Ausschluss – Bibel-Lexikon

Obwohl dieses Wort in der Schrift nicht vorkommt, wird der Ausschluss von bösen Personen aus der Gemeinde Israels und aus der Versammlung als dem Haus Gottes in deutlicher Weise gelehrt. Immer wieder lesen wir im A.T., dass für bestimmte Sünden „die Seele (…) ausgerottet werden (soll) aus Israel", oder „ausgerottet werden (soll) aus seinen Völkern" (2. Mo 12,15; 30,33.38; 3. Mo 7,20.21.25.27; 4. Mo 9,13; Esra 10,8). Inwieweit dies durchgeführt wurde, wissen wir nicht. Im N.T. finden wir, dass die religiösen Führer beschlossen, dass, wenn jemand Jesus als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. So warfen sie den Mann, der blind geboren worden war, hinaus, weil er sagte, dass Jesus der Sohn Gottes sein musste (Joh 9,22.34).

In der frühen Geschichte der Versammlung gab es in Korinth einen Fall, dass jemand hinausgetan wurde. Die Versammlung wurde ermahnt diese böse Person, die unter ihnen war, aus eigenem Antrieb hinauszutun (1. Kor 5,13). Die Person wurde ausgeschlossen. Später zeigte der in Sünde Gefallene Reue, worauf die Heiligen in Korinth angewiesen wurden ihm zu vergeben und ihn erneut in ihre Gemeinschaft aufzunehmen (2. Kor 2,6-11). Die Notwendigkeit des Hinaustuns von bösen Personen ist offensichtlich. Die Gegenwart Gottes, der heilig ist, verlangt es, und Gläubige werden ebenfalls aufgerufen heilig zu sein: „denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr" (1. Kor 3,17). Was die Zucht auf dieser Erde anbelangt, so gibt es ein Binden und Lösen im Rahmen dieser Haushaltung (vgl. Mt 18,18), wozu die Heiligen aufgerufen sind, wenn es notwendig ist. Dabei geht es darum, das Böse aus der Versammlung wegzutun, aber immer in der Hoffnung, dass eine Wiederherstellung folgen mag. Siehe Zucht.

In Verbindung mit dem Fall in Korinth wird auch gesagt, dass diese schuldige Person dem Satan überliefert werden sollte zum Verderben des Fleisches, aber dies war die Bestimmung von Paulus als bei ihnen seiend im Geiste (1. Kor 5,4.5). Dies scheint auf einen apostolischen Befehl hinzudeuten. Paulus selbst tat das Gleiche mit Hymenäus und Alexander (1. Tim 1,20). Die positive Anordnung an die Versammlung in Korinth war es, aus ihrer Mitte die böse Person wegzutun. In 3. Johannes 9.10 lesen wir von Diotrephes, dass er einige aus der Versammlung warf, was Johannes nicht vergessen würde, wenn er ihn besuchen würde. Wie man an Korinth sieht, sollte das Hinaustun eine Handlung der Versammlung und nicht die einer Einzelperson sein.


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