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Dämon – Bibel-Lexikon

Griech. δαιμονιον, δαιμων. Philosophen sprachen über Dämonen völlig anders, als wie sie in der Schrift dargestellt werden. So sagt Plato: „Dämonen sind Vermittler zwischen Gott und den Sterblichen. Menschen können Gott nicht direkt begegnen, aber jeder Handel und jede Gemeinschaft zwischen Göttern und Menschen wird durch Vermittlung von Dämonen ausgeführt." Es ist eine Verblendung Satans zu sagen, dass Gott nur in Vertretung von Dämonen oder Halbgöttern angebetet werden könnte. In einer ähnlichen Weise betet die römisch-katholische Kirche zur heiligen Jungfrau Maria und zu verstorbenen Heiligen, damit diese sich für sie verwenden. Die Schrift macht deutlich, dass Dämonen böse Geister sind. Vergleiche Offenbarung 16,13.14.

Die Schrift zeigt auch, dass Götzendienst eigentlich Dämonenverehrung war, obwohl das Götzenbild an sich nichts bedeutete. „Sie opferten den Dämonen (hebr. shed1 Das hebräische Wort shed, obwohl es vom Wort "Herr" hergeleitet ist, bedeutet wahrscheinlich "ein Zerstörer, Ausrotter, ein Gewaltsamer; daher metaphorisch ein verderblicher Dämon." (Furst). Es kommt nur in den zwei oben genannten Stellen vor. ) und nicht Gott" (5. Mo 32,17; 1. Kor 10,19.20). „Sie sollen ihre Schlachtopfer nicht mehr den Dämonen (hebr. sair2 Sair bedeutet "grob, haarig" und besonders Ziegenbock. Deshalb "eine ziegenähnliche Gottheit, die abgöttisch verehrt wurde. [...] Es wurde geglaubt, dass solche feindliche Wesen die Wüsten und Wälder bewohnten (Jes 13,21; 34,14) und durch göttliche Verehrung zufriedengestellt werden mussten." (Furst) ) schlachten" (3. Mo 17,7; Off 9,20). Jerobeam war so tief gefallen, dass er Priester für die Dämonen (hebr. sair)3 Abbilder von Böcken, die abgöttisch verehrt wurden. und die Kälber, die er gemacht hatte, angestellt hatte (2. Chr 11,15). Manche hatten sogar „ihre Söhne und Töchter den Dämonen (hebr. shed) geopfert". (Ps 106,37). Die Dinge, die angebetet wurden, mögen unsichtbare Objekte gewesen sein oder irgendeine mystische Bedeutung gehabt haben, oder es können einfach Götzenbilder gewesen sein; aber hinter all diesen Dingen standen reale Wesen, böse, unreine Geister, sodass es moralisch unmöglich war, gleichzeitig mit dem Herrn Jesus und diesen Dämonen Gemeinschaft zu haben (1. Kor 10,19-21).

Die bösen Geister, wovon so viele Personen besessen waren als der Herr auf dieser Erde war, waren Dämonen, und aus den Beispielen, die uns gegeben sind, lernen wir viel über sie. Die Pharisäer sagten, dass der Herr die Dämonen durch Beelzebub, den Obersten der Dämonen, austreiben würde. Der Herr erklärte, dass dies bedeuten würde, dass „Satan den Satan austreibt"; daraus lernen wir, dass die Dämonen die Vertreter Satans waren, und dass Satan als der Starke zuerst gebunden werden musste, bevor sein Haus beraubt werden konnte (Mt 12,24-29). Die Dämonen können über einen Besessenen ihre ganze Kraft ausüben. Dies zeigt sich darin, wie sie die Besessenen selbst behandelten, oder auch andere, die in ihre Nähe kamen. Wir lesen von einer Begebenheit, bei der ein Besessener sieben Männer überwältigte so dass diese nackt und verwundet aus dem Haus flohen (Apg 19,16). Wir wissen auch, dass sie intelligente Wesen waren, denn sie kannten den Herrn Jesus und beugten sich sofort vor seiner Autorität. Sie kannten auch das Urteil, das sie erwartete, denn manche fragten, ob der Herr gekommen war, um sie vor der Zeit zu quälen (Mt 8,29).

Man sollte nicht davon ausgehen, dass Dämonen-Wirkungen aufgehört haben: Die Belehrung ist „glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen" (1. Joh 4,1). Dies stimmt mit der Behauptung überein, dass „in späteren Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen" (1. Tim 4,1). Spiritisten und Theosophen üben Gemeinschaft mit solchen Dämonen aus und werden von ihnen angeleitet. Auch in der Zukunft, wenn Gott seine Gerichte auf die Erde gießen wird, werden die Menschen sich nicht bekehren, sondern werden Dämonen und verschiedenen Götzen dienen (Off 9,20). Die Geister der Dämonen werden Wunder wirken und werden die Könige der Erde versammeln zu dem Krieg des großen Tages Gottes (Off 16,14). Und das mystische Babylon wird „eine Behausung von Dämonen und ein Gewahrsam jedes unreinen Geistes und jedes unreinen und gehassten Vogels" werden (Off 18,2). Die Welt und die bekennende Kirche werden offenbar reifer für diese Dinge, und manche haben, unter dem Einwand diese Phänomene zu untersuchen, unbewusst mit diesen bösen Geistern selber zu tun!


Fußnoten

1 Das hebräische Wort shed, obwohl es vom Wort "Herr" hergeleitet ist, bedeutet wahrscheinlich "ein Zerstörer, Ausrotter, ein Gewaltsamer; daher metaphorisch ein verderblicher Dämon." (Furst). Es kommt nur in den zwei oben genannten Stellen vor.

2 Sair bedeutet "grob, haarig" und besonders Ziegenbock. Deshalb "eine ziegenähnliche Gottheit, die abgöttisch verehrt wurde. [...] Es wurde geglaubt, dass solche feindliche Wesen die Wüsten und Wälder bewohnten (Jes 13,21; 34,14) und durch göttliche Verehrung zufriedengestellt werden mussten." (Furst)

3 Abbilder von Böcken, die abgöttisch verehrt wurden.


Kategorien:

Satan und sein Reich | Satan/Teufel


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