Galatien – Bibel-Lexikon

Ein großer Landstrich im Zentrum Kleinasiens mit Bithynien und Pontus im Norden, Kappadozien im Osten, Lykaonien im Süden und Phrygien im Westen. Die Einwohner waren wie die Gallier Kelten, die sich im 3. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien ansiedelten. Sie wurden durch ihre ruhelose und kriegerische Lebensweise zu einer Plage für die benachbarten Gebiete. Als sie in die Schranken verwiesen wurden, verdingten sie sich als Söldner. Letztendlich unterlagen sie der Macht Roms, und so wurde Galatien eine Provinz Roms.1

Paulus reiste zweimal durch Galatien, woraufhin mehrere Versammlungen entstanden, an die sein Brief gerichtet war (Gal 1,2). Es ist nicht bekannt, an welchen Orten die Versammlungen waren. Die meisten der Einwohner Galatiens waren Heiden, aus 1. Petrus 1,1 wissen wir jedoch, dass es dort auch Juden gab (Apg 16,6; 18,23; 1. Kor 16,1; 2. Tim 4,10). Die Einwohner dieser Landschaft wurden Galater genannt (Gal 3,1).

Fußnoten

  • 1 Anm. d. Red.: Zu dieser Provinz gehörten auch die südlicher gelegenen Landschaften Pisidien, Phrygien und Teile von Lykaonien, woraus sich eine gewisse Doppeldeutigkeit bezüglich des Namens "Galatien" ergibt. Siehe hierzu "Das Neue Testament im Überblick" von A. Remmers.

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