Korinther, Der zweite Brief an die – Bibel-Lexikon

Paulus war außerordentlich besorgt, wie der erste Brief wohl aufgenommen worden war. Er war in Troas, wo eine geöffnete Tür für das Evangelium war, aber er hatte keine Ruhe in seinem Geist, weil er Titus nicht angetroffen hatte. Er wollte ihn deshalb in Mazedonien treffen. Als Titus ankam, war Paulus sehr getröstet durch die Nachricht, dass der erste Brief gut aufgenommen und die böse Person hinausgetan worden sei.

Kapitel 1 bis 2

In diesem zweiten Brief ist er bemüht, sie mit dem Trost, den er von Gott empfangen hatte, zu trösten. Er war in großer Gefahr gewesen (vermutlich bezüglich des Aufruhrs in Ephesus, Apg 19), aber der Gott, der die Toten auferweckt, hatte ihn gerettet. Es ging ihm um das geistliche Wohlergehen der Korinther, indem er ihnen mit Zartheit begegnete. Wenn der, der hinausgetan worden war, bußfertig wäre, ermahnte Paulus sie, ihm zu vergeben und ihn wieder zuzulassen.

Kapitel 3

Paulus beginnt mit seinem Dienst, dessen Autorität durch die Werkzeuge Satans in Korinth vielfach angezweifelt worden war. Paulus war DER Diener des neuen Bundes, so wie Mose der des alten Bundes gewesen war. Nun werden die beiden Dienste gegenübergestellt. Der eine war der Dienst des Todes und der Verdammnis, der andere der des Geistes (der erquickte) und der Gerechtigkeit. Es ist keine Decke auf dem Angesicht des Herrn, und das Ergebnis des Vorrechtes der Gläubigen unter diesem Dienst ist das Sehen der Herrlichkeit Christi (das Wohlgefallen Gottes ruht in einem Menschen, alle seine Eigenschaften werden verherrlicht) mit aufgedecktem Angesicht und das Verwandeltwerden zu demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

Kapitel 4

Paulus zeigt, wie das Evangelium des Christus in ihm als Gefäß dargestellt wurde, so dass, wenn es verdeckt sei, es in denen verdeckt sei, die verloren gehen, und nicht in ihm. Gott hat in seinem Herzen die leuchtende Kraft seiner Herrlichkeit im Angesicht Jesu Christi gezeigt. Jedoch war es ein irdenes Gefäß, nichts in sich selbst, auf dass die Überfülle der Kraft sei Gottes. Paulus trug allezeit das Sterben Jesu am Leib umher, und wurde allezeit dem Tode überliefert. Das Ergebnis davon war Leben in den Korinthern. Er stellt die vergänglichen Dinge den ewigen Dingen gegenüber. Er ging seinen Weg im Hinblick auf die ewigen Dinge.

Kapitel 5

Indem er dieses Thema aufgreift, zeigt er das „Haus vom Himmel", mit welchem der Gläubige im ewigen Zustand überkleidet werden wird. Er führt die feierliche Wahrheit des Richterstuhls Christi ein, vor welchem alle offenbar werden müssen, und kommt dann zu der neuen Schöpfung, alles aber ist von Gott. Wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung. Dann wird der Dienst der Versöhnung berührt, indem die Dinge, in denen Gläubige mit Gott bevorrechtigt sind, vorgestellt werden, so wie der Dienst des neuen Bundes die Dinge zeigt, die Gott mit ihnen tut. Dies ist gegründet auf den Einen, der keine Sünde kannte, der für uns zur Sünde gemacht wurde, damit wir Gottes Gerechtigkeit in ihm würden.

Kapitel 6

Er zeigt, wie er und seine Mitarbeiter sich in allem als Gottes Diener erweisen. Sein Herz war gegenüber den Korinthern weit geworden, er fleht sie an, sich von der Welt und jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes zu enthalten, damit die Gnade Gottes, die sie empfangen hatten, nicht vergeblich wäre.

Kapitel 7

Paulus fährt mit seinem Appell fort, indem er all die tiefen Übungen vorstellt, die er wegen ihnen gehabt hatte.

Kapitel 8 bis 9

Spenden für die bedürftigen Gläubigen und Ermahnungen zur Freigebigkeit.

Kapitel 10 bis 12

Das Apostelamt des Paulus wird den falschen Lehrern gegenüber gestellt, die seinen Einfluss in Korinth untergruben. Er fürchtete, es seien solche unter ihnen, die gesündigt und nicht Buße getan hätten.

Kapitel 13

Paulus sagt ihnen, sie sollten sich selbst prüfen; dass sie im Glauben seien, wäre das nicht ein Beweis davon, dass Christus in Paulus geredet hatte? Es folgen einige Ermunterungen, und der Brief schließt mit namentlichen Grüßen.

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