Schaf – Bibel-Lexikon

Schafe wurden in großer Zahl in Palästina gezüchtet und bildeten einen großen Besitzanteil der Israeliten. Die dort gewöhnliche Rasse war das Fettsteißschaf mit Hörnern (Ovis laticaudatus und Ovis aries). In Palästina folgen die Schafe dem Hirten und hören auf seine Stimme und werden nicht einem Fremden folgen. Schafe und Lämmer wurden beständig im Opfer dargebracht. Das Lamm für den Morgen und für den Abend und das Passahlamm waren alle Vorbilder auf den einen Heiligen, der bezeichnet wurde als „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt."

Symbolisch stehen die Schafe für die Menschen, die dazu neigen, umherzuirren: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg." (Jes 53,6; Lk 15,4-7). Der Herr sagte: „Meine Schafe gehen nicht verloren." Der gute Hirte ruft seine eigenen Schafe mit Namen, und wenn sie unter seinen eigenen Schutz gebracht worden sind, besitzen sie vollkommene Sicherheit, Freiheit und Versorgung (Joh 10,9). Der Herr führte seine Schafe aus dem jüdischen Hof heraus. Diese wurden vereinigt mit seinen anderen Schafen (Gläubige aus den Heiden), damit sie alle eine Herde mit einem Hirten würden (s. Joh 10,3.16). In dem zukünftigen Gericht der Nationen werden die Erretteten „Schafe" genannt, im Unterschied zu den Verlorenen, die „Böcke" genannt werden (Mt 25,31-46).


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