua, den Hohenpriester, unterstützt, und plötzlich wurde wieder mit dem Bauen begonnen. Auf die Frage der persischen Statthalter „Wer hat euch Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen" antworteten die Ältesten: „Wir sind die Knechte des Gottes des Himmels und der Erde" (Esra 5,3.11). Kores hatte Befehl gegeben, dass der Tempel wieder aufgebaut würde; aber Gottes Wort zu Serubbabel war: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen" (Sach 4,6).

Der in Persien zu der Zeit regierende König Darius gab Befehl, die Arbeit am Tempel fortzuführen. Er bestimmte, dass die Kosten der Juden aus den königlichen Gütern beglichen würden. Im sechsten Jahr der Regierung Darius wurde das Haus fertig gestellt und mit Freude eingeweiht (Esra 6,7.15.16). Der HERR hatte gesagt: „Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, und seine Hände werden es vollenden" (Sach 4,9).

Danach lesen wir nichts mehr von Serubbabel. In Sacharja 4 wird dieser Sohn Davids als ein Vorbild Christi gesehen, dem verheißenen Sohn Davids. Er wird der Anlass sein an einem zukünftigen Tag, an dem der Tempel (in Sacharja wird der Schlussstein genannt, Anm. d. Übers.) mit dem Zuruf „Gnade, Gnade ihm!" gebaut werden wird (Sach 4,7). Der Name Serubbabel wird sowohl mit „in Babel gezeugt" als auch „in Babel gesegnet" wiedergegeben (1. Chr 3,19; Esra 2,2-70; Esra 3 und 4; Esra 5,1.2; Neh 7,7; 12,1.47; Hag 1,1.14; 2,2-23). Im Neuen Testament wird er in Matthäus 1,12.13 und Lukas 3,27 genannt.


Verweise auf diesen Artikel

Zorobabel


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