Joseph – Bibel-Lexikon
Josef

Bedeutung des Namens
Jóseph = Er (Gott) füge hinzu

1. Elfter Sohn Jakobs und der erste Sohn Rahels. Die interessante Geschichte von Joseph ist zu bekannt, als dass sie im Detail wiedergegeben werden muss. Aber es soll die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, in wie vieler Hinsicht Joseph ein leuchtendes Vorbild des Herrn Jesus ist. Er wurde von seinem Vater geliebt: dies und die ihm gemachten Andeutungen bezüglich seiner zukünftigen Position, die Gott für ihn inmitten seiner Familie bestimmt hatte, erregten den Neid seiner Brüder und hatten zur Folge, dass er an die Heiden verkauft wurde: ebenso wie der Herr von seinen Brüdern, den Juden, gehasst wurde und von einem von ihnen verkauft wurde. Joseph wurde für tot erklärt. Er wurde sehr gedemütigt, als er unter falscher Anklage in das Gefängnis geworfen wurde, weil er nicht sündigen wollte: seine Füße wurden im Stock befestigt und das Eisen drang in seine Seele: in all diesen Umständen kündigte er den Herrn in Seiner Erniedrigung an.

In seiner Erhebung zur Herrschaft war Joseph seinen Brüdern unbekannt, ebenso wie der Herr in Seiner Erhöhung Seinen Brüdern nach dem Fleisch unbekannt ist. In dieser Zeit hatte er eine Frau aus den Nationen und Kinder, und er wurde „fruchtbar": während der Herr von den Juden verworfen ist, sammelt Gott so aus den Nationen ein Volk für Seinen Namen. Joseph herrschte über die Heiden, wie der Herr es auch tun wird. Dann beugten sich alle Brüder Josephs vor ihm nieder, ebenso wie alle zwölf Stämme sich einmal vor dem Herrn niederbeugen werden. Danach werden die Nachkommen Jakobs in einem fruchtbaren Teil des Landes angesiedelt werden, ebenso wie die Nation im Tausendjährigen Reich in dem angenehmen Land gesammelt werden wird.

Die wunderschöne und rührende Weise, in der Joseph mit seinen Brüdern umging, wird in viel größerem Maße wiederholt werden in dem zarten und liebevollen Handeln des Herrn mit dem jüdischen Überrest, wenn sie kommen, um mit Ihm über die Wunden in Seinen Händen zu sprechen, und um über die Art und Weise, wie Er von ihnen behandelt worden ist, zu trauern. Dann werden sie sehen, dass Er ungeachtet ihres Hasses in Seinem Tod die Grundlage für ihre zukünftige Segnung gelegt hat.

Als Jakob seine Söhne prophetisch segnete, nahm Joseph einen hervorragenden Platz ein (1. Mo 49,22-26). Er sollte sehr fruchtbar werden, mit Schösslingen, die über die Mauer treiben: so erstreckte sich der Segen für Israel durch Christus auf die Heiden. Er wurde ebenso wie der Herr schwer gekränkt, gehasst und beschossen; aber sein Bogen blieb fest, und von ihm war der „Hirte", der „Stein Israels" (zwei Titel des Herrn). Dann werden die Segnungen des Himmels, der Tiefe, der Brüste und des Mutterleibes auf dem Haupt und der Krone Josephs vermehrt, als dem, der von seinen Brüdern getrennt wurde: Alles dies kündigt - obwohl von diesen weit übertroffen - die vielen Kronen und die Herrlichkeit des wahren Nasiräers im Himmel und auf der Erde an, des Herrn Jesus, der nun geheiligt ist in himmlischer Herrlichkeit. Bezüglich des Segens durch Mose (vgl. 5. Mo 33,13-17). Als Joseph im Sterben lag, vertraute er darauf, dass Gott Israel sicher aus Ägypten erretten würde, und gab Anweisungen bezüglich seiner Gebeine (1. Mo 37 - 50; 2. Mo 13,19). Was den ägyptischen König betrifft, unter dem Joseph gelebt haben soll, siehe Ägypten.

2. Vater Jigals, aus dem Stamm Issaschar ( 4. Mo 13,7)

3. Sohn Asaphs, der zum Dienst des Gesanges bestimmt war (1. Chr 25,2.9)

4. Einer, der eine fremde Frau geheiratet hatte (Esra 10,42).

5. Priester ‘von Schebanja’, der aus der Gefangenschaft zurückkehrte (Neh 12,14).

6. Ehemann von Maria, der Mutter Jesu. Er war ‚ein gerechter Mann’ und war den Anweisungen gehorsam, die er von Gott bezüglich seiner Frau und des Schutzes des Kindes Jesus erhielt. Er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids, seine Abstammung wird in Matthäus 1 und vielleicht in Lukas 3 angegeben. Der Besuch Jerusalems, als der Herr zwölf Jahre alt war, ist das letzte Ereignis, das von ihm festgehalten ist. Einmal wird er ‚der Zimmermann’ genannt (Mt 13,55), ebenso wie der Herr in Markus 6,3. Es war eine Gewohnheit bei allen Juden, ein Handwerk zu erlernen (Mt 1,16-25; 2,13-23; Lk 1,27; 2,4-52; 3,23; 4,22; Joh 1,45; 6,42).

7. Joseph von Arimathia, ein angesehener Ratsherr und ein reicher Mann. Er war ein verborgener Jünger Jesu und hatte der Tat des Synedriums, den Herrn zu verurteilen, nicht zugestimmt. Er bat kühn um den Leib Jesu und legte ihn in seine eigene neue Gruft, womit er Jesaja 53,9 erfüllte (Mt 27,57-60; Mk 15,43-46; Lk 23,50-53; Joh 19,38-42).

8.-10. Sohn Mattathias’; Sohn Judas; und Sohn Jonans - drei Männer in dem Stammbaum des Herrn Jesus (Lk 3,24.26.30).

11. Jünger, auch Barsabbas genannt, mit dem Beinamen Justus, der zusammen mit Matthias als geeignet auserwählt wurde, den Platz Judas’ einzunehmen, aber das Los fiel auf Matthias (Apg 1,23).


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