Israel – Bibel-Lexikon

Bedeutung des Namens
Israël = Kämpfer Gottes, d.h. der mit Gott kämpft

Dieser Name wurde Jakob gegeben, nachdem „ein Mann" mit ihm gerungen hatte. Jakob klammerte sich an diesen, als er von ihm (am Hüftgelenk) „angerührt" worden war. „Israel" bedeutet „Kämpfer Gottes", „denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast gesiegt”. Dies bezeichnet den Weg der Segnung im Hinblick auf die Nation des Volkes Israel, in welcher Gottes Regierung auf der Erde errichtet werden wird. Die zwölf Söhne Jakobs wurden die Häupter der zwölf Stämme. Sie und ihre Nachkommen wurden die Kinder Israel genannt, oder einfach Israel. Bei der Teilung des Königtums wurden die zehn Stämme „Israel" und die zwei Stämme „Juda" genannt, jedoch wird diese Unterscheidung nicht überall streng gemacht: so werden die Fürsten und Könige von Juda Fürsten Israels und Könige Israels genannt (2. Chr 12,5.6; 21,2; 28,19). Auch diejenigen, die aus dem Exil zurückkamen, so sie denn den zwei Stämmen angehörten, werden „Volk Israel", oder „Israel" genannt. Auch in den Propheten werden die zehn Stämme nicht „Juda" genannt, die zwei Stämme jedoch an einigen Stellen „Israel". Von den zehn Stämmen wird in den Propheten des öfteren als von Ephraim gesprochen, welcher das Haupt der Zehn war. Obwohl die zehn Stämme als Israel bekannt waren, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Erbteil Simeons, welches im äußersten Süden des Landes war, mit Juda vereinigt wurde, so wie das Gebiet von Dan im Südwesten, obwohl die Simeoniter sich eventuell unter die anderen Stämme zerstreut hatten, und die vom Stamm Dan nach Norden gegangen waren und sich dort mit ihrem Stamm angeschlossen hatten.

Das Königtum Israels fing unter Jerobeam an, dem verheißen wurde, dass sein Haus befestigt würde, wenn er dem Herrn gehorsam wäre. Er machte jedoch, um das Volk zu hindern nach Jerusalem zu gehen, sofort die goldenen Kälber zu Dan und Bethel. Das Königtum wurde götzendienerisch und es folgte eine Reihe von Gerichten. Baesa ermordete Jerobeams Sohn und Nachfolger. Sein eigener Sohn und Nachfolger wurde von Simri umgebracht: Simri wurde durch Omri ermordet. Nach einem Bürgerkrieg von 4 Jahren mit Tibni wurde Omri König und regierte mit seinen Nachfolgern 45 Jahre, bis zur Regierung Jorams, des Sohnes Ahabs. Er und die Überlebenden des Hauses Ahab wurden direkt oder indirekt durch Jehu getötet. Mit Jehu begann die fünfte Dynastie 884 v. Chr. Er und seine Nachfolger regierten, mit verschiedenen Gerichten, die über sie kamen, für 112 Jahre. Sekarja war der letzte, die vierte Generation nach Jehu, so wie Gott geredet hatte (2. Kön 15,12): er regierte nur 6 Monate und wurde durch Sallum umgebracht. Während anderer 50 Jahre wurde das Königtum geschont: aber es gab keine Buße. Um 740 v. Chr. wurden die zweieinhalb Stämme ostwärts des Jordan in die Gefangenschaft geführt, und Israel wurde Assyrien tributpflichtig. Hosea brachte Pekach um und gelangte nach neun Jahren der Anarchie zum Thron. Er putschte gegen Assyrien, indem er mit Ägypten paktierte; aber Samaria wurde genommen und Israel in die Gefangenschaft geführt. So endete das Königtum Israels 721 v. Chr. Von ca. 784 bis 725 v. Chr. war Hosea, der Prophet Gottes, in Israel. Er zeugte ernstlich gegen sie, indem er sich gegen ihre bösen Wege wandte. Er war stets bereit, ihnen zur Umkehr zu Gott zu helfen, aber diese Versuche waren alle vergeblich (2. Kön 17,13-18; Hos 13,16; 14,1-9).

Als Israel weggeführt wurde, wurden sie in Halach und in Habor, dem Strome Gosans (in der Nähe des Flusses Habor (Nebenfluss des Euphrat), angesiedelt, und in den Städten der Meder. So weit bekannt, kehrten sie nie zurück. Zweifellos gab es einige Einzelpersonen, die in den Tagen Esras und Nehemias ihren Weg zurück fanden, und auch in den folgenden 150 Jahren, bevor der Herr erschien. Juden dieser Landstriche waren am Tag der Pfingsten in Jerusalem; aber als Ganzes werden sie üblicherweise als die „verlorenen Stämme" angesehen. Gott weiß, wo sie zu finden sind, wenn seine Zeit der Segnung gekommen sein wird. Die zwölf Stämme bestehen. Ein Überrest von ihnen wird wieder in das Land kommen (Hes 48,1-29; Mt 19,28; Apg 26,7; Jak 1,1; Off 7,5-8).

Mit den zehn Stämmen wird anders gehandelt werden als mit den zweien, die im Land waren als der Herr ihnen erschien und sie ihn verwarfen und seine Kreuzigung forderten. Die zehn Stämme werden durch eine mächtige Hand und den ausgegossenen Zorn in die Wüste gebracht werden. Dort wird Gott mit ihnen rechten, indem er sie mit der Rute strafen wird und sie in den Bund einführen wird; aber die Aufrührer werden ausgetilgt werden (Hes 20,34-38). Die Frage nach den Wunden in den Händen des Herrn, welche er empfangen hat im Hause seiner Freunde ist verbunden mit Juda, welches im Land gerichtet werden wird. Nur ein Drittel von ihnen wird nach ihrer Läuterung als Gottes Volk angenommen werden (Sach 13,6-9). Wenn Gott die Reinigung und die Wiederherstellung des Überrestes aus allen Stämmen vollendet und sie in die vollen Segnungen des Landes eingeführt haben wird, wird der Name Israel alle umfassen, so wie es zuerst gewesen ist. Gott wird dann für ewig ihr Gott sein (Hes 37,1-28).


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