Sämann – Bibel-Lexikon

Neben dem üblichen Bezug zur Landwirtschaft (siehe hierzu Jahreszeiten) wird das Säen in der Schrift auch symbolisch für die Ausbreitung des Evangeliums benutzt. In diesem Sinn erscheint es im Gleichnis vom Sämann, für welches der Herr in seiner Güte seine eigene Erklärung gibt.

Als er zum Volk Israel kam, fand er dort keine Frucht. Er wurde der Sämann und säte den guten Samen, der auf verschiedenartig beschriebenen Boden fiel. Dementsprechend unterschieden sich auch die Ergebnisse, wie der Herr es dann erklärt. Trotz der Einflüsse Satans mit dem Ziel, jeglichen Samen daran zu hindern, Wurzeln zu schlagen, fiel ein Teil auf guten Boden. Dieser war nicht von Natur aus gut, sondern von Gott zubereitet. Als Ergebnis kam infolgedessen Frucht hervor (Mt 13,3-43). Wann immer das Evangelium gepredigt wird, wird der Same gesät und fällt ohne Zweifel auf verschiedenartige Herzensböden, wie es in dem Gleichnis veranschaulicht wird. Glückselig werden die genannt, die an allen Wassern säen (vgl. Jes 32,20); Gottes Diener wird ernten, wenn er nicht ermattet (Gal 6,9).

Das Säen wird auch als ein schönes Bild in Verbindung mit dem Körper des Gläubigen benutzt, der in die Erde gelegt wird. Für den Christen gilt, dass ein natürlicher Leib in Verwesung, Unehre und Schwachheit gesät wird, aber ein geistiger Leib in Unverweslichkeit, Herrlichkeit und Kraft auferweckt werden wird (1. Kor 15,36-44).


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Saat | Säen


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