Hund – Bibel-Lexikon

An allen Stellen der Schrift, die sich auf einen Hund beziehen, wird er als ein unreines und wertloses Tier dargestellt; also werden die Nichtjuden und Heiden mit Hunden verglichen (Ps 22,17; 59,7.15). Es war verboten, den Preis eines Hundes in das Haus des Herrn zu bringen, es war ein Gräuel (5. Mo 23,19). Hasael, ein Heide, sagte: „Was ist dein Knecht, der Hund, dass er diese große Sache tun sollte?" (2.Kö 8,13). Die größte Beleidigung war es, jemanden einen toten Hund zu nennen. Sie waren - und sind - die Aasfresser der östlichen Städte. Alles wertlose wird auf die Straße geschmissen und die Hunde essen es. Es waren die Hunde, die den Körper von Isebel fraßen und das Blut von Naboth und Ahab aufleckten (1.Kö 21,19; 22,38; 2.Kö 9,36). Im Neuen Testament ist es genauso: „Draußen sind die Hunde" und „Sehet auf die Hunde" bezeichnen bildlich solche, die ausgestoßen oder unrein sind. Die einzige Ausnahme zu dem obigen ist der Vergleich, den der Herr zwischen der besessenen Frau und einem Hund macht; und sie sagte: „Und doch fressen die Hunde von den Brotkrumen, die von dem Tisch ihrer Herrscher fallen." An diesen Stellen wird die verkleinerte Form des Wortes verwendet, die „Hündlein" bedeutet. Diese wurden häufig in Häusern gehalten bis sie groß waren. Aber das nimmt nicht die Verachtung weg, die in diesem Wort steckt (Mt 15,27; Mk 7,27.28).


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