Zöllner – Bibel-Lexikon

Die Zöllner verwalteten die Zahlung der von den Römern auferlegten Steuern, die sich zu einer bestimmten, für jeden Bezirk zu bezahlenden Summe zusammensetzten. Sie beauftragten wiederum andere mit dem Eintreiben des Geldes. Der Fehler des ganzen Systems war, dass es den Eintreibenden die Möglichkeit des Missbrauchs bot, mehr zu verlangen, als sie durften. Johannes der Täufer gab den Zöllnern den Rat: „Fordert nicht mehr, als euch festgesetzt ist" (Lk 3,12.13). Zachäus erscheint uns als ein gerechter und großzügiger Mann; er wollte das Geld erstatten, das er durch falsche Anklage genommen hatte. Als Oberster der Zöllner brachte er die Dinge, so weit es ihm möglich war, wieder in Ordnung.

Die Verpflichtung, den Römern Steuern zu zahlen, war für die Juden ein großes Ärgernis. Solche, die mit dem Eintreiben der Steuern betraut waren, wurden jeder Anerkennung für unwürdig erachtet. Daher werden „Zöllner und Sünder" oft zusammengefasst. Der Herr wurde von religiösen Personen dafür verachtet, dass er ihre Häuser betrat, man nannte ihn spottend einen „Freund der Zöllner und Sünder". Aber Gottes Gnade ist für alle da, und Matthäus wurde von seinem Zollhaus weggerufen, um einer der Apostel zu werden (Mt 5,46.47; Mk 2,15; Lk 5,27-30; 18,10-13).


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