Judas, Der Brief des – Bibel-Lexikon

Der Brief wurde von Judas, dem Bruder des Herrn Jesus, geschrieben. Der Brief ist an die „in Gott, dem Vater, geliebten und in Jesus Christus bewahrten Berufenen" gerichtet. Es hatte ein Abfall eingesetzt, und die Heiligen werden ermahnt für den göttlich überlieferten Glauben zu kämpfen. Gottlose hatten sich eingeschlichen, die die Gnade Gottes missbrauchten und ihren alleinigen Gebieter und Herrn Jesus Christus verleugneten.

Es werden drei Beispiele aufgeführt, um zu zeigen, wie Abfall in der Vergangenheit bestraft worden war:

  1. Einige von denen, die aus Ägypten errettet worden waren, waren dennoch vertilgt worden.
  2. Gefallene Engel werden in ewigen Ketten zum Gericht aufbewahrt.
  3. Sodom und Gomorra, die unter den dauerhaften Auswirkungen des Gerichtes über sie leiden.

Anschließend werden die Lästerer durch das Verhalten des Erzengels Michaels beschämt, der nicht gegen Satan lästerte, als er - zurecht - mit ihm wegen Moses Leib stritt, sondern sagte: „Der Herr schelte dich!"

Drei Stufen des Abweichens vom Weg der Wahrheit werden erwähnt, eingeleitet mit einem Wehe gegen die, welche sich im Zustand dieses Abfalls befinden:

  1. Der Weg Kains: die Natur und der Wille des Menschen sowie Hass gegen Gottes Volk (vgl. 1. Joh 3,12).
  2. Der Irrtum Bileams für einen Lohn: kirchliche Korruption (vgl. Off 2,14).
  3. Der Widerspruch Korahs: Widerstand gegen das König- und Priestertum Christi (vgl. 4. Mo 16).

Solche waren zweifach tot, von Natur aus und durch ihren Abfall, und sie werden aufbewahrt für die ewige Finsternis.

Henoch hatte bereits von dem Gericht über die Gottlosen geweissagt, wenn der Herr mit seinen heiligen Myriaden kommen wird. Die Heiligen werden vor denen gewarnt, die sich absondern, als seien sie besser als andere, während sie nur natürliche Menschen sind, die den Geist nicht besitzen. Die Heiligen werden dazu angehalten, sich selbst auf ihren allerheiligsten Glauben aufzuerbauen und sich selbst durch das Beten im Heiligen Geist in der Liebe Gottes zu erhalten, indem sie die Barmherzigkeit des Herrn Jesus zum ewigen Leben erwarten. Sie werden aufgefordert, zu versuchen andere zu retten.

Der Brief endet damit, dass dem alle Ehre zugeschrieben wird, der vermag, seine Heiligen vor Straucheln zu bewahren und sie mit Frohlocken vor seiner Herrlichkeit untadelig darzustellen.

 

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