Zeit – Bibel-Lexikon

Zeit ist als „das Maß der Bewegung" beschrieben worden, so z. B. in Verbindung mit der Bewegung der Himmelskörper. Sie ist auch als „Dauer von Perioden” bezeichnet worden, von denen wir ein Anfang und ein Ende feststellen können. Die Zeit steht im Gegensatz zur Ewigkeit, bei der es keinen Beginn und kein Ende gibt.

Die Christen werden ermuntert, „die Zeit auszukaufen" (Eph 5,16; Kol 4,5). Dies bedeutet nicht verlorene Zeit nachzuholen, sondern jede passende Gelegenheit zu benutzen. In Daniel 2,8 sagte der König, dass die weisen Männer „Zeit gewinnen wollt(en)", d. h. sie wollten einen Aufschub erhalten - in der Hoffnung, dass der König einlenken würde oder dass irgendetwas geschehen würde, das sie retten würde.

Was die verschiedenen Ereignisse anbelangt, die Gott vorhergesagt hat und die noch nicht geschehen sind, steht es einem Christen nicht zu, „die Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seine eigene Gewalt gesetzt hat" (Apg 1,7). Wenn andererseits zwei Ereignisse vorhergesagt wurden, von denen das eine vor dem anderen geschehen muss (so wie die Entrückung der Heiligen vor dem Tag des Herrn eintreten muss, wenn er mit seinen Heiligen wiederkommen wird), wird von einem Christ erwartet, dass er sie kennt, denn der Apostel Paulus schreibt: „Was aber die Zeiten und die Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht" (1. Thes 5,1.2). In 2. Thessalonicher 2,3-10 wird weiter erklärt, dass der Tag des Herrn nicht kommen kann, bevor der Antichrist geoffenbart wird, usw. Was aber den genauen Zeitpunkt dieser Ereignisse sowie der Entrückung der Heiligen anbelangt, so ist es uns nicht gegeben, dies zu wissen, vielmehr sollten wir für die Entrückung immer bereit sein.

Von den Kindern Issaschar wird gesagt, dass sie Männer waren, „die Einsicht hatten in die Zeiten, um zu wissen, was Israel tun musste" (1. Chr 12,32). Sie verstanden die Gedanken Gottes, nämlich dass David König über die zwölf Stämme werden sollte. So kann der Heilige Geist die Heiligen in die besondere Linie der Wahrheit einführen, die am ehesten für das Zeitalter angemessen ist, in dem sie leben, und sie lehren, was sie tun sollten. So wird z. B. im zweiten Brief an Timotheus eine Linie der Wahrheit und des Handelns für den jetzigen Zustand der Versammlung dargelegt, die auch mit dem Inhalt der späteren Sendschreiben in der Offenbarung übereinstimmt (Off 3).

Das Wort „Zeit" wird in Daniel 7,25; 12,7 und Offenbarung 12,14 für „ein Jahr" gebraucht. Deshalb steht der Ausdruck „Zeit, Zeiten, und eine halbe Zeit" für einen Zeitraum von dreieinhalb Jahre. Siehe 70 Jahrwochen.


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