Zeiten der Nationen – Bibel-Lexikon

Gott hatte die Juden auserwählt und eine Nation aus ihnen gemacht. Er verkündete: „Wird doch Abraham gewiss zu einer großen und mächtigen Nation werden" (1. Mo 18,18). „Nur euch habe ich von allen Geschlechtern der Erde erkannt". Sie sollten ein Zeugnis für Gott auf der Erde sein, und es wird hinzugefügt: „Darum werde ich alle eure Ungerechtigkeiten an euch heimsuchen" (Amos 3,2). Nach einer langen Zeit der Geduld Gottes mit Israel wurde das Haus Davids beiseite gesetzt und in die Gefangenschaft geführt. Die Macht der Regierung für Gott wurde auf die anderen Nationen übertragen, und die Zeit der Nationen begann in der Person Nebukadnezars. Ihm wurde gesagt: „Du, o König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht und die Gewalt und die Ehre gegeben hat". Die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels wurden auch in seine Hand gegeben (Dan 2,37-38). Gott machte ihn verantwortlich; und weil er Gott verunehrte und sich selbst des Königtums rühmte, wurde er bestraft. Drei weitere Reiche folgten auf Babylon, und die Zeit der Nationen setzt sich immer noch in verschiedenen Phasen der Regierung weiter fort. Sie wird erst dann vorbei sein, wenn Gott zu seiner eigenen Zeit die Vormachtstellung seines alten Volkes auf der Erde wiederherstellen wird. „Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind" (Lk 21,24).

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